Bei der Absicherung biometrischer Risiken kann man viel und lange darüber diskutieren, ob eine Grundfähigkeits-Versicherung den höheren Wirkungsgrad hat als die Absicherung der Erwerbsfähigkeit oder eine Schwere-Krankheiten-Vorsorge. Am Ende ist man sich meist einig, dass es auf den Einzelfall ankommt. Ebenfalls einig ist man sich an den beiden Endpunkten der Arbeitskraft-Absicherung. Die Berufsunfähigkeits-Versicherung ist die einzige umfassende Absicherung, die unabhängig vom Auslöser ihre Leistung erbringt. Die Schwierigkeit des Produkts liegt am relativ schweren Zugang, der hohen Prämie und am erhöhten Erklärungsbedarf.

Der Versicherer schützt das Kollektiv durch eine strenge Risikoselektion bei der Annahme und lässt sich den Schutz des doch recht wahrscheinlichen Risikos dementsprechend hoch bezahlen. Der erhöhte Erklärungsbedarf hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass man niemanden kennt, der berufsunfähig ist. Man kennt einige Leute, die aufgrund einer Krankheit oder einer Verletzung nicht mehr arbeiten können, aber es käme kein Mensch ohne fachlichen Hintergrund darauf zu behaupten, er wäre berufsunfähig

Die Unfallversicherung ist an sich keine Arbeitskraft-Absicherung

Am anderen Ende der Arbeitskraft-Absicherung liegt die Unfall-Versicherung. Sie ist quasi der Gegenpart zur BUV. Sie ist auch bei Vorerkrankungen versicherbar, ist günstig einzukaufen und jeder Kunde kann sich was darunter vorstellen. Die Bedrohung durch einen Unfall wird für gewöhnlich deutlich stärker wahrgenommen, als sie es tatsächlich ist. Das ist sicherlich dadurch zu erklären, dass man Rettungswägen immer wieder fahren sieht und hört, von Unfällen in der Zeitung liest und auch einige Bekannte hat, die schon einmal einen Unfall hatten. Allerdings deckt sich der allgemeine Unfallbegriff nicht mit dem Leistungsauslöser der privaten Unfall-Versicherung. Denn nur die wenigsten Unfälle münden in einer dauerhaften Invalidität. Deswegen ist die Unfall-Versicherung auch nur eine sinnvolle Absicherung des schlimmsten Falles. Doch manchmal kann sie auch als Ausweich-Produkt zur BU funktionieren, wenn eine andere Absicherung nicht mehr möglich ist.

Die Unfall-Versicherung der Stuttgarter ist immer eine Lösung

Die Unfall-Versicherung der Stuttgarter ist eine sehr interessante Lösung für alle, für die aus gesundheitlichen Gründen eine andere Absicherung nicht mehr in Frage kommt, da eine Gesundheitsprüfung nicht stattfindet.

Die Bedingungen der Unfall-Versicherung der Stuttgarter wurden an den gehobenen Marktstandard angepasst. Es sind erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegung ebenso versichert wie Gesundheitsschädigungen bei Rettungsmaßnahmen. Die Invalidität muss innerhalb von 24 Monaten eingetreten sein und kann bis zu 36 Monaten nach dem Unfall gemeldet werden.

Der Mitwirkungsanteil liegt bei 35%, was im Marktvergleich eher niedrig ist. Allerdings ist dies aus Versicherer-Sicht durchaus zu rechtfertigen. Denn bei der Unfall-Versicherung der Stuttgarter hat er ja auf Gesundheitsfragen und damit eine Risiko-Selektion bei Antragstellung verzichtet.

Liegt innerhalb der ersten drei Monate eine Invalidität von 100% oder innerhalb der ersten sechs Monate eine Invalidität in Höhe von 50% vor, so wird bei Beantragung die Hälfte der versicherten Leistung sofort ausgezahlt, wenn man diese Option zuwählt.

Verschiedene Progressionen möglich

Die Unfall-Versicherung der Stuttgarter kann mit einer Progression von 225%, 300%, 350%, 500% und 1000%. Eine höhere Progression ist durchaus im Sinne des Gedanken der Unfall-Versicherung als Worst-Case-Absicherung. Da die heute zugrunde gelegten Gliedertaxen auf extrem hohen Niveau liegen, wie auch die verbesserte Gliedertaxe der Stuttgarter, kann man mit einer hohen Progression erreichen, bei einer hohen Invalidität eine hohe Leistung zu einer günstigen Prämie zu bekommen.  In niedrigeren Invaliditätsbereich würde man eine unnötige Überversorgung vermeiden. Möchte man beispielsweise 500.000 Euro für den schlimmsten Fall abgesichert wissen, um Umbaumaßnahmen und Anschaffungskosten für ein behinderten-gerechtes Auto usw. zu decken, müsste man ohne Progression auch die Prämie dafür zahlen, dass man bei Verlust der großen Zehe 100.000 Euro erhalten würde. Bei einer Progression von 500% bekäme man in diesem Fall „nur“ 20.000 Euro, aber das würde sich auch spürbar auf die Prämie auswirken.

Reha-Management versicherbar

Alle Leistungen und Leistungsverbesserungen im Einzelnen aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Besonders hervorzuheben ist aber das optional angebotene Reha-Management. So nimmt der Versicherer seine soziale Verantwortung gegenüber dem Versicherten wahr.  Selbst wenn er vielleicht auch in erster Linie daran interessiert ist, von der Leistungspflicht frei zu werden. Sollte es aber tatsächlich durch derlei Maßnahmen gelingen, den Kunden bei der Gesundung zu unterstützen, ist das eine klassische Win-win-Situation.

Leistung bei schweren Krankheiten

Vertrieblich besonders interessant ist aber die Absicherungsmöglichkeit von bestimmten schweren Krankheiten, Organschäden und Krebserkrankung bis zu einer Summe von 30.000 Euro. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass der Tarif ohne Gesundheitsprüfung abzuschließen ist. Wenn ich also einen Kunden habe, der weder in der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-, noch in der Grundfähigkeits- oder Schwere-Krankheiten-Versicherung aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen versicherbar ist, kann ich ihm einen Schutz gegen Unfall und Schwere Krankheiten anbieten. Damit habe ich zwar immer noch nur eine Abschnitts-Deckung gegenüber der BU. Allerdings ist es mehr als eine reine Unfall-Versicherung und allemal besser als keine Absicherung.

Die schweren Krankheiten sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblindung, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs und Hodenkrebs. Der Baustein Organschäden sichert Erkrankungen des Gehirns und zentralen Nervensystems, Herz, Niere, Lunge und Leber ab. Der Baustein der Krebserkrankungen entspricht denen der Schweren Krankheiten.

Zusammenfassend ist die Unfall-Versicherung der Stuttgarter besonders vertrieblich sehr interessant. Denn als Vermittler habe ich so immer eine letzte Lösung in der Hinterhand, bevor der Kunde ohne Absicherung nach Hause geht. Aber auch als klassische Unfalllösung kann der Tarif sich durchaus im Top-Segment behaupten.

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