Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist die hässliche Schwester der Berufsunfähigkeitsversicherung. Da macht die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der AXA Stand 09-17 keine Ausnahme. Aber für alle, die sich eine BUV nicht leisten können oder wollen, ist es sinnvoller, den vollen Bedarf für den Fall einer Erwerbsunfähigkeit abzusichern.
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Nur mal so zum Verständnis: Mal angenommen, ich gebe jeden Monat 1.200 Euro aus. Das sind alle Verpflichtungen, die ich so habe. Miete, Auto, Essen. Ab und zu mal Kleidung. Für eine Versicherung hätte ich so ca. 100 Euro übrig. Da ich Handwerker und schon bissi älter bin, bekäme ich dafür aber nur 750 Euro Rente versichert. Wäre ich also berufsunfähig und könnte in meinem Job nur noch zu 50% oder weniger arbeiten, fehlten mir jeden Monat 450 Euro. Das geht nicht lange gut.

Die andere Möglichkeit wäre, für 80 Euro eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, die dann 1.200 Euro zahlt. Solange ich nur in meinem Job nicht mehr arbeiten kann, fehlten mir 1.200 Euro im Monat. Das geht auch nicht lange gut. Ich müsste umschulen. Wenn das aus gesundheitlichen Gründen nicht ginge, stehen die Chancen gut, dass ich erwerbsunfähig bin… In dem Fall bekomme ich 1.200 Euro und kann meine Ausgaben weiter bezahlen.

Die EUV leistet also später als die BUV. Aber dafür ist eine höhere Absicherung möglich. Das muss jeder für sich mal mit seinem Versicherungsfuzzi durchgehen.

Wann leistet die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der AXA Stand 09-17

Zurück zur die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der AXA Stand 09-17. Der Tarif leistet, wenn ich keine 3 Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. Und das für voraussichtlich 6 Monate. Das entspricht dem Marktstandard, sofern man bei den bissi mehr als zwei Dutzend EUV am Markt von Standard sprechen kann.

Was mir nicht so gut gefällt: Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der AXA Stand 09-17 erlaubt nur einen Hinzuverdienst bis zu 450 Euro. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es so ohne Weiteres möglich wäre, einen Job zu finden, in dem man regelmäßig weniger als drei Stunden am Tag arbeiten könnte und mehr als 450 Euro verdient. Aber egal, wie realistisch so ein Szenario wäre. Es gefällt mir nicht, dass es hier eine von der Arbeitszeit losgelöste Komponente gibt, die ich zusätzlich beachten muss.

Was ist der allgemeine Arbeitsmarkt

Auch dass die Definition des allgemeinen Arbeitsmarktes um selbständige Tätigkeiten erweitert wurde, ist nicht so toll. Das machen aber einige Versicherer…

Der allgemeine Arbeitsmarkt schließt per Definition alle behindertengerechten, Schon- und Nischenarbeitsplätze aus. Als Selbständiger kann ich aber durchaus mal in einem dieser Bereiche erfolgreich sein. Auf die Spitze getrieben könnte man sich hier einen Unternehmensberater vorstellen, der nur übers Internet sein Geld verdient.

Unterm Strich ist die EUV der AXA als gut einzustufen. Aber es finden sich trotzdem ein paar Punkte, die besser in eine kundenfreundlichere Fassung geschrieben werden sollten.

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