Die BUV ist vielen zu teuer, andere bekommen aus gesundheitlichen Gründen keine. Deshalb höre ich immer wieder die Frage, ob es eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung gibt. Und tatsächlich gibt es nicht nur eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern mehrere. Und wenn ich weiß, wie diese Alternativen  funktionieren, dann weiß ich auch, worauf ich mich einlasse.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die erste Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Wie auch die BUV hat sie einen offenen Leistungsauslöser. Es ist komplett egal, welche gesundheitliche Einschränkung ich habe. Die Versicherung leistet, wenn ich wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall außerstande bin, mehr als 3 Stunden täglich am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten zu können. Das ist auch der große Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Es ist egal, was ich arbeite und ob ich noch Geld verdiene oder welche Ausbildung ich habe. Wenn es einen Beruf gibt, in dem ich noch länger als drei Stunden täglich arbeiten könnte, bekomme ich keine Rente.

Das dürften in erster Linie psychische Erkrankungen sein. Denn bei einer psychischen Erkrankung bin ich in der Regel nicht mehr in der Lage überhaupt irgendwas zu arbeiten. Den Statistiken zufolge sind gut 40% der Fälle auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Der Rest dürften ziemlich heftige körperliche Einschränkungen sein.

Behindertengerechte oder Schon- und Nischenarbeitsplätze gehören nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Das ist zwar keine allzu große Einschränkung, aber immerhin.

Ich müsste also umschulen. Und idealerweise auch noch das Geld haben, um für diese Zeit über die Runden zu kommen. Die Agentur für Arbeit unterstützt mich zwar, aber eine Lücke von ungefähr 25% könnte schon mal bleiben.

Die Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn wir diesen Weg einschlagen, sollte jedem klar sein, dass das nur mit hervorragender Beratung möglich ist. Mal schnell online eine Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, kann böse enden.

Denn die GFV hat keinerlei Bezug zu meinem Beruf. Auch nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Und es sind auch nicht einfach alle Krankheiten versichert. Psychische Erkrankungen führen nur dann zur Leistung, wenn ich deswegen einer Betreuung bedarf. Sieht also auf den ersten Blick nicht aus, wie eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Und auch auf den zweiten Blick nicht sofort.

Die große Gemeinsamkeit sehen wir im Leistungsfall. In der BUV und der GFV muss ich zunächst mal beweisen, dass ich eine gesundheitliche Einschränkung habe. In der Berufsunfähigkeitsversicherung muss ich dann über eine Tätigkeitsbeschreibung nachweisen, was ich zuletzt in gesunden Tagen gearbeitet habe.

Was ist der Leistungsauslöser in der Grundfähigkeitsversicherung?

Diese Tätigkeitsbeschreibung entfällt in der GFV. Denn die versicherten Grundfähigkeiten sind in den Bedingungen beschrieben. Die Grundfähigkeitsversicherung ist also eine BUV mit eingeschränktem Schutz bei psychischen Erkrankungen und einer vorgegebenen Tätigkeitsbeschreibung. Im Leistungsfall muss ich beweisen, dass ich keine 400m mehr gehen kann oder mich nicht mehr Knien oder Bücken kann.

Wenn ich jetzt eine tatsächliche Tätigkeitsbeschreibung erstelle und vergleiche, wo es Schnittmengen zwischen meinem Beruf und den Leistungsauslösern in der GFV gibt, kann ich grob festlegen, zu wie viel Prozent die Versicherung der Berufsunfähigkeitsversicherung im Leistungsumfang gleicht.

Und wenn ich das dann ins Verhältnis zur Beitragsersparnis setze, kann ich entscheiden, ob mir der bessere Schutz den Mehrbeitrag wert ist.

Denn am Ende darf jeder selbst entscheiden, wie er sich versichern will. Er muss nur wissen worauf er sich einlässt. Dann kann es auch bei einer Alternative keine böse Überraschung geben.

 

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