Immer, wenn die Bayerische BU PROTECT nachbessert, l√§uft es den gewissenhaften Bedingungslesern von Berufsunf√§higkeitsversicherungen eiskalt den R√ľcken runter. Denn ich muss nicht nur ein Tarif, sondern vier Tarife neu gepr√ľft werden. Der Versicherer aus M√ľnchen bietet n√§mlich die Varianten Smart, Komfort, Komfort Plus und Prestige seiner BUV namens BU PROTECT an.

Die Bayerische BU PROTECT in allen Varianten

Vielleicht hilft es da schon mal von Beginn an einzugrenzen. Die¬†Bayerische BU PROTECT in der Smart-Variante verlangt n√§mlich nach wie vor eine dauerhafte Prognose. Allerdings bei einer Fiktion von nur 6 Monaten. Au√üerdem ist hier die abstrakte Verweisung m√∂glich, was im Leistungsfall vor allem dann unangenehm werden kann, wenn der bei Eintritt der BU ausge√ľbte Beruf keine besondere Ausbildung verlangt oder ein besonders hohes Gehalt erzielt wurde.

Denn auch die abstrakte Verweisung m√ľsste die Lebensstellung, den Bildungsstand und das Einkommen ber√ľcksichtigen.

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Bayerische BU PROTECT Prestige

Die Bayerische BU PROTECT in der Variante Prestige verzichtet auf die Anwendung des ¬ß163 VVG, was bedeutet, dass bei einer Fehlkalkulation die Pr√§mie nicht √ľber den Brutto-Beitrag angepasst werden d√ľrfte. Au√üerdem gibt es hier die M√∂glichkeit, in den ersten 5 Jahren ohne besonderen Anlass die Nachversicherungsgarantie zu ziehen. Ebenso ist eine einmalige Leistung bei Eintritt einer schweren Krankheit von 3 Monatsrenten bei gleichzeitiger BU oder die Leistung von 6 Monatesrenten, wenn nur eine der versicherten Krankheiten vorliegt.

Bayerische BU PROTECT Komfort und Komfort Plus

In meinen Augen sind die Varianten Komfort von der¬†Bayerische BU PROTECT f√ľr Beamte sehr interessant und die Variante Komfort Plus f√ľr Angestellte. Beide verf√ľgen √ľber eine vollst√§ndige und echte Dienstunf√§higkeitsklausel. Gerade f√ľr Lehramtsstudenten oder Beamte auf Widerruf und Probe ist die Bayerische BU PROTECT also eine ernstzunehmende Alternative. Hier findest du √ľbrigens alles zur Dienstunf√§higkeits-Versicherung.

Die Plus-Variante hat zus√§tzlich eine sogenannte AU-Klausel, die schon bei Krankschreibung leistet. Diese w√§re f√ľr Beamte √ľberfl√ľssig, aber f√ľr Angestellte verhilft sie zu einem vereinfachten Zugang zur Leistung, da die Bayerische auf eine zeitgleiche Beantragung der BU-Rente verzichtet. So muss ich im Leistungsfall keine 60 Seiten Antrag ausf√ľllen, was f√ľr einen psychisch Erkrankten sicherlich eine zu gro√üe Herausforderung w√§re, sondern kann einfach 6 Monate Krankschreibungen einreichen. Eine muss dabei vom Facharzt sein. Aber wer nach ein paar Monaten Krankschreibung noch nicht beim Facharzt war, dem kann eh kaum noch geholfen werden.

Viele Klarstellungen

Die Verbesserungen der Tarife sind gr√∂√ütenteils Klarstellungen. Allerdings sind diese bestandswirksam. Sie gelten also auch f√ľr bestehende Vertr√§ge. Das finde ich wiederum sehr positiv.

Pers√∂nlich interessant finde ich den Wegfall der Meldepflicht bei gesundheitlicher Verbesserung. Zwar wird in der Praxis nur selten ein Versicherer darauf bestehen, aber es erscheint mir grunds√§tzlich unsinnig, dem Kunden abzuverlangen, selbst√§ndig festzustellen, wann sein Zustand im Sinne der Bedingungen relevant verbessert ist und wann nicht. Deswegen finde ich es gut, dass die Bayerische zuk√ľnftig darauf verzichtet.

Vertrieblich am interessantesten ist die Verbesserung der Nachversicherungsm√∂glichkeiten. Diese kann ich jetzt auch bedingungsgem√§√ü dann nutzen, wenn ich vorher schon mal vor√ľbergehend BU war. Das hat die Bayerische in der Praxis schon so gehandhabt, ist nun aber quasi amtlich und in den AVB festgehalten.

Leider betr√§gt die Meldefrist weiterhin 6 Monate. Da w√§re noch Potential nach oben. Dass es nun drei neue Nachversicherungsereignisse gibt, ist nett, aber auch nicht mehr. Richtig gut ist hingegen, dass ich zuk√ľnftig pro Ereignis um 150% erh√∂hen kann und das bis zu 5 Mal. Bisher war ich begrenzt auf 100% und maximal 3 Mal. Insgesamt darf ich bis zu 36.000 Euro Jahresrente erh√∂hen, was in den meisten F√§llen ausreichend sein d√ľrfte.

Eine Art Anwartschafts-Versicherung ist möglich

So ist meine alte Idee von der Anwartschaftsversicherung in der BU PROTECT young sinnvoll umsetzbar. In dem Starter-Tarif der Bayerischen ist es n√§mlich m√∂glich, einen Sch√ľler gegen einen Mindestbeitrag von 5 Euro im Monat abzusichern. Die Rente betr√ľge dann etwa 150 Euro. Was selbstverst√§ndlich zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig w√§re. Betrachte ich das aber als Anwartschaft, um meinen Gesundheitszustand abzusichern, k√∂nnte ich nun im ersten Schritt auf 375 Euro erh√∂hen und schon im zweiten auf √ľber 900 Euro. Schon nach dem dritten Ereignis w√§re ich auf einer vern√ľnftigen Absicherungsh√∂he.

In allen F√§llen, wo den Eltern eine umfassende Absicherung der Sch√ľler zu teuer w√§re, k√∂nnte diese ‚ÄěAnwartschaft‚Äú eine sinnvolle L√∂sung sein.

Unterm Strich hat sich die Bayerische wieder im Detail gesteigert und bleibt fest in der Top Ten der Anbieter einer BUV verankert. Gerade f√ľr junge Beamte, aber auch Sch√ľler und Studenten sind die Tarife Komfort und Komfort Plus sehr interessant.

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