Jeder Vierte wird berufsunfähig. Und jeder Vierte hat eine Versicherung. Zumindest statistisch besteht die Möglichkeit, dass alles gut ausgeht 😉 Aber im Schnitt sind nur 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen. Das dürfte in den allermeisten Fällen viel zu wenig sein. Nur wenn ich auf andere Einnahmequellen zugreifen kann als das Arbeitseinkommen, könnten 1.000 Euro für den Rest reichen 🙂

Wie ermittle ich den Bedarf in der Berufsunfähigkeits-Versicherung?

Was ich jeden Monat zum Leben brauche, hängt in erster Linie von meinen Ausgaben ab. Welche habe ich in welcher Höhe und wie lange? Mal angenommen, ich zahle 1.500 Euro für mich. Also, das was ich esse, mein Auto und mein Wohnraum. Dann brauch in mein ganzes Leben lang mindestens 1.500 Euro. Egal, was passiert.

Ausgaben für Kinder kommen noch oben drauf. Die hab ich aber nicht mein ganzes Leben lang. Also, die Ausgaben.

Aber bleiben wir der Einfachheit halber mal bei den 1.500 Euro. Wenn ich jetzt 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen habe, fehlen mir jeden Monat 500 Euro. Logisch und mathematisch leicht nachweisbar. Jedes Jahr muss ich 6.000 Euro von meinem Ersparten nehmen. Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wie lange das gut gehen kann.

Wieso 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung (fast) immer zu wenig sind

Wenn ich nur 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen habe, muss ich jeden Monat zuzahlen. Ähnlich wie eine Selbstbeteiligung bei der Vollkasko-Versicherung. Nur dass ich die jetzt jeden Monat leisten muss.

Ich habe mir also ein bisschen Zeit gekauft, bis ich dann doch vor dir Hunde gehe. Und genau das sollte eine Berufsunfähigkeits-Versicherung eigentlich vermeiden.

Wenn aber mehr als 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung zu teuer sind?

Das Leben ist aber nun mal kein Wunschkonzert. Oft sind die 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung nicht freiwillig gewählt. Oft geht einfach nicht mehr. Jetzt gibt es die Möglichkeit, an der Laufzeit zu schrauben. Je kürzer die Leistungsdauer, desto billiger die Versicherung. Aber ich habe eine Lücke im Alter. Mal angenommen, ich versichere mich nicht bis 67, sondern nur bis 60. Dann spare ich die Hälfte am Beitrag. Aber ich habe – logisch – dann das doppelte Risiko. Der Beitrag bemisst sich immer am Risiko. Wenn ich es nicht schaffe, bis 60 meine Schäfchen halbwegs im Trockenen zu haben, wäre dieser Schritt riskant.

Sind Alternativen zur Berufsunfähigkeits-Versicherung sinnvoll?

Eine andere Möglichkeit, um Beitrag zu sparen, ist ein geringerer Versicherungsumfang. Während die BUV schon leistet, wenn ich meinen Beruf nur noch zu 50% ausüben kann und der Versicherer keine Chance hat, mich zu einer anderen Arbeit zu zwingen, leistet z.B. die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung dann, wenn ich am allgemeinen Arbeitsmarkt keine 3 Stunden mehr arbeiten kann. Ich trage also das Risiko einer Umschulung. Erst wenn ich tatsächlich auch nichts mehr arbeiten könnte, erhalte ich meine Rente.

Eine Grundfähigkeits-Versicherung ist oft noch günstiger. Allerdings sind hier psychische Erkrankungen nicht umfassend versichert und ein Bezug zu meiner Arbeitskraft kann nur mit Hilfe eines kompetenten Vermittlers hergestellt werden.

Was ist jetzt besser? Weniger Rente, weniger Laufzeit oder spätere Leistung?

In meinen Augen ist alles besser als zu wenig Rente. Denn hier ist es garantiert, dass ich irgendwann finanzielle Probleme bekomme. Und bei 1.000 Euro versicherter Rente freut sich nur der Staat, weil er sich Hartz IV sparen würde… Bei den anderen beiden Varianten kann ich mein Risiko einschätzen. Entweder ist es für mich ok, erst dann Geld zu bekommen, wenn auch keine Umschulung mehr geht oder ich habe schon vor dem 67. meine Schäfchen im Trockenen.

In jedem Fall ist eine kompetente Beratung wichtig. Die gibt es hier 😊

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