Unser Wegweiser zeigt dir, wie du bei Negativzinsen dein Geld verteilen musst. Was muss sofort verfügbar sein und was darfst du mittel- und langfristiger investieren?

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ Ein Sprichwort, das den Meisten von uns mit Sicherheit bekannt ist.

Gemeint war damit von unseren Eltern und Großeltern: „Lege dein Geld auf die Seite, egal ob in den Sparstrumpf oder auf das Sparbuch… denn wenn du mal was brauchst, dann kommst du jederzeit auch ran.“

Und was will ich sagen? Aus damaliger Sicht war das alles komplett richtig, denn es gab jahrelang gute Zinsen auf Sparbüchern, sodass sich dein Geld sicher vermehrt hat… Und wenn du eine Anschaffung hattest, dann bist du auch gleich an dein Geld zuzüglich deiner Zinsen gekommen.

Was hat sich daran geändert?

Naja, den sicheren Zins auf Geldanlagen gibt es nicht mehr. Im Gegenteil die meisten Banken verlangen mittlerweile Negativzinsen. Laut dem Vergleichsportal Verivox sind das im Januar 2022 insgesamt 425 Banken in Deutschland.

Durchschnittlich liegen die Negativzinsen bei minus 0,5% p.a., in der Spitze sogar bei minus 1,0% p.a. und einige Banken verlangen diese Strafgebühr schon ab dem ersten Euro.

Ja, aber minus 0,5% Negativzinsen sind doch gar nicht so viel…

Das könnte man im ersten Moment denken, pro 10.000€ macht das im Jahr 50€ Gebühr, die mir abgezogen werden, dafür, dass mein Geld auf meinem Konto liegt.

Bei 50.000€ sind es dann allerdings schon 250€ jedes Jahr…

Zu den Negativzinsen kommt dann noch die Inflation…

Richtig!!! Und das Gemeine dabei ist, dass man die Inflation halt leider nicht auf dem Kontoauszug sieht. Die merkst du erst dann, wenn du dir bei der nächsten Investition denkst… „Oh mein Gott ist das teuer, das war doch früher viel billiger!“  

Die Inflationsrate lag im Dezember 2021 bei 5,3%! Eine so hohe Inflationsrate gab es zuletzt vor fast 30 Jahren!

Aber was heißt das für mich und mein Geld?

Ich erkläre es an einem Beispiel:

Du hast heute vor einem Jahr 30.000€ auf deinem Girokonto geparkt, weil du eine größere Anschaffung, wie z.B. einen Autokauf, geplant hast. Den Kauf hast du aber aufgrund der Corona-Pandemie erstmal aufgeschoben.

Heute, ein Jahr später, willst du dir nun genau das Auto kaufen, wie vor einem Jahr.

Das Auto ist nicht größer oder schneller geworden, aber auf Grund der Inflation von 5,3% kostet es jetzt 31.590€ statt bisher 30.000€… also über 1.500€ mehr!

Und von den 30.000€ sind im schlechtesten Fall nur noch 29.850€ übrig, weil deine Bank die 0,5% Negativzinsen abgezogen hat!

Somit hat dein Geld in nur einem Jahr über 1.700€ an Wert verloren! – Kannst du dir vorstellen, wie viel Kaufkraft du nach 10 oder 15 Jahren verlieren würdest?

So planst du deine Finanzen sinnvoll!

  1. Lege dir einen Notgroschen auf die Seite (ja und den auf jeden Fall auf ein Tagesgeldkonto)! Als Faustformel kannst du dein 3-faches Monats-Nettoeinkommen hernehmen.
  2. Überprüfe, welchen Teil deines Einkommens bzw. welchen Teil deines Vermögens du mittelfristig (3 Jahre plus X) auf die Seite legen kannst!
  3. Überlege dir, welche Risiken du eingehen möchtest und welche kurzfristigen Schwankungen du bei deinem Vermögen „ertragen“ kannst!
  4. Beginne mit dem Investieren!

Tipp: Bei einmaligen Anlagen, lohnt es sich auch, den Investitionszeitpunkt auf 12 Monate zu verteilen, sodass du kurzfristige Schwankungen umgehst.

  1. Überprüfe regelmäßig dein Investment!

Das Schöne ist: Auch bei Investmentfonds, kannst du dein Geld innerhalb weniger Tage, zum aktuellen Kurs, wieder aus dem Depot nehmen und dann für andere Investitionen verwenden. Und mal ganz ehrlich… Welche größere Investition machst du, ohne vorher mal eine Woche darüber nachzudenken? Und selbst, wenn die Heizung kaputt ist, beginnt die Reparatur nicht erst gegen Barzahlung 😉

Der Vorteil bei Investmentfonds gegenüber dem Sparstrumpf liegt darin, dass du auf mittelfristige Sicht statt minus 0,5% pro Jahr Strafzins, eine Rendite von PLUS 5%-7% pro Jahr verdienen kannst und somit sogar die Inflation ausgleichen und dir dein Auto auch dauerhaft leisten kannst.

Wenn du selbst noch keine Erfahrung zu den beschriebenen Punkten hast, dann stehen wir dir natürlich gerne zur Seite!

 

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