Schwere Krankheiten Absicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/category/schwere-krankheiten-absicherung/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Mon, 30 Sep 2019 10:06:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png Schwere Krankheiten Absicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/category/schwere-krankheiten-absicherung/ 32 32 Ist die Krebsversicherung sinnvoll? https://bsc-gmbh.com/blog/ist-die-krebsversicherung-sinnvoll/ https://bsc-gmbh.com/blog/ist-die-krebsversicherung-sinnvoll/#comments Mon, 30 Sep 2019 10:06:44 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=37579 Ob die Krebsversicherung sinnvoll ist oder nicht, lässt sich leider nicht einfach beantworten. Es kommt halt, wie immer, darauf an, was ich will. Denn jede Versicherung ist nur so gut, wie sie zu mir und meinem Bedarf passt. Erst, wenn ich das kläre, kann ich dir sagen, ob für dich die Krebsversicherung sinnvoll ist. Lass [...]

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Ob die Krebsversicherung sinnvoll ist oder nicht, lässt sich leider nicht einfach beantworten. Es kommt halt, wie immer, darauf an, was ich will. Denn jede Versicherung ist nur so gut, wie sie zu mir und meinem Bedarf passt. Erst, wenn ich das kläre, kann ich dir sagen, ob für dich die Krebsversicherung sinnvoll ist.

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Ist die Krebsversicherung sinnvoll?

Jede Versicherung ist dafür da, mir irgendwelche Ausgaben zu decken. Die Ausgaben an sich sind wahrscheinlich immer die gleichen. Ich gebe Geld für Essen, Wohnen, Mobilität und evtl. Kinder aus. Darüber hinaus halt noch für alles, was sonst noch Spaß macht. Die Berufsunfähigkeits-Versicherung zahlt mir alle möglichen Ausgaben, die ich habe und durch mein Arbeitseinkommen finanziere. Und zwar dann, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen für 6 Monate nur noch zur Hälfte arbeiten kann. Oder weniger. Es ist vollkommen egal, welche Krankheit ist habe. Auch psychische Erkrankungen sind mitversichert. Und selbstverständlich auch Krebs.

Wenn ich von meinem Einkommen lebe, aber genügend Geld auf der Seite habe, um eine Umschulung zu finanzieren, kann ich über eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung nachdenken.  Die zahlt erst, wenn ich in keinem Beruf mehr drei Stunden arbeiten könnte. Aber auch hier ist die Krankheit egal.

Wenn ich von Mieteinnahmen lebe, ist eine BUV oder eine EUV sinnlos. Dann muss ich alle Ausgaben absichern, die bei Mietausfall entstehen können.

Eine Krebsversicherung leistet in der Regel, wenn eine Chemotherapie notwendig ist.

Welche Ausgaben deckt die Krebsversicherung sinnvoll ab?

Nun ist die Frage, welche Ausgaben dann eine Krebsversicherung sinnvoll abdeckt. Denn klar ist, wenn ich Krebs habe, kann ich zumindest vorübergehend nicht mehr arbeiten. Und wer keine Berufsunfähigkeits-Versicherung hat, sollte diese Ausgaben hier mit einrechnen. Aber selbst wer eine BUV hat, sollte über den Abschluss einer Krebsversicherung nachdenken. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass mein Lebenspartner in dieser Zeit bei mir sein will. Da ist es doch super, wenn er sich unbezahlten Urlaub nehmen kann. Die Krebsversicherung kann diese entgangenen Einnahmen abdecken.

Zusätzlich fallen auch dann weitere Kosten an, wenn ich Leistungen in Anspruch nehmen will, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt sind. Ich kann das auch über eine private Krankenversicherung machen. Allerdings muss ich da immer die Kosten nachweisen. Und niemand kann mir garantieren, dass meine gewünschte Behandlung tatsächlich versichert ist. Eine Krebsversicherung gibt mir einfach Geld. Und ich kann dann damit machen, was ich will.

Gibt es Alternativen zur Krebsversicherung?

All das kann ich auch über eine Schwere-Krankheiten-Absicherung oder Dread-Disease abdecken. Da wäre dann auch der Schlaganfall, MS oder ein Herzinfarkt versichert. Dafür ist diese Absicherung auch teurer. Auch die Berufsunfähigkeits-Versicherung kann mir alle möglichen Kosten abdecken. Aber ich bekomme eben monatlich Geld und nicht auf einmal alles. Und es dürfte schwierig sein, in der BUV die Einnahmen meines Partners zu versichern, wenn dieser für mich da sein will.

Wenn ich so drüber nachdenke, kann ich nicht für dich entscheiden, ob die Krebsversicherung sinnvoll ist oder nicht. Aber ich kann dich beraten, deinen Bedarf ermitteln und nach deinen Wünschen und Bedürfnissen den passenden Schutz basteln.

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Arbeitskraft-Absicherung für wenig Geld https://bsc-gmbh.com/blog/arbeitskraft-absicherung/ https://bsc-gmbh.com/blog/arbeitskraft-absicherung/#comments Tue, 16 Apr 2019 11:26:48 +0000 http://freche-versichert.de/?p=1052 Die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BUV) ist derzeit die einzige Versicherungslösung am Markt, die mein Einkommen, das ich durch meinen Beruf und die dazu notwendigen Fertigkeiten verdiene, absichert. Es ist die Königslösung der Arbeitskraft-Absicherung! Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung sichert meine Fähigkeit ab, am allgemeinen Arbeitsmarkt ein Einkommen zu erzielen. Ich trage also das finanzielle Risiko einer Umschulung selbst. Alle anderen [...]

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Die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BUV) ist derzeit die einzige Versicherungslösung am Markt, die mein Einkommen, das ich durch meinen Beruf und die dazu notwendigen Fertigkeiten verdiene, absichert. Es ist die Königslösung der Arbeitskraft-Absicherung! Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung sichert meine Fähigkeit ab, am allgemeinen Arbeitsmarkt ein Einkommen zu erzielen. Ich trage also das finanzielle Risiko einer Umschulung selbst. Alle anderen Absicherungsmöglichkeiten zielen nicht auf diese Fertigkeiten ab, sondern auf die Einschränkung oder den Verlust körperlicher Grundfähigkeiten und Sinne. Außerdem gibt es Versicherungen, die bei Eintritt einer schweren Krankheit leisten und Mischformen.

Im Folgenden sollen die Ausweich- beziehungsweise Ergänzungsprodukte zur Berufsunfähigkeits-Versicherung mit den Vor- und Nachteilen und möglichen Anwendungsgebieten besprochen werden. Vergleiche mit der BUV lassen sich hier nicht vermeiden, sind aber nicht zielführend, da, wie schon einleitend angesprochen, andere Versicherungen andere Bereiche der natürlichen Lebensrisiken absichern.

Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung als Arbeitskraft-Absicherung (EUV)

Im Leistungsumfang am nächsten an der BUV ist selbstverständlich die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung. Diese leistet unabhängig von der Ursache, wenn ich aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in der Lage bin, drei Stunden täglich einer Arbeit am allgemeinen Arbeitsmarkt nachzugehen. In manchen AVB finden sich hier andere Bemessungsgrundlagen. Hier muss jeder hellhörig werden, wenn ein Tarif deutlich günstiger ist als ein anderer. Manchmal ist mein Restarbeitsvermögen bei 2 Stunden am Tag oder auch mal bei 7 Stunden die Woche.

Diese Arbeitskraft-Absicherung entfaltet ihr volles Leistungsspektrum am ehesten bei kaufmännischen Berufen, deren Arbeitskraft nicht auf körperlichen Fertigkeiten, sondern auf geistigem Leistungsvermögen beruht. Bei psychischen Erkrankungen ist der Wirkungsgrad nahezu deckungsgleich mit der BUV. Denn wer wegen einer Depression nicht mehr arbeiten kann, kann das für gewöhnlich in keinem einzigen Beruf mehr.

Und wenn wir in den Beratungsgesprächen immer wieder betonen, dass 40 Prozent der Leistungsfälle aus psychischen Erkrankungen resultieren, müssen wir einfach akzeptieren, dass die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung gar nicht mal so schlecht ist.

Schwieriger bei körperlich Tätigen

Bei körperlich Tätigen leistet sie eher mäßig als Arbeitskraft-Absicherung, da hier eben auf jeden Beruf des allgemeinen Arbeitsmarktes verwiesen werden kann, der weniger körperlich anspruchsvoll ist. Allerdings gibt es gerade hier nicht selten Allrounder, die schon mehrmals ohne größere Not den Beruf gewechselt haben. Wenn diese auch aus gesundheitlichen Gründen bereit wären, den Beruf zu wechseln, könnte die EUV die passende Lösung sein.
Immer eine Überlegung wert ist die EUV bei selbständigen Geschäftsführern mit mehreren Mitarbeitern. Denn die BUV darf über die Umorganisationsklausel quasi abstrakt verweisen. Das sind zwar zwei unterschiedliche Dinge, aber der Versicherer darf bei der Umorganisation wie auch bei der abstrakten Verweisung sinnvolle Vorschläge machen, um meine Arbeitskraft wiederherzustellen. Bei der Umorganisation ist auch das Einrichten eines behindertengerechten Arbeitsplatzes möglich. Deswegen ist es denkbar, dass die EUV früher leisten würde. Denn der allgemeine Arbeitsmarkt schließt Schon- und Nischenarbeitsplätze sowie behindertengerechte Arbeitsplätze generell aus.

Annahmerichtlinien sind weniger streng

Die Gesundheitsprüfung ist die gleiche wie bei der BUV, aber die Annahmerichtlinien sind weniger streng. So ist beispielsweise eher selten mit einem Ausschluss wegen Allergie zu rechnen, da der Bäcker, der wegen einer Mehlstauballergie berufsunfähig wäre, dann eben auf einen Verwaltungsjob verwiesen würde.

Preislich ist die EUV vor allem in den körperlichen Berufen interessant, wo die Leistungsfähigkeit der Absicherung aber, wie oben beschrieben, deutlich schwächer ausfällt. Grausam, aber mathematisch gerecht. Falls es sowas gibt.

Augen auf beim Leistungsauslöser

Bei der Prüfung eines Tarifs ist darauf zu achten, dass der Leistungsauslöser am Markt keineswegs homogen definiert ist. Die Bandbreite schwankt zwischen 3 Stunden täglich bis 7 Tage die Woche. Und der Prognose-Zeitraum zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Das ist ein riesiger Unterschied. In dem einen Fall bekomme ich nach 6 Monaten rückwirkend meine Leistung. Im anderen Fall muss ich vielleicht sogar 3 Jahre vorfinanzieren. Das kann sich nicht jeder leisten.

Zusammenfassend ist die Erwerbsunfähigkeits-Rente für alle interessant, denen die Absicherung der Psyche wichtig ist und die zur Not auch bereit wären umzuschulen, um weiterhin ein Einkommen zu erzielen. Wichtig ist, dass ich die Umschulung auch finanziell über Rücklagen oder Einschränkungen überbrücken könnte. Grundsätzlich würde hier das Arbeitsamt unterstützen.

Die Grundfähigkeits-Versicherung als Arbeitskraft-Absicherung (GFV)

Grundfähigkeits-Versicherungen sichern nicht das Einkommen ab, sondern dienen eigentlich der Deckung von Zusatzkosten, die einem im Alltag beim Verlust verschiedener Grundfähigkeiten entstehen oder vielleicht noch als eine Art Schmerzensgeld. In vielen Fällen dürfte aber kein finanzieller Schaden entstehen, weil man sich nicht mehr eigenständig Knien und Bücken kann.
In manchen Berufen wird das aber dennoch der Fall sein, weshalb die Grundfähigkeit gerne auch fälschlicherweise als erste Alternative zur BU verkauft wird. Das hängt häufig damit zusammen, weil der Vermittler in der BU-Beratung die staatliche Erwerbsminderung (EMI) schlecht gemacht hat, um die Vorteile der BUV herauszukehren. Jetzt ein Produkt anzupreisen, das im Leistungsspektrum schlechter ist als die EMI, ist dann eben auch nicht mehr zielführend.

Einkommens-Absicherung nur in Ausnahmefällen sinnvoll

Die Grundfähigkeitspolice ist zwar eine Arbeitskraft-Absicherung, aber als Einkommens-Absicherung nur in Ausnahmefällen geeignet. Einerseits, wenn der Beruf kaum Fertigkeiten voraussetzt, sondern tatsächlich mit reinen Grundfähigkeiten zu bewältigen ist und andererseits bei allen kaufmännischen Berufen, wenn bei der BU psychische Erkrankungen ausgeschlossen wären. In diesem Moment hätte die BU praktisch den Großteil der Leistungskraft eingebüßt.
Was diese Versicherung vertrieblich so leicht macht, ist die einfache Verständlichkeit der einzelnen Leistungsauslöser. Da aber jeder Anbieter die Leistungsauslöser verschieden definiert, ist eine Vergleichbarkeit beim besten Willen nicht möglich. Selbst, wenn man sich die Mühe macht, und in einer Tabelle alle Leistungsauslöser aller Anbieter im Einzelnen gegenüberstellt, weiß man am Ende nur, welche Gesellschaft am ehesten beim Verlust der Grundfähigkeit „Gehen“ leistet. Da ein anderer Versicherer vielleicht bei der Grundfähigkeit „Sprechen“ eher leisten würde, kann ich weder den einen noch den anderen Tarif uneingeschränkt empfehlen.

Hier muss der Vermittler den Kunden entscheiden lassen, welche Grundfähigkeit die Fähigkeit, ein Einkommen zu erzielen, am ehesten bedrohen würde. Bei vielen Berufen ist dies „Knien und Bücken“, bei anderen die Fähigkeit, seine Hand oder Hände zu gebrauchen.
Grundsätzlich sollten aber von den drei oder vier Gesellschaften, mit denen der Vermittler zusammenarbeiten möchte, die einzelnen Auslöser geprüft werden, da die Schwere der Erreichbarkeit sehr weit auseinanderklaffen kann.

Psychische Erkrankungen können auch hier zum Ausschluss führen

Die Gesundheitsprüfung ist etwas weniger streng. Psychische Erkrankungen müssen aber angegeben werden und führen auch zum Ausschluss, da die allermeisten Tarife intellektuelle Fähigkeiten absichern. Derzeit gibt es nur einen Anbieter am Markt, der auf Fragen zur Psyche verzichtet. Allerdings fragt auch dieser nach Medikamenten und würde ablehnen, wenn ein Psychopharmakon auch Grundfähigkeiten beeinflussen würde.

Preislich ist die Grundfähigkeitsversicherung für alle körperlichen Berufe interessant, da auch für schwerstkörperlich Tätige die Beiträge einigermaßen bezahlbar bleiben.

Das gilt es beim Prüfen zu beachten

Bei der Prüfung eines Tarifs ist neben der Definition der Leistungsauslöser vor allem der Prognosezeitraum zu prüfen. Der Markt schwankt hier zwischen sechs und zwölf Monaten.

Zusammenfassend ist die Grundfähigkeitsabsicherung vor allem dann interessant, wenn eine BU zu teuer ist oder psychische Erkrankungen sowieso ausgeschlossen wären. Auch ist diese Versicherung für künstlerische und in der BUV und EUV nicht versicherbare Berufe ein sinnvolles Ausweichprodukt. Ein ausführlicher Marktvergleich ist hier.

Die Schwere-Krankheiten-Absicherung als Arbeitskraft-Absicherung (DD)

Grundsätzlich ohne Bezug zur Arbeitskraft ist die Dread-Disease-Police. Es ist also keine echte Arbeitskraft-Absicherung.  Diese Möglichkeit, die finanziellen Folgen schwerer Krankheiten durch eine Einmalleistung des Versicherers abzusichern, dient in erster Linie der Deckung möglicher Kredite. Oder eventuell anfallender Behandlungskosten. Oder als Überbrückungshilfe, wenn eine Schlüsselkraft in einem Unternehmen ausfällt.

Bei Geschäftsführern ist diese Versicherung noch am ehesten als Ersatz einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu interpretieren, obwohl sie im Wesen deutlich verschieden zu dieser ist. Zum einen wird keine Rente geleistet, sondern eine einmalige Zahlung. Zum anderen ist sie keine All-Risk-Deckung wie die BUV. Sie leistet nur, wenn eine in den Bedingungen beschriebene Krankheit im definierten Umfang eintritt.

Die Gesundheitsprüfung unterscheidet sich ebenfalls von der der BUV und auch die Annahmerichtlinien sind aufgrund des begrenzten Versicherungsumfangs lockerer. Da aber in allen Tarifen am Markt eine Pflegebedürftigkeit oder eine Abhängigkeit von Dritten mitversichert ist, führen Behinderungen und körperliche Versehrtheit auch mal zur Ablehnung. Und das obwohl schwerpunktmäßig schwere Krankheiten abzusichern wären.

70 verschiedene Leistungsauslöser am Markt

Der Leistungsumfang der einzelnen Tarife lässt sich selbst für Profis nicht sinnvoll vergleichen. Es gibt derzeit rund 70 verschiedene Leistungsauslöser am Markt, die teilweise erhebliche Unterschiede aufweisen. Da ich aber vorher nicht wissen kann, welche Krankheit mal wichtig wird, kann ich auch keine Empfehlung abgeben, welche Versicherung am besten geeignet wäre. Zumindest nicht anhand der Leistungsauslöser.

Bei der Prüfung eines Tarifes kann man auf den Überlebenszeitraum achten, der zwischen 14 und 28 Tagen schwankt. Noch wichtiger ist aber die Kalkulationsgrundlage des Tarifes. Bis auf zwei Anbieter, die Bayerische und die Nürnberger, sind alle Tarife auf Fondsbasis kalkuliert. Die Bayerische hat das Neugeschäft eingestellt. Es gibt also nur noch eine Dread Disease, die klassisch kalkuliert ist. Das kann zur Folge haben, dass im Leistungsfall nicht die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird, weil der Fonds eben schlechter lief als geplant.

Außerdem ist es begrüßenswert, wenn als Versicherungsfall der Diagnosezeitpunkt definiert ist. Da alle Tarife mit Wartezeiten arbeiten, könnte der Versicherer ansonsten behaupten, der Eintritt der Krankheit fiele in den Wartezeitraum. Was zunächst mal Ärger bedeutete. In den AVB hat das bisher nur die Nürnberger geregelt.

Grundfähigkeiten und tödliche Krankheit sind als Leistungsauslöser sinnvoll

Unter allen Leistungsauslösern am Markt erscheinen zwei als eine sinnvolle Ergänzung der gewöhnlichen schweren Krankheiten. Das ist einmal die Leistung bei Verlust einer Grundfähigkeit durch Unfall und außerdem die tödliche Erkrankung. Letztere liegt vor, wenn eine Diagnose innerhalb von zwölf Monaten zum Tod führen wird.

Zusammenfassend wäre die Dread Disease immer eine hervorragende Ergänzung zur BUV. Das können sich aber nur die allerwenigsten Kunden leisten. Als Ersatz ist sie sicherlich nicht zu sehen. Bei Finanzierungen oder Geschäftsführern sollte sie aber immer zusätzlich angeboten werden.

Die Multi-Risk-Police als Arbeitskraft-Absicherung. Eine für Alles?

Am Ende der Arbeitskraft-Absicherung steht die Multi-Risk-Versicherung. Bei der Beratung zur Multi-Risk-Police ist es sehr wichtig, dass alle verstanden haben, dass man nun ziemlich weit unten angekommen ist. Ich darf an sich nicht mehr pingelig sein . Trotzdem gibt es einige Dinge, die erklärt werden sollten. Nur dann ist eine Entscheidung für das eine oder andere Produkt möglich.
Aber generell ist es schon wichtig, dass dem Kunden als erstes klar gemacht wird, was die Multi-Risk alles nicht kann. Ansonsten entsteht der Eindruck, diese Versicherungsform könne besonders viel. Zwar leistet sie bei Unfall, dem Verlust von mehreren Grundfähigkeiten, einer Einschränkung lebenswichtiger Organe und Pflegebedürftigkeit eine lebenslange Rente sowie eine Kapitalleistung oder Rente bei Eintritt einer versicherten Schweren Krankheit.

Leistungsauslöser müssen dauerhaft vorliegen

Aber sie leistet nicht bei psychischen Erkrankungen, hat selbstverständlich keinerlei Bezug zu meiner Erwerbsfähigkeit und keinen verkürzten Prognosezeitraum. Alle Leistungsauslöser müssen dauerhaft vorliegen.

Darüber hinaus ist die Kapitalleistung bei Schweren Krankheiten für gewöhnlich auf eine Jahresrente begrenzt. Und wenn dieser Baustein bei manchen Versicherern eine Rentenleistung auslöst, dann ist auch nicht viel gewonnen. Denn die Dread-Disease-Police ist ja vom Charakter her eher eine Art vorgezogene Risikolebensversicherung.

Organrente wäre auch als selbstständige Versicherung interessant

Einigermaßen spannend ist die sogenannte Organrente, da die Krankheit unerheblich ist, die zur Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Organs führt. Im Falle einer Transplantation würde weiter geleistet werden. Das Produkt wäre auch als selbstständige Versicherung interessant. Es wäre für den Kunden und den Vermittler leichter vergleichbar als eine Dread-Disease-Police. Aber im Leistungsumfang ist es relativ ähnlich, wenn man noch einen Pflege-Baustein anbauen würde.

Unterm Strich darf man aber nicht groß meckern. Die Multi-Risk-Police ist aufgrund all ihrer Schwächen eben auch sehr günstig. Außerdem ist sie bei weitem nicht so streng in der Annahmepolitik wie eine Berufsunfähigkeits-, eine Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Versicherung.

Hintertür in den Bedingungen

Tarife dieser Art haben in ihren Bedingungen eine Möglichkeit eingebaut haben, um auf Veränderungen in der Schadenhäufigkeit zu reagieren. Das muss der Vermittler dem Kunden erklären! Entweder können die Versicherer die Beiträge beinahe beliebig anpassen oder den Vertrag über den Teilbestand kündigen. Oder manchmal auch beides.

Zwar ist eine Beitragsanpassung sicherlich wahrscheinlicher, allerdings bliebe in diesem Fall der Schutz bestehen. Der Verlust des Versicherungsschutzes wäre in den allermeisten Fällen deutlich unangenehmer.

Zusammengefasst eignet sich die Multi-Risk-Police dann, wenn eine andere Absicherung finanziell oder gesundheitlich nicht mehr machbar ist. Es ist aber sehr wichtig, dass der Versicherte versteht, dass er in keiner Weise seinen Beruf abgesichert hat. Es ist zwar sehr, sehr wahrscheinlich, dass er nicht mehr arbeiten kann, wenn er Leistung aus einer Multi-Risk-Police erhält. Aber in sehr vielen Fällen wird er nicht mehr arbeiten können, lange bevor er eine Leistung aus diesem Produkt erhält.

Unterm Strich

Wichtig ist es, seine Arbeitskraft-Absicherung an den individuellen Bedarf anzupassen. Denn wenn es nicht passt, dann passt es nicht 😉 Dazu muss der Bedarf sauber ermittelt werden und das Bedürfnis mit in die Überlegung eingebracht. Die beste Absicherung kann falsch sein, wenn sie nicht zu mir passt. Aber orientiere ich mich an meinen verschiedenen Ausgaben und frage mich, wie lange und in welcher Höhe ich sie habe, dann kann ich auch abschätzen, wie wichtig mir der Leistungsumfang für jede meiner einzelnen Aufgaben überhaupt ist.

Wer noch mehr wissen will, findet hier noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

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Braucht ein Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung? https://bsc-gmbh.com/blog/braucht-ein-arzt-eine-berufsunfaehigkeitsversicherung/ Mon, 17 Sep 2018 10:45:56 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4420 [et_pb_section fb_built="1" admin_label="section" _builder_version="3.22"][et_pb_row admin_label="row" _builder_version="3.25" background_size="initial" background_position="top_left" background_repeat="repeat"][et_pb_column type="4_4" _builder_version="3.25" custom_padding="|||" custom_padding__hover="|||"][et_pb_text admin_label="Text" _builder_version="3.0.74" background_size="initial" background_position="top_left" background_repeat="repeat"]Immer wieder taucht diese Frage auf: Braucht ein Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Und wenn ja, welche? Ich hoffe dann immer, dass der Hintergrund dieser Frage das Versorgungswerk ist. Nicht, dass jemand denkt, ein Arzt könnte sich immer wieder selbst [...]

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Immer wieder taucht diese Frage auf: Braucht ein Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Und wenn ja, welche?

Ich hoffe dann immer, dass der Hintergrund dieser Frage das Versorgungswerk ist. Nicht, dass jemand denkt, ein Arzt könnte sich immer wieder selbst heilen. Wie Wolverine. Und deshalb nicht BU werden.

Ist Quatsch, ist klar. Aber das Versorgungswerk gibt es tatsächlich. Und da gibt es auch eine Leistung, wenn ich berufsunfähig bin. Also dann doch die Frage: Braucht ein Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Echt jetzt? Braucht ein Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Kommt halt drauf an. Zunächst mal ist ein Arzt ein normaler Mensch, der Arzt ist. Wenn er von seinem Gehalt lebt, dann muss er es absichern. Denn er kann durchaus mal für mehr als 6 Monate wegen einer Krankheit nur noch zur Hälfte arbeiten können. Dann wäre er berufsunfähig. Und er bekommt die Rente, für die er bezahlt hat, sofern er privat abgesichert ist.

Nur so nebenbei: Wer sich Ärzteversicherer nennt, ist nicht unbedingt ein Spezialist. Er kann nur gutes Marketing…

Das Versorgungswerk ist so ne Art gesetzliche Versicherung, in die nur bestimmte Berufsgruppen einbezahlen. Bei den Ärzten darf ich davon ausgehen, dass da grundsätzlich viel Geld drin ist. Dumm ist nur, dass die Lebenserwartung bei Ärzten auch höher ist, weshalb die Altersversorgung aus dem Versorgungswerk auch länger zahlt.

OK, hat jetzt nix mit der BU zu tun…

Wann zahlt das Versorgungswerk?

Der Knackpunkt ist, wann das Versorgungswerk zahlt. Ich bekomme erst mein Geld, wenn ich die gesamte berufliche Tätigkeit aufgegeben habe. Wenn ich nur vorübergehend BU bin, kann ein Vertreter bis zu vier Jahre meine Praxis fortführen. Aber das kann ich mir für gewöhnlich auch nicht ohne Weiteres leisten…

Wir sehen also, die private BUV zahlt viel früher. Außerdem kann ich die Höhe und Laufzeit individuell an meinen Bedarf anpassen. Die Frage „Braucht ein Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?“ kann also bejaht werden. Die Frage ist viel mehr, was braucht ein Arzt noch? Denn eine Versicherung, die mir die Kosten einer Vertretung zahlt, scheint ne sinnvolle Sache zu sein.

Tja, die Kosten kann ich entweder bei der Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung miteinpreisen oder Alternativen suchen.

Die Infektions-Klausel ist ein Marketing-Gag

Oft hören Ärzte in Schulung, wie wichtig die Infektions-Klausel sei. Das ist allerdings so nicht richtig. 

1. Der Begriff „Berufsunfähigkeit“ im Sinne des §172 VVG umfasst ALLE möglichen Fälle eine Infektion. Denn wenn ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf nur noch zu 50% ausüben kann, muss der Versicherer leisten. Und da ist es egal, ob ich tatsächlich nicht mehr arbeiten kann oder durch meine „Erkrankung“ andere in Ausübung meines Berufes gefährden würde. Ein sinnvolles Arbeitsergebnis ist nicht mehr möglich. Ich bin zu 100% BU. 

2. Wenn mir ein Arbeitsverbot ausgesprochen wird, muss die aussprechende Behörde für diesen Zeitraum mein Gehalt ausgleichen. Die tatsächliche Lücke, die entstehen kann, liegt bei maximal 25%. Das entspricht eher nicht der Einbuße durch eine Berufsunfähigkeit. Diese Lücke sollte, sofern sie meine Existenz finanziell bedroht, über ein Krankentagegeld abgeschlossen werden. 

Was muss ein Arzt noch versichern?

Da gäbe es zum einen die Schwere Krankheiten Versicherung, die bei schweren Krankheiten einen Haufen Geld zahlt.

Zum anderen gäbe es eine Unfallversicherung nach dem Haftpflicht-Prinzip. Diese erstattet alle entstandenen Kosten nach einem Unfall. Naja, und der Vertreter fiele auch unter Kosten. Ist also ne sinnvolle Sache.

Selbstverständlich muss die Praxis auch nach allen Regeln der Kunst versichert sein. Auch eine Betriebshaftpflichtversicherung ist ein Muss.

Das Einkommen sollte aber unbedingt über eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert sein und zusätzlich noch durch eine Schwere Krankheiten oder eine Unfall-Versicherung nach Haftpflicht-Prinzip ergänzt werden.

Wen du mehr wissen willst, erfährst du hier alles zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

https://bsc-gmbh.com/berufsunfaehigkeits-versicherung/

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Berufsunfähigkeitsversicherung günstig abschließen https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung/ Thu, 23 Nov 2017 07:58:04 +0000 https://freche-versichert.de/?p=2339 Es herrscht eine beinahe gruselige Einigkeit darüber, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig ist. Was bei der BUV wichtig ist, lest ihr hier. Manche behaupten zwar, die Versicherer leisten nie. Ich behaupte aber mal, dass ich gute Chancen habe, wenn der Antrag richtig gestellt wird. Zusammengefasst solltest du im Leistungsfall einfach Stephan Kaiser kontaktieren. Der kommt [...]

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Es herrscht eine beinahe gruselige Einigkeit darüber, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig ist. Was bei der BUV wichtig ist, lest ihr hier. Manche behaupten zwar, die Versicherer leisten nie. Ich behaupte aber mal, dass ich gute Chancen habe, wenn der Antrag richtig gestellt wird. Zusammengefasst solltest du im Leistungsfall einfach Stephan Kaiser kontaktieren. Der kommt zwar aus Oberfranken, ist aber zu verstehen und arbeitet in ganz Deutschland 🙂

Der Leistungsfall ist also abgehakt. Dann bleibt nur noch stehen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig ist. Trotzdem haben nur die wenigsten Deutschen eine.

Das mag zum einen daran liegen, dass das Thema nicht unbedingt partytauglich ist. Wenn ich die Wahl zwischen einem neuen Auto und eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe, dann macht das Auto schon mehr her. Bin ich aber tatsächlich berufsunfähig, dann ist es schwer, sich weiter ein Auto leisten zu können.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung braucht jeder, der mit seinem Gehalt seine Rechnungen bezahlt. So einfach ist das. Denn die BUV zahlt eine monatliche Rente, wenn ich wegen gesundheitlicher Einschränkungen für 6 Monate oder länger nur noch zur Hälfte meinen Beruf ausüben kann. Wenn ich meine Ausgaben über Mieteinnahmen decken kann, muss ich nicht meine Arbeitskraft absichern. Logisch, oder?

Soll die Berufsunfähigkeitsversicherung Ausgaben oder Gehalt absichern?

Angenommen ich bekomme 2.000 Euro raus und gebe im Monat 1.500 Euro für die wichtigen Dinge aus. Den Rest lege ich zurück für Urlaub, gehe mal Essen, Feiern oder ins Kino. Sichere ich die 2.000 Euro ab, kostet die BUV 100 Euro. Dann kann ich auch, wenn ich berufsunfähig bin, genauso weiterleben wie zuvor. Sichere ich die 1.500 Euro ab, zahle ich nur 75 Euro. Ich spare jeden Monat 25 Euro. Garantiert.

Die Wahrscheinlichkeit, BU zu werden liegt bei etwa 40%. Das ist sehr viel. Aber rein wirtschaftlich betrachtet ist es in meinen Augen sinnvoll, nur die wichtigsten Ausgaben abzudecken, um jetzt das Geld zu sparen. Entscheiden darf das jeder für sich. Die BUV ist ja sowieso keine Pflichtversicherung. Aber eine Versicherung sollte immer nur das notwendigste abdecken. Luxus sollte nicht ich nicht versichern. Das ist nur schade ums Geld.

Wenn ich mich auf die Ausgaben konzentriere, werde ich außerdem schnell merken, dass sich mein Bedarf im Laufe meines geplanten Lebens ändert. Die Kinder, die ich jetzt ernähre und einkleide, werden irgendwann das Haus verlassen. Und das Haus, das sie dann verlassen, ist irgendwann mal abbezahlt. Ich muss also nicht meine jetzigen Ausgaben bis 67 absichern. Nur die Grundausgaben, die ich für mich habe. Die Kinder sind vielleicht aus dem Haus, wenn ich 55 bin und das Haus ist mit 60 abbezahlt. Also muss ich diese Ausgaben auch nur so lange absichern.

Das ist deutlich günstiger. Eine BUV bis 60 kostet etwa die Hälfte einer BUV bis 67.

Wie berechnet sich der Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer eine BUV möchte, muss dem Versicherer viele Fragen beantworten. Eigentlich läuft es aber auf drei hinaus:

  1. Was arbeitest du?
  2. Welche Hobbies hast du?
  3. Wie gesund bist du?

Was ich arbeite ist für den Beitrag wohl das wichtigste. Je höher der Anteil an körperlicher Arbeit, desto eher ist es möglich, dass ich schon bei leichteren körperlichen Einschränkungen für 6 Monate nicht mehr zu 50% arbeiten kann. Ein normaler Büroangestellter kann mit Arthrose in beiden Schultern noch tippen, ein Automechaniker wäre berufsunfähig.

Weil das Risiko, zahlen zu müssen, für den Versicherer höher ist, ist auch der Zahlbeitrag höher.

Früher war alles besser… auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Noch vor wenigen Jahren gab es nur drei Berufsgruppen: Büroangestellte, leichte körperliche Arbeit und schwere körperliche Arbeit. Mittlerweile unterscheiden die Versicherer in 10-20 verschiedene Berufsgruppen. Dadurch wird es für manche Berufe immer günstiger, für den Rest aber immer teurer. In einigen Fällen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr bezahlbar. Doch dazu später mehr.

Hobbies in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Hobbies können die Wahrscheinlichkeit einer BU erhöhen, weil sie gefährlich sind. Fallschirmspringen, Tiefseetauchen, Boxen, usw… Fußballspielen ist auch gefährlich, aber die Versicherer möchten hier kein Fass aufmachen. Sonst würden ihnen zu viele Kunden davonlaufen. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Risiko Fußball in den normalen Beiträgen enthalten ist.

Bei den anderen Hobbies kommt es darauf an, ob ich die Gefahr eingrenzen kann oder nicht. Alles, was z.B. beim Fallschirmspringen passieren kann, wird recht plötzlich passieren. Der Versicherer würde dieses Risiko ausschließen, also nicht leisten, wenn ich beim Fallschirmspringen BU werde.

Manchmal lässt sich die Gefahr nicht abgrenzen. Beim Boxen beispielsweise kann es durchaus irgendwann zu Gehirnschäden kommen, weil ich ständig Schläge auf den Kopf einstecke. Das kann auch noch passieren, wenn ich vor einigen Jahren aufgehört habe. Hier wird der Versicherer eher einen Zuschlag verlangen, also z.B. 50% mehr Beitrag.

Ein Zuschlag ist nach §41 VVG immer überprüfbar. Ich kann also jederzeit verlangen, dass der Zuschlag rausgenommen wird, weil ich mit dem Hobby aufgehört habe. Bei einem Ausschluss besteht kein Rechtsanspruch. Hier sollte ich darauf achten, dass ich bei Vertragsabschluss mit dem Versicherer vereinbare, dass der Ausschluss überprüfbar ist. Ausführlicher steht das hier.

Der Gesundheitszustand ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung auch wichtig

Bei der Gesundheit ist das ähnlich. Gelenke und Bänder lassen sich einfach ausschließen, während organische Schäden schwieriger abzugrenzen sind und mit einem Zuschlag versichert werden.

Ich muss verstehen, dass der Versicherer meine Gesundheit anders betrachtet als der Arzt. Dem Arzt ist wichtig, ob ich derzeit behandelt werden muss. Der Versicherer fragt sich, was aus meinen Vorerkrankungen im allerschlimmsten Fall entstehen kann. Deswegen kommt es immer wieder vor, dass an sich gesunde Menschen Ausschlüsse oder Zuschläge bekommen. Genaueres zu den Gesundheitsfragen findest du hier.

Im Extremfall kann es auch zu einer Ablehnung kommen. Entweder ist eine Erkrankung oder ein Hobby zu gefährlich oder es gäbe zu viele Ausschlüsse und der Versicherungsschutz wäre nicht mehr sinnvoll. Diese Vorgehensweise ist gerechtfertigt und tatsächlich sinnvoll.

Das wichtigste bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Annahme durch den Versicherer. Ein Versicherungsschutz ohne Ausschlüsse ist in der Regel deutlich wertvoller, als ein besseres Bedingungswerk. Im Einzelfall kann ich hier durchaus Ausnahmen finden. Ist klar.

Was tun, wenn ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekomme, weil ich Vorerkrankungen habe?

Ich frage für meine Kunden auch mal bei 20 Versicherern von verschiedenen Rückversicherern an, um eine gute Annahme zu erhalten. Wenn das aber nicht möglich ist, gilt es eine andere Lösung zu finden. Das kann ich hier aber nur an ein paar Beispielen machen. Jeder Fall ist hier individuell zu betrachten.

Nehmen wir einen 30-Jährigen Handwerker mit Rückenproblemen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird hier den Rücken ausschließen, da bei einem Handwerker damit zu rechnen ist, dass er mit Rückenproblemen BU werden kann. In der Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist es aber durchaus möglich, dass es keinen Ausschluss gibt. Das hängt von der Schwere der Rückenprobleme ab.

Die EUV prüft zwar nach dem gleichen Schema, ist aber nicht so streng bei Zuschlägen und Ausschlüssen, weil sie auf den gesamten Arbeitsmarkt verweisen kann.

Nehmen wir einen 30-Jährigen Büroangestellten mit psychischen Problemen. Hier muss ich mit einen Leistungsausschluss rechnen. Da aber mindestens 30% aller Leistungsfälle mit der Psyche zu tun haben, ist das eine erhebliche Einschränkung.

Es gibt Versicherer, die psychische Krankheiten in der BUV generell ausschließen und deshalb günstiger sind. Der Schutz wäre dennoch eingeschränkt.

Was ist besser? Berufsunfähigkeitsversicherung mit Ausschluss oder Alternative ohne?

Wenn ich bewerten will, was für mich besser ist, geht es auch darum, wie ich mich wohler fühle. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, also kann ich auch nicht sagen, ob der Ausschluss jemals zum Tragen kommt. Ich muss mir meine Tätigkeiten vor Augen führen, um einzuschätzen, in welchen Fällen ich dann keine Leistung erhielte und welche Risiken dennoch abgesichert wären.

Demgegenüber muss ich die Leistungsstärke der Alternativen oder Ausweichprodukte stellen. Das ist nicht leicht und geht nur individuell. Was die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Grundfähigkeitsversicherung, die Multi-Risk-Versicherung und die Schwere-Krankheiten-Absicherung können, hab ich schon in einigen Artikeln beschrieben. Das würde hier zu weit führen.

Was tun, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer ist?

Habe ich keine Ausschlüsse, aber die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu teuer, gibt es ein paar sinnvolle Möglichkeiten. Für mich ist die beste Lösung, die Ausgaben, wie oben beschrieben, aufzuteilen und einzeln abzusichern. Dann werde ich recht schnell merken, dass ich nur die wenigsten Ausgaben tatsächlich ein Leben lang habe.

Und alle lebenslangen Ausgaben muss ich über eine Rentenversicherung abdecken. Aber das ist eine andere Geschichte 🙂

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Dread-Disease-Versicherung: Was ist das und wer braucht das? https://bsc-gmbh.com/blog/dread-disease/ Fri, 17 Nov 2017 09:31:37 +0000 https://freche-versichert.de/?p=2323 Ich kann mein Einkommen auch mit Produkten absichern, die dazu nicht geeignet sind. Das ist etwas umständlicher, aber es kann durchaus funktionieren. Die Grundfähigkeits-Versicherung kann Teile meines Arbeitsalltags absichern, wenn ich weiß, wie das geht. Und die Dread-Disease kann mir beim Eintritt schwerer Krankheiten die finanzielle Freiheit geben, mich zu organisieren. Aber mal ganz ehrlich: [...]

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Ich kann mein Einkommen auch mit Produkten absichern, die dazu nicht geeignet sind. Das ist etwas umständlicher, aber es kann durchaus funktionieren. Die Grundfähigkeits-Versicherung kann Teile meines Arbeitsalltags absichern, wenn ich weiß, wie das geht. Und die Dread-Disease kann mir beim Eintritt schwerer Krankheiten die finanzielle Freiheit geben, mich zu organisieren.

Aber mal ganz ehrlich: Die Dread-Disease ist keine gute Möglichkeit, um mein Einkommen abzusichern. Unter so gut wie keinen Umständen.

Wenn ich meine laufenden Ausgaben absichern möchte, dann geht das mit der Berufsunfähigkeits-Versicherung. Diese leistet eine Rente, wenn ich wegen einer gesundheitlichen Einschränkung nur noch zur Hälfte in meinem Job arbeiten kann. Eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung ist auch in Ordnung. Hier bekomme ich eine monatliche Rente, wenn ich am allgemeinen Arbeitsmarkt keine 3 Stunden mehr arbeiten kann.

Die Dread-Disease leistet einmalig die versicherte Geldsumme, wenn ich eine schwere Krankheit habe. Schon alleine daran kann ich sehen, dass ich kein monatliches Einkommen absichern kann. Wer aber meine Artikel kennt, weiß jetzt schon, dass es am Ende dann doch irgendwie gehen kann. Aber immer der Reihe nach…

Was kann die Dread-Disease und wann brauch ich eine?

Wahrscheinlich wird jeder finanzielle Einschränkungen hinnehmen müssen, wenn er eine schwere Krankheit hat. Ich bekomme kein Gehalt mehr, aber muss weiter Rechnungen bezahlen. Und vielleicht zahlt meine Krankenkasse nicht jede Behandlung, die mir gut tut. Das kann ich beides über Versicherungen absichern. Das Einkommen über die BUV oder EUV und die medizinische Versorgung über eine Krankenversicherung.

Ich könnte die Dread-Disease aber schon als eine Art Krankenversicherung sehen. Denn anders als bei der herkömmlichen Krankenversicherung, bekomme ich Geld zur freien Verfügung. Ich muss nicht mit dem Versicherer klären, welche Behandlung er zahlt und welche nicht. Ich kann mir mit der DD also die Freiheit kaufen, mich behandeln zu lassen, wie ich das will.

Die Dread-Disease zahlt mir also einen Haufen Geld, wenn ich eine schwere Krankheit habe. Aber eben nicht irgendeine schwere Krankheit, sondern eine, die so in den Bedingungen definiert ist. Da ist dann Krebs nicht gleich Krebs. Bei dem einen Versicherer muss es Stadium 2 sein, während ein anderer ein OP mit anschließender Chemo verlangt. Um zu beurteilen, was besser ist, muss man schon eine Glaskugel besitzen. Denn wie will ich wissen, welche Krankheit mich später mal erwischt? Bei welcher Krankheit muss die Definition in den AVB am besten sein?

Das ist selbstverständlich bei allen aufgezählten Krankheiten so. Ob Herzinfarkt, MS, Schlaganfall oder was sonst noch so in den Bedingungen steht. Es ist nur versichert, was versichert ist. Und nur so, wie es in den Bedingungen steht.

Grundsätzliche Vor- und Nachteile der Dread-Disease

Freunde der Dread-Disease sagen, dass das transparent sei und es keinen Spielraum für den Versicherer gebe, die Leistung zu verweigern. Klar. Es ist schwerer, eine Krankheit abzustreiten als einen Prozentwert bei der BU. Aber möglich ist auch hier so einiges. Ist aber auch erstmal egal. Tatsache ist, es ist ein abgeschlossener, fest definierter Katalog. Es gibt da kein grau, sondern nur schwarz und weiß. Eine sehr digitale Versicherung. 1 oder 0.

Gegner der Dread-Disease argumentieren, dass ich hier unmöglich einen Tarif empfehlen kann. Zum einen kann nur der jeweilige Facharzt entscheiden, welcher Auslöser besser ist. Und zum anderen weiß ja niemand, welche Krankheit für mich später mal wichtig wird. Soll ich also den Versicherer mit dem besten Herzinfarkt-Schutz nehmen oder den, der bei Krebs der beste ist?

Worauf ich bei der Auswahl achte und was mir dabei wichtig ist, kommt weiter unten. Versprochen!

Das lässt sich tatsächlich alles nicht von der Hand weisen. Also, weder die Vor- noch die Nachteile.

Wozu brauch ich eine Dread-Disease?

Also ist doch erstmal wichtig, wozu ich eine Dread-Disease brauchen kann.

Grundsätzlich ist eine Menge Geld nie verkehrt, auch oder gerade wenn ich schwer krank bin. Ich kann mir eine teure Therapie leisten, wenn mir das sinnvoll erscheint. Dabei muss ich nicht darauf achten, ob die Therapie versichert ist. Ich muss auch nicht dem Versicherer die Rechnung einreichen und hoffen, dass alles erstattet wird. Ich nehme einfach mein Geld aus der Dread-Disease und zahle die Kosten. Das ist sicherlich um einiges entspannter, als sich mit meinem Krankenversicherer rumärgern zu müssen.

Ich kann das Geld also in meine Krankheit investieren, um schneller oder überhaupt wieder gesund zu werden. Das erscheint mir schon sinnvoll.

Ebenso sinnvoll ist es, Umbaumaßnahmen über eine Dread-Disease zu decken. Jeder hat eine Unfall-Versicherung, um sich nen Treppenlift einbauen zu können oder die Badewanne umzubauen. Der gleiche Bedarf kann auch bei einer schweren Krankheit entstehen. Also sollte die Familie auch hier abgesichert sein. Logisch, oder?

Wofür die Dread-Disease eigentlich gemacht wurde…

Ich hab ja schon oben geschrieben, dass ich mit der Dread-Disease eigentlich nicht das Einkommen absichern kann. Das verdeutlicht sich nicht zuletzt dann, wenn ich mal ein realistisches Beispiel rechnen will.

Nehmen wir einen 18-Jährigen Mechatroniker, der sein Einkommen bis 67 absichern möchte. Nehmen wir mal 1500 Euro monatlich als Bedarf und ne Steigerung von 2,5%. Er wird ja mal mehr Gehalt bekommen. Oder durch eine eigene Familie mehr Bedarf haben. Rechnen wir das bis 67 haben wir 1,5 Millionen Euro an Summe. Macht dann ungefähr 800 Euro im Monat, die der 18-Jährige für eine Dread-Disease zahlen müsste.

Ohne groß zynisch zu sein, könnte ich in der Summe weit runter gehen, weil die Restlebenserwartung nicht mehr so hoch ist, wenn eine versicherte schwere Krankheit eintritt. Also, statistisch gesehen.

Dann hätte ich aber immer noch das Problem, dass ich nur dann Geld bekomme, wenn ich schwer krank werde.

Hauptaufgabe ist die Absicherung von Finanzierungen

Richtig sinnvoll ist die Dread-Disease, wenn ich Finanzierungen absichern möchte. Denn die Bank ist nicht die Wohlfahrt. Das wusstet ihr schon, oder? Die wollen ihr Geld, auch wenn ich krank bin. Eine Risikolebens-Versicherung wird ja grundsätzlich verlangt, damit die Bank ihr Geld bekommt, wenn ich sterbe.

Nun ist es nicht unwahrscheinlich, an einer schweren Krankheit zu sterben. Von Beginn bis zum Tod kann das auch mal länger dauern. Zu dem persönlichen Leiden des Patienten und seiner Familie kommen dann auch finanzielle Sorgen hinzu.

Es ist sicher hilfreich, wenn ich mich ohne Sorgen um meine Genesung kümmern kann. Und im schlimmsten Fall gefiele es mir schon, alles noch selbst regeln zu können, bevor ich sterbe. Also, Finanzierungen ablösen, evtl. einen Fonds für die Kinder einrichten oder sowas.

Die Dread-Disease deckt also einen ähnlichen Bedarf wie eine Unfall- oder eine Risikolebens-Versicherung. Eben nur bei schweren Krankheiten.

Wann kann die Dread-Disease doch das Einkommen absichern?

Für wenige Menschen kann die Dread-Disease auch das Einkommen absichern. Für Selbständige und Freiberufler. Im Falle einer schweren Krankheit wäre sofort eine große Menge an Geld notwendig, um den Laden am Laufen zu halten. Und wer eine GmbH hat, sollte alle Geschäftsführer mit einer Dread-Disease absichern. Das heißt dann Key-Person-Absicherung. Das darf dann die Firma zahlen. Das ist steuerlich interessant. Allerdings ist dann die Leistung als Einnahme zu versteuern.

Welchen Versicherer soll ich wählen?

Am Ende bleibt noch die Frage, welcher Tarif für mich der beste ist. Das ist wie immer in einem Blog-Beitrag nicht zu beantworten. Da musst du dann schon nach Kemnath oder Kronach kommen. Oder anrufen, wenn das zu weit weg ist 🙂 Oder nen Termin vereinbaren…

Aber ich kann ja mal schreiben, was mir grundsätzlich wichtig ist.

Die Canada Life ist in diesem Bereich der Marktführer und verfügt auch über die meiste Erfahrung. Das sind wichtige, aber eher weiche Merkmale. Ich will das aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen.

Im Hintergrund arbeitet bei der Canada Life ein Fonds, der einen gewissen Prozentsatz erwirtschaften muss, damit die Prämie stabil ist. Das machen die meisten Wettbewerber genauso. Die Prämienstabilität hängt also vom Markt ab. Hier schießt die Gothaer den Vogel ab. Der Fonds muss noch Kosten und Steuern 7,5% erwirtschaften. Das ist nicht unmöglich, aber doch sportlich. Als Kunde kann ich warten, dass die ersten Anpassungen kommen. Aber lieber so als Kürzungen im Leistungsfall…

Klassische Kalkulation statt Fonds

Nur die Nürnberger und die Bayerische kalkulieren klassisch mit einem Brutto- und einem Nettobeitrag. Das ist für alle beruhigend, die nicht auf ständig wachsende Märkte und Aktien vertrauen möchten.

Die Nürnberger hat außerdem als einziger Versicherer den Verlust von Grundfähigkeiten nach einem Unfall versichert. Und ebenfalls die Nürnberger würde als einziger zwei Mal leisten, wenn ich z.B. erst einen Herzinfarkt und dann noch einen Schlaganfall habe. Also, zwei Mal. Möchte ich mir aber gar nicht erst vorstellen. Aber möglich wäre es. Was mir bei der Nürnberger aber am besten gefällt: Die Diagnose der Krankheit ist der Versicherungsfall. Bei allen anderen Anbietern ist das nicht definiert. Sollte der Arzt also feststellen, dass ich schon seit drei Jahren Krebs habe, dann würde der Eintritt der Krankheit vielleicht vor dem Versicherungsbeginn liegen. Das wäre dann nicht versichert. Und das wäre doof, weil ich dann kein Geld bekomme.

Die Zurich hat ein schönes Angebot für Familien. Hier können Partner kostengünstig in einem Vertrag versichert werden. Versichert ist der, den es zuerst erwischt.

Von der Definition der Leistungsauslöser ist die CARDEA.life vorne mit dabei, aber es stellt sich halt insgesamt die Frage, welche Krankheit nun am besten definiert sein muss…

Fazit

Unterm Strich eignet sich die Dread-Disease als Absicherung von Krankheitskosten für Familien und insbesondere bei Finanzierungen. Als Einkommens-Absicherung ist es nur in Ausnahmen geeignet. Und selbst dann eben nur auf die versicherten Krankheiten eingeschränkt.

Kontaktieren Sie mich jetzt!

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen? https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-fuer-hausfrauen/ Fri, 13 Oct 2017 12:42:03 +0000 https://freche-versichert.de/?p=2151 Mal gleich klargestellt: Der Artikel ist grundsätzlich geschlechterneutral verfasst. Den Titel Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen hab ich gewählt, weil ihr das sicher öfter über Google sucht als Hausmänner :-) Und nun zur Sache: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen kann durchaus sinnvoll sein. Denn die Berufsunfähigkeits-Versicherung sichert ja nicht mein Einkommen ab. Es leistet die vereinbarte Summe, wenn [...]

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Mal gleich klargestellt: Der Artikel ist grundsätzlich geschlechterneutral verfasst. Den Titel Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen hab ich gewählt, weil ihr das sicher öfter über Google sucht als Hausmänner 🙂 Und nun zur Sache:

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen kann durchaus sinnvoll sein. Denn die Berufsunfähigkeits-Versicherung sichert ja nicht mein Einkommen ab. Es leistet die vereinbarte Summe, wenn ich BU bin. Also, meiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nur noch zur Hälfte nachgehen kann.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen sichert den finanziellen Schaden ab

Auch bei Hausmännern/innen entstünde ein finanzieller Schaden bei Berufsunfähigkeit. Eine Haushaltshilfe kostet nämlich Geld. Und ich bräuchte eine, damit es auch weiterhin zu Hause läuft. Daraus schließe ich, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen in Höhe der Kosten einer Haushaltshilfe durchaus sinnvoll ist.

Das Dumme ist, dass der Versicherungsschutz ziemlich teuer ist. Das liegt daran, dass die Tätigkeiten im Haushalt sehr vielschichtig und vor allem den Körper beanspruchen. Es ist also recht einfach zu 50% außerstande zu sein, alles so wie vorher zu erledigen.

Schwieriger Nachweis der Berufsunfähigkeit

Der Nachweis im Leistungsfall ist wiederum recht schwierig. Denn ich muss nachweisen, was ich so durchschnittlich jeden Tag im Haus gemacht habe. Da jeder Tag anders ist, ist es hier sinnvoll, eine Art Wochenplan zu erstellen. In diesem trage ich dann alle Tätigkeiten ein und notiere dazu, welche ich jetzt aufgrund der gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr ausüben kann.

Für die meisten ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen sowieso nicht das Geld wert. Mit Hausarbeit ist ja auch kein Geld verdient, weshalb der finanzielle Schaden auch nicht für jeden greifbar ist. Die Empfehlung ist aber, unbedingt eine BU für Hausfrauen abzuschließen.

Andere Lösungen bieten nur eingeschränkten Schutz.

Absicherung der Psyche über eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung wäre auch hier die erste Wahl. Hier wird der allgemeine Arbeitsmarkt geprüft. Da Haushaltsführung in den meisten Fällen körperlich anspruchsvoller ist als der allgemeine Arbeitsmarkt, würde der Schutz in erster Linie bei psychischen Erkrankungen greifen.

Absicherung der Sinne und Fähigkeiten über eine Grundfähigkeitsversicherung

Lege ich mehr Gewicht auf die körperlichen Einschränkungen, kann eine Grundfähigkeits-Versicherung sinnvoll sein. Diese leistet beim Verlust von Sinnen oder definierten Fähigkeiten, wie Gehen oder Knien. Psychische Erkrankungen sind hier nur sehr schwach abgesichert. Erst wenn eine Pflegebedürftigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung eintritt, müsste der Versicherer leisten.

Absicherung schwerer Krankheiten über eine Dread-Disease

Darunter gibt es noch die Möglichkeit, die Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen durch eine Schwere-Krankheiten-Versicherung zu ersetzen. Diese würde bei Eintritt einer definierten Krankheit eine einmalige Versicherungssumme zahlen. Habe ich etwa einen Schlaganfall, erhalte ich z.B. 100.000 Euro. Das Geld reicht dann für eine Zeit aus. Der Schutz beschränkt sich aber auf körperliche Erkrankungen.

Absicherung von Unfallfolgen über eine Unfallversicherung

Auch interessant ist eine Unfallversicherung, die nach dem Haftpflicht-Prinzip leistet. Davon gibt es derzeit zwei brauchbare am Markt. Eine von der Bayerischen und eine vom Volkswohl Bund.

Habe ich einen selbstverschuldeten Unfall, ersetzt mir diese ein Leben lang den entstandenen Schaden. War ich vorher Hausmann, muss der Versicherer auch die Haushaltshilfe zahlen. Das ist an sich genial, aber funktioniert halt eben nur bei einem Unfall.

Unterm Strich gibt es einiges, was ich tun kann, um die Key Person im Haushalt sehr gut, gut oder anders abzusichern. Es kommt halt immer darauf an, was ich mir leisten kann und welches Risiko ich an den Versicherer abgeben will. Der Rest bleibt dann mein Problem. Aber so funktioniert das eben.

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Versicherungsmakler dürfen sich nicht in den falschen Schlachten verausgaben https://bsc-gmbh.com/blog/versicherungsmakler/ Thu, 03 Aug 2017 10:52:40 +0000 http://freche-versichert.de/?p=1627 Die Digitalisierung ist eine große Herausforderung für Versicherungsmakler. Es gibt einige Baustellen zu bearbeiten. Unterm Strich läuft aber alles auf eines hinaus: Ich darf mich nicht in den falschen Schlachten verausgaben. Als Versicherungsmakler habe ich gegenüber der Konkurrenz die kleinsten Ressourcen. Versicherer greifen auf ein Millionen-Budget zurück. Da muss ich mich auf die wichtigen Dinge [...]

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Die Digitalisierung ist eine große Herausforderung für Versicherungsmakler. Es gibt einige Baustellen zu bearbeiten. Unterm Strich läuft aber alles auf eines hinaus: Ich darf mich nicht in den falschen Schlachten verausgaben. Als Versicherungsmakler habe ich gegenüber der Konkurrenz die kleinsten Ressourcen. Versicherer greifen auf ein Millionen-Budget zurück. Da muss ich mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Sei es bei der Auswahl der Produkte, wo ich mich auf die praktisch relevanten Punkte beschränke und mich nicht in wissenschaftliche Streitereien um mögliche Nachteile bei diesem oder jenen Wortlaut verliere. Auch bei Gesetzesänderungen oder neuen Anforderungen wie der IDD und der DSGVO wird es für uns Versicherungsmakler darum gehen, die Anforderungen zum größten Teil zu erfüllen. Wir haben keine Rechtsabteilung, die sich darum kümmern kann. Also müssen 75% ausreichen.

Auch eine der neuen Bedrohungen sind Fintechs und Insurtechs. Versicherungsmakler im Internet mit sehr viel Geld.

Diese Online-Makler versuchen ja nix weiter, als dahin zu kommen, wo wir Makler schon immer sitzen: An die Schnittstelle zum Kunden. Diese Schnittstelle gilt es sinnvoll zu verteidigen, indem jeder seinem Kunden aufzeigt, welche Vorteile ein qualifizierter Makler ihm bringt.

Individuelle Beratung als Qualitätsmerkmal von Versicherungsmaklern

Wichtig ist, die Beratung zu individualisieren. Ein Versicherungsmakler vor Ort kann auf persönliche Besonderheiten eingehen.

Im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ist von Wünschen und Bedürfnissen die Rede. Die Begriffe sind mir zu gleich vong Bedeutung her, weshalb ich die Wünsche durch Bedürfnisse und die Bedürfnisse durch den Bedarf ersetzt habe. Der Bedarf wird von uns Versicherungsmaklern mehr oder weniger objektiv ermittelt, da hat jeder sein Schema, wie er das macht. Es gilt, alte Vorgehensweisen auch mal zu überdenken und individueller zu gestalten. Das muss nicht revolutionär sein, aber auch auf einem guten alten Boden kann Neues wachsen. Ich muss es hier schaffen, mich vom Online-Standard abzuheben.

Der Versicherungsmakler berücksichtig auch das Bedürfnis des Kunden

Das Bedürfnis ist eine subjektive Wahrnehmung des Kunden. Da müssen wir nicht groß argumentieren oder überzeugen. Das wäre wieder so eine unnötige Schlacht, in der man Energie verlieren kann. Hier bietet sich die Chance, die Emotionen des Kunden zu respektieren und darauf einzugehen, was er will.

In Kombination erleichtert sich der Versicherungsmakler den Verkauf und minimiert die Haftung. Und ich persönlich habe kein Problem damit, ein Beratungsgespräch vertrieblich aufzubauen, wenn ich weiß, dass ich im Hintergrund gewissenhaft gearbeitet und den Bedarf korrekt ermittelt und gedeckt habe.

Vorteile für den Kunden durch den Versicherungsmakler

Der Kunde hat dazu noch den großen Vorteil, dass sein Bedarf individuell gedeckt wurde und sein Bedürfnis nach Sicherheit dabei berücksichtigt wurde.

Und wenn ich als Kunde mit dem Bedürfnis dabei bin, fällt es auch leichter zu verstehen, was ich da gerade versichere.

Das bezieht sich nicht nur auf die Absicherung des Einkommens. Auch bei Finanzierungen muss ich umdenken.

Es passiert ja eher selten, dass der Kunde über den Abschluss einer Risikolebensversicherung nachdenkt. Viel häufiger hat der Kunde das Bedürfnis, seinen Mann, seine Frau und/oder seine Kinder finanziell abzusichern, falls er die Kredite beim Hausbau oder so nicht mehr bedienen kann. In dem Moment schreit halt jeder Versicherungsmakler reflexartig „Risikoleben!“. Diese sichert den schlimmsten Fall ab.

Finanziell gesehen ist aber der schlimmste Fall, dass ich kein Einkommen mehr erziele und Kosten verursache. Als Toter esse ich nix mehr, wenn ich schwer krank bin, schon. Zusätzliche Behandlungskosten mal außen vor gelassen.

Daraus ergibt sich ganz logisch, dass ich schon gegen schwere Krankheiten abgesichert sein muss, wenn ich eine Finanzierung laufen habe. Das versteht jeder Kunde.

Unterm Strich

Wichtig ist, dass ich erkenne, wo ich dem Kunden einen Mehrwert bieten kann. Darauf muss ich mich konzentrieren. Dabei muss ich notgedrungen die Spielregeln wie IDD oder DSGVO einhalten. Das nervt zwar, aber da sich alle daran halten müssen, kann es wieder zum Vorteil für mich sein. Nämlich dann, wenn ich meine Prozesse besser eingestellt habe als die anderen. Aber das ist wieder ein Blog für sich 🙂

 

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Runderneuerter Krankheits-Schutzbrief bei der Zurich https://bsc-gmbh.com/blog/krankheits-schutzbrief/ Fri, 19 May 2017 14:34:10 +0000 http://freche-versichert.de/?p=907 Wer einigermaßen regelmäßig seine Zeit damit verbringt, Bedingungen zu lesen und sich bemüht, diese auch zu verstehen, gelangt recht schnell an den Punkt, wo sich die Gleichmäßigkeit des Aufbaus bis hin zu den Formulierungen deutlich offenbart. Die AVB der verschiedenen Marktteilnehmer scheinen einander fast wörtlich zu gleichen, nur wenige Einzelheiten unterscheiden die Tarife voneinander. Bedingungen [...]

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Wer einigermaßen regelmäßig seine Zeit damit verbringt, Bedingungen zu lesen und sich bemüht, diese auch zu verstehen, gelangt recht schnell an den Punkt, wo sich die Gleichmäßigkeit des Aufbaus bis hin zu den Formulierungen deutlich offenbart. Die AVB der verschiedenen Marktteilnehmer scheinen einander fast wörtlich zu gleichen, nur wenige Einzelheiten unterscheiden die Tarife voneinander.

Bedingungen von Dread-Disease-Policen sind schwer zu verstehen

An diesem Punkt empfiehlt es sich, die Bedingungen einer Schweren-Krankheiten-Versicherung, wie z.B. den Krankheits-Schutzbrief, zu lesen. Nicht nur die bloße Zahl an Leistungsauslösern lässt einen umgehend wieder eine tiefe Demut spüren. Auch der geübte Leser muss an mehr als einer Stelle den zuletzt gelesenen Satz wiederholen oder das ein oder andere Mal eine Suchmaschine bemühen. Z.B. um etwa genaueres über die New York Health Association Classification zu erfahren. Kurz gesagt: Es fühlt sich an, wie bei dem ersten Bedingungstext.

Das Lesen der AVB ist bekanntermaßen ohnehin schon mit einigem Recht von der Vergnügungssteuer befreit. Wenn aber der geneigte Vermittler sich dem Vergleich von Schweren-Krankheiten-Versicherungen zuwendet, erkennt er die Grenzen des Möglichen doch deutlich. Neben einem Grundverständnis für juristische Begriffe ist hier auch noch tieferes Wissen aus verschiedenen medizinischen Bereichen vonnöten.

Und um das Dilemma abzurunden, wäre es nicht einmal dem juristisch vorgebildeten Uniklinik-Professor, der nebenbei aus Spaß den Versicherungsfachwirt gemacht hat, möglich, die Tarife untereinander zu bewerten, da ja nicht vorhergesehen werden kann, welcher Auslöser für welchen Kunden der entscheidende sein wird.

Deswegen bewerte ich auch nicht die einzelnen Auslöser.

Überarbeitung des Krankheits-Schutzbrief

Die Eaglestar hat zum 01.04.2017 ihren bekannten Krankheits-Schutzbrief neu überarbeitet. Vertrieblich interessant ist vor allem der Erweiterte Krankheits-Schutzbrief. Er leistet nicht nur bei Eintritt einer versicherten schweren Krankheit, sondern auch bei Tod. Das hat auch zur Folge, dass die Leistung auch fällig würde, wenn die versicherte Person eine diagnostizierte Restlebensdauer von weniger als 12 Monaten hat. Unabhängig von dem Umstand, der zum Tode führt.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass sich beim Lesen der AVB nicht selten der Gedanke aufdrängt, der versicherten Person sei mit Geld nicht unbedingt geholfen bzw. hat sie mit der Diagnose sicher ganz andere Probleme. Hier ist es aber nur extremer sichtbar als bei anderen Versicherungen. Das Geld kann helfen, die unangenehme Situation zu überstehen, sei es, indem eine Therapie finanziert wird, ein Kredit abgelöst wird, um die Familie nicht mit finanziellen Problemen zu belasten oder sich einfach noch einen letzten Wunsch zu gönnen.

Beitragsbefreiung bei dreimonatiger AU möglich

Zusätzlich lässt sich eine Beitragsbefreiung bei mehr als dreimonatiger Arbeitsunfähigkeit, eine Einmalleistung bei Erwerbsunfähigkeit, eine Dynamikanpassung und eine Verlängerungsoption vereinbaren. Die Beitragsbefreiung und die Leistung bei Erwerbsunfähigkeit und vor allem die Verlängerungsoption können im Einzelfall durchaus sinnvoll sein. Eher weniger sinnvoll ist die Dynamikanpassung. Bedingungsgemäß steigt der Beitrag dabei um 5%, die Leistung aber nur um 3%. Das möchte der geneigte Vermittler eher nicht seinem Kunden erklären müssen.

Für Paare sehr interessant ist die Möglichkeit, eine verbundene Versicherung abzuschließen. Entweder so, dass die Versicherungssumme einmalig zur Verfügung steht oder so, dass sie für jede versicherte Person vollständig zur Verfügung steht.

Zwei Leistungskataloge in der Dread-Disease

Die Leistungsauslöser sind in zwei Kataloge, A und B, aufgeteilt. Bei den Leistungsauslösern aus Katalog A wird die volle Versicherungssumme fällig. Bei Katalog B wird eine Teilleistung fällig in Höhe von 25.000 Euro. Hier lösen verschiedene Krankheiten so lange Leistung aus, bis die volle Versicherungssumme erreicht ist. Eine Anrechnung auf die volle Leistung bei einer Erkrankung aus Katalog A erfolgt nur, wenn diese innerhalb von 30 Tagen nach der Erbringung der Teilleistung nach Katalog B fällig würde.

Außerdem wird die volle Leistung fällig, wenn der Versicherte auf die Warteliste für eine Organtransplantation kommt. Bei verschiedenen Herzoperationen werden 50% bzw max. 30.000 Euro ebenfalls schon ausgezahlt, wenn die versicherte Person auf die Warteliste gesetzt wird.

Katalog A

Im Katalog A finden sich die üblichen Verdächtigen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall. Insgesamt sind hier 45 einzelne Krankheits- und Verletzungsbilder aufgezeigt. Für Krebs gilt eine Wartezeit von 6 Monaten, für Operationen am Herzen 3 Monate.

Interessant ist, dass für das dauerhafte neurologische Defizit, das für manche Leistungsauslöser notwendig ist, ein Zeitraum von 3 Monaten, in dem es tatsächlich besteht und eine Prognose von mindestens 9 Monaten in die Zukunft notwendig ist. Gerade in Grenzfällen wird der Arzt schon aus Gründen des möglichen Therapie-Erfolges davon absehen, für die nächsten neun Monate keine Verbesserungsmöglichkeit in Aussicht zu stellen.

Katalog B

Im Katalog B finden sich 21 Auslöser der Teilleistung, darunter schwerer Morbus Crohn, niedrig-maligne Tumore, einzelne Formen von Carcinoma in situ und Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Kinder sind bis zu einer maximalen Leistung von 35.000 Euro (Teilleistung 12.500 Euro) automatisch mitversichert. Im Todesfall eines Kindes würden 5.000 Euro ausbezahlt. Für jedes Kind.

Unterm Strich

Unterm Strich ist vor allem der erweiterte Krankheits-Schutzbrief als verbundene Leben für junge Familien und/oder Hausbauer interessant. Diese können neben dem Risiko eines Todesfalles zusätzlich das wahrscheinlichere Risiko einer schweren Erkrankung absichern. Bei der Eaglestar profitiert der Kunde von den garantierten Beiträgen, die die Zurich nicht erhöht darf.

Im schlimmsten Fall einer Unternehmenspleite würde der Vertrag aber nicht durch Protektor gerettet werden (wobei auch bei deutschen Verträgen nicht garantiert ist, dass Protektor das tut), sondern wahrscheinlich nach irischem Recht behandelt. Der berühmte Blick in die Glaskugel ist nicht möglich, aber als Vermittler sollte ich dieses –geringe- Restrisiko dennoch dem Kunden erklärt haben.

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Die Schwere Krankheiten Absicherung der Nürnberger: Sinnvolle Alternative am Markt https://bsc-gmbh.com/blog/ernstfallschutz/ Fri, 14 Apr 2017 06:30:36 +0000 http://freche-versichert.de/?p=587 Manche Dinge werden schlicht dadurch attraktiver, dass die Alternativen dazu immer mehr an Reiz verlieren. Auch in der Absicherung der Arbeitskraft mausern sich Notlösungen zur bevorzugten Wahl, da die Berufsunfähigkeits-Versicherung für viele Berufsgruppen schlicht nicht mehr bezahlbar ist. Darüber hinaus ist die Skepsis der Kunden gegenüber der Leistungsbereitschaft der Anbieter wohl bei keinem zweiten Versicherungsprodukt [...]

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Manche Dinge werden schlicht dadurch attraktiver, dass die Alternativen dazu immer mehr an Reiz verlieren. Auch in der Absicherung der Arbeitskraft mausern sich Notlösungen zur bevorzugten Wahl, da die Berufsunfähigkeits-Versicherung für viele Berufsgruppen schlicht nicht mehr bezahlbar ist. Darüber hinaus ist die Skepsis der Kunden gegenüber der Leistungsbereitschaft der Anbieter wohl bei keinem zweiten Versicherungsprodukt größer als beim BU-Schutz. Die Absicherung von schweren Krankheiten, wie z.B. der ErnstfallSchutz der Nürnberger, ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil der BU-Versicherung.

Bedarf bei schwerer Krankheit ist erkennbar

Zum einen ist der Bedarf offensichtlich. Während es immer wieder Kunden gibt, die die Bedrohung einer Berufsunfähigkeit nicht erkennen, wird man niemanden finden, der für sich ausschließen kann, an Krebs zu erkranken.

Andererseits ist der Leistungsauslöser verglichen mit der Berufsunfähigkeit leicht erklärt und darüber hinaus auch objektiv überprüfbar, so dass Streitigkeiten im Leistungsfall an sich ausgeschlossen sein müssten. Aber halt nur an sich…

Es ist also nachvollziehbar, dass die Nürnberger Lebensversicherung AG dem Trend der letzten Jahre folgt und mit dem ErnstfallSchutz Mitte Februar eine eigenständige Dread-Disease-Police auf den Markt gebracht hat.

ErnstfallSchutz nicht nur für Keyperson

Während der Markt das Produkt bisher hauptsächlich als „Keyperson“-Absicherung für wichtige Fach- und Führungskräfte bewirbt, versucht die Nürnberger den ErnstfallSchutz mehr in der gesellschaftlichen Mitte zu platzieren.

Der Versicherer bewirbt den ErnstfallSchutz damit, dass der Kunde mit der versicherten Summe Chancen auf hochwertige medizinische Behandlung nutzen könne, ohne auf die Beschränkungen der gesetzlichen oder die Bedingungen der privaten Krankenversicherung achten zu müssen. Außerdem könne der Versicherte sein Weiterleben in den eigenen vier Wänden durch Umbaumaßnahmen finanzieren und darüber hinaus die Angehörigen durch die Abzahlung von Krediten finanziell absichern.

Großer Vorteil durch klassische Kalkulation in der Dread-Disease

Neben diesem Marketingansatz hält der Tarif  auch Besonderheiten in der Leistung, aber vor allem in der Kalkulation vor. Der ErnstfallSchutz ist erst der zweite Tarif dieser Art am Markt, der wie eine klassische Lebensversicherung kalkuliert ist.

Die meisten Dread-Disease-Policen funktionieren auf Fondsbasis und kalkulieren mit sechs Prozent Rendite oder mehr – was teilweise zu Kürzungen im Leistungsfall oder sogar Nachschuss-Verpflichtungen führen kann. Dagegen rechnet die Nürnberger mit einem Brutto- und einem Nettobeitrag sowie einem Höchstrechnungszins von 1,25 Prozent.

Teilleistungen bei mittelschweren Erkrankungen

Der ErnstfallSchutz leistet – wenn nach Diagnose der Krankheit 14 Tage überlebt werden – bei 50 versicherten Krankheiten die volle Versicherungssumme und bei vier dieser Auslöser eine Teilsumme. Bei geringeren Anforderungen an den Leistungsauslöser würden 50 Prozent beziehungsweise maximal 25.000 Euro ausbezahlt. Diese Teilsumme würde immer angerechnet werden, sollte sich die Krankheit verschlimmern und eine volle Leistung auslösen.

Die vier Krankheiten mit Teilleistung sind Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Multiple Sklerose. Bei einer Krebserkrankung würde beispielsweise schon eine Teilleistung fällig, wenn eine operative Totalentfernung des Tumors notwendig wäre. Die volle Leistung würde ausbezahlt, wenn eine Chemotherapie notwendig wäre.

Diagnosezeitpunkt ist Leistungsfall bei der Nürnberger

Bemerkenswert ist, dass der Diagnosezeitpunkt entscheidet ist und nicht der Eintritt der Erkrankung. Das kann im Zweifelsfall Rechtsstreitigkeiten vermeiden helfen, wenn es um die Erfüllung von Wartezeiten geht.

In der „Premium“-Variante sind zusätzlich Assistance-Leistungen und eine „SofortHilfe“ vor Ablauf der 14-tägigen Karenzzeit in Höhe von maximal 5.000 Euro möglich. Die „SofortHilfe“ würde auf Teil- oder Vollleistung angerechnet. Mehr als 100 Prozent der versicherten Summe sind also nicht erreichbar.

Zweimal Leistung ist möglich in der Premium-Variante

Außerdem ist in der „Premium“-Variante der sogenannte „ZweitSchutz“ versichert. Dadurch würden nach Ablauf von sechs Monaten ein zweites Mal 100 Prozent der versicherten Summe bei einer weiteren Erkrankung geleistet. Diese neue Krankheit darf nicht dieselbe sein und auch nicht zur selben Gruppe der Erkrankungen gehören.

Die Nürnberger unterscheidet hier nach Krebs, Erkrankungen des Herzens, Erkrankungen innerer Organe (außer Herz), Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, Verletzungen, Erkrankungen des Blutes und Infektionen, Verlust von Fähigkeiten und Koma.

Nach dem ersten Leistungsfall sind in jedem Fall Organtransplantationen, HIV, Koma und Pflegebedürftigkeit ausgeschlossen. Die Todesfallsumme sinkt auf 5.000 Euro. Diese Begrenzungen sind aus kalkulatorischer Sicht durchaus sinnvoll, um das finanzielle Risiko des Versicherers zu begrenzen. Und man mag sich auch nicht vorstellen, dass ein Kunde tatsächlich zwei Mal Leistung aus dem Vertrag in Anspruch nehmen muss.

Kinder automatisch mitversichert

Noch weniger mag man sich vorstellen, dass den eigenen Kindern derartiges zustößt. Allerdings ist im ErnstfallSchutz, wie in diesen Produkten üblich, jedes leibliche und adoptierte Kind bis zum 18. Lebensjahr mitversichert. Für vorhandene Kinder gilt eine Wartezeit von sechs Monaten, neugeborene sind ab Geburt mitversichert. Bei diesen sind allerdings hier pränatal diagnostizierte Erkrankungen ausgeschlossen.

Für Kinder sind acht zusätzliche Krankheiten mitversichert. Maximale Leistungssumme bei Eintritt einer der dann insgesamt 58 schweren Krankheiten sind 35.000 Euro beziehungsweise 5.000 Euro bei Tod. In Summe ist die Leistung für alle Kinder auf 50 Prozent der versicherten Summe begrenzt. Doch man mag keinem Menschen wünschen, je an diese Grenze zu stoßen.

Unterm Strich

Alles in allem betrachtet, muss sich der ErnstfallSchutz am Markt nicht verstecken. Die Kalkulation ist im Sinne der Kunden gestaltet und die Bedingungen sind gut verständlich, wenn man einmal das System von Sofort-, Teil- und Vollleistung begriffen hat.

Über die Wertigkeit der einzelnen Auslöser dürfen, wie bei allen Dread-Disease-Policen, Ärzte gerne streiten. Der durchschnittliche Vermittler wie auch der gewöhnliche Kunde dürften hier zu einer Wertung nur eingeschränkt imstande sein.

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Der IDEAL KrebsAirbag: Finanzielle Absicherung bei Krebs https://bsc-gmbh.com/blog/der-ideal-krebsairbag/ Thu, 13 Apr 2017 10:06:48 +0000 http://freche-versichert.de/?p=569 Als Vermittler hafte ich für meine Bedarfsermittlung und für meine Empfehlung. Ich hafte nicht für die Entscheidung, die der Kunde aufgrund seines subjektiven Bedürfnisses fällt. Dass Versicherer immer wieder gerne Produkte auf den Markt bringen, die von vornherein nicht darauf aus sind, den Bedarf vollumfänglich zu decken, sondern vielmehr auf das Bedürfnis der Kunden abzielen, [...]

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Als Vermittler hafte ich für meine Bedarfsermittlung und für meine Empfehlung. Ich hafte nicht für die Entscheidung, die der Kunde aufgrund seines subjektiven Bedürfnisses fällt. Dass Versicherer immer wieder gerne Produkte auf den Markt bringen, die von vornherein nicht darauf aus sind, den Bedarf vollumfänglich zu decken, sondern vielmehr auf das Bedürfnis der Kunden abzielen, ist moralisch fragwürdig, aber wirtschaftlich, wenn nicht nachvollziehbar, zumindest erklärbar. So ist das auch mit dem KrebsAirbag der IDEAL.

Krebs ist eine Volkskrankheit

Die Absicherung der finanziellen Folgen von Krebserkrankungen spielt sich dabei immer mehr in den Vordergrund. Diese Ausschnitt-Deckung ist am ehesten mit der Dread-Disease-Police vergleichbar. Vertrieblich ist schon bei dieser Absicherung Krebs für den Kunden das wichtigste Argument. Und tatsächlich ist diese Krankheit bei Männern und Frauen für etwa 50% der Leistungsfälle verantwortlich. Unter diesem Gesichtspunkt hat eine eigenständige Krebs-Versicherung durchaus eine Daseinsberechtigung.

Als neuestes Produkt dieser Art hat jetzt die IDEAL Versicherung den sogenannten KrebsAirbag herausgebracht.

Deckungsumfang des KrebsAirbag

Die Wartezeit beträgt sechs Monate. Tritt in dieser Zeit Krebs oder Symptome auf oder wird ärztlicher Verdacht für eine Tumorerkrankung geäußert, endet die Versicherung und die bereits gezahlten Beiträge werden zurückgezahlt. Einigen Interpretationsspielraum bietet vor allem der Begriff „Symptome“. Wer „Symptome bei Krebs“ in eine Suchmaschine eingibt, wird bei den Ergebnissen auch Husten, Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Kopfschmerzen finden.

Um im Leistungsfall Probleme zu vermeiden, wäre es ratsam, ein halbes Jahr den Arzt zu meiden. Die 181 Äpfel wären gut investiert. Die Gesundheit ist es aber selbstverständlich immer wert, jeden Versicherungsschutz zu riskieren.

Im Todesfall zahlt der KrebsAirbag unabhängig von der Ursache 90% des Deckungskapitals.

Die Versicherungssumme wird fällig bei der ersten Diagnose einer Krebserkrankung oder eines gutartigen Gehirntumors.

Ausschlüsse im KrebsAirbag

Ausgeschlossen sind im KrebsAirbag alle Krebserkrankungen, die ausschließlich auf Basis molekularer oder biochemischer Verfahren nachgewiesen werden, Vorstufen, Carcinom in situ und alle nicht invasiven Tumorerkrankungen sowie Krebse des Lymphsystems des Stadiums I, Leukämie, die keine Anämie verursacht, heller Hautkrebs und maligne Melanome der Haut mit einer Eindringtiefe bis zu 2mm ohne Bildung, sofern keine Fernmetastasen gebildet wurden und Prostata- und Schilddrüsenkrebs mit einem Durchmesser bis zu 2cm ohne Bildung von Fernmetastasen.

Gutartige Hirntumore führen zur Leistungen, wenn sie zu neurologischen Störungen führen, die nicht mehr behebbar sind.

Die Definitionen machen deutlich, dass der Leistungsauslöser nicht gerade trivial ist. Aber er ist doch immerhin besser als die Krebsdefinition in den meisten Schwere-Krankheiten-Versicherungen.

Mögliche Versicherungssumme und Laufzeit

Als Versicherungssumme sind in 5.000-Euro-Schritten zwischen 15.000 Euro bis 150.000 Euro wählbar. Sie setzt sich aus der garantierten Versicherungssumme und der sogenannten Plussumme zusammen, die aus Überschüssen gespeist wird.

Die Laufzeit kann 10, 15 oder 20 Jahre beantragen. Warum Laufzeit und die Höhe der Versicherungssumme derart begrenzt ist, erschließt sich nicht unbedingt. Vielleicht ist das Risiko über einen längeren Zeitraum nicht kalkulierbar vor dem Hintergrund, dass sich die Fallzahlen seit den 1970ern verdoppelt haben. Hinzukäme ebenfalls, dass die Folgen von all der Strahlung durch Smartphones und WLAN noch nicht abzuschätzen sind.

Assistanceleistungen als Zusatznutzen

Neben der Geldleistung biete die IDEAL auch Assistanceleistungen an, die aber nicht garantiert sind und im Leistungsfall im Umfang bei der IDEAL angefragt werden müssten. Derzeit wird die Einholung einer Zweitmeinung innerhalb von 10 Tagen angeboten, was vor allem bei Prostata-Krebs sinnvoll sein kann, da hier eine Operation nicht in jedem Fall notwendig ist. Außerdem kann ich eine psychologische Betreuung vermittelt sowie eine bis zu dreistündige Telefonseelsorge in Anspruch nehmen.

Unterm Strich

Unterm Strich ist der KrebsAirbag vor allem vertrieblich interessant, wenn der Kunde keine vollwertige Absicherung von Schweren Krankheiten möchte oder er durch Erkrankungen im familiären Umfeld für das Thema Krebs sensibilisiert ist. Eine Krebsversicherung ist immer noch besser als keine Dread-Disease-Police.

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