Die Auswirkungen von Corona auf die Immobilienfinanzierung

Die billigen Baugeldzinsen und die vielfältigen staatlichen Förderungen, waren in den letzten Jahren und gerade bis vor Kurzem noch die treibenden Faktoren, weshalb sich sehr viele Menschen mit dem Traum von der eigenen Immobilie beschäftigt haben… Doch dann kam Corona und vieles wird plötzlich anders! Auch in der Immobilienfinanzierung!

Innerhalb von 8 Wochen änderten sich die Rahmenbedingungen

Durch die expansive Geldpolitik der letzten Jahre, haben viele Banken und Versicherer in der Vergangenheit ihre Vergabekriterien bei Baufinanzierungen sehr großzügig ausgelegt. So war es kaum ein Problem bis zu 100% der Anschaffungs- oder Baukosten zu finanzieren mit einer Zinsgarantie von bis zu 30 Jahren und einem Zinssatz von teils unter 1,50% pro Jahr. Diese Situation hat sich in den letzten Jahren als so selbstverständlich herausgestellt, dass sich eigentlich kaum jemand mehr Gedanken machen musste, ob er einen Kredit bekommt, sondern sich nur die Frage stellte, wo bekomme ich die besten Konditionen?!

Seit dem ersten Corona-Fall in Deutschland sind nun gerade mal 12 Wochen vergangen. Seit 8 Wochen beschäftigt uns SarsCov2 in der öffentlichen Diskussion und wir haben noch mit dem Lockdown zu kämpfen. Viele Banken haben aber schon reagiert und ihre Vergabekriterien für Immobilien-Darlehen (teils) drastisch verschärft.

Was heißt das im Detail:

  1. Empfänger von Kurzarbeitergeld erhalten aktuell gar keine Finanzierung oder nur unter bestimmten Voraussetzungen.
  2. Einige Banken, die vorher 100% der Gesamtkosten finanziert haben, begleiten Finanzierungen jetzt nur noch bis 70% der Gesamtkosten. Bei einem Bauvorhaben mit 500.000€ müssten heute also mindestens 150.000€ mehr vom Kreditnehmer als Eigenkapital eingebracht.
  3. Bei den Haushaltsrechnungen (der Ermittlung, ob sich ein Kreditnehmer die Kreditrate überhaupt leisten kann) wurden die Haushaltspauschalen (unterstellte Fixkosten für den Lebensunterhalt) nach oben gesetzt. Das hat zur Folge, dass sich der Haushaltsüberschuss verkleinert. Diese Änderung bedeutet nichts anderes, als dass sich der Freiraum für die monatliche Kreditrate verkleinert und sich damit die mögliche Kreditsumme reduziert.

„Bis vor kurzem hieß es noch „Wo bekomme ich die billigste Immobilienfinanzierung her?“, heute lautet die Frage eher „Bekomme ich jetzt überhaupt noch eine Finanzierung zu meinen Wunsch-Vorstellungen?“ beschreibt BSC-Finanzberater Johannes Müller die aktuellen Marktveränderungen.

Diese Auswirkungen wiegen natürlich schwer und reduzieren für viele Investoren die Auswahl möglicher Finanzierungspartner auf wenige Alternativen. Wenn Sie nun als einer dieser wenigen Anbieter mit weniger Konkurrenz kämpfen müssen, haben Sie natürlich auch automatisch die Chance die Rahmenbedingungen weiter zu Ihren Gunsten als Kreditgeber zu verbessern. Aus dieser Gemengelage ergibt sich für Verbraucher, dass sich der Weg zu einer Finanzierung mit 1A- Konditionen weiter erschwert hat.

Sichern Sie sich schnellstmöglich Ihre geplante Immobilienfinanzierung

Diese Entwicklung zeigt die Verschärfungen am Baufinanzierungsmarkt sehr deutlich auf. Wir gehen davon aus, dass sich die Vergabekriterien in den nächsten Monaten nicht zugunsten von Verbrauchern bessern werden und weitere Banken die Zügel deutlich anziehen.

Unser eindringlicher Rat lautet deshalb: Wenn Sie sowieso in den nächsten Monaten Ihr Bauvorhaben beginnen wollen oder eine Investition vorhaben, dann sollten Sie jetzt schnellstmöglich mit Ihren BSC-Finanzierungsexperten darüber reden. Diese können Ihnen aufzeigen, ob Ihre Finanzierung langfristig realistisch darstellbar ist und welche Unterlagen Sie benötigen, damit Sie auch zeitnah Ihr Vorhaben mit der passenden Finanzierung realisieren können.

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