Für Viele ist es einer der großen Lebensträume: Der Traum vom Eigenheim für sich und die Familie!!

In den vergangenen Jahren schienen diesem Traum vom Eigenheim keine Grenzen gesetzt zu sein. Durch niedrige Zinsen, immer leichteren Voraussetzungen bei den Banken und staatlichen Zuschüssen war die Finanzierung der eigenen vier Wände für fast jeden Geldbeutel darstellbar. Das größte Problem war eher, überhaupt ein passendes Objekt zu finden, da durch die große Nachfrage der Markt so gut wie leer gekauft war.

Anfang 2022 dann der große Schock! Praktisch über Nacht kam es zu einem rasanten Zinsanstieg. Wo im Januar der durchschnittliche Zinssatz für eine 10jährige Zinsbindung noch bei 1 % lag, fallen nun 3,50 % an. Bei einer Finanzierungssumme von 300.000 € führt das zu 625 € mehr monatlicher Rate. Kombiniert mit der hohen Inflation, die ja für sich schon dazu führt, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen, sind die Voraussetzungen für den Traum vom Eigenheim gefühlt eine Katastrophe.

Muss der Traum vom Eigenheim begraben werden?

Wir denken NEIN!!

Natürlich sind die Zinsen deutlich gestiegen! Allerdings bewegen wir uns auf dem Niveau von ca. 2010. Das entspricht noch immer einem Zinsniveau, von dem ältere Generationen nur träumen konnten. Hier waren Zinsen um die 6-7 % „normal“. Natürlich hat eine Immobilie „in der guten alten Zeit“ weniger gekostet. Allerdings ist auch das deutsche Bruttodurchschnittseinkommen in den letzten 30 Jahren von 1.832 €, auf 4.100 € gestiegen (das entspricht einem Plus von 123 %).

Fakt ist auch, dass die einzige Alternative zur eigenen Immobilie die Miete ist. Bereits heute ist es für eine Familie in vielen Regionen schwierig, ein bezahlbares Mietobjekt in passender Größe zu finden. Es ist zu erwarten, dass Investoren durch die gestiegenen Zinsen künftig weniger neue Objekte bauen und anstehende Renovierungen möglichst lange verschieben. Somit wird sich Angebot und Nachfrage noch einmal zu Lasten der Mieter verschieben, was die Gefahr deutlich steigender Mieten und einer schlechteren Wohnqualität mit sich bringt.

Wie können Sie sich nun verhalten?!

Nutzen Sie öffentliche Unterstützung für den Traum vom Eigenheim

Zwar wurden die Fördermittel in den letzten Jahren deutlich reduziert, allerdings gibt es noch immer Hilfe. Neben den Mitteln für die energetischen Maßnahmen (KfW/BAFA) stellen viele Bundesländer, gerade für junge Familien, Förderungen zur Verfügung. Das ist mit einem gewissen „bürokratischem Mehraufwand“ verbunden, führt aber umgerechnet auf Zeitaufwand/Förderung auch mal zu einem Stundenlohn über 1.000 €. Durchaus eine gute Bezahlung für die Mühe! Die monatliche Entlastung in der Finanzierung kann damit auch bei 300-400 € liegen. Auf die Unterstützung Ihres Finanzierungspartners sollten Sie sich hier verlassen können!

Monatliche Rate hat Priorität vor Laufzeit

Ich glaube wir sind uns einig. Keiner hat gerne Darlehen. Und jeder will diese am liebsten so schnell wie möglich zurückzahlen. Für die 30-jährige Familie, die den Wunsch hat, in 20 Jahren schuldenfrei zu sein, bedeutet das aber einen sehr hohen monatlichen Aufwand. Das in einer Zeit, wo phasenweise wegen Elternzeit nur 1 ½ Gehälter zur Verfügung stehen und man mit den Kindern etwas erleben möchte.

Mit 50 ist das Objekt dann schuldenfrei, 2 Gehälter stehen wieder zur Verfügung und die Kinder fangen an, ihr eigenes Leben zu leben. Evtl. kommt dann der Blick zurück und die Überlegung, was man hätte machen können…. wenn denn nur etwas mehr finanzieller Spielraum dagewesen wäre…

Wir empfehlen daher die Finanzierung eher mit einer geringen Tilgung zu beginnen. Einige Banken bieten zwischenzeitlich wieder 1 % Mindesttilgung oder eine Laufzeit von bis zu 40 Jahren an. Dadurch lassen Sie sich den maximal möglichen Spielraum für Ihre Entscheidungen in den nächsten Jahren offen. Welche Sonderzahlungen jährlich nötig wären, damit Sie zu einem früheren Zeitpunkt fertig sind, kann Ihnen Ihr Berater problemlos ausrechnen. Sie können jährlich entscheiden, ob Sie diese leisten wollen. Hier hilft ein separates Baukonto zur Ansparung für eine bessere Übersicht.

Übrigens: Nach 40 Jahren würde Ihr Vermieter auch nicht auf die Miete verzichten. Bei stabilen Immobilienpreisen ist also Ihre finanzielle Situation auch bei einer geringen Tilgung besser, als Mieter zu bleiben.

Muss es denn wirklich das Schloss sein?

Die Marktsituation der vergangenen Jahre hat gefühlt dazu geführt, dass Häuser immer größer und luxuriöser wurden. 200 qm für die 3-köpfige-Familie waren „normal“….natürlich mit Pool und Keller.
Großes Einsparpotential ergibt sich hier natürlich aus passenden Raumkonzepten. Bei Herstellungskosten von 4.000 € pro QM bedeuten 15 QM weniger Wohnfläche eine Ersparnis von 60.000 € und damit 275 € weniger Rate (bei 3,5 % Zins und 2 % Tilgung).

Beschäftigen Sie sich bereits frühzeitig mit der Planung

Wenn Sie morgen eine passende Immobilie sehen und sich übermorgen mit der Finanzierung beschäftigen, wird die optimale Lösung zum Glücksspiel. Nutzen Sie also möglichst früh die Zeit, um Ordnung in Ihre Finanzen und ein Gefühl für die richtige Rate zu bekommen. Unsere Empfehlung ist hier das Tilgungstraining. Legen Sie die geplante Mehrbelastung bewusst zur Seite. Wenn Sie in den folgenden Monaten merken, dass Sie immer wieder an diese Reserve gehen müssen, um Löcher zu stopfen, sollte die Planung überdacht werden! Wenn Sie merken, dass Sie gut zurechtkommen und immer noch Geld für den Spaß nebenbei übrig ist, kann es los gehen. Dies mit einem guten Bauchgefühl und zusätzlichem Eigenkapital auf der Seite!

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Ihre Rahmendaten in der Baufinanzierung zwar schlechter als noch zum Jahresanfang, aber immer noch gut sind. Auf sinkende Baupreise zu hoffen ist mit einem Blick auf die anstehenden Lohnrunden, die inflationsbedingt höher ausfallen dürften, aus unserer Sicht hoffnungslos. Auch die Zinsen scheinen nur noch eine Richtung zu kennen.

Eine solide aufgebaute Finanzierung der eigenen vier Wände stellt weiterhin einen wichtigen Teil für Ihre Altersvorsorge dar. Durch die verschobenen Bedingungen wird es immer wichtiger, dieses große Thema mit Spezialisten an der Seite frühzeitig anzugehen. Diese sollten optimaler Weise nicht nur bankenunabhängig agieren, sondern zusätzlich noch den Blick auf Ihre gesamte finanzielle Situation haben. Dann können Ihre monetären Zahnräder perfekt ineinandergreifen und Sie haben dauerhaft Freude mit einer Ihrer wichtigsten finanziellen Lebensentscheidung.

Wenn Sie mehr wissen wollen, kontaktieren Sie uns einfach 🙂

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