Wie schon Franke und Bornberg herausgefunden hat, ist das Niveau der Tarife zur Absicherung der Berufsunfähigkeit sehr hoch. Unterschiede sind selten für den Leistungsfall relevant. So kristallisiert sich beispielsweise heraus, dass immer mehr Versicherer aus dem Top-Segment bei selbständigen Akademikern, die zu mehr als 90% kaufmännisch tätig sind und bei Betrieben unter 5 Mitarbeitern auf die Umorganisation verzichten. Ein Akademiker, der zu 90% kaufmännisch tätig ist, kann fast unmöglich verwiesen und genauso schwierig umorganisiert werden. Und in einem kleinen Betrieb ist es auch so gut wie unmöglich, dem Geschäftsführer seine Stellung als Chef zu wahren und ein sinnvolles Aufgabengebiet für ihn zu finden. Auch die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der Stuttgarter (Tarif BUV-PLUS 91A) gehört zu den besseren am Markt und verzichtet nun unter oben genannten Umständen auf die Umorganisation von Selbständigen.

Aber nicht nur deswegen weiß der Tarif auch mit neuem Stand Januar 2019 zu überzeugen. Nach wie vor sind Bedingungen, die übersichtlicher und prägnanter geschrieben sind, am BUV-Markt kaum zu finden. Es gibt zudem kaum Verweise, die den Lesefluss unterbrechen.

Berufsunfähigkeitsversicherung der Stuttgarter leistet bei Arbeitsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Stuttgarter leistet für 18 Monate bei einer Arbeitsunfähigkeit. Bereits das Vorlegen der „Gelben Scheine“ ist zusammen mit einem Facharztattest ausreichend. Ich mussnicht gleichzeitig BU beantragen. Selbstverständlich empfiehlt es sich, das zu tun aber es ist ein großer Vorteil, wenn der Versicherer nicht darauf bestehen kann. Wenn es keine Obliegenheit ist, kann ich sie auch nicht verletzen und handle mir keinen Ärger ein.

Die Serviceleistungen wurden um einen wichtigen Punkt ergänzt. Der neue Tarif bietet auch Unterstützung bei der Suche geeigneter Ansprechpartner für medizinische und berufliche Rehabilitationsmaßnahmen an. Da wir davon ausgehen können, dass ein Versicherer, im Gegensatz zum Kunden, einiges an Erfahrung in diesem Bereich hat, ist diese Hilfestellung nicht zu unterschätzen. Vor allem, weil davon auszugehen ist, dass der Versicherer in eigenem Interesse nur die Dienstleister empfiehlt, die tatsächlich helfen. Denn wenn ich gesund bin, muss der Versicherer nicht mehr zahlen.

Derlei Dienstleistungen werden in meinen Augen immer wichtiger in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Es wäre schön, wenn die Versicherer diese Angebot in Zukunft ausbauen. Beispielsweise mit einer befristeten Leistung der Rente bei Inanspruchnahme eines empfohlenen Dienstleisters.

Die Stuttgarter leistet bei Pflegebedürftigkeit bereits, wenn einer von sechs ADL-Punkten erfüllt ist. Das wäre z.B. schon denkbar, wenn ich für 6 Monate im Rollstuhl wäre. Das An- und Auskleiden wäre da wahrscheinlich ohne Hilfe nicht so ohne weiteres möglich.

Verbesserungen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Stuttgarter

Eine große Verbesserung findet sich bei den Auskünften im Leistungsfall. Bisher musste die versicherte Person Ärzte usw. dazu ermächtigen, dem Versicherer Auskunft zu erteilen. Jetzt heißt es, dass der Versicherer von Ärzten usw. Auskunft verlangen kann, soweit die versicherte Person sie hierzu ermächtigt hat. Es steht der versicherten Person aber frei, die Ermächtigung nicht abzugeben. Dann muss er die angeforderten Unterlagen eben selbst besorgen. Das ist dann zwar mehr Aufwand, aber ein versierter Vermittler oder ein kundiger Versicherungsberater oder Anwalt kann nochmal die Unterlagen überprüfen, bevor sie an die Stuttgarter weitergegeben werden.

Die größte unauffällige Verbesserung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Stuttgarter ist allerdings der Wegfall einer Mitwirkungspflicht. In Zukunft muss ich im Leistungsfall der Stuttgarter nur noch melden, wenn ich eine berufliche Tätigkeit aufgenommen habe oder sich diese ändert. Ich muss aber nicht mehr melden, wenn meine BU wegfällt oder sich mindert. Ich sehe das schon lange als eine unerlaubte Rückdelegation. Die Feststellung eines BU-Grades ist ein hochkomplexes Verfahren. Wie soll der Kunde in der Lage sein, selbst zu merken, wann sich der BU-Grad mindert oder gar unter die 50% fällt. Deswegen begrüße ich es außerordentlich, dass die Stuttgarter jetzt zu den wenigen Versicherern am Markt gehört, die darauf verzichtet.

Unterm Strich festigt die Berufsunfähigkeitsversicherung der Stuttgarter ihren Platz unter den Top 5 der Berufsunfähigkeits-Versicherer. Die Verbesserungen sind größtenteils für den Kunden auch tatsächlich relevant, auch wenn nur unter der Motorhaube nachgebessert wurde.

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