Rente Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/rente/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Tue, 19 May 2026 12:17:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png Rente Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/rente/ 32 32 Neues Altersvorsorgedepot: Warum jetzt keine vorschnellen Entscheidungen nötig sind https://bsc-gmbh.com/blog/neues-altersvorsorgedepot-warum-jetzt-keine-vorschnellen-entscheidungen-noetig-sind/ https://bsc-gmbh.com/blog/neues-altersvorsorgedepot-warum-jetzt-keine-vorschnellen-entscheidungen-noetig-sind/#respond Tue, 19 May 2026 12:16:01 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=129473 Die private Altersvorsorge wird reformiert. Das sorgt aktuell bei vielen Menschen für Fragen: Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen? Kommt jetzt etwas Besseres? Sollte man seine Riester-Rente kündigen? Und lohnt es sich, erst einmal abzuwarten? Die kurze Antwort: Ja, die Reform bringt wichtige Neuerungen. Aber nein, daraus folgt nicht automatisch, dass bestehende Verträge sofort gekündigt werden [...]

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Die private Altersvorsorge wird reformiert. Das sorgt aktuell bei vielen Menschen für Fragen: Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen? Kommt jetzt etwas Besseres? Sollte man seine Riester-Rente kündigen? Und lohnt es sich, erst einmal abzuwarten?
Die kurze Antwort: Ja, die Reform bringt wichtige Neuerungen. Aber nein, daraus folgt nicht automatisch, dass bestehende Verträge sofort gekündigt werden sollten.
Denn auch wenn die Reform beschlossen ist: Die neuen Produkte sollen erst ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden. Bis dahin wird sich erst noch zeigen müssen, wie die konkreten Angebote am Markt aussehen.

Was wurde beschlossen?

Mit der Reform soll die bisherige Riester-Rente schrittweise durch neue, flexiblere und stärker kapitalmarktorientierte Produkte ersetzt werden. Ein zentraler Baustein ist das neue Altersvorsorgedepot.
Dabei soll künftig auch eine geförderte Altersvorsorge ohne klassische Beitragsgarantie möglich sein. Das bedeutet: Das Geld kann stärker in renditeorientierte Anlagen wie Fonds oder ETFs fließen. Dadurch steigen die Chancen auf eine höhere Rendite, allerdings ohne die bisher bekannte vollständige Garantie. Für Menschen mit höherem Sicherheitsbedürfnis sollen weiterhin Garantieprodukte möglich sein – wahlweise mit 80 oder 100 Prozent Kapitalgarantie zu Beginn der Auszahlungsphase.
Außerdem soll es ein sogenanntes Standarddepot Altersvorsorge geben. Dieses soll die Auswahl vereinfachen und als kostengünstiges Standardprodukt dienen. Bei Standardprodukt-Verträgen sollen die Effektivkosten auf 1,0 Prozent begrenzt werden.
Auch die staatliche Förderung wird neu geregelt. Künftig soll es eine beitragsproportionale Zulage geben: Für jeden eingezahlten Euro bis zu 360 Euro pro Jahr sollen 50 Cent Förderung hinzukommen. Für weitere Einzahlungen bis insgesamt 1.800 Euro pro Jahr sollen 25 Cent je Euro gezahlt werden. Zusätzlich bleibt eine Kinderzulage vorgesehen, die Familien besonders entlasten soll.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Kreis der Förderberechtigten wird erweitert. Künftig sollen auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende grundsätzlich Zugang zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge bekommen.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Viele Kundinnen und Kunden fragen sich jetzt: „Muss ich meine Riester-Rente kündigen?“
Die klare Antwort: Nein.
Bestehende Riester-Verträge laufen weiter. Es gibt keine automatische Kündigung und keine automatische Umwandlung. Wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, kann diesen grundsätzlich auch nach der Reform weiter besparen. Ab 2027 sollen allerdings keine neuen Verträge nach dem bisherigen Riester-Modell mehr abgeschlossen werden können.
Ein späterer Wechsel in ein neues Altersvorsorgedepot soll freiwillig möglich sein. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, hängt aber von vielen Faktoren ab: vom bestehenden Vertrag, von den Kosten, von Zulagen, Steuervorteilen, Garantien, der bisherigen Laufzeit und natürlich von den neuen Produkten, die ab 2027 tatsächlich angeboten werden.

Warum jetzt kein Aktionismus gefragt ist

Aktuell ist viel Bewegung in der Altersvorsorge-Debatte. Das ist verständlich. Die Riester-Rente stand seit Jahren in der Kritik: zu kompliziert, oft zu teuer, zu wenig renditestark. Deshalb klingt ein neues Altersvorsorgedepot auf den ersten Blick für viele attraktiv.
Trotzdem gilt: Ein beschlossenes Gesetz ist noch kein konkretes Produkt.
Die Anbieter müssen die neuen Lösungen erst entwickeln. Erst wenn die konkreten Angebote auf dem Tisch liegen, lässt sich wirklich beurteilen, welche Produkte gut sind, welche Kosten anfallen, welche Anlagekonzepte dahinterstehen und für wen ein Wechsel sinnvoll sein kann.
Wer jetzt vorschnell einen bestehenden Riester-Vertrag kündigt, riskiert unter Umständen Nachteile. Dazu können der Verlust von Garantien, Rückkaufswerte unterhalb der eingezahlten Beiträge oder die Rückzahlung staatlicher Zulagen und steuerlicher Vorteile gehören. Deshalb sollte eine Kündigung nie aus einem Bauchgefühl heraus erfolgen.
Besser ist: Vertrag prüfen lassen, Optionen abwägen und dann entscheiden.

Gefördert heißt nicht automatisch passend

Die Reform zeigt vor allem eines: Private Altersvorsorge bleibt wichtig. Die gesetzliche Rente allein wird in vielen Fällen nicht ausreichen, um den gewünschten Lebensstandard im Alter zu sichern. Genau deshalb lohnt es sich, frühzeitig zu prüfen, wie die eigene Vorsorge aufgebaut ist.
Gleichzeitig gilt aber auch: Ein staatlich gefördertes Produkt ist nicht automatisch die beste Lösung für jeden Menschen.
Manchmal kann ein geförderter Vertrag sinnvoll sein. Manchmal ist ein flexibler ETF-Sparplan, eine private Rentenversicherung, eine betriebliche Altersvorsorge oder eine Kombination verschiedener Bausteine besser geeignet. Entscheidend ist nicht, welches Produkt gerade politisch diskutiert wird, sondern welche Lösung zur persönlichen Lebenssituation passt.
Dazu gehören Fragen wie:
Wie lange ist der Anlagehorizont?
Wie wichtig sind Garantien?
Wie hoch ist die steuerliche Förderung tatsächlich?
Wie flexibel soll das Geld verfügbar sein?
Welche Kosten fallen an?
Welche bestehenden Verträge gibt es bereits?
Und welches Ziel soll mit der Altersvorsorge überhaupt erreicht werden?

Unser Fazit

Das neue Altersvorsorgedepot kann ein wichtiger Schritt werden, um die private Altersvorsorge einfacher, moderner und renditestärker zu machen. Aber aktuell ist noch nicht der Zeitpunkt für vorschnelle Entscheidungen.
Wer bereits eine Riester-Rente hat, sollte sie nicht ungeprüft kündigen. Wer noch keine ausreichende Altersvorsorge aufgebaut hat, sollte die Reform als Anlass nehmen, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Wir unterstützen dich dabei, bestehende Verträge einzuordnen, neue Möglichkeiten zu bewerten und eine passende Lösung für die persönliche Altersvorsorge zu entwickeln.

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Falsche Entscheidungen beim Geld https://bsc-gmbh.com/blog/falsche-entscheidungen-beim-geld/ Wed, 26 Oct 2022 06:37:46 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=84703 Es gibt vermutlich unendlich viele falsche Entscheidungen beim Geld. Und wir wollen gleich mal klarstellen, dass wir hier nicht belehren wollen. Wir sind da auch nicht perfekt. Denn auch, wenn wir es theoretisch besser wissen, treffen wir trotzdem immer wieder praktisch falsche Entscheidungen beim Geld. Und das hat vermutlich den Grund, dass Geld auch viel [...]

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Es gibt vermutlich unendlich viele falsche Entscheidungen beim Geld. Und wir wollen gleich mal klarstellen, dass wir hier nicht belehren wollen. Wir sind da auch nicht perfekt. Denn auch, wenn wir es theoretisch besser wissen, treffen wir trotzdem immer wieder praktisch falsche Entscheidungen beim Geld. Und das hat vermutlich den Grund, dass Geld auch viel mit Emotionen zu tun hat. Deshalb spielen wir ja auch Lotto. Obwohl es wahrscheinlicher ist, dass ich ein Streichholz aus einem fahrenden Auto mit verbundenen Augen treffe, das jemand neben die Autobahn zwischen Berlin und Rom gesteckt hat, und ich nicht weiß, wo. Wir träumen halt gern.

Falsche Entscheidungen beim Geld: Emotionen sind ein schlechter Ratgeber

Auch wenn es schwierig ist, sollte ich lieber ganz rational beim Geld sein. Das fängt schon bei der Bezeichnung „Eigenheim“ an. Wenn es meine Heimat und mein Hafen ist, wo ich mich wohlfühle, dann ist es auch kein finanzieller Wert mehr. Wenn ich es „selbstgenutzte Immobilie“ nenne, dann ist das schon weniger emotional. Und mein eigenes Haus hat ja auch nur dann einen Wert, wenn ich es verkaufen würde.

Ein Zeitpunkt dafür wäre zum Beispiel, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Dann könnte ich in einen Bungalow ziehen. Ohne Treppen ist es auch im Alter leichter.

Meine Kinder sind jetzt 11 und 13, also rede ich mich da noch leicht. Ich berichte, was wir machen, wenn es soweit ist. Kann gut sein, dass die Emotionen siegen.

Auch erstmal clever, aber oft doch falsche Entscheidungen beim Geld, sind sogenannte Testbestellungen. Ich bestelle mir was quasi auf Probe und darf es innerhalb einer bestimmten Zeit wieder zurückgeben. Das hört sich zu schön an, um wahr zu sein. Aber die Verkäufer wissen, wie das mit den Emotionen so ist. Wenn wir mal was besitzen, dann fällt es uns unglaublich schwer, es dann wieder herzugeben. Und deshalb werden die meisten Testbestellungen dann doch einfach gekauft.

Gefühlte Sicherheit

Auch eine häufige falsche Entscheidung beim Geld ist das Bankkonto. Wir haben alle irgendwie das Gefühl, dass das Geld da sicher ist. Ich fahr da auch immer wieder vorbei und sehe die Bank, in der mein Geld rumliegt.

Und tatsächlich geht von dem Geld ja auch nix weg. Aber es verliert halt an Kaufkraft. Das Thema mit der Inflation ist nicht neu und gerade haut es ganz schön rein. Und trotzdem haben alle lieber einen größeren Puffer auf der Bank. Und ich kann es wieder auch irgendwie verstehen. Aber mal ehrlich: Was kann passieren, dass wir jetzt sofort 10.000 Euro brauchen? Auch wenn die Heizung ausgetauscht wird, hab ich genügend Zeit, um das Geld von einem Fonds oder anderen Anlagen zu holen. Sofort verfügbar brauch ich keinen großen Notgroschen. Also kann ich den größten Teil meines Geldes auch mal investieren oder irgendwo anlegen.

Denn wir wissen doch alle, dass alles immer teurer wird. Schon immer. Unsere Eltern haben das Eis für 10 Pfennig gekauft, wir dann für 50 Pfennig oder ne Mark und jetzt kostet die Kugel 1,20 Euro. Wir bekommen also für das Geld immer weniger. Wieso geht es dann so schwer in unseren Kopf, dass das Geld auf der Bank auch immer weniger wird?

Zukünftige Kosten sparen, auch wenn es jetzt teurer wird

Eine weitere falsche Entscheidung beim Geld ist die, dass wir hohe Ausgaben vermeiden wollen. Da erzähle ich gern die Geschichte von der Kaffeemaschine, die mit Kapseln funktioniert. Als unser erstes Kind auf die Welt kam, stieg der Kaffeekonsum derart an, dass die Kaffeemaschine den Geist aufgab. Also haben wir überlegt, ob wir uns eine neue Kapselmaschine kaufen oder einen Vollautomaten. Die Kapselmaschine bekommst du oft auch mal geschenkt. Du musst dann aber halt auch bestimmte Kapseln kaufen. Die erste Investition ist also niedrig, aber die laufenden Kosten sind hoch.

Bei einem Vollautomaten ist es genau umgekehrt. Wir haben also gerechnet und dabei festgestellt, dass sich die günstigeren Bohnen in weniger als 2 Jahren rechnen. Und besser für die Umwelt ist es auch.

Noch besser ist das Beispiel einer PV-Anlage. Die kostet auch erstmal richtig Geld. Davon könnte ich mir auch ein Auto kaufen. Oder eine schöne gemauerte Garage für mein Auto. Aber durch eine PV-Anlage spare ich Strom und Geld. Und momentan sehen wir deutlich, dass es wahrscheinlich keine Grenze gibt für den Strompreis.

Falsche Entscheidungen beim Geld: Versicherungen ungeprüft kündigen

Mein Steckenpferd ist ja die Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine der Versicherungen, die immer Geld kostet und nur dann zahlt, wenn ich sie brauche. Da ist der erste Impuls sicherlich der, sich jetzt den monatlichen Beitrag zu sparen. Ich rate aber dazu, sich das genau zu überlegen. Im Bereich der BU-Versicherung kann da jeder offen mit mir reden. Tatsächlich gab es auch schon einen Fall, wo es ok war, jetzt beitragsfrei zu stellen.

Grundsätzlich ist es aber nicht sinnvoll, sich von der BU-Versicherung zu trennen, wenn man gerade in einer finanziell angespannten Situation ist. Denn Anspannung führt zu Stress und der schon auch mal zu psychischen Problemen. Und wenn ich dann nicht mehr arbeiten kann, dann würde eben diese Berufsunfähigkeitsversicherung Geld zahlen, wenn ich sie noch hab.

Niemand ist perfekt

Wie schon eingangs geschrieben: In der Theorie kann ich jedem sehr gut erklären, wie Geld anzulegen ist und was sinnvoll wäre. Tatsächlich hab ich aber oft dann einfach Angst und gehe in eine Anlage, die ein geringeres Schwankungsrisiko hat. Ich kann es also sehr, sehr gut verstehen, wenn jemand aus dem Bauch heraus falsche Entscheidungen beim Geld trifft.

Es ist aber nicht ganz so schlimm, wie bei den Schustern und den Schuhen 😉

Du kannst also immer gern mit uns reden! Wir arbeiten dann mit dir raus, was rational das Beste wäre und dann darfst du entscheiden, wo du dich am besten fühlst 🙂 Meld dich einfach bei uns!

P.S.: Bonus-Tipp! Nutze unser Haushaltsbuch, um zu sehen, wo du sparen kannst!

 

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Sind nachhaltige Geldanlagen sinnvoll? https://bsc-gmbh.com/blog/sind-nachhaltige-geldanlagen-sinnvoll/ Fri, 04 Sep 2020 07:04:53 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=50831 Immer häufiger fragen mich meine Kunden, ob sie ihr Geld nachhaltig investieren können. Ob nachhaltige Geldanlagen sinnvoll sind, kommt wie immer darauf an. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten das zu tun. Und auch wie immer im Leben gibt es ein paar Mogelpackungen. In diesem Artikel werde ich ein paar Möglichkeiten aufzeigen, nachhaltige Geldanlagen sinnvoll einzusetzen. Aber [...]

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Immer häufiger fragen mich meine Kunden, ob sie ihr Geld nachhaltig investieren können. Ob nachhaltige Geldanlagen sinnvoll sind, kommt wie immer darauf an. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten das zu tun. Und auch wie immer im Leben gibt es ein paar Mogelpackungen. In diesem Artikel werde ich ein paar Möglichkeiten aufzeigen, nachhaltige Geldanlagen sinnvoll einzusetzen. Aber auch darauf hinweisen, welche Problem bzw. Herausforderung nachhaltige Geldanlagen mit sich bringen.

Was sind eigentlich nachhaltige Geldanlagen?

Das ist die Kernfrage, die du dir als Anleger am Beginn des Investments stellen musst. „Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit für mich?“  

Da der Begriff mittlerweile sehr breit eingesetzt wird, musst du für dich quasi erst mal deine Nachhaltigkeitsdefinition bestimmen. Geht es dir z.B. um humane Arbeitsplätze? Oder ist dir nachhaltige Energieerzeugung wichtig? Ist es Bioqualität oder das Demeter-Siegel? Oder sollen generell Themen, wie Waffenproduktion, Pornographie oder Glücksspiel außen vor gelassen werden?

All das musst du mit dir selbst ausmachen. Denn es gibt tatsächlich nachhaltige Geldanlagen, die zwar Bio sind, aber in Waffen investieren.

Erst die Definition, dann die Geldanlage!

Denn genauso breit, wie die allgemeine Definition von Nachhaltigkeit ist, genauso breit ist auch die Auswahl der Anlagemöglichkeiten, die es am Markt gibt. Und nicht überall wo Nachhaltigkeit draufsteht ist das drin, was man vermutet.

Aber nun zu ein paar ausgewählten Möglichkeiten:

Investmentfonds:

Laut der Ratingagentur Morningstar ist in Europa in 2019 bereits jeder Dritte Euro in Fonds oder ETF`s geflossen, die Kriterien wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung berücksichtigen. Somit ist das schon lange keine Nischenbranche mehr. Aber Vorsicht! Gerade bei Investmentfonds ist das Thema „Nachhaltigkeit“ am schwammigsten geregelt. Es gibt zwar unterschiedlich Standards, nach denen festgelegt wird, warum gerade dieses Unternehmen nachhaltig ist, und warum ein anderes nicht. Aber diese Ratings sind meiner Meinung nach, alle noch nicht vollends ausgereift. Man kann also einen Einstieg in Sachen Nachhaltigkeit über ein paar Fonds machen, aber so ein Stückchen „Rest-Schlechtes-Gewissen“ wird übrig bleiben.

Nachhaltige Geldanlagen als Altersvorsorge:

 Auch das ist möglich, z.B. über die Pangaea Life:

Klares Ziel von Pangaea Life ist es, im Bereich Zukunftsvorsorge einen sauberen Fußabdruck zu hinterlassen. Dabei geht es nicht darum, von Anfang an auf allen Gebieten aktiv und perfekt zu sein. Pangaea Life garantiert Sachwert-Anlagen, die die ökologische Entwicklung fördern und das Wachstumspotenzial einer nachhaltigen Anlagestrategie nutzen. Der Pangaea Life Fonds investiert vorwiegend in die regenerative Energiegewinnung, zum Beispiel in Windenergie, Photovoltaik, Energieeffizienz und Wasserkraft. Gleichzeitig schließt der Fonds Investitionen in Atomkraft, Rüstungsgüter, Erdöl, Tabak und noch vieles mehr konsequent aus. Selbstverständlich auch Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Der Fonds hat seit Auflage 5,8% p.a. erwirtschaftet.

Direktinvest in die eigene PV-Anlage und damit energieautark sein, zukunftssicher investieren & bares Geld sparen!

Klingt zu schön, um wahr zu sein: Mit der Investition in deine Photovoltaikanlage mit integrierter Speicherbatterie ist das einfach umsetzbar. Du kannst deinen gespeicherten Strom dann verwenden, wenn du ihn brauchst.

Deine Energiekosten über Jahre hinweg planbar machst und gleichzeitig deutlich reduzierst.

Und ab dem Zeitpunkt, ab dem die Anlage auf dem Dach ist, hast du die größtmöglichste Sicherheit, dass dein Strom auch wirklich nachhaltig und quasi „grün“ ist.

Das Schönste, durch die deutliche geringer ausfallende Stromrechnung hast du eine Rendite von 7% p.a. und mehr auf dein investiertes Kapital.

Fazit: Man kann auch mit gutem Gewissen gute Renditen erzielen. Wie bei jeder Geldanlage ist wichtig, dass man am Anfang schaut wie lange und wo möchte ich das Geld investieren. Wir helfen dir gerne dabei dich hier zu informieren.

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Swiss Life Investo: Konsequent mit Konzept! https://bsc-gmbh.com/blog/swiss-life-investo-rentenversicherung/ Fri, 03 May 2019 11:28:18 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=27780 Die Swiss Life Investo ist eine sinnvolle Rentenversicherung, weil sie die Konsequenzen der Langlebigkeit nutzt. Aber der Reihe nach :-) Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt mir eine Rente, damit ich meine Ausgaben auch dann bedienen kann, wenn ich kein Einkommen mehr erziele. Die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit liegt nach der Meinung vieler bei 25%. Das ist eine ganze [...]

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Die Swiss Life Investo ist eine sinnvolle Rentenversicherung, weil sie die Konsequenzen der Langlebigkeit nutzt. Aber der Reihe nach 🙂

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt mir eine Rente, damit ich meine Ausgaben auch dann bedienen kann, wenn ich kein Einkommen mehr erziele. Die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit liegt nach der Meinung vieler bei 25%. Das ist eine ganze Menge. 75% schaffen es aber gesund in die Rente. Spätestens dann, habe ich aber trotzdem das Problem, meine laufenden Ausgaben mit weniger Einkommen bedienen zu müssen.

Will ich also meine Ausgaben absichern, darf ich nicht nur mein Erwerbsleben im Blick haben. Ich muss auch ein paar Rentenversicherungen am Markt kennen, um den Bedarf und das Bedürfnis meiner Kunden decken zu können.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Die Swiss Life Investo: Eine moderne Rentenversicherung

Mit der Swiss Life Investo kommt jetzt ein neuer Tarif auf den Markt, der gleich mehrere Anforderungen an eine moderne Rentenversicherung erfüllt. Der Tarif passt sicherlich nicht zu jedem, denn er verfolgt eine klare Linie: niedrige Kosten und hohe Flexibilität.

Das hört sich zunächst super an, aber niedrige Kosten bedeutet in der Konsequenz auch, dass es keinerlei Garantien geben darf. Denn Garantien kosten. Und tatsächlich ist Swiss Life Investo immer zu 100% in Fonds investiert.

Wer sich auskennt, darf sich in der Aktiv-Variante im Fondsuniversum der Swiss Life mit beinahe 140 verschiedenen Fonds austoben. Es können bis zu 20 Fonds in 1%-Schritten bespart und verwaltet werden. Von den Fonds sind 79 institutionell und 29 ETFs. Dadurch gewährleistet der Tarif auch über die Länge der Laufzeit geringe Kosten.

Wer sich nicht auskennt oder keine Lust dazu hat, darf in der Komfort-Variante die Beine hochlegen und auf die Vermögensverwaltung der Swiss Life zurückgreifen. Dann beobachtet der Versicherer für mich die Entwicklung der einzelnen Fonds und passt vierteljährlich an, damit ich bei meinem Risikoprofil bleibe. Dazu wird entweder ein Fonds herausgenommen oder ausgetauscht. Sinnvollerweise besteht auch die Möglichkeit, die Gewichtung der einzelnen Fonds neu zu sortieren, um das ursprüngliche Risikoprofil wieder herzustellen oder einfach einen neuen Fonds aufzunehmen.

Selber Fonds aussuchen oder die Swiss Life machen lassen?

Selbstverständlich verfügt der Komfort-Tarif über ein Ablaufmanagement, das gegen Ende der Laufzeit in risikoärmere Anlagen wechselt. Interessant ist hierbei, dass automatisch geprüft wird, wann eine unterstellte Mindestrenditeerwartung erreicht wurde, sodass sich die Umschichtung auch mal verzögern kann.

Optional kann in der Komfort-Variante auch eine Glättung der Schwankungen eingebaut werden. Diese misst die 90-Tages-Volatilität und schichtet bei hoher Schwankung das Geld um. Allerdings nicht in Festgeld, sondern in Renten-Kurzläufer-ETFs, was kostengünstig Negativrendite wie z.B. im Geldmarkt verhindert.

Auch das Re-Balancing, das mittlerweile einige Versicherer anbieten, hat die Swiss Life sinnvoll aufgebohrt. Vor allem bei häufigen Switches in der Anlage habe ich immer mehr Fonds, die ich laufen lassen will, aber nicht mehr bedienen möchte. Bei einem herkömmlichen Re-Balancing würden auch diese Fonds immer wieder neu gewichtet werden, was aber meine beabsichtigte Performance der von mir besparten Fonds beeinflusst. Die Swiss Life hat dieses Problem erkannt und führt nur bei den aktiv besparten Fonds das Re-Balancing durch.

Optional kann ich eine Startdynamik wählen, die die ersten 5 Dynamiken verdoppelt, was im Einzelfall interessant sein kann.

Einzigartige Erhöhungsmöglichkeit in der Swiss Life Investo

Für junge Leute ist es aber wichtiger, erst wenig zu zahlen und später die Möglichkeit auf Erhöhungen zu alten Grundlagen zu haben. Und hier bietet die Swiss Life ein absolutes Highlight. Selbst, wenn ich mit dem Mindestbeitrag von 25 Euro starte, darf ich auf maximal 500 Euro erhöhen. Wer höher einsteigt, darf immer noch verdoppeln, aber die größere Zielgruppe wird den Beitrag von ca. 100 Euro auf später max. 500 Euro erhöhen wollen.

Das wäre auch in der bAV interessant, wenn ein Betrieb viele Azubis hat.

Da wir alle immer älter werden, ist auch die Rentenphase ein interessanter Anlagezeitraum. Anders als die allermeisten Mitbewerber bleibt Investo auch in der Rentenbezugsphase in Fonds investiert. Dann allerdings in der sicherheitsorientierten Maximo-Welt der Swiss Life. Aber es ist doch gut zu wissen, dass das Geld auch in der Rente noch Rendite machen darf und nicht im Sicherungsvermögen vor sich hinwächst.

Eine spezielle Lösung, die sich eher zufällig aus dem Konstrukt ergibt, halte ich persönlich für vertrieblich sehr interessant. Nicht selten wünschen Eltern für Ihre Kinder eine Anlage, die mit 18 auf das Kind überschrieben werden soll. Da wäre eine Rentenversicherung sinnvoll, aber wenn ich diese bis 67 abschließe, sind die Kosten entsprechend höher. Begrenze ich die Beitragszahldauer auf 18, hat das Kind bislang aber auch nicht die Möglichkeit, den Vertrag später weiterzubesparen, wenn es so vernünftig sein sollte. Der Investo kann aber bis 18 bespart werden, sodass die Abschlusskosten nur bis dahin berechnet werden und später entweder über eine Weiterführung der Beitragszahlung oder über Einmalzahlungen von bis zu 500.000 Euro insgesamt weiterbespart werden kann – und auch das alles zu alten Rechnungsgrundlagen.

In dieser Variante hatte das Kind nicht zu viel Kosten gezahlt, wenn es sich mit 18 Gitarrenverstärker und die Gitarre kauft, hat aber auch die Möglichkeit, das lebenslange Einkommen abzusichern.

Unterm Strich

Unterm Strich ist die Swiss Life Investo eine in sich fehlerfreie Konstruktion, die perfekt auf die Zielgruppe der kostenoptimierten Anleger passt, die auch in der Rentenphase sinnvoll investiert sein wollen. Zumindest die Idee mit dem fondsgebundenen Rentenbezug sollte sich im Markt durchsetzen.

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Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Was ist besser? https://bsc-gmbh.com/blog/das-versorgungswerk-oder-die-berufsunfaehigkeitsversicherung/ Thu, 18 Apr 2019 08:52:24 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=27371 Kammerberufe sind für Vermittler herausfordernde Kunden. Und damit meine ich nicht mal, dass die klassischen Berufe, wie z.B. Anwälte oder Ärzte, gerne dem Trugschluss erliegen, Ihre Fachkompetenz auf andere Bereiche übertragen zu können. Das haben die meisten Menschen einigermaßen im Griff ;-) Aber Kammerberufe sind in einem Versorgungswerk organisiert. Deshalb haben sie andere Versorgungsansprüche als [...]

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Kammerberufe sind für Vermittler herausfordernde Kunden. Und damit meine ich nicht mal, dass die klassischen Berufe, wie z.B. Anwälte oder Ärzte, gerne dem Trugschluss erliegen, Ihre Fachkompetenz auf andere Bereiche übertragen zu können. Das haben die meisten Menschen einigermaßen im Griff 😉 Aber Kammerberufe sind in einem Versorgungswerk organisiert. Deshalb haben sie andere Versorgungsansprüche als „normale“ Menschen. Deswegen möchte ich in diesem Artikel mal klären, was besser ist. Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung?

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Was ist ein Versorgungswerk?

Kammerberufe zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein, sondern in ein Versorgungswerk. Jedes Bundesland hat ein eigenes. Und jeder Kammerberuf auch.

Kammerberufe sind Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Anwälte, Steuerberater, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten. Das sind die klassischen Kammerberufe. Außerdem sind Schauspieler, Musiker und Schornsteinfeger in Versorgungswerken organisiert. Darüber hinaus gibt es noch ein Versorgungswerk des Bayerischen Landtags.

Manche Berufe sind in EINEM Versorgungswerk organisiert. In Bayern sind das z.B. Ingenieure und Psychotherapeuten. Warum auch immer… Oder Steuerberater und Rechtsanwälte.

2016 gab es die letzte veröffentlichte Zählung. Es gibt rund 950.000 Mitglieder in allen Versorgungswerken. Davon ca. 220.000 Rentner.

Wie ist ein Versorgungswerk finanziert?

Ein Versorgungswerk ist nicht wie die gesetzliche Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren finanziert. Die Rentner erhalten ihr Geld also nicht aus den laufenden Einnahmen, ohne groß Rückstellungen zu bilden. Es ist nach dem offenen Deckungsplanverfahren finanziert. In dem Wort steckt auch schon die Funktionsweise. Es ist grundsätzlich kapitalgedeckt, aber es sind auch zukünftige Beiträge eingeplant. Dadurch kommt es vielmehr auf meine persönliche Einzahlung an. Da aber zukünftige Einnahmen einbezogen sind, ist es durchaus auch anfällig für die demografische Entwicklung. Denn wenn die Lebenserwartung steigt, sind die früher eingeplanten Einnahmen wahrscheinlich nicht mehr ausreichend, um die Ausgaben zu decken. Jeder Rentner, der älter wird, als berechnet, gefährdet das Kollektiv. Das hört sich grausam an, aber Mathematik kennt kein Herz. Nur Physik kennt 1 Hertz.

Der große Vorteil des Versorgungswerks liegt in den Mitgliedern. Alle Berufe sind grundsätzlich eher Besserverdiener. Anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es keine Arbeitslosen oder Geringverdiener. Die Mitglieder zahlen jährlich etwa 175 Milliarden Euro ein.

Ein weitere Vorteil ist die Anlage. Es sind etwa 21% in Aktien angelegt. Das ist der Hammer und erhöht die Rentabilität enorm. „Nur“ 63% sind Zinsanlagen, also Einlagen oder festverzinsliche Wertpapiere. 12% sind Immobilien und 7% sind Rohstoffe und andere Kapitalanlagen. Die Wirtschaftlichkeit ist also deutlich höher als die der gesetzlichen Rentenversicherung, aber nicht ganz so hoch wie die einer privaten Rentenversicherung. Und auch nicht so flexibel.

Die durchschnittliche Rente beträgt etwa 2.000 Euro und ist damit mehr als doppelt so hoch wie in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Wer leistet besser?

Ein Nachteil ist die höhere Lebenserwartung. Kammerberufler leben 4 Jahre länger als der Durchschnitt. Also muss ich 4 Jahre länger meine Ausgaben abdecken. Das kann zu einem Problem in der Finanzierung werden. Eine private Rentenversicherung kann aber ohne Probleme die Inflation und auch mögliche Einbußen aus dem Versorgungswerk ausgleichen.

Im Übrigen meinen einige, die höhere Lebenserwartung liegt an der besseren Versorgung durch die private Krankenversicherung.

Kommen wir aber zu der Frage, ob das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung nun besser ist.

Dazu müssen wir ein paar Beispiele machen.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert von Beginn an meine Ausgaben ab

Mal angenommen, ich bin Arzt und mach eine Praxis auf. Dann hab ich von Beginn an sehr hohe Ausgaben für meine Einrichtung. Vielleicht hab ich sogar gebaut. Das käme dann noch hinzu. Also muss ich sofort Ausgaben in Höhe von, sagen wir mal 5.000 Euro absichern. Und das ganze für 15 Jahre, weil die Finanzierung so lange läuft. Da ich erst kurz in das Versorgungswerk einbezahlt habe, sind meine Ansprüche erst bei 1.500 Euro. Ich muss kein Genie sein, um zu sehen, dass das nicht ausreicht.

Hinzukommt, dass ich beim Versorgungswerk vereinbaren kann, als Existenzgründer zunächst niedrigere Beiträge zu zahlen, damit ich mehr in mein Unternehmen stecken kann. Dadurch bilden sich im Alter und bei Berufsunfähigkeit empfindliche Lücken.

Die Ansprüche aus dem Versorgungswerk berechnen sich aus einer relativ komplexen Formel, die sich aus der persönlichen Beitragsleistung und dem Rentenbemessungsfaktors abzüglich eines Abschlages ergibt. Stark vereinfacht und nach ein paar Jahren regelmäßiger Einzahlung besteht ein Ansprüch von etwa 60% des Netto-Einkommens.

Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Wer definiert besser?

Aber nicht nur die Höhe der Ansprüche ist von Beginn an bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung besser. Auch die Definition ist leichter zu erreichen.

Die private BUV orientiert sich an §172 VVG. Berufsunfähig ist, wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte ausüben kann. Als Beruf gilt genau mein Beruf, so wie er in den einzelnen Tätigkeiten ausgestaltet war. Wenn ich also Großtier-Tierarzt bin und aus gesundheitlichen Gründen keine Elefanten mehr heben kann, dann wäre ich BU, sobald der Zustand 6 Monate andauert oder voraussichtlich dauern wird. Selbst dann, wenn ich als Kleintierarzt noch arbeiten könnte. Nur wenn ich dann tatsächlich als Kleintierarzt arbeite und da auch 80% oder mehr meines alten Einkommens erziele, darf der Versicherer die Leistung einstellen. Für alle Kollegen sei angemerkt, dass das Beispiel mit den Elefanten selbstverständlich bescheuert ist. Aber es ist eingängig, find ich.

Im Versorgungswerk ist Berufsunfähigkeit anders definiert. Bei den Ärzten finde ich unter §36 (3), dass ein Anspruch auf Ruhegehalt bei Berufsunfähigkeit nicht entstehe, „solange das Mitglied nicht seine gesamte berufliche Tätigkeit aufgegeben hat.“ Ich darf also überhaupt nicht mehr arbeiten. Unter §42 ist dann geregelt, dass ich meine gesamte berufliche Tätigkeit erst dann aufgegeben habe, wenn ich meine Betriebsstätte veräußert oder aufgelöst habe.

Vorübergehende BU nur für 4 Jahre möglich

Vorher gibt es auch die Möglichkeit, eine Rente zu beziehen. Das heißt dann vorübergehende Berufsunfähigkeit. Diese Leistung erhalte ich für maximal 4 Jahre. In dieser Zeit kann ich einen Vertreter beschäftigen. Die Leistung erhalte ich aber erst nach 26 Wochen Wartezeit.

Bei den Apothekern heißt es hierzu konkret: „Die berufliche Tätigkeit ist nicht eingestellt, solange das Mitglied Arbeitsentgelt bezieht oder solange die Apotheke unter seiner Verantwortung geleitet wird.“

Die Frage, ob das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung besser ist, lässt sich recht einfach beantworten. Die private BUV ist deutlich flexibler an meinen Bedarf anzupassen in Höhe und Laufzeit. Außerdem leistet sie schon, wenn ich nur noch zur Hälfte arbeiten kann und erlaubt einen Nebenverdienst, z.B. als Gutachter.

Der Vorteil des Versorgungswerks ist allerdings, dass ich versichert bin, auch wenn ich schon vor Eintritt in das Versorgungswerk krank war. Ich muss keine Gesundheitsfragen beantworten wie in der BUV.

Worauf muss ich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung aufpassen?

Bedingungsseitig ist Vorsicht geboten bei sogenannten Berufsklauseln, die z.B. dann leisten, wenn eine Tätigkeit als Arzt nicht mehr möglich ist. Das klingt zwar erst einmal gut. Allerdings werde ich dann nicht auf meine konkret ausgeübten Tätigkeiten als Arzt geprüft, sondern auf das Berufsbild. Das ist in den allermeisten Fällen ein Nachteil.

Ansonsten ist eigentlich nur die Umorganisations-Klausel von besonderer Bedeutung. Allerdings lässt sich nur schwierig ein Fall konstruieren, in der ein Anwalt einen Anwalt als Ersatz einstellt, ohne dass das der Kanzlei unangemessen teuer kommt.

Manche Anbieter verzichten bei Kammerberufen auf die konkrete Verweisung. Das ist zwar nett, aber zum einen ist ein Anwalt sowieso kaum konkret zu verweisen, da der Beruf sehr angesehen und gut bezahlt ist. Zum anderen ist auch schlicht und einfach kein Bedarf gegeben, wenn ein Anwalt im neuen Beruf wieder so viel verdient wie vorher. Der Verzicht auf die konkrete Verweisung ist in meinen Augen kein Entscheidungskriterium.

Ein wichtiger Hinweis: Medizinstudenten sollten sich mit 2 Berufsunfähigkeitsversicherungen absichern. Denn Nachversicherungsgarantien sind meistens in der Summe begrenzt. Aber eine Praxis kostet viel Geld, weshalb ein Arzt auch viel abbezahlen muss. Das lässt sich über zwei oder mehr BU-Versicherungen schneller und sinnvoller regeln.

Unterm Strich

Ob das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung besser ist, ist sehr eindeutig zu beantworten. Der Vergleich ist auch unfair. Aber auch notwendig. Denn weil das Versorgungswerk besser ist als die gesetzliche Rentenversicherung, denken viele, dass die Leistungen auch besser als eine Berufsunfähigkeits- oder Rentenversicherung wäre. Das ist aber nicht so. Nur die privaten Renten kann ich flexibel an meinen individuellen Versicherungsbedarf anpassen. Abschließend ist noch zu sagen, dass die Versteuerung der privaten BU-Rente günstiger ist. Sie erfolgt nach dem Ertragsanteil. Die BU-Rente aus dem Versorgungswerk wird voll versteuert.

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Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

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Die Rente Invest Garant der Continentale https://bsc-gmbh.com/blog/die-rente-invest-garant-der-continentale/ Mon, 11 Feb 2019 10:46:19 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4726 Wer sich viel mit Bedingungen, Anträgen und Produktinformationsblättern beschäftigt, weiß manchmal nicht so genau, ob das jetzt noch zum Lachen oder schon zum Weinen ist. Bei Renten-Versicherungen gibt es z.B. im PIB immer wieder Dinge, die den Sinn des Ganzen ad absurdum führen. So kann es vorkommen, dass eine Versicherung bei 6% Wertentwicklung tatsächlich 7% [...]

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Wer sich viel mit Bedingungen, Anträgen und Produktinformationsblättern beschäftigt, weiß manchmal nicht so genau, ob das jetzt noch zum Lachen oder schon zum Weinen ist. Bei Renten-Versicherungen gibt es z.B. im PIB immer wieder Dinge, die den Sinn des Ganzen ad absurdum führen. So kann es vorkommen, dass eine Versicherung bei 6% Wertentwicklung tatsächlich 7% erwirtschaftet. Vermutlich wurden hier die Kosten des Vertrags und der Vermögensverwaltung nicht berücksichtigt, aber die (nicht garantierten) Kickbacks dem Vertrag gutgeschrieben. Deswegen hab ich mir die Rente Invest Garant auch unter diesem Blickwinkel genau angesehen.

Wie steht es bei der Rente Invest Garant um die Ehrlichkeit?

Und bei sogenannten 2-Topf-Hybriden, die ja das Geld im Sicherungsvermögen und in die freie Anlage investieren, sieht man immer wieder, dass die veranschlagte Wertentwicklung von beispielsweise 6% auch über das Geld im Sicherungsvermögen gerechnet wurde.

Die ehrlichen Versicherer, die es ja auch gibt, haben das Problem, dass die Zahlen der unehrlichen teilweise viel besser aussehen. Und es ist nicht davon auszugehen, dass viele Kunden die Zahlen der Versicherer überprüfen.

Um die Vergleichbarkeit mit unehrlichen Versicherern herzustellen, schreibt die Continentale Lebensversicherung beider Rente Invest Garant sowohl den richtigen als auch den falschen Wert in das Angebot. Und an dieser Stelle weiß ich dann eben nicht, ob ich lachen soll, weil die Continentale sehr nonchalant auf die Unehrlichkeit mancher Mitbewerber hinweist? Oder soll ich doch weinen, dass das nach der Regulierung der PIB überhaupt notwendig ist? So oder so zeigt dieses Beispiel, dass ich als Vermittler die Renditeberechnungen nicht als Verkaufsargument hernehmen sollte

Mehr Garantie wagen

Der neue Tarif der Continentale heißt ja Rente Invest Garant. Die Garantie wird explizit erwähnt. Da sich immer mehr Tarife aus gutem Grund von der Garantie verabschieden, finde ich es gut, dass die Continentale für diese Zielgruppe eine vernünftige Lösung anbietet.

Das Angebot der Rente Invest Garant liest sich sehr übersichtlich. Besonders gefällt mir, dass alles sehr verständlich formuliert wird. Begriffe wie z.B. steigende oder teildynamische Gewinnrente werden grafisch erklärt.

Wie schon oben erwähnt, rechnet der Versicherer die Beispiele abzüglich der Kosten und gewichtet die Verteilung des Kapitals auf das Sicherungsvermögen und die freie Anlage.

Garantierter Rentenfaktor zu 100% wählbar

Der Dortmunder Versicherer bietet schon länger die GarantiePlus an. Das bedeutet, die Conti rechnet den Rentenfaktor mit 0,9% Rechnungszins und ohne Abschlag auf die Sterbetafel. Die Option kostet 3 % Mehrbeitrag. Wer sie nicht anwählt, erhält einen Rentenfaktor basierend auf 0,5% Rechnungszins und einen Abschlag von 25% auf die Sterbetafel. Im PIB sind beide Werte in Euro nebeneinander gestellt, was sicher vielen Kunden beim Verständnis hilft.

Die Garantie kann ich zwischen 50%-100% wählen, je nach Sicherheitsbedürfnis. Die Garantie ist endfällig, also gilt erst ab dem geplanten Rentenbeginn. Das muss ich dem Kunden unbedingt verständlich erklären. Es bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt meine eingezahlten Beiträge nicht garantiert sind, sondern erst ab diesem Zeitpunkt. Der Vorteil dabei ist, dass der Versicherer nicht zu viel Geld für die Garantien zurückhalten muss. Er kann mehr in ertragreichere Anlagen gehen.

Kein Vorteil ohne Nachteil

Der Nachteil für den Kunden wäre, wenn er durch ungeplante Umstände plötzlich an sein Geld ran muss. Sind die Märkte dann gerade am Boden, ist das dumm. Dann kann es sein, dass weniger als die eingezahlten Beiträge verfügbar sind.

Jeder Vermittler sollte aber seinem Kunden klar machen, dass er grundsätzlich nur Geld auf die Seite legen sollte, dass er nie mehr braucht. Die kalkulierten Kosten des Vertrags steigen durch Entnahmen prozentual an.

Die Rente Invest Garant zielt also stark auf eine Rentenleistung ab. Bei Renteneintritt prüft die Conti, ob die garantierte Leistung, eine Rente auf Grundlage der neuen Rechnungsgrundlagen oder ob es am besten wäre, die alten, garantierten Rechungsgrundlagen zu ziehen.

Unterm Strich ist die Rente Invest Garant vor allem für alle Kunden interessant, die auf Garantien nicht verzichten wollen, die aber auch erkannt haben, dass das Sparbuch derzeit nicht rentabel ist. Vor allem bei längeren Laufzeiten kann der Vertrag wegen der endfälligen Garantie schon von Beginn an rentabel anlegen, ohne dass der Kunde einen Totalverlust befürchten muss.

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Was bei einer Rentenversicherung wichtig ist https://bsc-gmbh.com/blog/was-bei-einer-rentenversicherung-wichtig-ist/ Mon, 11 Feb 2019 10:10:50 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4721 Liest man in der Bibel, so wird dort ganz deutlich empfohlen, Geld zu investieren und nicht einzubuddeln. Sparsamkeit ist aber schon für eine funktionierende Rentenversicherung wichtig. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist hierbei die Entwöhnung von Konsum. Denn wenn ich monatlich einen Teil meines Geldes auf die Seite lege, komme ich schon mal sicher besser [...]

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Liest man in der Bibel, so wird dort ganz deutlich empfohlen, Geld zu investieren und nicht einzubuddeln. Sparsamkeit ist aber schon für eine funktionierende Rentenversicherung wichtig. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist hierbei die Entwöhnung von Konsum. Denn wenn ich monatlich einen Teil meines Geldes auf die Seite lege, komme ich schon mal sicher besser damit klar, wenn mir in der Rente nur ein Teil meines vorigen Gehalts zur Verfügung steht. Vollkommen logisch. Wer 60 Prozent seines Gehalts jeden Monat zur Bank trägt, kommt später mit der Rente klar.

Wer weniger ausgibt, gewöhnt sich ans Sparen

Es ist aber sicher nicht jedem möglich, 60 Prozent seines Einkommens zu sparen, damit man sich schon frühzeitig an ein späteres Rentenniveau gewöhnt. Und so richtig Spaß macht das ja auch nicht.

Diese Betrachtung lässt ja zum Glück außen vor, dass das Sparen auch noch den Hauptzweck hat, dann später mehr Geld zu haben. Wer als Milchmädchen 30 Jahre jeden Monat 30 Prozent seines Gehalts spart, hat dann bis zum 97. Geburtstag nicht 40 Prozent, sondern 70 Prozent zur Verfügung. Und Zinsen gibt es ja auch noch ein bisschen, weshalb es durchaus möglich ist, mit einer sinnvollen Investition auch im Alter alle laufenden Ausgaben decken zu können und auch mal in den Urlaub zu fahren.

In Zeiten der sogenannten Niedrigzins-Phase, die sich immer mehr zu einem Dauerzustand verfestigt, ist das Sparen aber der wesentliche Faktor. Auf Zinsen ist derzeit nicht zu bauen. Trotzdem bleiben Sie für die Rentenversicherung wichtig.

Einfach mal beginnen ist für die Rentenversicherung wichtig

Deshalb gilt für die Altersversorgung das gleiche wie für das Pflanzen eines Baumes. Der beste Zeitpunkt dafür war vor 20 Jahren. Der zweitbeste ist heute. Das bedeutet, es ist Eile geboten, aber auch Sorgfalt bei der Auswahl. Die Eile hat mit dem Zinseszins-Effekt zu tun, den Einstein als die größte Erfindung des Menschen bezeichnete.

Der Zinseszins-Effekt ist ein zuverlässiger Renditefaktor. Und er funktioniert exponentiell. Deshalb können wir uns so schlecht vorstellen, wie mächtig der Zinseszins-Effekt ist. Lege ich 30 Jahre lang ab meinem 37. Geburtstag 100 Euro auf die Seite, dann hab ich bei Renteneintritt ungefähr 100.000 Euro. Wenn ich von Geburt bis zu meinem 30. Lebensjahr jeden Monat 100 Euro auf die Seite packe und es dann bei 6% liegen lasse, habe ich mit 67 ungefähr 800.000 Euro.

Gesparte Kosten sind für die Rentenversicherung wichtig

Ein weiterer wichtiger Faktor für einen erfolgreichen Vermögensaufbau in Zeiten von niedrigen Zinsen ist das Vermeiden von unnötigen Kosten. Hier ist gespartes Geld tatsächlich verdientes Geld.

Grundsätzlich sind die Kosten des Versicherungsmantels bei längeren Laufzeiten gerechtfertigt und führen vor allem bei fondsgebundenen Rentenversicherungen in der Regel sogar zu höheren Renditen als in einer reinen Fondsanlage. Das liegt zum einen daran, dass das angesparte Vermögen vor einer Besteuerung während der Ansparphase geschützt ist und zum anderen daran, dass die Verwaltungskosten geringer sind aufgrund der Masse an Geld, die ein Versicherer dem Vermögensverwalter bringt und Kosten für Shifts und Switches bei der Versicherung entfallen.

Trotzdem muss ich als Vermittler für meinen Kunden bei der fondsgebundenen Rentenversicherung auf die Kosten achten. Denn hier gibt es zwischen den einzelnen Anbietern große Unterschiede.

Kosten untersuchen

Und die Kosten sind auch der größte Kritikpunkt an der Rentenversicherung. Diese Kritik wird immer wieder öffentlich geäußert, aber Öffentlichkeit und Redundanz sind kein verlässliches Merkmal für Richtigkeit.

Tatsache ist, dass es einige Rentenversicherungen gibt, die die Kosten für die Verwaltung und teilweise auch für den Abschluss in der Vergangenheit zu hoch angesetzt haben. Das betrifft vor allem Verträge aus den goldenen Jahren, in denen es noch 8-9% aus klassischen Anlagen zu erwirtschaften gab. Da fielen 4-5% Kosten nicht weiter auf.

Heute sind wir bei 0,9% Rechnungszins angelangt, was bedeutet, dass der Versicherer mit einer Kostenquote von einem Prozent schon ins Minus laufen würde, könnte er keine Überschüsse erwirtschaften. Deswegen sind niedrige Kosten für die Rentenversicherung wichtig.

Garantien kosten Rendite

Gute Überschüsse erzielt der Versicherer am ehesten dann, wenn er das Geld sinnvoll anlegen darf. Das geht am ehesten in der freien Anlage, also in einer fondsgebundenen Rentenversicherung ohne Garantien.

Sobald der Kunde Garantien möchte, muss der Versicherer das Geld „sicher“ anlegen. Und sicher sind Staats- und Bankenanleihen. Weil Staaten und Banken nix passieren kann, so die Theorie. Jetzt ist es tatsächlich so, dass der Versicherer kaum Rendite erwirtschaften kann, weshalb es wegen der Kosten des Vertrags zwischen 12 und 18 Jahren braucht, um die eingezahlten Beiträge garantieren zu können. Bei kürzeren Zeiträumen ist eine vollständige Beitragsgarantie nicht möglich.

Da in 12-18 Jahren ein garantierter Verlust durch die Inflation hinzukommt, ist es sinnvoller, wenn ich auch als risikoaverser Anleger auf Garantien verzichte.

Nicht immer sind die Kosten zu hoch

Die Kritik an den zu hohen Kosten lässt sich also durchaus entkräften. Der Kunde muss bereit sein, auf Garantien zu verzichten, um Kosten zu sparen. Und der Vermittler muss den Versicherer auswählen, der mit niedrigen Kosten arbeitet. Denn selbst wenn heute noch 90% der Versicherer mit zu hohen Kosten arbeiten würden, gibt es immer noch 10% an Rentenversicherungen, mit denen ich zusammenarbeiten kann.

Und die Höhe der Kosten kann ich relativ einfach dem Produktinformationsblatt entnehmen. Sofern der Versicherer ehrlich ist.

Die Ehrlichkeit des Versicherers ist am wichtigsten

Auch die Ehrlichkeit ist für eine Rentenversicherung wichtig. Mir persönlich sogar am wichtigsten, weil die Beziehung zwischen Kunden und Versicherer ein ganzes Leben halten muss.

Im Detail ist es sicherlich schwierig zu ermitteln, ob der Versicherer ehrlich ist, aber ich finde recht deutliche Anhaltspunkte in der Hochrechnung. Dazu rechne ich immer einen 37-Jährigen mit 100 Euro bis zum 67. Lebensjahr. Wer 30 Jahre 100 Euro im Monat bei 6% Wertentwicklung anlegt, erhält, wie wir oben ja schon gesehen haben, ziemlich genau 100.000 Euro am Schluss.

Kommt ein Versicherer zu dem gleichen Ergebnis, dann will er mir weißmachen, dass er komplett ohne Kosten arbeitet. Mit diesen Anbietern möchte ich dann lieber nicht zusammenarbeiten.

Flexibilität ist für die Rentenversicherung wichtig

Nach der Ehrlichkeit ist Flexibilität der wichtigste Punkt. Spätestens seit John Lennons Lied „Beautiful Boy“ wissen wir, dass das Leben das ist, was passiert, während wir beschäftigt sind, andere Pläne zu machen. Deshalb sind vor allem für junge Menschen Versicherer geeignet, die mir ermöglichen, meine Zahlbeiträge später zu den garantierten Rechnungsgrundlagen zu erhöhen. So kann der Azubi klein anfangen und später dann mehr für die Rente tun.

Die Swiss Life ermöglicht eine Erhöhung auf 500 Euro, Continentale eine Verdreifachung, die Bayerische eine Verdreifachung der ursprünglichen Beitragssumme. Das bedeutet, wenn ich ursprünglich insgesamt 30.000 Euro einzahlen würde, kann ich um 60.000 Euro erhöhen. Je nach Zeitpunkt kann der monatliche Beitrag auch das Zehnfache sein. Klar kann ich das auch über jährliche Zuzahlungen lösen, die fast alle Anbieter im Repertoire haben, aber bequemer ist es so. Und die Kunden lieben es nun mal bequem. Und was Kunden lieben, ist für die Rentenversicherung wichtig 😉

Die Inter schießt mit dem Tarif Mein Leben den Vogel ab, indem ich den Beitrag unbegrenzt erhöhen kann. Auch Zuzahlungen sind unbegrenzt möglich. Ich könnte also am Tag vor Renteneintritt eine Millionen Euro einzahlen, wenn das dann attraktiv wäre. Und ich die Millionen hätte.

Ich kann aber auch jederzeit pausieren und die Zahlungen wieder aufnehmen. Das macht die Inter für Handwerker sehr interessant, die im Sommer naturgemäß mehr einnehmen, als im Winter. Dann können sie z.B. im Sommer den doppelten Beitrag zahlen und im Winter nix.

Anlage im Rentenbezug selbst bestimmen

Ein weiterer Punkt, der unter der Rubrik Flexibilität einzuordnen ist, ist die Anlage im Rentenbezug. Denn bei den meisten Versicherern wird mein Vermögen, dann wenn ich meine Rente bekomme, konservativ im Sicherungsvermögen des Versicherers angelegt und den Überschüssen entsprechend verzinst. So ist das sicherer.

Jetzt habe ich aber mit 67 noch eine Restlebenserwartung von 20-30 Jahren, was ja ein ganz attraktiver Anlagehorizont ist. Deshalb würde ich persönlich und sicher auch noch einige andere gerne das Geld in einer guten Fondsanlage liegen lassen. Das ist bisher nur bei Ausnahmen, wie z.B. der Swiss Life oder eingeschränkt auch bei der Inter möglich. Eingeschränkt ist es bei der Inter deswegen, weil ich dort einen Auszahlplan bis 85 abrufen kann und in der eigentlichen Anlage investiert bleibe.

Für die Generation Y: Zuzahlen durch Daten

Eine interessante Idee verfolgt derzeit die Bayerische, die mit der Plus-Rente ein Cashback-System für die Rentenversicherung anbietet. Das funktioniert wie z.B. Payback. Ich kaufe über ein Online-Portal der Bayerischen ein und bekomme dafür einen Teil des eingekauften Wertes in meine Rentenversicherung einbezahlt. Im Schnitt sind das so 4-5%. Wer viel online einkauft, kann so schon mal 50-100 Euro im Jahr zusätzlich in seine Rente einbezahlen. Das erscheint mir sinnvoller, als meine Daten für ein Kofferset an der Tankstelle zu verkaufen.

Unterm Strich bleibt für mich die Ehrlichkeit des Versicherers und geringe Kosten das allerwichtigste. Aber Flexibilität bei der Beitragszahlung und in der Anlage sind für die Rentenversicherung wichtig. Ich möchte als Kunde selbst entscheiden, ob ich mit meinem Geld oder mit meinen Daten bezahle und flexibel auf ein gestiegenes Einkommen reagieren können. Einen neuen Antrag stellen zu müssen, kann schon abschreckend genug sein. Und ich möchte auch Einfluss darauf haben, wo und wie mein Geld angelegt wird. Hier spielt die Rendite eine Rolle, aber auch Nachhaltigkeit. Ich persönlich möchte nicht am Gewinn von so manchen Firmen beteiligt sein, weil mir nicht gefällt, wie sie den Gewinn generieren. Deswegen wäre es wichtig, wenn mehre Anbieter mir zukünftig auch in der Rentenphase die Wahl der Anlage lassen würden.

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RENTE: „Ich kauf‘ mir lieber was Schönes, anstatt an später zu denken“ https://bsc-gmbh.com/blog/rente-ich-kauf-mir-lieber-was/ Fri, 30 Nov 2018 15:23:38 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=18738 Wer denkt schon an später? Schließlich liegt der persönliche Renteneintritt noch weit in der Zukunft. Ein Irrglaube mit ernstzunehmenden Folgen im Alter. Jetzt gegensteuern.

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Wer denkt schon gerne an später, schließlich liegt der persönliche Renteneintritt ja meist noch 30, 40 oder gar 50 Jahre weit in der Zukunft. Und dann gibt es noch die gesetzliche Rentenversicherung: 
Jeden Monat muss man im Anstellungsverhältnis die automatischen Abzüge der gesetzlichen Rentenversicherung akzeptieren und dann kennt ja jeder heutige Rentner, die mit ihrer gesetzlichen Rente ganz gut zurechtkommen. Es tut also gar nicht weh, heute nicht zu sparen und das diskutierte Problem zeigt sich im Alltag ohnehin nicht, so der landläufige Irrglaube. Eine schwierige Situation, vor allem in der Zukunft!

Die Zeiten ändern sich

Wer heute auf eine drohende Altersarmut für viele Bürger hinweist, ist jedoch längst kein „Schwarzmaler“ mehr, sondern einfach nur Realist.

„Hätte ich gewusst, wie sich alles entwickelt, hätte ich viel früher Geld zur Seite gelegt. Niemals hätte ich daran gedacht, dass meine gesetzliche Rente so niedrig sein wird“ (Rentner K. aus Schweinfurt).

Natürlich würden auch wir uns für alle Pflichtversicherten der gesetzlichen Rentenversicherung wünschen, dass der Generationenvertrag auch in Zukunft funktioniert. Allein die mathematischen Rahmenbedingungen machen das aber in der bisherigen Form nicht mehr möglich. Die vielen jungen Arbeitnehmer aus den Boomjahren der Nachkriegs-Generation mussten nur relativ wenig Rentner finanzieren, dazu ist die Produktivität der deutschen Wirtschaft auch noch weiter gewachsen. Das umlagefinanzierte System war damit gesichert, man musste ja nur von VIELEN Arbeitenden etwas wegnehmen und es WENIGEN Rentnern zukommen lassen.

Heute sieht alles anders aus:

  • Das Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Rentnern hat sich massiv verändert. Durch eine über Jahre hinweg sinkende Geburtenrate auf der Arbeitnehmerseite und eine bessere medizinische Versorgung der Rentenbezieher, gibt es heute nicht nur mehr Rentner im Verhältnis, diese können heute auch noch ihre gesetzliche Rente viel länger beziehen. Die Folge: Die Rentenkasse bräuchte eigentlich viel mehr Geld (durch höhere Beiträge) oder die zu zahlenden Renten müssten künftig tendenziell sinken, um das System dauerhaft finanzieren zu können. Die ersten Auswirkungen in unserer Gesellschaft waren erst vor einigen Tagen wieder in der öffentlichen Diskussion.

Die Wahrheit ist, auf die gesetzliche Rente als alleinige Altersvorsorge darf sich niemand mehr verlassen, sie kann nur einen Teil des ursprünglichen aktiven Arbeitseinkommens darstellen. Dieser Hinweis steht übrigens bereits seit einigen Jahren auf den Informationsschreiben der gesetzlichen Rentenversicherung.

Gefahr erkannt, aber nicht gebannt?!

In den Gesprächen mit Kunden erleben wir immer wieder, dass die Problematik zwar grundsätzlich verstanden wurde, einzig die daraus abzuleitenden notwendigen Handlungen werden aber nur selten umgesetzt. Warum ist das so?

Aus unserer Sicht liegt das oft an falschen Vorstellungen der Kunden, was für eine zusätzliche Altersvorsorge an Aufwand und damit verbundenen Einschränkungen nötig ist. Hier zeigt sich leider die weitverbreitete Abneigung gegen Finanzthemen in unserer Bevölkerung mal wieder als großes Problem.

Die Lösungen sind meist viel einfacher, als man (und Frau) glaubt:

  1. Bereits mit kleinen Start-Beiträgen lässt sich die zu erwartende Rentenlücke reduzieren. Hier gilt der Grundsatz: Je früher begonnen wird, desto besser.
  2. Über gesetzliche Förderkonzepte wie die betriebliche Altersvorsorge oder auch Riester- und Rürup-Rente kann die Altersvorsorge zum echten Rendite-Turbo werden.
  3. TIPP: Selbst über CASHBACK-Punkte lässt sich heute der Ertrag meiner Altersvorsorge zusätzlich steigern! Wer also gerne bei Zalando, Amazon und Co. shoppen geht, könnte damit auch regelmäßig was für die eigene Altersvorsorge tun.
  4. Selbständige können übrigens noch leichter sparen: Anstatt Steuern auf erzielte Gewinne an Vater Staat abzuführen, könnten diese zum größten Teil in die persönliche Altersvorsorge fließen! 2018 könnten verheiratete Paare so insgesamt bis zu 47.424 € einzahlen.

Natürlich ist >>Sparen fürs Alter<< nicht sexy, aber ist Altersarmut wirklich ein erstrebenswertes Ziel?

Unser TIPP: Informieren Sie sich, lassen Sie Ihre drohende Rentenlücke individuell berechnen. Bewerten Sie mit Ihrem/Ihrer FinanzberaterIn, welcher Aufwand nötig wäre, um Ihre Wunschversorgung sicherzustellen. Wer sich mit einem Problem beschäftigt, der kann es auch lösen – meist viel einfacher als angenommen. Übrigens: Moderne Altersvorsorge-Sparverträge lassen jederzeit auch Teilverfügungen zu! Sie sparen also dann nicht nur fürs Alter!

Titelbild: ©Mediteraneo / fotolia.com

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Tipp des Monats: Das Betriebsrentenstärkungsgesetz https://bsc-gmbh.com/blog/betriebsrentenstaerkungsgesetz-tipp-des-monats/ Wed, 16 May 2018 13:31:45 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=7356 Das Betriebsrentenstärkungsgesetz bringt einige Veränderungen mit sich. Um welche es sich dabei genau handelt, verrät der Tipp des Monats.

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Änderungen in der betrieblichen Altersvorsorge 2018 durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz

Bei bestehenden betrieblichen Altersvorsorgen ändert sich folgendes: Der steuerfreie Höchstbetrag der Entgeltumwandlung wird von vier (4) auf acht (8) Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (West) angehoben; der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bleibt aber bei vier Prozent.

Neuabschlüsse

Für Neuabschlüsse gilt ab 2019 ein verpflichtender Arbeitgeberzuschuss: wenn der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge spart, dann ist er künftig dazu verpflichtet, den von ihm ersparten Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen in pauschalierter Form (15 Prozent des Umwandlungsbeitrags) zugunsten seines Beschäftigten in den entsprechenden Altersvorsorgevertrag einzuzahlen. Diese Regelung gilt für alle ab 2019 abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen. Für vorher abgeschlossene oder bereits bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen ist der Zuschuss erst ab 2022 vom Arbeitgeber verpflichtend zu zahlen.
Wer also seine Altersvorsorge sinnvoll und sowohl staatlich wie auch arbeitgeberseitig gefördert ergänzen will, der sollte sich aktiv beraten lassen.

Titelbild: © zinkevych / Fotolia.com

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Berufsunfähigkeitsversicherung günstig abschließen https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung/ Thu, 23 Nov 2017 07:58:04 +0000 https://freche-versichert.de/?p=2339 Es herrscht eine beinahe gruselige Einigkeit darüber, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig ist. Was bei der BUV wichtig ist, lest ihr hier. Manche behaupten zwar, die Versicherer leisten nie. Ich behaupte aber mal, dass ich gute Chancen habe, wenn der Antrag richtig gestellt wird. Zusammengefasst solltest du im Leistungsfall einfach Stephan Kaiser kontaktieren. Der kommt [...]

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Es herrscht eine beinahe gruselige Einigkeit darüber, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig ist. Was bei der BUV wichtig ist, lest ihr hier. Manche behaupten zwar, die Versicherer leisten nie. Ich behaupte aber mal, dass ich gute Chancen habe, wenn der Antrag richtig gestellt wird. Zusammengefasst solltest du im Leistungsfall einfach Stephan Kaiser kontaktieren. Der kommt zwar aus Oberfranken, ist aber zu verstehen und arbeitet in ganz Deutschland 🙂

Der Leistungsfall ist also abgehakt. Dann bleibt nur noch stehen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig ist. Trotzdem haben nur die wenigsten Deutschen eine.

Das mag zum einen daran liegen, dass das Thema nicht unbedingt partytauglich ist. Wenn ich die Wahl zwischen einem neuen Auto und eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe, dann macht das Auto schon mehr her. Bin ich aber tatsächlich berufsunfähig, dann ist es schwer, sich weiter ein Auto leisten zu können.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung braucht jeder, der mit seinem Gehalt seine Rechnungen bezahlt. So einfach ist das. Denn die BUV zahlt eine monatliche Rente, wenn ich wegen gesundheitlicher Einschränkungen für 6 Monate oder länger nur noch zur Hälfte meinen Beruf ausüben kann. Wenn ich meine Ausgaben über Mieteinnahmen decken kann, muss ich nicht meine Arbeitskraft absichern. Logisch, oder?

Soll die Berufsunfähigkeitsversicherung Ausgaben oder Gehalt absichern?

Angenommen ich bekomme 2.000 Euro raus und gebe im Monat 1.500 Euro für die wichtigen Dinge aus. Den Rest lege ich zurück für Urlaub, gehe mal Essen, Feiern oder ins Kino. Sichere ich die 2.000 Euro ab, kostet die BUV 100 Euro. Dann kann ich auch, wenn ich berufsunfähig bin, genauso weiterleben wie zuvor. Sichere ich die 1.500 Euro ab, zahle ich nur 75 Euro. Ich spare jeden Monat 25 Euro. Garantiert.

Die Wahrscheinlichkeit, BU zu werden liegt bei etwa 40%. Das ist sehr viel. Aber rein wirtschaftlich betrachtet ist es in meinen Augen sinnvoll, nur die wichtigsten Ausgaben abzudecken, um jetzt das Geld zu sparen. Entscheiden darf das jeder für sich. Die BUV ist ja sowieso keine Pflichtversicherung. Aber eine Versicherung sollte immer nur das notwendigste abdecken. Luxus sollte nicht ich nicht versichern. Das ist nur schade ums Geld.

Wenn ich mich auf die Ausgaben konzentriere, werde ich außerdem schnell merken, dass sich mein Bedarf im Laufe meines geplanten Lebens ändert. Die Kinder, die ich jetzt ernähre und einkleide, werden irgendwann das Haus verlassen. Und das Haus, das sie dann verlassen, ist irgendwann mal abbezahlt. Ich muss also nicht meine jetzigen Ausgaben bis 67 absichern. Nur die Grundausgaben, die ich für mich habe. Die Kinder sind vielleicht aus dem Haus, wenn ich 55 bin und das Haus ist mit 60 abbezahlt. Also muss ich diese Ausgaben auch nur so lange absichern.

Das ist deutlich günstiger. Eine BUV bis 60 kostet etwa die Hälfte einer BUV bis 67.

Wie berechnet sich der Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer eine BUV möchte, muss dem Versicherer viele Fragen beantworten. Eigentlich läuft es aber auf drei hinaus:

  1. Was arbeitest du?
  2. Welche Hobbies hast du?
  3. Wie gesund bist du?

Was ich arbeite ist für den Beitrag wohl das wichtigste. Je höher der Anteil an körperlicher Arbeit, desto eher ist es möglich, dass ich schon bei leichteren körperlichen Einschränkungen für 6 Monate nicht mehr zu 50% arbeiten kann. Ein normaler Büroangestellter kann mit Arthrose in beiden Schultern noch tippen, ein Automechaniker wäre berufsunfähig.

Weil das Risiko, zahlen zu müssen, für den Versicherer höher ist, ist auch der Zahlbeitrag höher.

Früher war alles besser… auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Noch vor wenigen Jahren gab es nur drei Berufsgruppen: Büroangestellte, leichte körperliche Arbeit und schwere körperliche Arbeit. Mittlerweile unterscheiden die Versicherer in 10-20 verschiedene Berufsgruppen. Dadurch wird es für manche Berufe immer günstiger, für den Rest aber immer teurer. In einigen Fällen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr bezahlbar. Doch dazu später mehr.

Hobbies in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Hobbies können die Wahrscheinlichkeit einer BU erhöhen, weil sie gefährlich sind. Fallschirmspringen, Tiefseetauchen, Boxen, usw… Fußballspielen ist auch gefährlich, aber die Versicherer möchten hier kein Fass aufmachen. Sonst würden ihnen zu viele Kunden davonlaufen. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Risiko Fußball in den normalen Beiträgen enthalten ist.

Bei den anderen Hobbies kommt es darauf an, ob ich die Gefahr eingrenzen kann oder nicht. Alles, was z.B. beim Fallschirmspringen passieren kann, wird recht plötzlich passieren. Der Versicherer würde dieses Risiko ausschließen, also nicht leisten, wenn ich beim Fallschirmspringen BU werde.

Manchmal lässt sich die Gefahr nicht abgrenzen. Beim Boxen beispielsweise kann es durchaus irgendwann zu Gehirnschäden kommen, weil ich ständig Schläge auf den Kopf einstecke. Das kann auch noch passieren, wenn ich vor einigen Jahren aufgehört habe. Hier wird der Versicherer eher einen Zuschlag verlangen, also z.B. 50% mehr Beitrag.

Ein Zuschlag ist nach §41 VVG immer überprüfbar. Ich kann also jederzeit verlangen, dass der Zuschlag rausgenommen wird, weil ich mit dem Hobby aufgehört habe. Bei einem Ausschluss besteht kein Rechtsanspruch. Hier sollte ich darauf achten, dass ich bei Vertragsabschluss mit dem Versicherer vereinbare, dass der Ausschluss überprüfbar ist. Ausführlicher steht das hier.

Der Gesundheitszustand ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung auch wichtig

Bei der Gesundheit ist das ähnlich. Gelenke und Bänder lassen sich einfach ausschließen, während organische Schäden schwieriger abzugrenzen sind und mit einem Zuschlag versichert werden.

Ich muss verstehen, dass der Versicherer meine Gesundheit anders betrachtet als der Arzt. Dem Arzt ist wichtig, ob ich derzeit behandelt werden muss. Der Versicherer fragt sich, was aus meinen Vorerkrankungen im allerschlimmsten Fall entstehen kann. Deswegen kommt es immer wieder vor, dass an sich gesunde Menschen Ausschlüsse oder Zuschläge bekommen. Genaueres zu den Gesundheitsfragen findest du hier.

Im Extremfall kann es auch zu einer Ablehnung kommen. Entweder ist eine Erkrankung oder ein Hobby zu gefährlich oder es gäbe zu viele Ausschlüsse und der Versicherungsschutz wäre nicht mehr sinnvoll. Diese Vorgehensweise ist gerechtfertigt und tatsächlich sinnvoll.

Das wichtigste bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Annahme durch den Versicherer. Ein Versicherungsschutz ohne Ausschlüsse ist in der Regel deutlich wertvoller, als ein besseres Bedingungswerk. Im Einzelfall kann ich hier durchaus Ausnahmen finden. Ist klar.

Was tun, wenn ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekomme, weil ich Vorerkrankungen habe?

Ich frage für meine Kunden auch mal bei 20 Versicherern von verschiedenen Rückversicherern an, um eine gute Annahme zu erhalten. Wenn das aber nicht möglich ist, gilt es eine andere Lösung zu finden. Das kann ich hier aber nur an ein paar Beispielen machen. Jeder Fall ist hier individuell zu betrachten.

Nehmen wir einen 30-Jährigen Handwerker mit Rückenproblemen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird hier den Rücken ausschließen, da bei einem Handwerker damit zu rechnen ist, dass er mit Rückenproblemen BU werden kann. In der Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist es aber durchaus möglich, dass es keinen Ausschluss gibt. Das hängt von der Schwere der Rückenprobleme ab.

Die EUV prüft zwar nach dem gleichen Schema, ist aber nicht so streng bei Zuschlägen und Ausschlüssen, weil sie auf den gesamten Arbeitsmarkt verweisen kann.

Nehmen wir einen 30-Jährigen Büroangestellten mit psychischen Problemen. Hier muss ich mit einen Leistungsausschluss rechnen. Da aber mindestens 30% aller Leistungsfälle mit der Psyche zu tun haben, ist das eine erhebliche Einschränkung.

Es gibt Versicherer, die psychische Krankheiten in der BUV generell ausschließen und deshalb günstiger sind. Der Schutz wäre dennoch eingeschränkt.

Was ist besser? Berufsunfähigkeitsversicherung mit Ausschluss oder Alternative ohne?

Wenn ich bewerten will, was für mich besser ist, geht es auch darum, wie ich mich wohler fühle. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, also kann ich auch nicht sagen, ob der Ausschluss jemals zum Tragen kommt. Ich muss mir meine Tätigkeiten vor Augen führen, um einzuschätzen, in welchen Fällen ich dann keine Leistung erhielte und welche Risiken dennoch abgesichert wären.

Demgegenüber muss ich die Leistungsstärke der Alternativen oder Ausweichprodukte stellen. Das ist nicht leicht und geht nur individuell. Was die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Grundfähigkeitsversicherung, die Multi-Risk-Versicherung und die Schwere-Krankheiten-Absicherung können, hab ich schon in einigen Artikeln beschrieben. Das würde hier zu weit führen.

Was tun, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer ist?

Habe ich keine Ausschlüsse, aber die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu teuer, gibt es ein paar sinnvolle Möglichkeiten. Für mich ist die beste Lösung, die Ausgaben, wie oben beschrieben, aufzuteilen und einzeln abzusichern. Dann werde ich recht schnell merken, dass ich nur die wenigsten Ausgaben tatsächlich ein Leben lang habe.

Und alle lebenslangen Ausgaben muss ich über eine Rentenversicherung abdecken. Aber das ist eine andere Geschichte 🙂

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