Wenn ich mich auf das Wesentliche konzentrieren möchte, hilft vielleicht ein bisschen Zeitdruck. Ich habe noch genau 11 Minuten, um alles wichtige zur BUV (Berufsunfähigkeitsversicherung) zusammenzutragen 🙂

Wie funktioniert die BUV?

Wenn ich mindestens 6 Monate aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte arbeiten kann, wird die vorher abgesicherte Rente gezahlt. Bereicherung gibt es im Leitungsfall nicht. Es ist keine Schadenversicherung, also kann es auch passieren, dass ich mehr bekomme, als ich Gehalt verdiene. Der Versicherer darf dann nicht kürzen. Er darf es versuchen, aber das funktioniert dann halt nicht.

Wie hoch muss ich die BUV abschließen?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert vordergründig das Einkommen ab. Eigentlich sichert sie aber nicht das Einkommen, sondern die Ausgaben ab. Ich hatte mal einen Kunden mit 12.000 Euro Einkommen im Monat. Da er aber viele Immobilien hat, braucht er aus seiner Firma nur ca. 800 Euro monatlich. Dann braucht er eine BUV in dieser Höhe, nicht für die 12.000 Euro…

Deswegen ist die Frage nach dem Einkommen auch nur deswegen interessant, weil die Versicherer nicht mehr als das Einkommen absichern. Meistens sogar nur 60-70% vom Netto. Das ergibt sogar Sinn. Denn wer das gleiche Gehalt bekommt, wenn er zu Hause sitzt und BU ist, strengt sich nicht unbedingt an, wieder einen Job zu bekommen. So der Gedanke dahinter.

Achtung: Ausgaben verändern sich!

Nicht selten wird die BUV so mit 30 Jahren abgeschlossen. Ich hab zwei Kinder und zahle ein Haus ab. Dann hab ich Ausgaben in Höhe von 3.000 Euro. Die hab ich aber ziemlich sicher nicht, bis ich 67 bin. Also kann ich mit zwei Verträgen arbeiten. Einer sichert die Ausgaben für die Kinder und das Haus ab und der andere die Ausgaben für mich und meine Frau.

Wer braucht die BUV?

Die BUV braucht jeder, der mit seinem Einkommen seinen Lebensunterhalt bestreitet. Der Kandidat von oben macht das eher nicht. Er braucht ne gute Wohngebäudeversicherung, weil er zum großen Teil von seinen Immobilien lebt.

Aber die meisten Menschen leben von ihrem Gehalt. Und das reicht oft auch nur knapp. Wenn ich dann nur 70% vom Netto absichern kann, ist das natürlich Mist. In solchen Fällen kann ich eine hohe Dynamik vereinbaren. So steigt die Absicherung mit der Zeit schnell an.

In einem Satz:

Die BUV sichert meine unterschiedlich lange laufenden Ausgaben ab, wenn ich so krank bin, dass ich nur noch zur Hälfte arbeiten kann und gleicht somit meine Einkommenseinbußen aus.

 

Besten Dank an Claude Burgard für die Idee!

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