Beamte Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/beamte/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Fri, 25 Feb 2022 12:05:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png Beamte Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/beamte/ 32 32 Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger https://bsc-gmbh.com/blog/lehrer-in-der-berufsunfaehigkeitsversicherung-immer-guenstiger/ Fri, 25 Feb 2022 12:05:40 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=74238 Die Berufsunfähigkeitsversicherung verlangt für unterschiedliche Berufe unterschiedlich viel Geld. Mittlerweile ist die Unterscheidung einzelner Berufe nicht immer nachvollziehbar. Aber das ist ein anderes Thema. Für die meisten Berufe macht diese Berufsgruppendifferenzierung alles teurer. Aber sie macht Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger. Das gilt für andere Akademiker auch. Aber für Lehrer gibt es hier nicht [...]

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung verlangt für unterschiedliche Berufe unterschiedlich viel Geld. Mittlerweile ist die Unterscheidung einzelner Berufe nicht immer nachvollziehbar. Aber das ist ein anderes Thema. Für die meisten Berufe macht diese Berufsgruppendifferenzierung alles teurer. Aber sie macht Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger.

Das gilt für andere Akademiker auch. Aber für Lehrer gibt es hier nicht nur einen Effekt.

Warum werden Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger?

Zum einen macht die Berufsgruppendifferenzierung Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger. Denn Lehrer sind immer auch Akademiker. Und Akademiker haben kein großes Risiko, berufsunfähig zu werden. Das liegt nicht daran, dass der Beruf ungefährlich ist. Es hat mehr damit zu tun, dass es weniger Krankheiten gibt, die einen körperlich so sehr einschränken, dass ich meinen Beruf nur noch zur Hälfte ausüben kann.

Ein weiterer Effekt liegt darin, dass Akademiker eine lange Ausbildung in Kauf genommen haben, um zu arbeiten. Deswegen vermuten die Versicherer, dass hier im Falle einer BU eher die Bereitschaft besteht, sich für einen neuen Job weiterzubilden.

Ob das tatsächlich so ist, sei mal dahingestellt. Es ist aber eine Tatsache, dass ich schon allein aufgrund der Ausbildung bessere Chancen am Arbeitsmarkt habe.

Dadurch werden aber alle Akademiker und nicht nur Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger.

In den letzten Jahren hat sich in der Beamtenversicherung viel getan

Lehrer sind nicht nur Akademiker. Sie sind auch Beamte. Und seit 2019 gibt es auch von der Allianz eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel. Und da die Allianz der größte deutsche Versicherer ist, hat das für Unruhe im Markt gesorgt. Das hat sich einerseits darin gezeigt, dass die Qualität in der Spitze des Marktes rasant zugenommen hat. Aber dadurch wurden Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger.

Denn die Allianz hat nicht nur günstig gestartet. Im ersten Schritt kostete jeder Lehrer das gleiche. Also zahlt ein Grundschullehrer den gleichen Beitrag wie ein Studienrat. Und das war bei den anderen Versicherern nicht so.

Deshalb wurden die anderen Versicherer schnell günstiger, um hier wieder aufzuholen!

Darum empfehlen wir vor allem allen Lehrern, aber auch anderen Beamten und Akademiker, auch bestehende Versicherungen immer wieder mal zu überprüfen. Denn wenn der Gesundheitszustand weiterhin gut ist, sollte man über einen neuen Vertrag zu günstigeren Konditionen nachdenken.

Wir helfen gern!

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Die neue Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB https://bsc-gmbh.com/blog/die-neue-berufsunfaehigkeits-versicherung-der-vkb/ Mon, 15 Jul 2019 14:08:20 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=33345 Versicherungen und auch deren Vermittler sind ja immer wieder bemüht, den Kunden zu suggerieren, dass sie individuelle Lösungen anbieten. Dass die Versicherung aber per se für ein Kollektiv geschaffen ist und deshalb nur so mittel-individuell sein kann, scheint nicht weiter zu stören. Die neue Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB versucht sich gleich an zwei Stellen an mehr [...]

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Versicherungen und auch deren Vermittler sind ja immer wieder bemüht, den Kunden zu suggerieren, dass sie individuelle Lösungen anbieten. Dass die Versicherung aber per se für ein Kollektiv geschaffen ist und deshalb nur so mittel-individuell sein kann, scheint nicht weiter zu stören. Die neue Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB versucht sich gleich an zwei Stellen an mehr Individualität: Der Risiko-Einstufung und dem Aufbau der Bedingungen.

In der neuen Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB muss ich mein Rauchverhalten nachmelden

Die Kammer wirbt nämlich damit, dass „Bella Figura“ und Nichtrauchen zu günstigeren Preisen führe. Die Empörung über die unglückliche Wortwahl in der Pressemitteilung blieb aus. Es ist ja auch nichts neues, dass ein gesunder BMI und das Nichtrauchen mittlerweile auch in der Berufsunfähigkeits-Versicherung den Beitrag positiv beeinflussen.

Neu ist allerdings, dass die Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB das Rauchverhalten der Versicherten jährlich überprüfen will. Wer auf die Anfragen nicht antwortet, wird in den Rauchertarif gestuft. Da dürfte es sich lohnen, die Post des Versicherers nicht standardmäßig ungeöffnet in den Mülleimer zu werfen. Und es bleibt zu hoffen, dass das nicht Schule macht. Die Kammer ist nun der zweite Versicherer am Markt, der ein geändertes Rauchverhalten unter der Vertragslaufzeit berücksichtigen würde.

Die Bedingungen sind individuell, weil der Aufbau keinem anderen gleicht. Grundsätzlich ist es ja zu begrüßen, dass nicht einfach kopiert wird, aber es ist vor allem für den geübten Leser leichter den AVB zu folgen, wenn ich im §1 die Leistungen finde und im §2 die Definitionen und immer so weiter.

Es ist schwierig zu beurteilen, ob der ungeübte Leser dem Aufbau der Kammer besser folgen könnte. Allerdings sind die Formulierungen auch insgesamt nicht unbedingt leicht lesbar. So finden sich bereits im ersten Satz drei Verweise, was den Lesefluss empfindlich stört.

Außerdem fällt auf, dass der Versicherer sich oft über Gebühr absichert oder logisches klarstellt. So ist die Nachversicherungsgarantie, die sich schon unter §1 findet, auf 100% der ursprünglichen Versicherungssumme und zusätzlich auf eine insgesamte Höhe von 2.000 Euro im Monat begrenzt. Außerdem, und das findet sich wirklich selten, ist die Summe aller Versicherungen bei der Kammer aus den letzten 5 Jahren ebenfalls auf 2.000 Euro begrenzt.

Das mag sinnvoll sein, um das Risiko des Versicherers zu begrenzen, aber außergewöhnlich ist es allemal.

Kein Verzicht auf Meldefrist in der neuen Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB

Weniger außergewöhnlich, aber suboptimal ist, dass es eine Meldefrist von drei Jahren gibt. Wer später meldet, erhält maximal drei Jahre rückwirkend die Leistung. Das mag nicht oft der Fall sein, aber der gehobene Marktstandard verzichtet völlig auf Meldefristen.

Ebenso ist es unter den Top-Tarifen üblichen, auch nach endgültigem Ausscheiden aus dem Berufsleben auf die abstrakte Verweisung zu verzichten. Es wird zwar klargestellt, dass Elternzeit immer als vorübergehendes Ausscheiden zu werten ist, aber ansonsten stellt die Kammer klar, dass es unabhängig vom Ausscheidungsgrund sei, ob der Zeitraum von 3 Jahren als dauerhaft zu werten sei.

Der Tarif ist um verschiedene Leistungen erweiterbar. Eine Anfangshilfe zahlt 3 Monatsrenten als Einmalbeitrag, wenn ich berufsunfähig werde, die Wiedereingliederungshilfe zahlt 6 Monatsrenten, wenn ich nicht mehr BU bin. Die Umorganisationshilfe zahlt 6 Monatsrenten, wenn ein Selbständiger umorganisiert und so die BU vermeidet.

Ebenso ist eine Leistung bei Krankschreibung, eine sogenannte AU-Klausel, vereinbar und eine Leistung, wenn ein Kind eine schwere Krankheit gemäß den Bedingungen erleidet.

Mit AU-Klausel und Leistung bei schweren Krankheiten

Die schweren Krankheiten müssen innerhalb von drei Jahren nach Eintritt mitgeteilt werden, sonst verfällt die Einmalleistung von 12 Monatsrenten, maximal 24.000 Euro. Es muss hier überhaupt nicht näher auf die Definitionen oder wie sinnvoll es ist, eine schwere Krankheit der Kinder mit 24.000 Euro abzusichern, eingegangen werden. Wer hier Bedarf sieht, sollte sich eher eine selbständige Schwere-Krankheiten-Absicherung suchen. Diese könnte ich auch in der passenden Laufzeit wählen. Denn es ist unwahrscheinlich, dass ich meine Kinder bis zu meinem 67. Lebensjahr absichern muss.

Die AU-Klausel in der Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB leistet für 18 Monate und muss innerhalb von 12 Monaten gemeldet werden. Ich muss gleichzeitig auch Leistung aus der Berufsunfähigkeits-Versicherung beantragen. Was schwierig verständlich ist: Die Versicherungskammer verlangt bei einer Krankschreibung aus verschiedenen Gründen für jede einzelne Erkrankung eine Krankschreibung von einem entsprechenden Facharzt. Unklar ist, wie das funktionieren soll. Ich kann ja nicht für den gleichen Zeitraum mehrere Krankschreibungen von Fachärzten einsammeln bzw. muss der Versicherer ja schon nach der ersten Krankschreibung leisten. Ganz egal, wie viele weitere Erkrankungen es noch gibt.

Jetzt neu mit DU-Klausel

Es gibt aber auch Gutes an der neuen Berufsunfähigkeits-Versicherung der VKB. Zum einen verzichtet der Versicherer im Leistungsfall auf die Meldepflicht bei Verbesserung des Gesundheitszustandes. Und zum anderen hat der Tarif eine sogenannte echte und vollständige Dienstunfähigkeitsklausel. Bei Beamten leistet der Versicherer, wenn der Kunde allein aus medizinischen Gründen in den Ruhestand versetzt oder entlassen wird. Entsprechendes Zeugnis und die Verfügung über die Versetzung oder Entlassung reichen als Nachweis aus. Die Regelung gilt für Beamte auf Widerruf, Probe und Lebenszeit gleichermaßen.

Unterm Strich verbessert sich der Tarif weiter gegenüber seinen Vorgängern. Es ist aber immer noch Luft zur Top Ten am Markt. Für Beamte ist die Dienstunfähigkeits-Klausel aber eine ernstzunehmende Alternative.

Mehr zur Berufsunfähigkeits-Versicherung gibt es hier

www.bsc-gmbh.com/berufsunfaehigkeits-versicherung

 

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Kann ein Beamter berufsunfähig sein? https://bsc-gmbh.com/blog/kann-ein-beamter-berufsunfaehig-sein/ Mon, 15 Jul 2019 07:44:13 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=33277 Die Frage, ob ein Beamter berufsunfähig sein kann oder nicht, lädt sicherlich zu dem einen oder anderen Witz ein. Aber ich will das mal einigermaßen ausführlich klären. Denn immer wieder finde ich Artikel, die behaupten, es könne gar nicht sein, dass ein Beamter berufsunfähig ist. Wann ist ein Beamter berufsunfähig? Ich bin berufsunfähig, wenn ich [...]

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Die Frage, ob ein Beamter berufsunfähig sein kann oder nicht, lädt sicherlich zu dem einen oder anderen Witz ein. Aber ich will das mal einigermaßen ausführlich klären. Denn immer wieder finde ich Artikel, die behaupten, es könne gar nicht sein, dass ein Beamter berufsunfähig ist.

Wann ist ein Beamter berufsunfähig?

Ich bin berufsunfähig, wenn ich außerstande bin meinen Beruf, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgestaltet war, zu mindestens 50% auszuüben. Also ist auch der Beamte berufsunfähig, wenn das zutrifft.

Wenn jemand behauptet, ein Beamter kann nicht berufsunfähig sein, dann heißt es oft, das ginge nicht, weil er keinen Beruf ausübt. Das ist soweit richtig. Ein Beamter bekleidet ein Amt. Wenn ich also oberflächlich dem Wortlaut der Berufsunfähigkeits-Versicherung folge, kann ein Beamter nicht berufsunfähig sein.

Ich muss aber, wie auch bei allen anderen Regelungen, dem Sinn folgen. Und dann ist es völlig egal, ob es ein Amt oder ein Beruf ist. Es reicht auch aus, einfach mal in die Bedingungen einer Berufsunfähigkeits-Versicherung zu sehen. Tatsächlich geht es auch nicht um meinen Beruf, sondern um die ausgeübten Tätigkeiten. Da aber „Regelmäßig-zum-Zweck-des-Unterhalt-Erwerbs-ausgeübte-Tätigkeiten-Versicherung“ noch bescheuerter als Berufsunfähigkeits-Versicherung klingt, spricht hier jeder vom letzten Beruf. Obwohl es korrekterweise die zuletzt in gesunden Tagen ausgeübten Tätigkeiten sind.

Und auch das Amt eines Beamten lässt sich ein einzelne Tätigkeiten unterteilen.

Wer entscheidet, ob ein Beamter berufsunfähig ist?

Das ist der zweite Denkfehler. Denn der Dienstherr versetzt den Beamten auf Lebenszeit in den Ruhestand. Aber da geht es um Dienstunfähigkeit. Ob der Beamte berufsunfähig ist, entscheidet der Versicherer. Und dem ist erstmal egal, ob der Dienstherr mich wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Na gut, nicht komplett egal. Es ist ein starker Hinweis, dass auch Berufsunfähigkeit vorliegen könnte, aber halt kein Beweis. Um BU zu beweisen, muss ich meine Tätigkeiten aus gesunden Tagen beschreiben, eine gesundheitliche Einschränkung beweisen und dann darlegen, dass ich aufgrund der Einschränkung nur noch 50% der Tätigkeiten sinnvoll ausüben kann.

Das hört sich kompliziert an und das ist es auch. Deswegen lieber mal Stephan Kaiser anrufen. Der macht Leistungsfälle jeden Tag den ganzen Tag.

Unterm Strich

Der Beamte kann sehr wohl berufsunfähig sein. Er muss es aber dem Versicherer beweisen. Über eine sogenannte DU-Klausel gelingt der Nachweis leichter.

 

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Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit? https://bsc-gmbh.com/blog/beamte-bei-dienstunfaehigkeit/ https://bsc-gmbh.com/blog/beamte-bei-dienstunfaehigkeit/#comments Fri, 12 Jul 2019 07:51:07 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=33088 Ob Beamte anspruchsvoller sind, kann ich nicht sagen, aber ich weiß, dass Beamte bei Dienstunfähigkeit andere Ansprüche haben, als Angestellte bei Erwerbsminderung. Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit? Was der Beamte bei Dienstunfähigkeit bekommt, hängt davon ab, was er gerade ist. Es gibt Beamte auf Widerruf, Beamte auf Probe und Beamte auf Lebenszeit. Der Beamte [...]

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Ob Beamte anspruchsvoller sind, kann ich nicht sagen, aber ich weiß, dass Beamte bei Dienstunfähigkeit andere Ansprüche haben, als Angestellte bei Erwerbsminderung.

Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit?

Was der Beamte bei Dienstunfähigkeit bekommt, hängt davon ab, was er gerade ist. Es gibt Beamte auf Widerruf, Beamte auf Probe und Beamte auf Lebenszeit. Der Beamte auf Widerruf steht am Anfang seiner Ausbildung. Solange er auf Widerruf ist, erhält der Beamte bei Dienstunfähigkeit nix. Und das ist per Definition nur logisch. Denn nur einen Beamten auf Lebenszeit versetzt der Dienstherr bei DU in den Ruhestand. Aber alle drei bekämen Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

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Allerdings gibt es bei einer Dienstbeschädigung und einem Dienstunfall einen sogenannten Unterhaltsbeitrag. Von einer Dienstbeschädigung spricht man übrigens, wenn der Beamte in Ausübung seines Dienstes eine gesundheitliche Einschränkung erleidet. Also, nicht durch einen Unfall, sondern durch die ständige Belastung.

Den Unterhaltsbeitrag bekomme ich so lange die Einschränkung oder die Unfallfolgen anhalten. Längstens aber, bis ich eine Rente wegen Alters bekomme.

Wie hoch sind die Ansprüche bei Beamten auf Widerruf?

In der Höhe bekomme ich bei einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit 2/3 der Bezüge, die ich bei einer Verbeamtung auf Probe erhalten hätte. Die Erwerbsunfähigkeit muss zu mindestens 25% bestehen. Sollte ich nicht vollständig EU sein, bekomme ich nur den Teil, den ich EU bin von den 2/3. Kapiert? Ich auch nicht… Also ein Beispiel: Ich bin zu 50% erwerbsunfähig nach einem Dienstunfall. Wäre ich auf Probe verbeamtet, erhielte ich 3.000 Euro. 2/3 davon sind 2.000 Euro. Da ich aber nur zu 50% EU bin, bekomme ich nur die Hälfte. Das sind 1.000 Euro.

Das Blöde ist, dass der Begriff „Erwerbsunfähigkeit“ nicht definiert ist. Die Deutsche Rentenversicherung spricht von Erwerbsminderung. Und die liegt voll vor, wenn ich keine 3 Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten könnte. Damit ist praktisch jeder Job, den es gibt, gemeint. Halbe EMI liegt vor, wenn ich keine 6 Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. 25% wären nach dieser Methode dann, wenn ich keine 9 Stunden mehr arbeiten könnte? Das ist Quatsch. Ich habe leider keine Ahnung, wie die Erwerbsunfähigkeit berechnet wird. Wer es weiß, soll sich bitte melden!

Auch blöd ist, dass der Beamte auf Widerruf sich nach der Entlassung in der gesetzlichen Rentenversicherung wiederfindet. Wenn er eine Rente haben will, dann bekommt er die nur bei voller Erwerbsminderung.

Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit in der Probezeit?

Sogenannte Beamte auf Probe haben nur in Ausnahmefällen Ansprüche an den Dienstherren bei allgemeiner DU. Dazu müsste ich einen Antrag stellen, der bewilligt werden kann. Unter welchen Umständen und wie überhaupt der Antrag auszusehen hat, ist unklar.

Aber bei Dienstbeschädigung oder Dienstunfall hab ich die gleichen Ansprüche auf Unfall-Ruhegehalt wie ein Beamter auf Lebenszeit.

Das sind mindestens 2/3 meiner ruhegehaltsfähigen Bezüge, maximal 3/4. Die Jahre zwischen dem Eintritt der DU und dem Erreichen der Regelaltersgrenze zählen zu 2/3 zu den ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten. Beim Unfall wird davon aber die Hälfte abgezogen. Da ich aber immer 20% vom Dienstherrn oben draufgerechnet bekomme, sollte es eigentlich immer auf die 75% rauslaufen.

Mathematik ist aber grausam, weshalb gerade in jungen Jahren oft die untere Grenze von 66,7% greift.

Wichtig ist auch zu wissen, dass immer mehr Bundesländer auch hier die absolute Grenze bei 71,75% ziehen!

Welche Ansprüche hat ein Beamter bei Dienstunfähigkeit nach der Verbeamtung auf Lebenszeit?

Beim Beamten auf Lebenszeit ist alles gut. Egal, was passiert. Der Dienstherr entlässt ihn nicht, sondern versetzt ihn in den Ruhestand. Und dann hat der Beamte bei Dienstunfähigkeit Anspruch auf ein Ruhegehalt. Dazu nehme ich alle ruhegehaltsfähigen Bezüge. Das sind das Grundgehalt, die Familienzulage 1, aber auch Amts- oder Strukturzulagen. Grundlage ist deine jetzige Besoldungsstufe. Wenn du 2 Jahre in der gleichen Besoldungsstufe bist, gilt sie. Vorher wird die vorherige Besoldung herangezogen oder gequotelt. Es wird also nicht die gesamte Erwerbsgeschichte herangezogen wie bei Angestellten. Wer also nur in den letzten 2 Jahren richtig verdient hat, hat alles richtig gemacht.

Diese Bezüge nehme ich mit dem Berechnungsprozentsatz mal. Das sind die ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten mal 1,79375%. Ruhegehaltsfähig ist der Wehrdienst, 3 Jahre Studium, 5 Jahre Ausbildung, Elternzeiten, die tatsächliche Dienstzeit und 2/3 der Jahre bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze. Da ich als Beamter nicht länger als 40 Jahre arbeiten sollte, kann ich maximal einen Anspruch von 71,75% erdienen.

Der Dienstherr zieht für jeden Monat vor Erreichen der Regelaltersgrenze 0,3% ab. Maximal aber 10,8%. Wer freiwillig in den Ruhestand geht, muss mit 14,4% rechnen. Für jeden Monat oberhalb der Regelaltersgrenze gibt es 0,5% dazu.

Jeder Beamte hat übrigens einen Mindestanspruch von derzeit etwa 1.800 Euro.

Welche Ansprüche hat ein Beamter bei Dienstunfähigkeit, wenn er in Teilzeit arbeitet?

Lange Zeit galt für Beamte, die in Teilzeit arbeiten „pro rata temporis“. Das bedeutet, die Anrechnung erfolgte immer nur zu dem Teil, den ich gearbeitet habe. Wer zu 50% in Teilzeit ist, bekommt bei allen Ansprüchen auch nur die Hälfte. Das ist aber vor allem dann unfair, wenn ich wegen begrenzter Dienstfähigkeit weniger arbeiten kann. Ist ja nicht meine Schuld. Ich kann halt nicht anders.

Würde dann meine niedrigere Besoldung bei Eintritt in den Ruhestand zugrunde gelegt werden, wäre das nicht fair. Es könnte sogar sein, dass ich ein höheres Ruhegehalt erhalten hätte, wenn ich sofort wegen DU in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Deshalb gilt jetzt für die zugrunde gelegten ruhegehaltsfähigen Bezüge die Besoldung in Vollzeit. So ist das in Bayern und den anderen Bundesländern in den jeweiligen Beamtenversorgungsgesetzen geregelt.

Die ruhegehaltsfähige Dienstzeit muss ich aber tatsächlich zu dem Teil anrechnen, den ich Dienst verrichte. Wer 50% in Teilzeit arbeitet, erdient sich in 20 Jahren eben nur 10 ruhegehaltsfähige Jahre. Mittlerweile gibt es einige Urteile dahingehend, dass die Anrechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr (in manchen Ländern bis zum 62.) in Vollzeit erfolgt. Wenn ich also mit 30 Jahren dienstunfähig werde und bisher 10 Jahre zu 50% gearbeitet habe, rechnet der Dienstherr 5 Jahre aus der Vergangenheit an, aber 2/3 der 30 Jahre bis zum 60. Lebensjahr. Das wären dann 20 volle Jahre. Ohne Kürzung.

Wie funktioniert die Erfüllung der Wartezeit bei Teilzeit?

Ein neues Urteil wurde 2020 zur Erfüllung der Wartezeit bei Teilzeit gefällt. Ein gutes Urteil. Das ist selten, aber kommt vor.

Bisher wurde Teilzeit anteilig berechnet. Wenn ich 10 Prozent arbeite, gelten auch 10 Prozent von der Besoldung. Jetzt rechnet der Dienstherr voll an. Bei den Bezügen. Wer 5 Jahre Teilzeit gearbeitet hat, hat auch die Wartezeit erfüllt und somit Anspruch auf die Mindestversorgung. Ach ja… Der Anspruch auf die Mindestversorgung besteht auch bei Teilzeit. Es sei denn ich erreiche die Regelaltersgrenze, aber habe nur wegen der Teilzeitarbeit nicht die Mindestversorgung überschritten. Das wäre der Fall, wenn ich 39 Jahre lang nur 50% arbeite, weil es mir so besser gefällt. Angenommen, ich würde 30 Jahre 50% arbeiten und wäre 5 Jahre in Elternzeit gewesen, hätte ich Anspruch auf ein Mindestruhegehalt. Denn ich überschreite die Mindestversorgung nicht ausschließlich wegen der Teilzeit nicht. Die Elternzeit ist auch schuld daran.

Nur am Rande: Mit einem Sabbatical verhält es sich folglich genauso. Denn ich habe vor dem Sabbatical und während des Sabbaticals eine eingeschränkte Besoldung. Somit erfülle ich die Voraussetzung der Wartezeit. Nur die Elternzeit hemmt die Erfüllung der Wartezeit, weil ich in dieser Zeit kein Geld beziehe.

Im Detail ließe sich noch vieles schreiben zu diesem Thema, aber dann liest das ja keiner mehr. Deshalb lass ich es hier mal gut sein. Wer mehr wissen will, darf kommentieren! Oder mich kontaktieren.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Mehr zu diesem Thema gibt es hier:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung

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https://bsc-gmbh.com/blog/beamte-bei-dienstunfaehigkeit/feed/ 40
Worauf müssen Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten? https://bsc-gmbh.com/blog/worauf-muessen-soldaten-bei-der-berufsunfaehigkeitsversicherung-achten/ Wed, 15 May 2019 10:29:16 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=28774 Es gibt so Zielgruppen, da lässt man besser die Finger davon. Vor allem, wenn man sich nicht auskennt. Soldaten sind so eine Zielgruppe. Zum einen, weil Soldaten keine normalen Angestellten und keine normalen Beamten sind. Und zum anderen, weil sie bewaffnet sind. Fehler wären also nicht ratsam. Trotzdem (oder deswegen) will ich mal zusammentragen, worauf [...]

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Es gibt so Zielgruppen, da lässt man besser die Finger davon. Vor allem, wenn man sich nicht auskennt. Soldaten sind so eine Zielgruppe. Zum einen, weil Soldaten keine normalen Angestellten und keine normalen Beamten sind. Und zum anderen, weil sie bewaffnet sind. Fehler wären also nicht ratsam. Trotzdem (oder deswegen) will ich mal zusammentragen, worauf Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten müssen.

Lass es dir persönlich erklären!

Worauf müssen Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Grundsätzlich gilt: Soldaten sind auch nur Menschen. Jeder Soldat muss sich also fragen, welche Ausgaben er hat. Und in welcher Höhe und wie lange. Sofern der Soldat die Ausgaben mit seinem Sold bezahlt, muss er sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Diese leistet dann, wenn er seinen Dienst nur noch zur Hälfte erfüllen kann.

Aber viele Versicherer würden bei Soldaten auch nach der Dienstunfähigkeits-Klausel leisten. Das ist ok, da zumindest Berufssoldaten analog zu Beamten in den Ruhestand versetzt werden. Ich will aber erklären, worauf Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten müssen. Also fangen wir mal mit den Ansprüchen an.

Welche Ansprüche hat der Soldat auf Zeit?

Der Soldat auf Zeit erhält nach eine Wehrdienstzeit von mindestens 4 Jahren bei Dienstunfähigkeit sogenannte Übergangsgebührnisse. Geregelt ist das in §11 des Soldatenversorgungsgesetzes. Die Höhe beträgt 75% der letzten Bezüge. Grob gesprochen. Wenn ich eine Vollzeitausbildung mache, können die Gebührnisse um 25% erhöht werden. Einkünfte aus der Bildungsmaßnahme sind zu verrechnen. Ich kann also nicht mehr als vorher verdienen. Das ist soweit ja auch ok.

Wenn ich 4-5 Jahre gedient habe, hab ich diesen Anspruch für 12 Monate. 5-6 Jahre dann 18 Monate, 6-7 24 Monate usw. Ab 12 Jahre habe ich Anspruch für 60 Monate. Interessant ist, dass ich die Zahlungen aussetzen oder aufschieben kann, wenn dadurch Nachteile für die Eingliederung auszuschließen sind. Bei Tod sind die verbleibenden Ansprüche an Ehegatten oder Erben zu zahlen.

Eine Ausnahme bildet der Soldat auf Zeit, der auf 20 Jahre verpflichtet ist. Er kann nach Ablauf der Übergangsgebührnisse einen Unterhaltsbeitrag beantragen in Höhe von 75% der Mindestversorgung von Beamten nach §26, 7 (2) SVG. Das sind etwa 1.300 Euro im Moment. Und es besteht kein Anspruch. Es handelt sich bei §13e SVG um eine Kann-Klausel.

Um das zu vermeiden, gibt es den SaZ 19+. Der ist zwar länger als 20 Jahre im Dienst, aber war nie auf 20 Jahre verpflichtet. Er hat keinen Anspruch auf Pension.

Was passiert nach der Entlassung mit dem Soldaten auf Zeit?

Im ersten bzw. in den ersten 5 Jahren dürfte es dem Soldaten auf Zeit nicht all zu schlecht gehen. Also, finanziell gesehen. Danach sieht es schon anders aus. Der entlassene Soldat auf Zeit ist nicht mehr das Problem des Dienstherren. Er sorgt nicht mehr für ihn. Der SaZ muss sich rückwirkend gesetzlich versichern. Hat er weniger als ein Jahr gedient, sieht es übel aus. Dann bestünden auch aus der gesetzlichen Rentenversicherung keinerlei Ansprüche. Hat er 1-5 Jahre gedient, bekommt er eine Erwerbsminderungs-Rente, wenn er keine 3 Stunden am Tag mehr dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kann. Also, er muss in keinem Beruf mehr arbeiten können.

Nach 5 Jahren Dienst hätte er auch rückwirkend 5 Jahre in die gesetzliche Versicherung einbezahlt. Dann hat der SaZ Anspruch auch Anspruch auf die halbe Erwerbsminderungs-Rente. Die bekomme ich, wenn ich keine 3-6 Stunden am Tag mehr arbeiten kann. Ich bekomme auch nur die Hälfte. Ungefähr 17% von dem, was ich vorher verdient habe. Sollte ich aber ein Jahr lang keine Arbeit finden, die ich machen könnte, bekomme ich die volle EMI-Rente.

Der Soldat auf Zeit hat Zeit

Soldaten auf Zeit müssen also unbedingt mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen.  Gerne auch mit DU-Klausel. Muss aber nicht zwingend sein, wenn dein Vermittler Erfahrung im Leistungsfall hat. Oder einen Experten kennt.

Wichtiger ist, dass ich mir Beitrag spare, weil ich ja die ersten Jahre gut versorgt bin. Wenn ich in der Berufsunfähigkeitsversicherung also vereinbare, dass sie erst nach 12 Monaten zahlen müssen, muss ich auch weniger Beitrag zahlen. Logisch, oder? Das ganze nennt sich Karenzzeit.

Dabei muss ich aber auch beachten, dass ich nach meiner Soldatenlaufbahn diese Ansprüche nicht mehr habe. Und das wird ja höchstwahrscheinlich irgendwann mal der Fall sein. Also muss ich mit dem Versicherer vorher klären, ob ich die Karenzzeit dann entfallen lassen kann. Oder ich hab bis dahin genügend Geld auf der Seite, dass die Karenzzeit auch ok wäre.

Welche Ansprüche hat der Berufssoldat?

Bei der Frage, worauf Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten haben, ist noch der Berufssoldat zu klären. Das ist ganz einfach, wenn du weißt, welche Ansprüche ein Beamter hat. Ist hier nämlich genauso. Du nimmst die Dienstbezüge mal ruhegehaltsfähige Dienstzeiten mal 1,79375% und schon hast du deine Versorgung. Du darfst nicht mehr als 71,75% bekommen. Außer bei einem Dienstunfall. Da gibt es 75%. Und bei einem qualifizierten Dienstunfall sogar 80% der letzten Stufe der übernächsten Besoldungsgruppe. Dazu musst du aber im Dienst unter Einsatz deines Lebens verletzt werden und eine Erwerbsunfähigkeit (Ja, EU, nicht Erwerbsminderung) von mindestens 50% muss vorliegen. Das kann aber einem Soldaten durchaus mal passieren.

Die Mindestversorgung liegt bei ca. 1.800 Euro. Wer genau rechnen will: 65% der Endstufe von A4 plus 30,68 Euro 🙂

Wer aber wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wird, noch keine 66,97% an Anspruch hat und bereits die Wartezeit einer gesetzlichen Rente von 60 Monaten erfüllt hat, erhält eine Erhöhung auf max. 66,97%. Und zwar so lange, bis er durchschnittlich 525 Euro verdient oder die Regelaltersgrenze erreicht. Die liegt gewöhnlich bei 53 Jahren für Berufssoldaten.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch hier sinnvoll, wenn meine regelmäßigen Ausgaben höher als 1.800 Euro sind.

Ach ja… Ein Soldat hat Anspruch auf Freie Heilfürsorge. Wenn er in den Ruhestand geht hat er Anspruch auf Beihilfe. Seine Familie hat schon immer Anspruch auf Beihilfe.

Was ist mit dem Bundeswehrrahmen-Vertrag?

Der Bundeswehrrahmen-Vertrag ist eine gute Ergänzung. Nicht mehr, nicht weniger. Ein „Problem“ ist nämlich die Absicherung von Auslandseinsätzen. Hier sind gewöhnlich nur friedenssichernde Einsätze abgesichert. Der Rahmenvertrag geht darüber ein wenig hinaus. Da ich aber, wenn ich im Einsatz einen Unfall habe und dann DU bin, einen qualifizierten Dienstunfall hatte und über den Dienstherrn ganz hervorragend abgesichert bin, ist der Rahmenvertrag halt nicht unbedingt überlebensnotwendig.

Worauf müssen also Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Gerade bei Soldaten auf Zeit ist die DBV derzeit die erste Wahl! Das liegt an einer Verlängerungsoption bei Berufswechsel. Denn für gewöhnlich ist der Soldat nicht länger als bis 50-60 versicherbar. Das ist auch in Ordnung, weil Soldaten halt normalerweise nur bis zwischen 53 und maximal 62 im Dienst sind. Der Soldat auf Zeit macht aber früher oder später mal eine Ausbildung für einen zivilen Beruf. Dort arbeitet er dann, wie jeder andere auch, bis 67. Deshalb ist es so sinnvoll, dass die DBV hier die Möglichkeit bietet, ohne neue Gesundheitsprüfung in den neuen Beruf zu gehen und die Laufzeit entsprechend anzupassen.

Neben der DBV scheint nur noch die Signal überhaupt Interesse zu haben, Soldaten zu versichern.

Wichtig ist aber der Zeitpunkt! Wenn der Soldat schon nach § 63 SVG eingestuft ist, ist er meist nur noch über den Rahmenvertrag versicherbar.

Aber wie immer sollte die Auswahl sich am Bedarf und Bedürfnis des Kunden orientieren. Als erstes gilt es Ausschlüsse und Zuschläge zu vermeiden und erst dann die besten Bedingungen zu finden. Wichtig ist auch, dass Soldaten immer an die Anwartschaft für die Krankenversicherung denken. Denn der Anspruch auf freie Heilfürsorge entfällt mit Entlassung bzw. Versetzung in den Ruhestand. Und dann muss ich mich eben irgendwie krankenversichern.

Unterm Strich muss der Soldat wie jeder andere auch für sich prüfen, welche Ausgaben er wie lange zu decken hat. Und der kompetente Vermittler muss ihn dabei unterstützen.

Vereinbare jetzt einen kostenlosen Termin!

Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

Und hier gibt es alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

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Die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-condor-stand-01-19/ Tue, 07 May 2019 06:57:58 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=28213 Die Condor Lebensversicherungs-AG hatte schon immer gut lesbare und insgesamt kundenfreundliche Bedingungen. Das hat sich auch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) nicht geändert. Was besonders gefällt ist, dass der Bedingungstext fast komplett ohne Verweise auf andere Textstellen auskommt. Das macht das Lesen deutlich angenehmer, weil ich nicht immer von einer Stelle zur anderen [...]

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Die Condor Lebensversicherungs-AG hatte schon immer gut lesbare und insgesamt kundenfreundliche Bedingungen. Das hat sich auch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) nicht geändert. Was besonders gefällt ist, dass der Bedingungstext fast komplett ohne Verweise auf andere Textstellen auskommt. Das macht das Lesen deutlich angenehmer, weil ich nicht immer von einer Stelle zur anderen springen muss.

Ebenfalls sehr angenehm ist, dass die Condor viele Fragen beantwortet, auf die der durchschnittliche Leser von Bedingungen vielleicht nicht von alleine gekommen wäre. So haben beispielsweise nur wenige BU-Versicherer geregelt, was passiert, wenn der Kunde während der Vertragslaufzeit wieder gesund wird. Ist die BU-Rente in der Höhe vor Eintritt des Versicherungsfalls oder die Höhe inkl. aller Erhöhungen während der Leistungsdauer versichert?

Was kann die Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19)

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) weiß der Leser, dass er die erfolgten Erhöhungen auf Antrag mitversichern kann und dass diese auch beitragsfrei mitversichert wären, wenn die Berufsunfähigkeit erneut aufgrund derselben Ursachen eintritt. Im nächsten Bedingungsstand kann die Condor dann informieren, was passiert, wenn ich für die erhöhte Rente bezahle und dann aber doch die BU aufgrund derselben Ursache eintritt. Wahrscheinlich zahlt die Condor den Mehrbeitrag verzinst zurück. Analog zu den zu viel gezahlten Beiträgen während einer Leistungsfallprüfung.

Auf Wunsch gestundete Beiträge müssen im Übrigen innerhalb von 12 Monaten zurückgezahlt werden oder sind durch eine Reduktion der Leistung auszugleichen. Beides sind probate Mittel. Die Condor informiert auf Wunsch auch über gegebenenfalls weitere Möglichkeiten des Beitragsausgleichs. Es sind im Einzelfall also auch eventuelle Rückzahlmodalitäten über einen längeren Zeitraum möglich.

Schüler und Hausmänner gelten in der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01/19) als Beruf. Auch bei Studenten prüft der Versicherer die Studierfähigkeit in dem gewählten Studienfach im Leistungsfall. Bei Auszubildenden wird hingegen auf den angestrebten Beruf abgestellt. Das lässt sich nicht so ohne Weiteres allgemeingültig bewerten. Bei handwerklichen Berufen ist davon auszugehen, dass eine Prüfung des Zielberufs eher zum Erfolg führen dürfte, als die Prüfung eines Auszubildenden. Denn der ausgelernte Angestellte sitzt nicht so viel in der Schulbank und kann deswegen wahrscheinlich den BU-Grad von 50% schneller erfüllen.

Man könnte kritisieren, dass der Zielberuf nur schwierig konkret zu beschreiben sein wird. Aber die Condor hält sich hier schlicht und einfach an geltende Rechtsprechung. In dem Urteil des BGH vom 24.02.2010 heißt es, dass die Anforderungen, die an einen angestrebten Beruf zu stellen sind, schon für den Azubi gelten. In dem Urteil geht es zwar um die Nachprüfung, aber es ließe sich mit einigem Recht auch auf die Erstprüfung übertragen.

Verbesserte Dienstunfähigkeitsklausel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19)

Eine eindeutige Verbesserung ist allerdings die neue Beamten-Klausel der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19). Bisher griff die Klausel nur bei der Versetzung in den Ruhestand, was nur bei Beamten auf Lebenszeit grundsätzlich und bei Beamten auf Probe in absoluten Ausnahmefällen möglich ist. Jetzt leistet der Hamburger Versicherer auch bei Beamten auf Widerruf und Beamten auf Probe. Die Klausel ist eine sogenannte echte Dienstunfähigkeits-Klausel, da die Versetzungsverfügung oder Entlassungsurkunde als Nachweis ausreicht. Die Versetzung muss aus gesundheitlichen Gründen erfolgen, was aber auch logisch ist. Sonst wäre es keine Dienstunfähigkeit, sondern ein Vorruhestand.

Bemerkenswert ist, dass es keinerlei zeitliche Einschränkung für die Beamten auf Widerruf oder Probe gibt. Bei einer Entlassung würde die Condor also unbefristet anerkennen und ganz normal in das Nachprüfungsverfahren gehen.

Vertrieblich ist der Tarif damit nicht nur für Beamtenanwärter interessant, sondern auch für Lehramtsstudenten oder alle, die in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, aber eine Verbeamtung in der Laufbahn durchaus möglich ist.

In diesen unseren Zeiten kann es aber auch umgekehrt passieren. Manch ehemaliger Lehrer ist heute Versicherungsmakler.

AU-Klausel immer mitversichert

Dann ist es zumindest nicht schlecht, wenn der Tarif auch über eine sogenannte Arbeitsunfähigkeits-Klausel verfügt. Die Condor leistet für insgesamt 36 Monate, verlangt aber eine zeitgleiche Beantragung der BU-Rente. Das ist selbstverständlich ratsam, aber als Obliegenheit hat der Versicherer eben auch die Möglichkeit bei Nichterfüllung die Leistung zu verweigern.

Gerade bei psychischen Erkrankungen können sich Begutachtungen auch mal über Jahre ziehen. Da wäre es schon gut, die Gewissheit zu haben, auf Vorlage der gelben Scheine schon mal die Leistung zu erhalten.

Aber diese Problematik scheint sich zu einer Philosophiefrage unter den Versicherern zu entwickeln.

Ebenfalls sehr positiv ist, dass die Condor als einer von wenigen auch weiterhin auf die Meldung bei gesundheitlicher Verbesserung im Leistungsfall verzichtet.

Unterm Strich verbessert sich der Tarif vor allem für Beamte und alle, die noch nicht genau wissen, in welchem Angestelltenverhältnis sie den Rest ihres Lebens verbringen möchten. Was wiederum eine recht große Zielgruppe sein dürfte.

Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

Und hier gibt es alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung:

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Die Bayerische BU PROTECT https://bsc-gmbh.com/blog/die-bayerische-bu-protect/ https://bsc-gmbh.com/blog/die-bayerische-bu-protect/#comments Mon, 11 Feb 2019 12:11:13 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4732 Immer, wenn die Bayerische BU PROTECT nachbessert, läuft es den gewissenhaften Bedingungslesern von Berufsunfähigkeitsversicherungen eiskalt den Rücken runter. Denn ich muss nicht nur ein Tarif, sondern vier Tarife neu geprüft werden. Der Versicherer aus München bietet nämlich die Varianten Smart, Komfort, Komfort Plus und Prestige seiner BUV namens BU PROTECT an. Die Bayerische BU PROTECT [...]

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Immer, wenn die Bayerische BU PROTECT nachbessert, läuft es den gewissenhaften Bedingungslesern von Berufsunfähigkeitsversicherungen eiskalt den Rücken runter. Denn ich muss nicht nur ein Tarif, sondern vier Tarife neu geprüft werden. Der Versicherer aus München bietet nämlich die Varianten Smart, Komfort, Komfort Plus und Prestige seiner BUV namens BU PROTECT an.

Die Bayerische BU PROTECT in allen Varianten

Vielleicht hilft es da schon mal von Beginn an einzugrenzen. Die Bayerische BU PROTECT in der Smart-Variante verlangt nämlich nach wie vor eine dauerhafte Prognose. Allerdings bei einer Fiktion von nur 6 Monaten. Außerdem ist hier die abstrakte Verweisung möglich, was im Leistungsfall vor allem dann unangenehm werden kann, wenn der bei Eintritt der BU ausgeübte Beruf keine besondere Ausbildung verlangt oder ein besonders hohes Gehalt erzielt wurde.

Denn auch die abstrakte Verweisung müsste die Lebensstellung, den Bildungsstand und das Einkommen berücksichtigen.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Bayerische BU PROTECT Prestige

Die Bayerische BU PROTECT in der Variante Prestige verzichtet auf die Anwendung des §163 VVG, was bedeutet, dass bei einer Fehlkalkulation die Prämie nicht über den Brutto-Beitrag angepasst werden dürfte. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, in den ersten 5 Jahren ohne besonderen Anlass die Nachversicherungsgarantie zu ziehen. Ebenso ist eine einmalige Leistung bei Eintritt einer schweren Krankheit von 3 Monatsrenten bei gleichzeitiger BU oder die Leistung von 6 Monatesrenten, wenn nur eine der versicherten Krankheiten vorliegt.

Bayerische BU PROTECT Komfort und Komfort Plus

In meinen Augen sind die Varianten Komfort von der Bayerische BU PROTECT für Beamte sehr interessant und die Variante Komfort Plus für Angestellte. Beide verfügen über eine vollständige und echte Dienstunfähigkeitsklausel. Gerade für Lehramtsstudenten oder Beamte auf Widerruf und Probe ist die Bayerische BU PROTECT also eine ernstzunehmende Alternative. Hier findest du übrigens alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung.

Die Plus-Variante hat zusätzlich eine sogenannte AU-Klausel, die schon bei Krankschreibung leistet. Diese wäre für Beamte überflüssig, aber für Angestellte verhilft sie zu einem vereinfachten Zugang zur Leistung, da die Bayerische auf eine zeitgleiche Beantragung der BU-Rente verzichtet. So muss ich im Leistungsfall keine 60 Seiten Antrag ausfüllen, was für einen psychisch Erkrankten sicherlich eine zu große Herausforderung wäre, sondern kann einfach 6 Monate Krankschreibungen einreichen. Eine muss dabei vom Facharzt sein. Aber wer nach ein paar Monaten Krankschreibung noch nicht beim Facharzt war, dem kann eh kaum noch geholfen werden.

Viele Klarstellungen

Die Verbesserungen der Tarife sind größtenteils Klarstellungen. Allerdings sind diese bestandswirksam. Sie gelten also auch für bestehende Verträge. Das finde ich wiederum sehr positiv.

Persönlich interessant finde ich den Wegfall der Meldepflicht bei gesundheitlicher Verbesserung. Zwar wird in der Praxis nur selten ein Versicherer darauf bestehen, aber es erscheint mir grundsätzlich unsinnig, dem Kunden abzuverlangen, selbständig festzustellen, wann sein Zustand im Sinne der Bedingungen relevant verbessert ist und wann nicht. Deswegen finde ich es gut, dass die Bayerische zukünftig darauf verzichtet.

Vertrieblich am interessantesten ist die Verbesserung der Nachversicherungsmöglichkeiten. Diese kann ich jetzt auch bedingungsgemäß dann nutzen, wenn ich vorher schon mal vorübergehend BU war. Das hat die Bayerische in der Praxis schon so gehandhabt, ist nun aber quasi amtlich und in den AVB festgehalten.

Leider beträgt die Meldefrist weiterhin 6 Monate. Da wäre noch Potential nach oben. Dass es nun drei neue Nachversicherungsereignisse gibt, ist nett, aber auch nicht mehr. Richtig gut ist hingegen, dass ich zukünftig pro Ereignis um 150% erhöhen kann und das bis zu 5 Mal. Bisher war ich begrenzt auf 100% und maximal 3 Mal. Insgesamt darf ich bis zu 36.000 Euro Jahresrente erhöhen, was in den meisten Fällen ausreichend sein dürfte.

Eine Art Anwartschafts-Versicherung ist möglich

So ist meine alte Idee von der Anwartschaftsversicherung in der BU PROTECT young sinnvoll umsetzbar. In dem Starter-Tarif der Bayerischen ist es nämlich möglich, einen Schüler gegen einen Mindestbeitrag von 5 Euro im Monat abzusichern. Die Rente betrüge dann etwa 150 Euro. Was selbstverständlich zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig wäre. Betrachte ich das aber als Anwartschaft, um meinen Gesundheitszustand abzusichern, könnte ich nun im ersten Schritt auf 375 Euro erhöhen und schon im zweiten auf über 900 Euro. Schon nach dem dritten Ereignis wäre ich auf einer vernünftigen Absicherungshöhe.

In allen Fällen, wo den Eltern eine umfassende Absicherung der Schüler zu teuer wäre, könnte diese „Anwartschaft“ eine sinnvolle Lösung sein.

Unterm Strich hat sich die Bayerische wieder im Detail gesteigert und bleibt fest in der Top Ten der Anbieter einer BUV verankert. Gerade für junge Beamte, aber auch Schüler und Studenten sind die Tarife Komfort und Komfort Plus sehr interessant.

VEreinbare einen kostenlosen Termin!

Wer mehr wissen will, findet hier noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

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Was ist bei der DU-Klausel wichtig? https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-bei-der-du-klausel-wichtig/ https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-bei-der-du-klausel-wichtig/#comments Thu, 31 Jan 2019 13:35:28 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4714 Jeder Beamte steht mal vor der Frage: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Versicherer kannst du da nicht fragen, weil eben immer nur das wichtig ist, was der eigene Tarif am besten kann. Ist auch logisch. So funktioniert halt Vertrieb. Ein Marktvergleich aller Anbieter ist hier. Ich will mal versuchen, die Frage zu klären. Dabei [...]

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Jeder Beamte steht mal vor der Frage: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Versicherer kannst du da nicht fragen, weil eben immer nur das wichtig ist, was der eigene Tarif am besten kann. Ist auch logisch. So funktioniert halt Vertrieb. Ein Marktvergleich aller Anbieter ist hier.

Ich will mal versuchen, die Frage zu klären. Dabei sind zwei Dinge zu beachten:

1. Ich belege meine Meinung gerne mit Gesetzestextes. Aber das geht nicht immer. In diesen Fällen handelt es sich einfach um meine Meinung. Jeder darf eine andere haben. Und ich bin auch immer offen für Neues.

2. Ich gehe davon aus, dass Beamte total normale Menschen sind. Mit genau dem gleichen Bedarf. So im Schnitt.

Was ist bei der DU-Klausel wichtig?

Wichtig ist an sich nur, dass die DU-Klausel echt ist. Das bedeutet, der Versicherer kann nicht selbst prüfen, ob eine Dienstunfähigkeit vorliegt. Die Versetzung in den Ruhestand wegen DU stellt für den Versicherer eine unwiderlegliche Vermutung dar. Ausführlich hab ich das Thema schon mal hier behandelt. Aber ganz kurz: Wenn in der Klausel steht, dass für eine Leistung DU vorliegen muss UND ich deswegen in den Ruhestand versetzt werden muss, dann ich die Klausel NICHT echt. Der Versicherer kann überprüfen, ob die DU vorliegt. Und das nach § 26 Beamtenstatusgesetz. Der Paragraf bietet einiges an Verweisbarkeit. Der Dienstherr könnte von dem Beamten eine Qualifizierungsmaßnahme verlangen, um ihn dann verweisen zu können.

Und auch wichtig ist, dass die Klausel auch bei einer Entlassung greift. Beamte auf Widerruf können nicht in den Ruhestand versetzt werden. Und Beamte auf Probe nur in Ausnahmefällen. Es gibt also kein Ruhegehalt. Da wäre es schon schön, wenn ich einfach und schnell Leistung aus meiner DU-Klausel erhalte.

Dienstunfähigkeit aus medizinischen Gründen?

Manchmal höre ich, dass es einen Unterschied macht, ob der Versicherer in den Bedingungen medizinische Gründe oder ein amtsärztliches Zeugnis für die Versetzung in den Ruhestand verlangt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Denn das amtsärztliche Zeugnis kann ja dem Beweis der medizinischen Gründe dienen.

Andersrum kann es aber dann für den Beamten dünn werden, wenn er sich der Untersuchung oder Beobachtung des Amtsarztes entzieht. Nach Artikel 65 (2) Satz 2 kann das auch zur Versetzung in den Ruhestand führen. Hört sich verrückt an, steht aber so geschrieben.

Ich möchte es allerdings nicht ausschließen, dass der eine oder andere Versicherer, der die medizinischen Gründe verlangt hat, in der Nachprüfung das weitere Vorliegen der medizinischen Gründe verlangt. Das wäre allerdings einigermaßen unsinnig, da es ja keinen DU-Grad gibt, der die Leistung auslöst, sondern die Ruhestandsversetzung der Auslöser war. Die medizinischen Gründe müssen nur dazu geführt haben, nicht fortbestehen. Ich kenne keinen Fall, wo das ein Versicherer versucht hat und will auch keinen dazu anregen.

Was ist bei der DU-Klausel wichtig: Spezielle Dienstunfähigkeit

Auch Polizisten fragen sich: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Wie aus der Pistole geschossen (Haha!) kommt da meist die spezielle Dienstunfähigkeit. Das bin ich als Polizist oder Feuerwehrmann, wenn ich den besonderen Anforderungen meines Dienstes nicht mehr genüge. Die Versicherer würden über diese SDU-Klausel für ein paar Jahre die Leistung zahlen.

Ich persönlich sehe den Bedarf nicht. Wenn ich nicht mehr den besonderen Anforderungen genüge, werde ich entweder in den Ruhestand versetzt. Dann bekomme ich die Leistung über die DU-Klausel. Alles ist gut.

Wenn ich nicht in den Ruhestand versetzt werde, werde ich ins Büro versetzt. Ich bekomme weiterhin das gleiche Grundgehalt wie vorher. Keine Zulagen wegen Schichtdienst. Das wären knapp 2,50 Euro für Nachtdienst und etwa 5 Euro für Sonn- und Feiertage pro Stunde. OK, das kann schon ein bisschen was werden. Aber ich muss halt nicht mehr nachts oder sonntags arbeiten. Das ist doch auch schön.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt auch für Beamte. Meistens.

Sollte die Einbuße mehr als 20% sein, würde meine Berufsunfähigkeitsversicherung einspringen. Jede DU-Klausel gilt ergänzend zu den normalen BU-Bedingungen. Außer bei der Signal. Da ersetzt die DU-Klausel die BU-Klausel.

Wer wegen spezieller Dienstunfähigkeit nicht mehr arbeiten kann, ist in der Regel berufsunfähig. Denn BU bin ich auch schon dann, wenn ich kein sinnvolles Arbeitsergebnis mehr erzielen kann. Und ein Feuerwehrbeamter, der zwar immer auf den Brand warten kann, aber wenn es passiert, nicht ins Haus rennen kann, kann kein sinnvolles Arbeitsergebnis erzielen.

Deswegen würde ich für die spezielle DU-Klausel kein Geld ausgeben. Als Vermittler würde ich sie erklären und anbieten. Allein schon, damit kein Mitbewerber später behauptet, die Klausel sei so wichtig 🙂

Was ist bei der DU-Klausel wichtig: Die Teil-Dienstunfähigkeit

Die Teil-DU gibt es eigentlich nicht. Es gibt begrenzte Dienstfähigkeit. Wenn ein Beamter nur noch 50% oder mehr arbeiten kann, kann er begrenzte Dienstfähigkeit beantragen. Dann wird seine Arbeitszeit gekürzt. Und im gleichen Umfang seine Besoldung.  So weit, so in Ordnung. Beamte bekommen aber noch zusätzlich einen Ausgleich vom Dienstherren. In Bayern sind das 50% des Unterschiedes von vorher und nachher. Vorher 4000 Euro, nachher 2000 Euro, dann gibt der Dienstherr 1000 Euro oben drauf.

In Hessen sind es 10% von dem, was ich vorher verdient hab. Mindestens 300 Euro. Wenn ich noch über 80% dienstfähig bin, werden aber pro 1% 5% vom Zuschlag wieder abgezogen.

In Niedersachsen sind es nur 5%, aber mindestens 250 Euro.

Da sag ich mal, grundsätzlich ist es voll lieb, dass der Dienstherr was dazu zahlt. Mit dem Geld könnte man wahrscheinlich klar kommen.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Beamter im schlimmsten Fall immer noch 500 Euro mehr bekommt, als ein Angestellter im Durchschnitt bei Erwerbsminderung. Denn Beamte erhalten 1400 Euro Mindestversorgung. Weniger gibt es niemals.

Also, auch für die Teil-DU würde ich kein Geld ausgeben. Ich würde es erklären und dann den Beamten entscheiden lassen.

Also: Was ist bei der DU-Klausel wichtig?

Die Antwort auf die Frage "Was ist bei der DU-Klausel wichtig?" lautet also, eigentlich nicht viel. Die DU-Klausel ist so oder so nur ein erleichterter Zugang zur Leistung. In 99,9% aller Fälle bin ich berufsunfähig, wenn ich dienstunfähig bin. Der Nachweis ist halt einfacher über die Ruhestandsversetzung als über die BU-Leistungsprüfung. Deshalb sollte die Klausel echt sein und auch für Beamte auf Widerruf und Probe gelten. Denn da ist der Bedarf noch am höchsten.

Zusätzlicher Schutz, wie die spezielle oder die Teil-DU sind in meinen Augen kein wirklicher Mehrwert. Die spezielle DU ist maximal ein erleichterter Zugang zur Leistung. Die Teil-DU geht über den Bedarf hinaus. Ich verstehe nicht, wieso ein Beamter, der aus gesundheitlichen Gründen einen höheren Versorgungsbedarf haben soll, als ein Angestellter, der Teilzeit arbeitet und nur dann zusätzlich was bekäme, wenn er in keinem Beruf am allgemeinen Arbeitsmarkt zwischen 3-6 Stunden arbeiten könnte.

Aber ich muss die Möglichkeiten dem Kunden aufzeigen und sauber dokumentieren, dass diese nicht gewünscht waren. Auch klar. Ich sehe mich jedoch nicht in der Pflicht, standardisiert meinen Kunden unnützen Schutz zu verkaufen, um im Zweifel nicht haften zu müssen. Da bin ich eher für Aufklärung und der Kunde darf dann entscheiden.

Wer noch mehr über die Dienstunfähigkeits-Versicherung wissen will, findet hier alles:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

 

 

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-universa-stand-08-18/ Mon, 29 Oct 2018 08:07:28 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4618 Ich hab mir mal die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) angesehen und als erstes muss ich mich wieder über die Namen lustig machen. Nicht böse gemeint. Ich kann das ja auch irgendwie verstehen. Marketing ist ungeheuer wichtig, wenn ich etwas verkaufen will, das weder zu sehen noch zu spüren ist. Deswegen müssen sich die [...]

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Ich hab mir mal die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) angesehen und als erstes muss ich mich wieder über die Namen lustig machen. Nicht böse gemeint. Ich kann das ja auch irgendwie verstehen. Marketing ist ungeheuer wichtig, wenn ich etwas verkaufen will, das weder zu sehen noch zu spüren ist. Deswegen müssen sich die Versicherer bei ihren Produkten auch richtig ins Zeug legen. Mittlerweile sind wir bei den Produktbezeichnungen aber auf einem Level angelangt, der den Kunden verwirren muss.

Anfangs hießen die Basis-Tarife, die quasi nur den GDV-Standard bieten, auch einfach Basis. Dann kamen die ersten Bezeichnungen wie smart oder komfort. Jetzt kommt die uniVersa mit einer Berufsunfähigkeits-Versicherung, die in den Tarifvarianten Exklusiv und Premium abzuschließen ist.

Da muss ich erstmal überlegen, was besser ist…

Um es kurz zu machen: Premium enthält eine Arbeitsunfähigkeits-Klausel, die bereits bei einer Krankschreibung leisten würde und zahlt eine sogenannte Wiedereingliederungshilfe. In der Exklusiv-Variante ist das exkludiert <– Wortwitz!

Aber es ist nicht unbedingt fair, der uniVersa dieses Verhalten vorzuwerfen, da es am Markt üblich zu werden scheint. Denn ansonsten ist erscheint der Versicherer aus Nürnberg in seinem Produktinformationsblatt und den AVB ehrlich. Und, soviel kann ich vorweg nehmen, keine der Varianten ist schlecht. Sie könnten Solide und Gut heißen.

Was kann die Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18)

Interessant ist das Produktinformationsblatt, das sehr übersichtlich gestaltet ist. Hier weißt der Versicherer ausdrücklich darauf hin, dass altersentsprechender Kräfteverfall nicht versichert ist. Der Hinweis ist an sich überflüssig, aber eben doch interessant, da es um den altersentsprechenden Kräfteverfall unter den BU-Experten immer wieder Meinungsverschiedenheiten gibt.

Die uniVersa folgt anscheinend der Meinung, dass altersentsprechender Kräfteverfall eine BU auslösen könnte und möchte deutlich machen, dass nur bei mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall geleistet wird.

Die AVB der Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) sind insgesamt übersichtlich, aber es finden sich recht viele Querverweise, die das Lesen mit der Zeit etwas anstrengend machen.

Leistung ab dem ersten Tag

Der Leistungsauslöser ist sauber definiert und auch die Zumutbarkeit in der konkreten Verweisung ist kundenfreundlich gestaltet. Die Zumutbarkeit bei der Umorganisation könnte sich daran orientieren, verzichtet aber auf die maximale Grenze von 20% Einkommenseinbuße. Die uniVersa prüft auch bei endgültigem Ausscheiden aus dem Berufsleben den zuletzt ausgeübten Beruf, was dem gehobenen Marktstandard entspricht.

Sehr gut ist, dass die uniVersa als einer der wenigen Versicherer bereits ab dem ersten Tag der BU leistet. Normalerweise beginnt die Leistung mit dem Ersten des Folgemonats.

Ich geh mal davon aus, dass die Leistung genauso taggenau auch wieder eingestellt wird, weshalb hier der Vorteil dann wieder genommen sein könnte. Aber es käme halt drauf an…

Definition für Schüler und Studenten

Die Definitionen für Schüler und Studenten in der Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) gefallen auch. Studenten werden in der zweiten Hälfte des Studiums in der konkreten Verweisung auf den für gewöhnlich erreichten Beruf abgestellt. Das ist ein großer Vorteil, weil ein Akademiker sicherlich besser verdient als ein Student. Und die konkrete Verweisung ist nur möglich, wenn der neu ausgeübte Beruf hinsichtlich des Verdienstes und der Lebensstellung vergleichbar ist.

Die Definition für Studenten in der ersten Hälfte des Studiums liest sich hingegen nicht so toll, aber es ist der uniVersa positiv anzurechnen, dass sie es ausdrücklich ausformuliert. Die meisten anderen Versicherer belassen es dabei, die positive Abweichung darzustellen.

Leistung bei Krankschreibung

Die Premium-Variante leistet bei Krankschreibung nach 4 Monaten, wenn eine Krankschreibung für weitere 2 Monate vorliegt. Die maximale Leistungsdauer liegt bei 24 Monaten. Die Leistung aus der AU-Klausel kann nicht rückwirkend beantragt werden, sondern muss innerhalb der Zeit, in der ich krankgeschrieben bin, erfolgen. Eine Fiktion ist bei der AU-Klausel explizit ausgeschlossen. Ich benötige also immer eine laufende Krankschreibung. War ich tatsächlich 6 Monate AU, löst das nur die Leistung aus, wenn ich eine weitere Krankschreibung habe, die noch läuft.

Es ist auch denkbar, dass der Versicherer mit dem Ausschluss der Fiktion gemäß der BU-Bedingungen nur klarstellen will, dass wir bei der AU-Klausel schon nach 4 Monaten die Fiktion erfüllt haben.

In beiden Fällen müssen wir aber die Leistung während der Krankschreibung beantragen, was bei psychischen Erkrankungen schon mal ein Problem sein kann.

Die Klausel gehört zur dritten Generation, da sie auf eine gleichzeitige Beantragung Berufsunfähigkeit verzichtet. Auf diesem Niveau sind weniger als 15 Klauseln am Markt einzuordnen.

Optionale DU-Klausel

Die uniVersa bietet auch eine Leistung bei Dienstunfähigkeit an. Im Marktvergleich kommt diese aber nicht in die Top 5, weil es eine unechte DU-Klausel ist. Die Entlassung oder Versetzung in den Ruhestand alleine reicht nicht aus, um die Leistung zu beantragen. Es muss auch noch unabhängig davon Dienstunfähigkeit nachgewiesen werden. Die Grundlage dazu bildet der § 26 Beamtenstatusgesetz. Den Nachweis führt der Kunde, entscheiden darf der Versicherer.

Unterm Strich

Unterm Strich ist die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) eine solide bis gute BUV. Bei einer guten Annahme meines Kunden ist sie auch mal eine Alternative. Auch wenn sie mit dem Premium-Tarif eher in der Top Twenty als in der Top Ten anzusiedeln ist.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka Stand 01.01.2018 https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-debeka-stand-01-01-2018/ https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-debeka-stand-01-01-2018/#comments Tue, 23 Oct 2018 05:08:37 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4577 Vorweg möchte ich sagen, dass es für mich immer schwierig ist, Tarife der Ausschließlichkeit zu bewerten. Ich versuche grundsätzlich immer neutral zu sein und bin auch eher wohlwollend als mir Parteilichkeit unterstellen zu lassen. Dem nachfolgenden Text scheint diese Neutralität abhanden gekommen zu sein. Aber ich schwöre, ich hätte was Positives über die Berufsunfähigkeitsversicherung der [...]

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Vorweg möchte ich sagen, dass es für mich immer schwierig ist, Tarife der Ausschließlichkeit zu bewerten. Ich versuche grundsätzlich immer neutral zu sein und bin auch eher wohlwollend als mir Parteilichkeit unterstellen zu lassen. Dem nachfolgenden Text scheint diese Neutralität abhanden gekommen zu sein. Aber ich schwöre, ich hätte was Positives über die Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka geschrieben, hätte ich etwas Positives gefunden.

Lass es dir persönlich erklären!

Ich weiß nicht, ob das so ein Ding der Ausschließlichkeit ist, aber es fällt schon auf, dass die Bedingungen der DEVK, die der Aachen Münchener und jetzt auch die AVB der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka sich als PDF nicht markieren lassen. Das nervt ein bisschen, weil ich dann einen Baum abholzen muss, um die auszudrucken. Und so genervt sitz ich dann mit Marker und Papier da, als wäre es 1994 oder so.

Besonderheiten der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka

Aber gut. Ich beruhige mich mal. Das erste, was an der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka auffällt ist eine 25/75-Regelung. Und zwar als Standard. Das bedeutet positiv formuliert: Ich erhalte schon ab 25% einen Teil der Leistung! Hurra!

Negativ formuliert bedeutet das: Ich muss 75% erreichen, um 100% der Leistung zu erhalten. Buh!

Es gibt einige Statistiken zu diesem Thema, die die Vor- und Nachteile zu beleuchten versuchen. Manche besagen, dass 75% aller BU-Fälle auch tatsächlich zu 75% BU sind. Wenn ich das kritisch betrachte, frage ich mich, welcher Gutachter da draußen ernsthaft mehr prüft als ob ein Versicherter zu weniger oder mehr als 50% BU ist. Denn für gewöhnlich gibt es eben in dem einen Fall 100% der Leistung und im anderen 0%. Weitere Differenzierung wäre überflüssig.

Weil ich die Quellen dazu aber sowieso nicht prüfen kann, versuch ich mal, das Ganze logisch zu bewerten.

Ich persönlich denke, es ist schwierig genug, dem Versicherer zu beweisen, ob 50% oder nicht vorliegen. Wenn es nun aber für den Versicherer wirtschaftlich relevant ist, ob 60% oder 65% vorliegen, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Leistungsprüfung um ein Vielfaches nerviger ist. Da dürfte es das eine oder ander Gutachten zusätzlich geben.

Ich würde da immer einfach Stephan Kaiser einschalten…

Zum Glück gibt es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka auch die Variante 50, die dann eben so leistet, wie wir es von allen anderen Anbietern auch kennen. Ihr hättet also die 10 Zeilen vorher überhaupt nicht lesen müssen. Zu spät.

Der Leistungsauslöser der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka

An der Definition der Berufsunfähigkeit an sich gibt es eigentlich nie was zu meckern. Hier aber dann schon. Zumindest im Tarif  BLV19 Stand 01.01.2018.

In der vorliegenden Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka liegt der Prognosezeitraum bei 3 Jahren. Marktüblich sind 6 Monate. Die Fiktion liegt wiederum bei 6 Monaten, was ok ist. Für gewöhnlich geht es im Leistungsfall nämlich immer um die Fiktion bzw. den fingierten Prognosezeitraum. Denn normalerweise erhalte ich keine Prognose von 6 Monaten. Ich muss warten, bis ich tatsächlich 6 Monate BU bin und dann eine dauerhafte BU fingiert wird.

Der Tarif BLV59 hat einen normalen und einen fingierten Prognosezeitraum von 6 Monaten.

Zumutbarkeit bei Umorganisation und Nachprüfung

Selbständige UND Angestellte mit Weisungs- und Direktionsbefugnis können auf eine zumutbare Umorganisation verwiesen werden. Die Zumutbarkeit ist nicht gut definiert. Und was ein weisungsbefugter Angestellter ist, auch nicht. Das ist ziemlich schlecht. Und das ist in beiden Tarifen schlecht.

Die Nachprüfung ist konsequenterweise ähnlich schlecht wie die Umorganisation definiert. Es wird auf die geltende Rechtsprechung der Oberlandesgerichte verwiesen was die Einkommenseinbußen betrifft. Der Tarif BLV59 setzt aber eine harte Grenze für die zumutbare Einkommenseinbuße von 30%. Der Markt ist hier bei 20%. Ich dürfte also 79% meines alten Gehalts verdienen und würde weiterhin Leistung erhalten, sofern ich in meinem alten Beruf noch BU bin. Bei der Debeka dürfte ich maximal 69% des alten Gehalts verdienen.

Ausscheiden aus dem Berufsleben

Wer für mehr als drei Jahre aus dem Berufsleben ausscheidet, kann im Leistungsfall abstrakt verwiesen werden. Grundsätzlich ist es schon nicht leicht, aus dem Berufsleben auszuscheiden. Dazu müsste ich entweder eine Rente wegen Erwerbsminderung oder Alters beziehen oder eben freiwillig nicht mehr arbeiten. Wer arbeitssuchend ist, ist nicht aus dem Berufsleben ausgeschieden. Wenn das der Versicherte nicht weiß, könnte der Versicherer aber trotzdem einfach mal versuchen. Das gilt wieder für beide Tarife.  Andere Versicherer verzichten auf diese Befristung vollständig.

Was vor allem in Kombination mit der 25/75-Regelung problematisch ist, ist die Meldepflicht bei Minderung des BU-Grades. Mal im Ernst: Woher soll der Kunde wissen, ob er zu 45% oder 40% BU ist? Gilt wieder für beide Tarife.

Beide Tarife leisten nicht bei Krankschreibung. Eine AU-Klausel gibt es also nicht.

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Die Dienstunfähigkeitsklausel

Die Dienstunfähigkeitsklausel muss über den Tarif BLV20 gebucht werden. Hier gibt es für die BU-Leistung nur die Regelung 25/75… Das halte ich für sehr, sehr problematisch, weil die 25%ige BU schon lange vor einer DU vorliegen kann. Ich muss also so oder so mal auf BU prüfen. Gibt es vielleicht noch einen Tarif BLV21 oder sowas?

Ein geschätzter Debeka-Vertreter hat mich wissen lassen, dass die Regelung tatsächlich dazu gedacht ist, um Einkommenseinbußen auch dann abzufangen, wenn der Beamte noch begrenzt dienstfähig ist. Das ist in sich schlüssig und sinnvoll. Im Leistungsfall wird es aber sicher nicht unbedingt leicht. Und die Leistung bei begrenzter DU gäbe es ja auch… Aber vertrieblich durchaus ok.

Die BU-Definition entspricht der des Tarifes BLV19.

Grundsätzlich ist die DU-Klausel nicht schlecht. Sie ist echt und vollständig. Es gibt, wie oben erwähnt, sogar ne Leistung bei begrenzter Dienstfähigkeit.

Aber der Beamte auf Widerruf und Probe muss nach 6 Jahren in die BU-Prüfung. Und da muss ich dann eine 75%ige BU nachweisen, um volle Leistung zu erhalten. Das ist dann schon doof. Da gibt es bessere Lösungen für Beamte.

Zusammenfassung der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka

Unter Strich ist der Tarif der Debeka ein Feuerwerk der Mittelmäßigkeit. Ich muss mal überlegen, ob es nicht Berufe gäbe, wo eine 25/75-Regelung sinnvoller wäre. Aber grundsätzlich gibt es eigentlich immer eine bessere Alternative am Markt. Doch wer weiß… Wenn die Annahme deutlich besser ist, dann kann ich dem Kunden ja die Nachteile erklären und dann könnte das mal sinnvoll sein… Aber bei gleicher Annahme gibt es in meinen Augen keine Argumente für die Debeka.

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Der Beitrag Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka Stand 01.01.2018 erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

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