Die Lebensversicherung war in den wortwörtlich vergangenen Jahrzehnten eine sichere Kapitalanlage. Mittlerweile ist das wegen staatlicher Regulierung und niedriger Zinsen nicht mehr so. Die klassische Lebensversicherung gibt es kaum noch und die Rentenversicherung ist eine Absicherung des schönen Risikos der Langlebigkeit.

Doch der Ruf der alten Zeit hallt noch nach in den Köpfen der Kunden. Deshalb ist es nachvollziehbar, wenn die Versicherer versuchen, das Bedürfnis nach Rendite zu befriedigen. Der Bedarf an sinnvoller Risikoabsicherung ist weniger werbewirksam.

Nachdem noch vor kurzer Zeit Mehrtopf-Hybride ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Sicherheit versprachen, muss man sich nun der Rentenversicherung mit klassischem Deckungsstock noch ein wenig dichter annähern, um dieses Versprechen auch heute noch geben zu können.

Tatsächlich ist die Renditeerwartung in einer normalen Index-Rente nicht deutlich über der einer klassischen Rentenversicherung anzusiedeln. Deshalb hat die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. die Index-Idee weitergedacht.

Die Stuttgarter Index-Rente: Das Beste draus gemacht!

Die Stuttgarter Index-Rente begrenzt positive Renditen nicht durch einen sogenannten Cap. Der Kunde partizipiert am Ergebnis des Index prozentual. Sowohl Cap als auch die Partizipationsquote begrenzen das Anlagerisiko des Versicherers. In beiden Modellen wird das Anlagerisiko des Versicherten dadurch begrenzt, dass im schlimmsten Fall die in die Option eingebrachten Überschüsse verpuffen. Das Vermögen des Kunden bleibt jederzeit im Deckungsstock des Versicherers.

Während der Cap monatlich greift, aber negative Rendite mit in die Bilanz einfließen, gab es in diesem Modell in der Vergangenheitsbetrachtung der letzten 15 Jahre acht Jahre mit einer Null-Entwicklung. Im gleichen Zeitraum wäre dies bei der Stuttgarter Index-Rente nur zwei Mal vorgekommen. Bei  Cap-Modellen auf Aktien-Indices gab es in der Vergangenheit ein hohes Risiko auf Nuller-Jahre. Dieses Risiko hat die Stuttgarter deutlich reduziert.

Der fußballaffine Leser kennt dieses Phänomen („Schiedsrichterentscheidungen gleichen sich über die Saison aus“).

Sinnvoller Multi-Asset-Ansatz

Ein weiterer Faktor, der es wahrscheinlicher macht, dass die Stuttgarter auf Zeit stabilere Rendite erwirtschaften wird, ist der firmeneigene Multi-Asset Index M-A-X. Der Versicherer setzt hier nicht, wie üblich, auf einen Index, sondern hat Aktien, Immobilien, Gold und Renten im Portfolio.

Alle drei Monate wird neu gewichtet. Dabei fallen 50% auf die Anlageklasse, die in den vergangenen drei Monaten am besten lief, 30% auf die zweitbeste und 20% auf die drittbeste. Die vierte Klasse wird für die nächsten drei Monate nicht berücksichtigt.

Man könnte darüber streiten, ob es nicht bessere Kriterien gäbe als eine dreimonatige Rückwärtsbetrachtung. Immerhin könnte man ebenso argumentieren, dass eine Anlage, die zuletzt schlecht lief, ein besseres Potential hat, als eine, die im letzten Vierteljahr heiß lief.

Andererseits ist eine Festlegung auf drei Monate in Zeiten von minütlichen Korrekturen durch computergesteuerte Kontrollmechanismen auch wieder beruhigend unaufgeregt, was einer stabilen Anlage sicherlich nicht im Wege steht.

Als weiteren Sicherungsmechanismus wird der Geldmarkt genutzt, um Schwankungen auszugleichen. Je niedriger die Schwankungen, umso besser wird dies funktionieren.

Garantie über das Sicherungsvermögen

Die Indexbeteiligung finanziert sich aus den Überschüssen des Deckungsstocks der Stuttgarter, in den die Beiträge der Kunden der Indexrente fließen. Wer eine höhere Rendite erzielen mag, kann sich für 1,5% seines Vertragsguthabens 50% mehr Partizipation am M-A-X finanzieren. Bei einer Rendite von 6% und einer normalen Beteiligung von derzeit 82% plus die 50% läge die persönliche Rendite dann bei 7,92%, also 132% von 6%.

Dieser sogenannte Index-Turbo rechnet sich bei der Stuttgarter Index-Rente ab einer jährlichen Wertentwicklung des Stuttgarter M-A-X Multi-Asset Index von 3,1%.

Sollte sich die Marktlage weiter verschlechtern und somit die Bruttobeitrags-Garantie gefährden, ist jederzeit die sichere Verzinsung des Deckungsstocks ohne Index-Beteiligung wählbar. Wahlweise steht es dem Kunden frei, auf die Beitragsgarantie zu verzichten, um weiter am Index partizipieren zu können.

Anlage und Langlebigkeit in Balance in der Rentenversicherung

Da die Stuttgarter Index-Rente, wie die meisten anderen Index-Renten ebenfalls, eher renditeorientiert ist als ein Absicherungsprodukt der Langlebigkeit, gilt der garantierte Rentenfaktor nur für das Garantie-Kapital. Das übersteigende Kapital verrentet die Stuttgarter nach den dann gültigen Grundlagen.

Ob das Kapital später auch mal sinnvoll zu verrenten ist, lässt sich also nicht mit Gewissheit sagen.

Die Stuttgarter Index-Rente ergibt durchaus Sinn. Sie lässt sich, je nach Risikoneigung, parallel zu einer klassischen oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung mit garantiertem Rentenfaktor abschließen. Da der Kunde auch im Rentenbezug aus der Indexrente Kapital entnehmen kann, bliebe er auch im Alter finanziell flexibel.

Wer sich beides nicht leisten kann, sollte aber zunächst das Risiko des hohen Alters absichern, bevor er nach hoher Rendite schielt.

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