Altersvorfreude Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/altersvorfreude/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Fri, 24 Oct 2025 06:08:14 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png Altersvorfreude Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/altersvorfreude/ 32 32 ETF-Rentenversicherung vs. ETF-Depot https://bsc-gmbh.com/blog/etf-rentenversicherung-vs-etf-depot/ Mon, 06 Nov 2023 09:59:56 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=101493 In Deutschland haben wir alle das Privileg, in einem Sozialstaat leben zu dürfen - wir können uns glücklich schätzen, in einem Land zu Hause zu sein, das eines der besten Gesundheitssysteme der Welt vorzuweisen hat, in dem nachweislich niemand hungern muss und in dem wir dann Hilfe bekommen, wenn unsere Existenz bedroht zu sein scheint. [...]

Der Beitrag ETF-Rentenversicherung vs. ETF-Depot erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
In Deutschland haben wir alle das Privileg, in einem Sozialstaat leben zu dürfen – wir können uns glücklich schätzen, in einem Land zu Hause zu sein, das eines der besten Gesundheitssysteme der Welt vorzuweisen hat, in dem nachweislich niemand hungern muss und in dem wir dann Hilfe bekommen, wenn unsere Existenz bedroht zu sein scheint.

Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Denn unser soziales System ist teuer. Und es stammt in seiner grundlegenden Idee aus einer Zeit, in der wir nicht mit den heutigen Herausforderungen konfrontiert gewesen sind: Demografischer Wandel, Hyperinflation und steigende Lebenserwartung.

Warum kann ich mich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen?

Die gesetzliche Rente basiert auf dem ungeschriebenen Gesetz des Generationenvertrages. Dabei zahlen die heutigen Arbeitnehmer via Umlage ihrer Einzahlungen die monatliche Rentenzahlung der heutigen Rentner. Ein System, das in einer Gesellschaft mit vielen jungen Leuten wunderbar funktioniert, doch der demografische Wandel macht uns einen Strich durch die Rechnung. So kommen laut Demografie Portal Bund-Länder schon heute nur noch 2,1 Arbeitnehmer auf einen Rentner. Die Zahl der Arbeitnehmer ist weiter sinkend und bereits heute werden knapp 30% der Steuerzahlungen als Zuschuss fürs Rentensystem genutzt

Der bekannte Rentenexperte Professor Bernd Raffelhüschen warnt alarmierend, dass wir auf ein Bruttorentenniveau von 38-40% sinken werden. Laut ihm müssen die meisten jungen Menschen mit einer gesetzlichen Rente von weniger als 600 Euro realer Kaufkraft auskommen.

„Kein noch so gutes Rentenversicherungssystem kann es verkraften, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner einen immer längeren Rentenbezug finanzieren.“
-Walter Riester

Es bleibt also festzuhalten, dass wir unseren Vermögensaufbau und unsere Altersvorsorge nicht allein dem Staat überlassen dürfen. Wir müssen uns von der staatlichen Rente unabhängig machen, diese maximal als einen Zuschuss sehen. Denn ohne das konsequente Wegsparen von eigenem Geld, wird ein menschenwürdiges Leben im Alter nur schwer möglich sein.

Was passt zu mir?

Doch die Entscheidung, selbst fürs Alter vorzusorgen, wirft viele Fragen auf: ETFs oder gemanagte Fonds, Depot oder Rentenversicherung? Und wenn es eine Rentenversicherung sein soll, dann Riester, Rürup, eine betriebliche Vorsorge oder eine private Rentenversicherung?

Das Thema ist unglaublich vielschichtig und komplex und für einen Laien nahezu nicht durchschaubar. Wenden Sie sich deshalb vertrauensvoll an einen Experten ihrer Wahl.

ETFs vs. gemanagte Fonds

ETFs bilden dabei die Aktien gemäß einem Index ab. Ein solcher Index wäre beispielsweise der DAX – der deutsche Aktienindex, der die 40 größten deutschen Unternehmen auflistet, die an der Börse dotiert sind. Ein ETF auf den DAX enthält also die Positionen vieler großer deutscher Firmen. Der Vorteil von ETFs liegt vor allem durch ihre günstigen Kosten auf der Hand, weil lediglich ein Algorithmus den Index nachbilden muss. Vergleichsweise komplexer funktionieren aktive Fonds. Hier greift ein Fondsmanager aktiv ein und wählt anhand einer klaren Strategie die passenden Aktien aus. So sind vielfältigere Strategien möglich, die laufenden Kosten sind jedoch auch teurer. Es gibt Argumente für beide Durchführungswege.

Ihr persönlicher BSC-Berater hilft Ihnen gerne zu klären, ob ETFs oder aktiv gemanagte Fonds besser zu Ihnen, ihrer Risikotoleranz und ihren Anlagezielen passen.

ETF-Depot vs. ETF-Rentenversicherung

Sobald die Wahl für eine Anlagestrategie getroffen ist, stellt sich die Frage, in welchem Durchführungsweg diese nun umgesetzt werden soll. Für den rein rationalen, fehlerfreien und stets perfekt disziplinierten Anleger, der das Thema umfassend wie ein Experte versteht, eignet sich das Depot vermeintlich besser. Es ist bei eigener Durchführung kostengünstiger und flexibler, wenngleich es minimale Steuernachteile aufweist, die wir später noch ausführlich besprechen. Doch diese Aussage hakt, denn dieser rein rationale „Homo oeconomicus“ ist auch in der Wirtschaftswissenschaft ein längst überholtes Konstrukt und so ist es auch wenig verwunderlich, dass mir in den letzten zwei Jahren in knapp 100 Kundenberatungen nur eine Person begegnet ist, die ihre Altersvorsorge so gut strukturiert hatte, dass ich ihr dazu geraten habe, keine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Komplexität spricht für professionelle Beratung

Halten wir also fest: das Thema ist für Laien zu komplex und sollte nahezu immer mit einem Berater angegangen werden. Und für viele Anleger ergibt eben eine ETF-Rentenversicherung dann doch sehr viel Sinn und ist die oftmals bessere Alternative zum Depot. Warum das so ist, werden wir nun gemeinsam erörtern. Der Vereinfachung wegen konzentrieren wir uns nun auf die private Rentenversicherung. Ihr Berater klärt sie gerne auf, ob für sie auch andere Durchführungswege wie eine Rürup-Rente oder eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll sein können.

Dabei schauen wir uns die Aspekte Kosten, Rebalancing, Steuern, Auszahlungsoptionen sowie Fondsauswahl näher an:

ETF-Rentenversicherung

Angenommene Parameter: Jeweils 7% Rendite des ETF-Portfolios zu je 0,3% Kosten pro Jahr für die Fonds; Referenzbeispiel Netto-Rentenversicherung LV1871: 0% Alpha-Kosten, 4% Beta-Kosten, 0,22 Gamma, Stückkosten von 30 Euro p.a.  berechnet bis 10.000 Euro Kapital, einmaliges Honorar von 2900 Euro; Investmentdepot: 22 Euro Depotführungsgebühr p.a., 1% laufende Beratungs-Fee, Umschichtungsquote p.a 6%; Depot wurde mit Kapitalertragssteuer + Soli versteuer, Rentenversicherung mit Halbertragsverfahren bei 42% Grenzsteuersatz

Im Beispiel wurde ein bekannter Rentenversicherungs-Tarif als Beispiel genommen und mit einem üblichen Investment-Depot, welches professionell von einem Berater betreut wird, verglichen. Der Musterkunde ist dabei 31 Jahre alt und spart 300 Euro pro Monat bis zum 67. Lebensjahr weg. Dabei wurden für das Depot eine marktübliche laufende Gebühr von einem Prozent für die Beratung angenommen. Und bereits bei dieser marktüblichen Gebühr zeigt sich, dass das Depot kostentechnisch bei langen Laufzeiten schlechter abschneidet. Bei kürzeren Laufzeiten oder beim Thema Vermögensverwaltung kann das aber durchaus anders sein. Ihr BSC-Berater klärt sie gerne auf, in welchen Situationen das Depot der Durchführungsweg der Wahl ist.

Features in der ETF-Rentenversicherung

Ein weiterer Vorteil, der für eine ETF-Rentenversicherung anzuführen ist, wäre das automatisierte Rebalancing. Dies ist mittlerweile in den meisten guten Rentenversicherungen automatisch inkludiert.

Portfolio-Rebalancing hilft, die Risikoneigung eines Portfolios zu steuern und bietet die Chance auf eine Überrendite durch antizyklisches Handeln. Der bekannte Finanzblogger und ETF-Pionier Dr. Gerd Kommer schreibt dazu folgendes:

„Daneben bringt RB aber auch – je nach Betrachtungsweise wie wir gleich sehen werden – einen Renditevorteil. Innerhalb von Asset-Klassen mit etwa derselben erwarteten Rendite, also Asset-Klassen ähnlichen Risikos, erhöht RB langfristig die jährliche Rendite auf Portfolioebene zwischen 0,1 bis 0,4 Prozentpunkte, während das Risiko sich kaum verändert oder sogar minimal sinkt. Dieser Effekt wird in der Literatur „Rebalancing-Bonus“ oder „Diversifikationsrendite“ genannt. Über eine „Anlegergeneration“ von rund 35 Jahren bedeuten 0,4 Prozentpunkte mehr Rendite einen Zugewinn von rund 15% beim Vermögensendwert.“

Näheres zum Thema Rebalancing erklärt Ihnen ihr BSC-Berater gerne in einem persönlichen Gespräch.

Steuern steuern durch eine ETF-Rentenversicherung

Kommen wir nun zum Thema Besteuerung. Ein Depot wird mit 25% Kapitalertragssteuer besteuert plus Kirchensteuer und 5,5% Solidaritätszuschlag (ja, richtig gelesen, auf Kapitalgewinne fällt weiterhin Kapitalertragssteuer an). Für ein Depot mit 100% Aktien-ETFs gibt es jedoch zusätzlich bei Auszahlung seit dem Investmentsteuerreformgesetz 2018 eine Teilfreistellung von 30%, bei Mischfonds (Mindestaktienanteil von 25%) sind es 15%.

Eine ETF-Rentenversicherung wird bei einer Einmal- oder Teilauszahlung mit dem sogenannten Halbertragsverfahren versteuert: dabei werden zunächst 15% der Gewinne steuerlich nicht betrachtet. Auf die verbleibenden 85% entfällt nun die Halbertragsbesteuerung. Das bedeutet, dass davon die Hälfte, also 42,5%, betrachtet werden. Auf diese 42,5% meiner Gewinne zahle ich nun meinem persönlichen Steuersatz. Hätte ich beispielsweise einen Durchschnittssteuersatz von 32,5%, so würde ich effektiv nur 13,81% Steuern zahlen (42,5 x 32,5 = 13,8125). Auch wenn pauschale Aussagen schwierig sind, lässt sich hier festhalten, dass eine ETF-Rentenversicherung meist einen Steuervorteil aufweist im Vergleich zum Depot. Als Voraussetzung für diesen Steuervorteil gilt jedoch eine Haltedauer der Fonds von 12 Jahren in Kombination mit einer Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres.

Die ETF-Rentenversicherung schafft mir mehr Handlungsoptionen

Doch neben einer kompletten oder teilweisen Auszahlung bietet die ETF-Rentenversicherung eine weitere sinnvolle Option an: die lebenslange Rente. Viele Kunden wünschen bei ihrer Altersvorsorge keine einmalige Auszahlung des Kapitals, sondern eine lebenslange Verrentung. Und die kann durchaus sinnvoll sein. Denn während das Kapital eines Depots irgendwann aufgebraucht sein kann, zahlt die Rentenversicherung lebenslang und sichert somit das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ab. Besteuert wird die Rente dann mit dem sog. Ertragsanteil. Bei einer Verrentung mit 67 Jahre hätte man dann sogar eine Teilfreistellung von satten 83%, es müsste dann lediglich auf 17% der Rente der persönliche Steuersatz gezahlt werden.

Fondsauwahl

In puncto ETF-Fondauswahl nehmen sich die ETF-Rentenversicherung und das ETF-Depot nicht viel. Bei den meisten etablierten Versicherern ist die ETF-Auswahl mittlerweile ähnlich gut als in einem Depot.

 Fazit

Ganz gleich ob ETF-Depot oder ETF-Rentenversicherung. Ob aktiv gemanagte Fonds oder ETFs. Am Ende des Tages ist es in Deutschland unerlässlich, selbst einen großen Beitrag für die eigenen Altersvorsorge zu leisten. Für die meisten Anleger, die das Thema gemäß meiner Empfehlung mit einem Profi an ihrer Seite angehen wollen, ist die ETF-Rentenversicherung mit Sicherheit eine gute Wahl, sofern faire Kosten, eine gute Fondsauswahl und ausreichend Flexibilität gegeben ist.

 

 

Der Beitrag ETF-Rentenversicherung vs. ETF-Depot erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Was ist dran an nachhaltigen Investments? https://bsc-gmbh.com/blog/nachhaltigen-investments/ Mon, 19 Dec 2022 08:53:05 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=87063 Die tägliche Aufgabe als BSC-Anlageberater erfordert es, dass wir uns mit ständig veränderten Trends beschäftigen müssen. Ein Trend, der sich seit bereits einigen Jahren verfestigt, ist die Anlage in nachhaltigen Investments. Dabei stellen wir fest, dass es eigentlich keine Investmentgesellschaft mehr gibt, die nicht auf diesen Zug aufspringt und seine Anlageprodukte auf diesen Trend hin [...]

Der Beitrag Was ist dran an nachhaltigen Investments? erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Die tägliche Aufgabe als BSC-Anlageberater erfordert es, dass wir uns mit ständig veränderten Trends beschäftigen müssen. Ein Trend, der sich seit bereits einigen Jahren verfestigt, ist die Anlage in nachhaltigen Investments.

Dabei stellen wir fest, dass es eigentlich keine Investmentgesellschaft mehr gibt, die nicht auf diesen Zug aufspringt und seine Anlageprodukte auf diesen Trend hin überprüft und anpasst.

Für den Otto-Normal Anleger stellt sich dabei aber eine sehr große Herausforderung: Wenn nun gefühlt alle Portfolios voll von nachhaltigen Investments sein sollen, wie kann ich sicherstellen, dass mein Anlageprodukt auch tatsächlich meinen Anforderungen genügt?

Und ist auch absolut alles nachhaltig, wo nachhaltig draufsteht? Dieser Frage möchten wir in dem folgenden Beitrag auf den Grund gehen und euch mitteilen, wie wir bei BSC GmbH diese Fragestellung für unsere Kunden lösen.

Was ist in nachhaltigen Investments drin?

Der Begriff „ESG“ ist mittlerweile in aller Munde. Beschreibt er doch die Tatsache, dass Investitionen an den Kapitalmärkten die Berücksichtigung von Kriterien aus den Bereich Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) erfordern.

Seit März 2021 müssen Fondsanbieter ihre Produkte in eine von drei Nachhaltigkeitskategorien (Artikel 6, 8 und 9-Fonds) eingruppieren. In den letzten anderthalb Jahren stellen wir, und mittlerweile auch die Finanzaufsicht fest, dass sich in der „grünsten Schublade“ offenbar viele Fonds befinden, die dort eigentlich nicht hingehören. Genau dabei kommen wir ins Spiel.

Wie prüfen wir Nachhaltigkeit?

Der vierköpfige Anlageausschuss der BSC GmbH führt im Laufe eines Jahres viele Gespräche mit Investmentgesellschaften, um deren Fonds auch auf die ESG-Probe zu stellen. Heraus kommt eine Strategie, die nicht nur Artikel-9 Fonds beinhaltet, sondern die vielmehr die Glaubwürdigkeit und Echtheit dieses Status bestätigt.

Somit kann sich jeder BSC-Anleger darauf verlassen, dass wenn er den Wunsch nach nachhaltigen Investments äußert, er gewiss in keine Falle läuft. Diese sorgfältige Analyse ist nicht nur Teil unseres Selbstverständnisses als Berater. Vielmehr verkörpert sie für unsere Anleger ein hohes Maß an Sicherheit und Vertrauen. Nun möchten wir euch aber nicht länger auf die Folter spannen und euch einen Einblick in unsere „Werkstatt“ geben 😊.

Was ist unsere Strategie bei nachhaltigen Investments?

Unsere Strategie beinhaltet sechs Investmentfonds mit einer annähernd 100%-igen Aktienquote. Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass die gewünschten Effekte einer nachhaltigen Geldanlage niemals kurzfristig, sondern immer langfristig eintreten. Geringe Aktienquoten würde in diesem Zusammenhang unsere Strategie konterkarieren.

Wir greifen dabei auf Fonds der Gesellschaften ÖkoWorld, Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, ACATIS Investment, Pictet Asset Management sowie auf das Team der Murphy&Spitz Nachhaltige Vermögensverwaltung zurück.

Alle Fonds haben sich zum Ziel gesetzt, nur in Aktien von den Gesellschaften zu investieren, die z.B.

  • umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen herstellen
  • durch unsere globale Bevölkerungsentwicklung von Gesundheitstrends profitieren
  • ihre Umsätze mit der zur Verfügungstellung von Bildung oder nachhaltiger Mobilität erzielen
  • die Trinkwasserknappheit durch z.B. Wasseraufbereitung bekämpfen

Wie viel Rendite bringt Nachhaltigkeit?

Diese Aufzählung kann um viele weitere Punkte ergänzt werden und stellt nur einen kleinen Auszug dar. Der jüngste dieser nachhaltigen Investmentfonds besteht seit Herbst 2010. Gleichwohl wir alle wissen, dass Rückbetrachtungen lediglich eine Indikation darstellen und kaum Aussagekraft für zukünftige Entwicklungen haben, möchten wir euch diese beeindruckenden Zahlen dennoch präsentieren:

Seit dem 1. Dezember 2010 (bis ultimo November 2022) hätte diese Strategie in jedem Jahr durchschnittlich 6,65% an Rendite erzielt. Bei einer Anlage von 50.000€ entspricht das einem gesamten Vermögenszuwachs von 58.233€ – und alles mit gutem Gewissen.

Wie sicher sind nachhaltige Anlagen?

Neben dem Vermögenszuwachs spielt der Aspekt der Sicherheit und des Risikos jedoch auch eine wichtige Rolle. Schließlich verantworten hochqualifizierte Fondsmanager der zuvor genannten Gesellschaften die Zusammensetzung in den einzelnen Fonds und können flexibel reagieren, wenn es an den Märkten ruppig wird.

Hier bietet sich ein Vergleich mit einem währungsbereinigten Indexfonds auf den beliebten MSCI-World Index an. Gleichwohl wissen wir, dass dieser nicht auf Basis nachhaltiger Kriterien zusammengesetzt ist, sondern ihn mit unserer Strategie lediglich die globale Ausrichtung verbindet.

Umso erfreulicher ist es, dass die jährlichen Wertschwankungen der BSC-Strategie (gemessen an der Kennziffer „Volatilität“) gerade einmal nur 60% des genannten Indexfonds ergaben! Hätte man also an dem Tag, an dem die Weltbörsen aufgrund der Corona-Pandemie 2020 die Talfahrt antraten, ebenfalls 50.000€ in diesen Indexfonds investiert, hätte man exakt vier Wochen später nur noch ein Anlagevolumen von 33.739€ zur Verfügung.

Der Wert der nachhaltigen BSC-Anlagestrategie stünde fast 4.600€ höher. Auf Sicht der gesamten zwölf Anlagejahre standen Risiko und Rendite in folgendem Verhältnis:

nachhaltigen Investments

Quelle: Eigene Berechnung, Zeitraum 01.12.2010 bis 30.11.2022, Steuern und Beratungsgebühren können diese graphische Darstellung verändern.

Bei allem Rendite-Streben ist eine solche Stresstest-Betrachtung jedoch mindestens genauso wichtig. Schließlich sind es gerade die Phasen, in den Anleger ihre Strategie kritisch hinterfragen und vielleicht vorschnell beenden. Bei einer gänzlich nachhaltigen Geldanlage stehen Rendite und Risiko deutlich ausgewogener im Verhältnis.

Hast du Interesse an einer individuellen Beratung zu nachhaltigen Investments? Dann kontaktiere uns gerne. Wir hoffen, der Artikel hat dir gefallen 😊

Der Beitrag Was ist dran an nachhaltigen Investments? erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Two Trust Selekt vom HDI: Riester für mutige Angsthasen https://bsc-gmbh.com/blog/two-trust-selekt-vom-hdi-riester-fuer-mutige-angsthasen/ Mon, 14 Oct 2019 06:06:56 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=38211 Wie es scheint, sind wir Deutschen eher Bauchmenschen. Denn jeden Tag kann ich lesen, dass es auf dem Sparbuch keine Zinsen gibt. Und trotzdem kann ich auch fast jeden Tag lesen, dass die Mehrheit das Geld trotzdem auf dem Sparbuch lässt. Sicherheit ist uns also wichtiger als Rendite. Nicht jedem von uns. Aber der Mehrheit. [...]

Der Beitrag Two Trust Selekt vom HDI: Riester für mutige Angsthasen erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Wie es scheint, sind wir Deutschen eher Bauchmenschen. Denn jeden Tag kann ich lesen, dass es auf dem Sparbuch keine Zinsen gibt. Und trotzdem kann ich auch fast jeden Tag lesen, dass die Mehrheit das Geld trotzdem auf dem Sparbuch lässt. Sicherheit ist uns also wichtiger als Rendite. Nicht jedem von uns. Aber der Mehrheit. So eine Riester-Rente wie die Two Trust Selekt vom HDI schlägt da genau in die richtige Kerbe.

Was kann die Two Trust Selekt vom HDI?

Die Two Trust Selekt vom HDI ist zunächst mal eine Riester-Rente. Und das ist schon mal die angenehmste Form zu sparen. Denn ich bekomme Geld vom Staat. Für mich und für jedes Kind gibt es Geld. Oder ich spare mir Steuern, wenn das für mich günstiger ist. Selbstverständlich schenkt der Staat nix her. Dafür muss ich die Rente später voll versteuern. Aber da ich für gewöhnlich in der Rente eh weniger Steuern zahle, ergibt das in vielen Fällen Sinn. Einfach mal prüfen lassen.

Lass mal prüfen, ob das für dich Sinn ergibt

Aber das kann grundsätzlich jede Riester-Rente. Die Two Trust Selekt vom HDI ist aber wie geschaffen für alle, die Sicherheit und Rendite gleichzeitig haben wollen. Sie ist der perfekte Kompromiss. Die Two Trust Selekt vom HDI ist nämlich eine sogenannte Index-Police. Das ist eine klassische Rentenversicherung, die das Geld im Sicherungsvermögen des Versicherers anlegt. Da der HDI einer der Versicherer ist, die in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht haben, sind im Sicherungsvermögen 100% der eingezahlten Beiträge garantiert. Das ist im weiter andauernden Niedrigzins-Zustand leider nicht selbstverständlich.

Wie funktioniert eine Index-Police?

Da das Sicherungsvermögen auch kein Kopfkissen ist, sondern der HDI das Geld sicher arbeiten lässt, entstehen jedes Jahr Überschüsse. Diese Gewinne bleiben bei der Index-Police nicht im Sicherungsvermögen, sondern werden in einen Index, beispielsweise über eine Option, investiert. Das muss man sich wie eine Art Wette vorstellen. Wenn der Index, in den ich investiere, steigt, dann hab ich gewonnen und bekomme Geld zurück. Nämlich so viel, wie ich Rendite gemacht hätte, wenn das gesamte Geld aus dem Vertrag im Index gewesen wäre.

Mal ein Beispiel: Ich zahle jedes Jahr 1.000 Euro in den Vertrag ein. Im ersten Jahr macht der Index 5%, also sind nächstes Jahr 1.050 Euro im Vertrag. Die Gewinne werden beim Two Trust Selekt vom HDI jedes Jahr gesichert.

Wenn der Index Verlust macht, hab ich die Wette verloren. Die Option verpufft wirkungslos. Ich hab keine Überschüsse verdient. Aber positiv formuliert: Ich hab auch nichts verloren.

Warum die Two Trust Selekt vom HDI?

Der HDI hat sich mit dem MultiSelekt Konzept für eine breite Streuung entschieden. So kann ich Marktschwankungen ausgleichen und ohne weitere Kosten mehr Sicherheit schaffen. Das ist auch logisch. Angenommen ich kaufe nur einen Anteil an einer Firma, also, nur eine Aktie, und genau diese Firma hat ein schlechtes Jahr, dann verliere auch ich Geld. Und zwar im gleichen Verhältnis wie die Firma. Bei zwei Aktien ist der Verlust nur noch die Hälfte. Und wenn ich ein paar hundert verschiedene Aktien habe, dann macht mir einen einzelne Firma fast nix mehr aus.

Logischerweise profitiere ich dann auch nicht mehr so stark von den Gewinnen der einzelnen Firmen. Aber das System vom HDI geht ganz gut auf. Im Vergleich mit den 11 Top-Anbietern am Markt hat das MultiSelekt Konzept in 8 von 12 Monaten am besten abgeschnitten. Und in 9 von zwölf hat es einen Gewinn erzielt.

Was sind die Nachteile vom Two Trust Selekt vom HDI?

Die Vorteile sind zugleich auch die größten Nachteile. Um stabile Überschüsse für die Index-Beteiligung erzielen zu können, gilt der garantierte Rentenfaktor nur auf die eingezahlten Beiträge. Wer also noch mehr Sicherheit will, sollte in der reinen klassischen Riester-Rente bleiben. Auch wer keine Sicherheit braucht, sondern maximal an den Märkten beteiligt sein will, sollte eine reine fondsgebundene Rentenversicherung wählen.

Aber alle, die für Ihren Bauch die Sicherheit brauchen, aber der Kopf sagt, dass es nur am freien Markt Rendite gibt, sollten sich unbedingt den Two Trust Selekt vom HDI ansehen. Denn hier habe ich meine eingezahlten Beiträge garantiert, eine garantierte Rente, aber auch eine schwankungsarme Anlage im Index, mit der ich mehr Geld verdienen kann als mit einer klassischen Rentenversicherung. Und tatsächlich haben Index-Policen in den letzten Jahren im Schnitt immer ein Prozent besser abgeschnitten als die Anlage im Sicherungsvermögen.

Unterm Strich

Wer erste Erfahrungen mit Aktien sammeln möchte, der ist hier ebenso richtig, wie jeder, der weiß, wie ich Geld vernünftig anlegen sollte, aber kein Geld zu verlieren hat. Da ich hier so oder so die staatlichen Zulagen habe, um langfristige Gewinne zu erzielen, muss ich eh keine Angst haben.

Du hast den Text zu Ende gelesen und bist so schlau wie vorher? Dann lass dich jetzt hier beraten!

Der Beitrag Two Trust Selekt vom HDI: Riester für mutige Angsthasen erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Swiss Life Investo: Konsequent mit Konzept! https://bsc-gmbh.com/blog/swiss-life-investo-rentenversicherung/ Fri, 03 May 2019 11:28:18 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=27780 Die Swiss Life Investo ist eine sinnvolle Rentenversicherung, weil sie die Konsequenzen der Langlebigkeit nutzt. Aber der Reihe nach :-) Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt mir eine Rente, damit ich meine Ausgaben auch dann bedienen kann, wenn ich kein Einkommen mehr erziele. Die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit liegt nach der Meinung vieler bei 25%. Das ist eine ganze [...]

Der Beitrag Swiss Life Investo: Konsequent mit Konzept! erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Die Swiss Life Investo ist eine sinnvolle Rentenversicherung, weil sie die Konsequenzen der Langlebigkeit nutzt. Aber der Reihe nach 🙂

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt mir eine Rente, damit ich meine Ausgaben auch dann bedienen kann, wenn ich kein Einkommen mehr erziele. Die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit liegt nach der Meinung vieler bei 25%. Das ist eine ganze Menge. 75% schaffen es aber gesund in die Rente. Spätestens dann, habe ich aber trotzdem das Problem, meine laufenden Ausgaben mit weniger Einkommen bedienen zu müssen.

Will ich also meine Ausgaben absichern, darf ich nicht nur mein Erwerbsleben im Blick haben. Ich muss auch ein paar Rentenversicherungen am Markt kennen, um den Bedarf und das Bedürfnis meiner Kunden decken zu können.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Die Swiss Life Investo: Eine moderne Rentenversicherung

Mit der Swiss Life Investo kommt jetzt ein neuer Tarif auf den Markt, der gleich mehrere Anforderungen an eine moderne Rentenversicherung erfüllt. Der Tarif passt sicherlich nicht zu jedem, denn er verfolgt eine klare Linie: niedrige Kosten und hohe Flexibilität.

Das hört sich zunächst super an, aber niedrige Kosten bedeutet in der Konsequenz auch, dass es keinerlei Garantien geben darf. Denn Garantien kosten. Und tatsächlich ist Swiss Life Investo immer zu 100% in Fonds investiert.

Wer sich auskennt, darf sich in der Aktiv-Variante im Fondsuniversum der Swiss Life mit beinahe 140 verschiedenen Fonds austoben. Es können bis zu 20 Fonds in 1%-Schritten bespart und verwaltet werden. Von den Fonds sind 79 institutionell und 29 ETFs. Dadurch gewährleistet der Tarif auch über die Länge der Laufzeit geringe Kosten.

Wer sich nicht auskennt oder keine Lust dazu hat, darf in der Komfort-Variante die Beine hochlegen und auf die Vermögensverwaltung der Swiss Life zurückgreifen. Dann beobachtet der Versicherer für mich die Entwicklung der einzelnen Fonds und passt vierteljährlich an, damit ich bei meinem Risikoprofil bleibe. Dazu wird entweder ein Fonds herausgenommen oder ausgetauscht. Sinnvollerweise besteht auch die Möglichkeit, die Gewichtung der einzelnen Fonds neu zu sortieren, um das ursprüngliche Risikoprofil wieder herzustellen oder einfach einen neuen Fonds aufzunehmen.

Selber Fonds aussuchen oder die Swiss Life machen lassen?

Selbstverständlich verfügt der Komfort-Tarif über ein Ablaufmanagement, das gegen Ende der Laufzeit in risikoärmere Anlagen wechselt. Interessant ist hierbei, dass automatisch geprüft wird, wann eine unterstellte Mindestrenditeerwartung erreicht wurde, sodass sich die Umschichtung auch mal verzögern kann.

Optional kann in der Komfort-Variante auch eine Glättung der Schwankungen eingebaut werden. Diese misst die 90-Tages-Volatilität und schichtet bei hoher Schwankung das Geld um. Allerdings nicht in Festgeld, sondern in Renten-Kurzläufer-ETFs, was kostengünstig Negativrendite wie z.B. im Geldmarkt verhindert.

Auch das Re-Balancing, das mittlerweile einige Versicherer anbieten, hat die Swiss Life sinnvoll aufgebohrt. Vor allem bei häufigen Switches in der Anlage habe ich immer mehr Fonds, die ich laufen lassen will, aber nicht mehr bedienen möchte. Bei einem herkömmlichen Re-Balancing würden auch diese Fonds immer wieder neu gewichtet werden, was aber meine beabsichtigte Performance der von mir besparten Fonds beeinflusst. Die Swiss Life hat dieses Problem erkannt und führt nur bei den aktiv besparten Fonds das Re-Balancing durch.

Optional kann ich eine Startdynamik wählen, die die ersten 5 Dynamiken verdoppelt, was im Einzelfall interessant sein kann.

Einzigartige Erhöhungsmöglichkeit in der Swiss Life Investo

Für junge Leute ist es aber wichtiger, erst wenig zu zahlen und später die Möglichkeit auf Erhöhungen zu alten Grundlagen zu haben. Und hier bietet die Swiss Life ein absolutes Highlight. Selbst, wenn ich mit dem Mindestbeitrag von 25 Euro starte, darf ich auf maximal 500 Euro erhöhen. Wer höher einsteigt, darf immer noch verdoppeln, aber die größere Zielgruppe wird den Beitrag von ca. 100 Euro auf später max. 500 Euro erhöhen wollen.

Das wäre auch in der bAV interessant, wenn ein Betrieb viele Azubis hat.

Da wir alle immer älter werden, ist auch die Rentenphase ein interessanter Anlagezeitraum. Anders als die allermeisten Mitbewerber bleibt Investo auch in der Rentenbezugsphase in Fonds investiert. Dann allerdings in der sicherheitsorientierten Maximo-Welt der Swiss Life. Aber es ist doch gut zu wissen, dass das Geld auch in der Rente noch Rendite machen darf und nicht im Sicherungsvermögen vor sich hinwächst.

Eine spezielle Lösung, die sich eher zufällig aus dem Konstrukt ergibt, halte ich persönlich für vertrieblich sehr interessant. Nicht selten wünschen Eltern für Ihre Kinder eine Anlage, die mit 18 auf das Kind überschrieben werden soll. Da wäre eine Rentenversicherung sinnvoll, aber wenn ich diese bis 67 abschließe, sind die Kosten entsprechend höher. Begrenze ich die Beitragszahldauer auf 18, hat das Kind bislang aber auch nicht die Möglichkeit, den Vertrag später weiterzubesparen, wenn es so vernünftig sein sollte. Der Investo kann aber bis 18 bespart werden, sodass die Abschlusskosten nur bis dahin berechnet werden und später entweder über eine Weiterführung der Beitragszahlung oder über Einmalzahlungen von bis zu 500.000 Euro insgesamt weiterbespart werden kann – und auch das alles zu alten Rechnungsgrundlagen.

In dieser Variante hatte das Kind nicht zu viel Kosten gezahlt, wenn es sich mit 18 Gitarrenverstärker und die Gitarre kauft, hat aber auch die Möglichkeit, das lebenslange Einkommen abzusichern.

Unterm Strich

Unterm Strich ist die Swiss Life Investo eine in sich fehlerfreie Konstruktion, die perfekt auf die Zielgruppe der kostenoptimierten Anleger passt, die auch in der Rentenphase sinnvoll investiert sein wollen. Zumindest die Idee mit dem fondsgebundenen Rentenbezug sollte sich im Markt durchsetzen.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Der Beitrag Swiss Life Investo: Konsequent mit Konzept! erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Was ist besser? https://bsc-gmbh.com/blog/das-versorgungswerk-oder-die-berufsunfaehigkeitsversicherung/ Thu, 18 Apr 2019 08:52:24 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=27371 Kammerberufe sind für Vermittler herausfordernde Kunden. Und damit meine ich nicht mal, dass die klassischen Berufe, wie z.B. Anwälte oder Ärzte, gerne dem Trugschluss erliegen, Ihre Fachkompetenz auf andere Bereiche übertragen zu können. Das haben die meisten Menschen einigermaßen im Griff ;-) Aber Kammerberufe sind in einem Versorgungswerk organisiert. Deshalb haben sie andere Versorgungsansprüche als [...]

Der Beitrag Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Was ist besser? erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Kammerberufe sind für Vermittler herausfordernde Kunden. Und damit meine ich nicht mal, dass die klassischen Berufe, wie z.B. Anwälte oder Ärzte, gerne dem Trugschluss erliegen, Ihre Fachkompetenz auf andere Bereiche übertragen zu können. Das haben die meisten Menschen einigermaßen im Griff 😉 Aber Kammerberufe sind in einem Versorgungswerk organisiert. Deshalb haben sie andere Versorgungsansprüche als „normale“ Menschen. Deswegen möchte ich in diesem Artikel mal klären, was besser ist. Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Was ist ein Versorgungswerk?

Kammerberufe zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein, sondern in ein Versorgungswerk. Jedes Bundesland hat ein eigenes. Und jeder Kammerberuf auch.

Kammerberufe sind Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Anwälte, Steuerberater, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten. Das sind die klassischen Kammerberufe. Außerdem sind Schauspieler, Musiker und Schornsteinfeger in Versorgungswerken organisiert. Darüber hinaus gibt es noch ein Versorgungswerk des Bayerischen Landtags.

Manche Berufe sind in EINEM Versorgungswerk organisiert. In Bayern sind das z.B. Ingenieure und Psychotherapeuten. Warum auch immer… Oder Steuerberater und Rechtsanwälte.

2016 gab es die letzte veröffentlichte Zählung. Es gibt rund 950.000 Mitglieder in allen Versorgungswerken. Davon ca. 220.000 Rentner.

Wie ist ein Versorgungswerk finanziert?

Ein Versorgungswerk ist nicht wie die gesetzliche Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren finanziert. Die Rentner erhalten ihr Geld also nicht aus den laufenden Einnahmen, ohne groß Rückstellungen zu bilden. Es ist nach dem offenen Deckungsplanverfahren finanziert. In dem Wort steckt auch schon die Funktionsweise. Es ist grundsätzlich kapitalgedeckt, aber es sind auch zukünftige Beiträge eingeplant. Dadurch kommt es vielmehr auf meine persönliche Einzahlung an. Da aber zukünftige Einnahmen einbezogen sind, ist es durchaus auch anfällig für die demografische Entwicklung. Denn wenn die Lebenserwartung steigt, sind die früher eingeplanten Einnahmen wahrscheinlich nicht mehr ausreichend, um die Ausgaben zu decken. Jeder Rentner, der älter wird, als berechnet, gefährdet das Kollektiv. Das hört sich grausam an, aber Mathematik kennt kein Herz. Nur Physik kennt 1 Hertz.

Der große Vorteil des Versorgungswerks liegt in den Mitgliedern. Alle Berufe sind grundsätzlich eher Besserverdiener. Anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es keine Arbeitslosen oder Geringverdiener. Die Mitglieder zahlen jährlich etwa 175 Milliarden Euro ein.

Ein weitere Vorteil ist die Anlage. Es sind etwa 21% in Aktien angelegt. Das ist der Hammer und erhöht die Rentabilität enorm. „Nur“ 63% sind Zinsanlagen, also Einlagen oder festverzinsliche Wertpapiere. 12% sind Immobilien und 7% sind Rohstoffe und andere Kapitalanlagen. Die Wirtschaftlichkeit ist also deutlich höher als die der gesetzlichen Rentenversicherung, aber nicht ganz so hoch wie die einer privaten Rentenversicherung. Und auch nicht so flexibel.

Die durchschnittliche Rente beträgt etwa 2.000 Euro und ist damit mehr als doppelt so hoch wie in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Wer leistet besser?

Ein Nachteil ist die höhere Lebenserwartung. Kammerberufler leben 4 Jahre länger als der Durchschnitt. Also muss ich 4 Jahre länger meine Ausgaben abdecken. Das kann zu einem Problem in der Finanzierung werden. Eine private Rentenversicherung kann aber ohne Probleme die Inflation und auch mögliche Einbußen aus dem Versorgungswerk ausgleichen.

Im Übrigen meinen einige, die höhere Lebenserwartung liegt an der besseren Versorgung durch die private Krankenversicherung.

Kommen wir aber zu der Frage, ob das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung nun besser ist.

Dazu müssen wir ein paar Beispiele machen.

VEreinbare kostenlos einen Termin!

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert von Beginn an meine Ausgaben ab

Mal angenommen, ich bin Arzt und mach eine Praxis auf. Dann hab ich von Beginn an sehr hohe Ausgaben für meine Einrichtung. Vielleicht hab ich sogar gebaut. Das käme dann noch hinzu. Also muss ich sofort Ausgaben in Höhe von, sagen wir mal 5.000 Euro absichern. Und das ganze für 15 Jahre, weil die Finanzierung so lange läuft. Da ich erst kurz in das Versorgungswerk einbezahlt habe, sind meine Ansprüche erst bei 1.500 Euro. Ich muss kein Genie sein, um zu sehen, dass das nicht ausreicht.

Hinzukommt, dass ich beim Versorgungswerk vereinbaren kann, als Existenzgründer zunächst niedrigere Beiträge zu zahlen, damit ich mehr in mein Unternehmen stecken kann. Dadurch bilden sich im Alter und bei Berufsunfähigkeit empfindliche Lücken.

Die Ansprüche aus dem Versorgungswerk berechnen sich aus einer relativ komplexen Formel, die sich aus der persönlichen Beitragsleistung und dem Rentenbemessungsfaktors abzüglich eines Abschlages ergibt. Stark vereinfacht und nach ein paar Jahren regelmäßiger Einzahlung besteht ein Ansprüch von etwa 60% des Netto-Einkommens.

Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Wer definiert besser?

Aber nicht nur die Höhe der Ansprüche ist von Beginn an bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung besser. Auch die Definition ist leichter zu erreichen.

Die private BUV orientiert sich an §172 VVG. Berufsunfähig ist, wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte ausüben kann. Als Beruf gilt genau mein Beruf, so wie er in den einzelnen Tätigkeiten ausgestaltet war. Wenn ich also Großtier-Tierarzt bin und aus gesundheitlichen Gründen keine Elefanten mehr heben kann, dann wäre ich BU, sobald der Zustand 6 Monate andauert oder voraussichtlich dauern wird. Selbst dann, wenn ich als Kleintierarzt noch arbeiten könnte. Nur wenn ich dann tatsächlich als Kleintierarzt arbeite und da auch 80% oder mehr meines alten Einkommens erziele, darf der Versicherer die Leistung einstellen. Für alle Kollegen sei angemerkt, dass das Beispiel mit den Elefanten selbstverständlich bescheuert ist. Aber es ist eingängig, find ich.

Im Versorgungswerk ist Berufsunfähigkeit anders definiert. Bei den Ärzten finde ich unter §36 (3), dass ein Anspruch auf Ruhegehalt bei Berufsunfähigkeit nicht entstehe, „solange das Mitglied nicht seine gesamte berufliche Tätigkeit aufgegeben hat.“ Ich darf also überhaupt nicht mehr arbeiten. Unter §42 ist dann geregelt, dass ich meine gesamte berufliche Tätigkeit erst dann aufgegeben habe, wenn ich meine Betriebsstätte veräußert oder aufgelöst habe.

Vorübergehende BU nur für 4 Jahre möglich

Vorher gibt es auch die Möglichkeit, eine Rente zu beziehen. Das heißt dann vorübergehende Berufsunfähigkeit. Diese Leistung erhalte ich für maximal 4 Jahre. In dieser Zeit kann ich einen Vertreter beschäftigen. Die Leistung erhalte ich aber erst nach 26 Wochen Wartezeit.

Bei den Apothekern heißt es hierzu konkret: „Die berufliche Tätigkeit ist nicht eingestellt, solange das Mitglied Arbeitsentgelt bezieht oder solange die Apotheke unter seiner Verantwortung geleitet wird.“

Die Frage, ob das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung besser ist, lässt sich recht einfach beantworten. Die private BUV ist deutlich flexibler an meinen Bedarf anzupassen in Höhe und Laufzeit. Außerdem leistet sie schon, wenn ich nur noch zur Hälfte arbeiten kann und erlaubt einen Nebenverdienst, z.B. als Gutachter.

Der Vorteil des Versorgungswerks ist allerdings, dass ich versichert bin, auch wenn ich schon vor Eintritt in das Versorgungswerk krank war. Ich muss keine Gesundheitsfragen beantworten wie in der BUV.

Worauf muss ich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung aufpassen?

Bedingungsseitig ist Vorsicht geboten bei sogenannten Berufsklauseln, die z.B. dann leisten, wenn eine Tätigkeit als Arzt nicht mehr möglich ist. Das klingt zwar erst einmal gut. Allerdings werde ich dann nicht auf meine konkret ausgeübten Tätigkeiten als Arzt geprüft, sondern auf das Berufsbild. Das ist in den allermeisten Fällen ein Nachteil.

Ansonsten ist eigentlich nur die Umorganisations-Klausel von besonderer Bedeutung. Allerdings lässt sich nur schwierig ein Fall konstruieren, in der ein Anwalt einen Anwalt als Ersatz einstellt, ohne dass das der Kanzlei unangemessen teuer kommt.

Manche Anbieter verzichten bei Kammerberufen auf die konkrete Verweisung. Das ist zwar nett, aber zum einen ist ein Anwalt sowieso kaum konkret zu verweisen, da der Beruf sehr angesehen und gut bezahlt ist. Zum anderen ist auch schlicht und einfach kein Bedarf gegeben, wenn ein Anwalt im neuen Beruf wieder so viel verdient wie vorher. Der Verzicht auf die konkrete Verweisung ist in meinen Augen kein Entscheidungskriterium.

Ein wichtiger Hinweis: Medizinstudenten sollten sich mit 2 Berufsunfähigkeitsversicherungen absichern. Denn Nachversicherungsgarantien sind meistens in der Summe begrenzt. Aber eine Praxis kostet viel Geld, weshalb ein Arzt auch viel abbezahlen muss. Das lässt sich über zwei oder mehr BU-Versicherungen schneller und sinnvoller regeln.

Unterm Strich

Ob das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung besser ist, ist sehr eindeutig zu beantworten. Der Vergleich ist auch unfair. Aber auch notwendig. Denn weil das Versorgungswerk besser ist als die gesetzliche Rentenversicherung, denken viele, dass die Leistungen auch besser als eine Berufsunfähigkeits- oder Rentenversicherung wäre. Das ist aber nicht so. Nur die privaten Renten kann ich flexibel an meinen individuellen Versicherungsbedarf anpassen. Abschließend ist noch zu sagen, dass die Versteuerung der privaten BU-Rente günstiger ist. Sie erfolgt nach dem Ertragsanteil. Die BU-Rente aus dem Versorgungswerk wird voll versteuert.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

Der Beitrag Das Versorgungswerk oder die Berufsunfähigkeitsversicherung? Was ist besser? erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Die Rente Invest Garant der Continentale https://bsc-gmbh.com/blog/die-rente-invest-garant-der-continentale/ Mon, 11 Feb 2019 10:46:19 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4726 Wer sich viel mit Bedingungen, Anträgen und Produktinformationsblättern beschäftigt, weiß manchmal nicht so genau, ob das jetzt noch zum Lachen oder schon zum Weinen ist. Bei Renten-Versicherungen gibt es z.B. im PIB immer wieder Dinge, die den Sinn des Ganzen ad absurdum führen. So kann es vorkommen, dass eine Versicherung bei 6% Wertentwicklung tatsächlich 7% [...]

Der Beitrag Die Rente Invest Garant der Continentale erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Wer sich viel mit Bedingungen, Anträgen und Produktinformationsblättern beschäftigt, weiß manchmal nicht so genau, ob das jetzt noch zum Lachen oder schon zum Weinen ist. Bei Renten-Versicherungen gibt es z.B. im PIB immer wieder Dinge, die den Sinn des Ganzen ad absurdum führen. So kann es vorkommen, dass eine Versicherung bei 6% Wertentwicklung tatsächlich 7% erwirtschaftet. Vermutlich wurden hier die Kosten des Vertrags und der Vermögensverwaltung nicht berücksichtigt, aber die (nicht garantierten) Kickbacks dem Vertrag gutgeschrieben. Deswegen hab ich mir die Rente Invest Garant auch unter diesem Blickwinkel genau angesehen.

Wie steht es bei der Rente Invest Garant um die Ehrlichkeit?

Und bei sogenannten 2-Topf-Hybriden, die ja das Geld im Sicherungsvermögen und in die freie Anlage investieren, sieht man immer wieder, dass die veranschlagte Wertentwicklung von beispielsweise 6% auch über das Geld im Sicherungsvermögen gerechnet wurde.

Die ehrlichen Versicherer, die es ja auch gibt, haben das Problem, dass die Zahlen der unehrlichen teilweise viel besser aussehen. Und es ist nicht davon auszugehen, dass viele Kunden die Zahlen der Versicherer überprüfen.

Um die Vergleichbarkeit mit unehrlichen Versicherern herzustellen, schreibt die Continentale Lebensversicherung beider Rente Invest Garant sowohl den richtigen als auch den falschen Wert in das Angebot. Und an dieser Stelle weiß ich dann eben nicht, ob ich lachen soll, weil die Continentale sehr nonchalant auf die Unehrlichkeit mancher Mitbewerber hinweist? Oder soll ich doch weinen, dass das nach der Regulierung der PIB überhaupt notwendig ist? So oder so zeigt dieses Beispiel, dass ich als Vermittler die Renditeberechnungen nicht als Verkaufsargument hernehmen sollte

Mehr Garantie wagen

Der neue Tarif der Continentale heißt ja Rente Invest Garant. Die Garantie wird explizit erwähnt. Da sich immer mehr Tarife aus gutem Grund von der Garantie verabschieden, finde ich es gut, dass die Continentale für diese Zielgruppe eine vernünftige Lösung anbietet.

Das Angebot der Rente Invest Garant liest sich sehr übersichtlich. Besonders gefällt mir, dass alles sehr verständlich formuliert wird. Begriffe wie z.B. steigende oder teildynamische Gewinnrente werden grafisch erklärt.

Wie schon oben erwähnt, rechnet der Versicherer die Beispiele abzüglich der Kosten und gewichtet die Verteilung des Kapitals auf das Sicherungsvermögen und die freie Anlage.

Garantierter Rentenfaktor zu 100% wählbar

Der Dortmunder Versicherer bietet schon länger die GarantiePlus an. Das bedeutet, die Conti rechnet den Rentenfaktor mit 0,9% Rechnungszins und ohne Abschlag auf die Sterbetafel. Die Option kostet 3 % Mehrbeitrag. Wer sie nicht anwählt, erhält einen Rentenfaktor basierend auf 0,5% Rechnungszins und einen Abschlag von 25% auf die Sterbetafel. Im PIB sind beide Werte in Euro nebeneinander gestellt, was sicher vielen Kunden beim Verständnis hilft.

Die Garantie kann ich zwischen 50%-100% wählen, je nach Sicherheitsbedürfnis. Die Garantie ist endfällig, also gilt erst ab dem geplanten Rentenbeginn. Das muss ich dem Kunden unbedingt verständlich erklären. Es bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt meine eingezahlten Beiträge nicht garantiert sind, sondern erst ab diesem Zeitpunkt. Der Vorteil dabei ist, dass der Versicherer nicht zu viel Geld für die Garantien zurückhalten muss. Er kann mehr in ertragreichere Anlagen gehen.

Kein Vorteil ohne Nachteil

Der Nachteil für den Kunden wäre, wenn er durch ungeplante Umstände plötzlich an sein Geld ran muss. Sind die Märkte dann gerade am Boden, ist das dumm. Dann kann es sein, dass weniger als die eingezahlten Beiträge verfügbar sind.

Jeder Vermittler sollte aber seinem Kunden klar machen, dass er grundsätzlich nur Geld auf die Seite legen sollte, dass er nie mehr braucht. Die kalkulierten Kosten des Vertrags steigen durch Entnahmen prozentual an.

Die Rente Invest Garant zielt also stark auf eine Rentenleistung ab. Bei Renteneintritt prüft die Conti, ob die garantierte Leistung, eine Rente auf Grundlage der neuen Rechnungsgrundlagen oder ob es am besten wäre, die alten, garantierten Rechungsgrundlagen zu ziehen.

Unterm Strich ist die Rente Invest Garant vor allem für alle Kunden interessant, die auf Garantien nicht verzichten wollen, die aber auch erkannt haben, dass das Sparbuch derzeit nicht rentabel ist. Vor allem bei längeren Laufzeiten kann der Vertrag wegen der endfälligen Garantie schon von Beginn an rentabel anlegen, ohne dass der Kunde einen Totalverlust befürchten muss.

Der Beitrag Die Rente Invest Garant der Continentale erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Was bei einer Rentenversicherung wichtig ist https://bsc-gmbh.com/blog/was-bei-einer-rentenversicherung-wichtig-ist/ Mon, 11 Feb 2019 10:10:50 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4721 Liest man in der Bibel, so wird dort ganz deutlich empfohlen, Geld zu investieren und nicht einzubuddeln. Sparsamkeit ist aber schon für eine funktionierende Rentenversicherung wichtig. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist hierbei die Entwöhnung von Konsum. Denn wenn ich monatlich einen Teil meines Geldes auf die Seite lege, komme ich schon mal sicher besser [...]

Der Beitrag Was bei einer Rentenversicherung wichtig ist erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Liest man in der Bibel, so wird dort ganz deutlich empfohlen, Geld zu investieren und nicht einzubuddeln. Sparsamkeit ist aber schon für eine funktionierende Rentenversicherung wichtig. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist hierbei die Entwöhnung von Konsum. Denn wenn ich monatlich einen Teil meines Geldes auf die Seite lege, komme ich schon mal sicher besser damit klar, wenn mir in der Rente nur ein Teil meines vorigen Gehalts zur Verfügung steht. Vollkommen logisch. Wer 60 Prozent seines Gehalts jeden Monat zur Bank trägt, kommt später mit der Rente klar.

Wer weniger ausgibt, gewöhnt sich ans Sparen

Es ist aber sicher nicht jedem möglich, 60 Prozent seines Einkommens zu sparen, damit man sich schon frühzeitig an ein späteres Rentenniveau gewöhnt. Und so richtig Spaß macht das ja auch nicht.

Diese Betrachtung lässt ja zum Glück außen vor, dass das Sparen auch noch den Hauptzweck hat, dann später mehr Geld zu haben. Wer als Milchmädchen 30 Jahre jeden Monat 30 Prozent seines Gehalts spart, hat dann bis zum 97. Geburtstag nicht 40 Prozent, sondern 70 Prozent zur Verfügung. Und Zinsen gibt es ja auch noch ein bisschen, weshalb es durchaus möglich ist, mit einer sinnvollen Investition auch im Alter alle laufenden Ausgaben decken zu können und auch mal in den Urlaub zu fahren.

In Zeiten der sogenannten Niedrigzins-Phase, die sich immer mehr zu einem Dauerzustand verfestigt, ist das Sparen aber der wesentliche Faktor. Auf Zinsen ist derzeit nicht zu bauen. Trotzdem bleiben Sie für die Rentenversicherung wichtig.

Einfach mal beginnen ist für die Rentenversicherung wichtig

Deshalb gilt für die Altersversorgung das gleiche wie für das Pflanzen eines Baumes. Der beste Zeitpunkt dafür war vor 20 Jahren. Der zweitbeste ist heute. Das bedeutet, es ist Eile geboten, aber auch Sorgfalt bei der Auswahl. Die Eile hat mit dem Zinseszins-Effekt zu tun, den Einstein als die größte Erfindung des Menschen bezeichnete.

Der Zinseszins-Effekt ist ein zuverlässiger Renditefaktor. Und er funktioniert exponentiell. Deshalb können wir uns so schlecht vorstellen, wie mächtig der Zinseszins-Effekt ist. Lege ich 30 Jahre lang ab meinem 37. Geburtstag 100 Euro auf die Seite, dann hab ich bei Renteneintritt ungefähr 100.000 Euro. Wenn ich von Geburt bis zu meinem 30. Lebensjahr jeden Monat 100 Euro auf die Seite packe und es dann bei 6% liegen lasse, habe ich mit 67 ungefähr 800.000 Euro.

Gesparte Kosten sind für die Rentenversicherung wichtig

Ein weiterer wichtiger Faktor für einen erfolgreichen Vermögensaufbau in Zeiten von niedrigen Zinsen ist das Vermeiden von unnötigen Kosten. Hier ist gespartes Geld tatsächlich verdientes Geld.

Grundsätzlich sind die Kosten des Versicherungsmantels bei längeren Laufzeiten gerechtfertigt und führen vor allem bei fondsgebundenen Rentenversicherungen in der Regel sogar zu höheren Renditen als in einer reinen Fondsanlage. Das liegt zum einen daran, dass das angesparte Vermögen vor einer Besteuerung während der Ansparphase geschützt ist und zum anderen daran, dass die Verwaltungskosten geringer sind aufgrund der Masse an Geld, die ein Versicherer dem Vermögensverwalter bringt und Kosten für Shifts und Switches bei der Versicherung entfallen.

Trotzdem muss ich als Vermittler für meinen Kunden bei der fondsgebundenen Rentenversicherung auf die Kosten achten. Denn hier gibt es zwischen den einzelnen Anbietern große Unterschiede.

Kosten untersuchen

Und die Kosten sind auch der größte Kritikpunkt an der Rentenversicherung. Diese Kritik wird immer wieder öffentlich geäußert, aber Öffentlichkeit und Redundanz sind kein verlässliches Merkmal für Richtigkeit.

Tatsache ist, dass es einige Rentenversicherungen gibt, die die Kosten für die Verwaltung und teilweise auch für den Abschluss in der Vergangenheit zu hoch angesetzt haben. Das betrifft vor allem Verträge aus den goldenen Jahren, in denen es noch 8-9% aus klassischen Anlagen zu erwirtschaften gab. Da fielen 4-5% Kosten nicht weiter auf.

Heute sind wir bei 0,9% Rechnungszins angelangt, was bedeutet, dass der Versicherer mit einer Kostenquote von einem Prozent schon ins Minus laufen würde, könnte er keine Überschüsse erwirtschaften. Deswegen sind niedrige Kosten für die Rentenversicherung wichtig.

Garantien kosten Rendite

Gute Überschüsse erzielt der Versicherer am ehesten dann, wenn er das Geld sinnvoll anlegen darf. Das geht am ehesten in der freien Anlage, also in einer fondsgebundenen Rentenversicherung ohne Garantien.

Sobald der Kunde Garantien möchte, muss der Versicherer das Geld „sicher“ anlegen. Und sicher sind Staats- und Bankenanleihen. Weil Staaten und Banken nix passieren kann, so die Theorie. Jetzt ist es tatsächlich so, dass der Versicherer kaum Rendite erwirtschaften kann, weshalb es wegen der Kosten des Vertrags zwischen 12 und 18 Jahren braucht, um die eingezahlten Beiträge garantieren zu können. Bei kürzeren Zeiträumen ist eine vollständige Beitragsgarantie nicht möglich.

Da in 12-18 Jahren ein garantierter Verlust durch die Inflation hinzukommt, ist es sinnvoller, wenn ich auch als risikoaverser Anleger auf Garantien verzichte.

Nicht immer sind die Kosten zu hoch

Die Kritik an den zu hohen Kosten lässt sich also durchaus entkräften. Der Kunde muss bereit sein, auf Garantien zu verzichten, um Kosten zu sparen. Und der Vermittler muss den Versicherer auswählen, der mit niedrigen Kosten arbeitet. Denn selbst wenn heute noch 90% der Versicherer mit zu hohen Kosten arbeiten würden, gibt es immer noch 10% an Rentenversicherungen, mit denen ich zusammenarbeiten kann.

Und die Höhe der Kosten kann ich relativ einfach dem Produktinformationsblatt entnehmen. Sofern der Versicherer ehrlich ist.

Die Ehrlichkeit des Versicherers ist am wichtigsten

Auch die Ehrlichkeit ist für eine Rentenversicherung wichtig. Mir persönlich sogar am wichtigsten, weil die Beziehung zwischen Kunden und Versicherer ein ganzes Leben halten muss.

Im Detail ist es sicherlich schwierig zu ermitteln, ob der Versicherer ehrlich ist, aber ich finde recht deutliche Anhaltspunkte in der Hochrechnung. Dazu rechne ich immer einen 37-Jährigen mit 100 Euro bis zum 67. Lebensjahr. Wer 30 Jahre 100 Euro im Monat bei 6% Wertentwicklung anlegt, erhält, wie wir oben ja schon gesehen haben, ziemlich genau 100.000 Euro am Schluss.

Kommt ein Versicherer zu dem gleichen Ergebnis, dann will er mir weißmachen, dass er komplett ohne Kosten arbeitet. Mit diesen Anbietern möchte ich dann lieber nicht zusammenarbeiten.

Flexibilität ist für die Rentenversicherung wichtig

Nach der Ehrlichkeit ist Flexibilität der wichtigste Punkt. Spätestens seit John Lennons Lied „Beautiful Boy“ wissen wir, dass das Leben das ist, was passiert, während wir beschäftigt sind, andere Pläne zu machen. Deshalb sind vor allem für junge Menschen Versicherer geeignet, die mir ermöglichen, meine Zahlbeiträge später zu den garantierten Rechnungsgrundlagen zu erhöhen. So kann der Azubi klein anfangen und später dann mehr für die Rente tun.

Die Swiss Life ermöglicht eine Erhöhung auf 500 Euro, Continentale eine Verdreifachung, die Bayerische eine Verdreifachung der ursprünglichen Beitragssumme. Das bedeutet, wenn ich ursprünglich insgesamt 30.000 Euro einzahlen würde, kann ich um 60.000 Euro erhöhen. Je nach Zeitpunkt kann der monatliche Beitrag auch das Zehnfache sein. Klar kann ich das auch über jährliche Zuzahlungen lösen, die fast alle Anbieter im Repertoire haben, aber bequemer ist es so. Und die Kunden lieben es nun mal bequem. Und was Kunden lieben, ist für die Rentenversicherung wichtig 😉

Die Inter schießt mit dem Tarif Mein Leben den Vogel ab, indem ich den Beitrag unbegrenzt erhöhen kann. Auch Zuzahlungen sind unbegrenzt möglich. Ich könnte also am Tag vor Renteneintritt eine Millionen Euro einzahlen, wenn das dann attraktiv wäre. Und ich die Millionen hätte.

Ich kann aber auch jederzeit pausieren und die Zahlungen wieder aufnehmen. Das macht die Inter für Handwerker sehr interessant, die im Sommer naturgemäß mehr einnehmen, als im Winter. Dann können sie z.B. im Sommer den doppelten Beitrag zahlen und im Winter nix.

Anlage im Rentenbezug selbst bestimmen

Ein weiterer Punkt, der unter der Rubrik Flexibilität einzuordnen ist, ist die Anlage im Rentenbezug. Denn bei den meisten Versicherern wird mein Vermögen, dann wenn ich meine Rente bekomme, konservativ im Sicherungsvermögen des Versicherers angelegt und den Überschüssen entsprechend verzinst. So ist das sicherer.

Jetzt habe ich aber mit 67 noch eine Restlebenserwartung von 20-30 Jahren, was ja ein ganz attraktiver Anlagehorizont ist. Deshalb würde ich persönlich und sicher auch noch einige andere gerne das Geld in einer guten Fondsanlage liegen lassen. Das ist bisher nur bei Ausnahmen, wie z.B. der Swiss Life oder eingeschränkt auch bei der Inter möglich. Eingeschränkt ist es bei der Inter deswegen, weil ich dort einen Auszahlplan bis 85 abrufen kann und in der eigentlichen Anlage investiert bleibe.

Für die Generation Y: Zuzahlen durch Daten

Eine interessante Idee verfolgt derzeit die Bayerische, die mit der Plus-Rente ein Cashback-System für die Rentenversicherung anbietet. Das funktioniert wie z.B. Payback. Ich kaufe über ein Online-Portal der Bayerischen ein und bekomme dafür einen Teil des eingekauften Wertes in meine Rentenversicherung einbezahlt. Im Schnitt sind das so 4-5%. Wer viel online einkauft, kann so schon mal 50-100 Euro im Jahr zusätzlich in seine Rente einbezahlen. Das erscheint mir sinnvoller, als meine Daten für ein Kofferset an der Tankstelle zu verkaufen.

Unterm Strich bleibt für mich die Ehrlichkeit des Versicherers und geringe Kosten das allerwichtigste. Aber Flexibilität bei der Beitragszahlung und in der Anlage sind für die Rentenversicherung wichtig. Ich möchte als Kunde selbst entscheiden, ob ich mit meinem Geld oder mit meinen Daten bezahle und flexibel auf ein gestiegenes Einkommen reagieren können. Einen neuen Antrag stellen zu müssen, kann schon abschreckend genug sein. Und ich möchte auch Einfluss darauf haben, wo und wie mein Geld angelegt wird. Hier spielt die Rendite eine Rolle, aber auch Nachhaltigkeit. Ich persönlich möchte nicht am Gewinn von so manchen Firmen beteiligt sein, weil mir nicht gefällt, wie sie den Gewinn generieren. Deswegen wäre es wichtig, wenn mehre Anbieter mir zukünftig auch in der Rentenphase die Wahl der Anlage lassen würden.

Der Beitrag Was bei einer Rentenversicherung wichtig ist erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Die neue klassische Rentenversicherung der Continentale https://bsc-gmbh.com/blog/neue-klassische-rentenversicherung-der-continentale/ Fri, 27 Oct 2017 06:39:33 +0000 https://freche-versichert.de/?p=2292 Wenn ich den Umfragen glauben mag, dann legen wir Deutsche das Geld am liebsten auf die Bank. Obwohl wir wissen, dass es besser ist, das Geld sicher anzulegen. Aber auf der Bank bleiben 1.000 Euro eben 1.000 Euro. Bei Aktien kann das Geld verschwinden. Die neue neue klassische Rentenversicherung der Continentale versucht den Weg der [...]

Der Beitrag Die neue klassische Rentenversicherung der Continentale erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Wenn ich den Umfragen glauben mag, dann legen wir Deutsche das Geld am liebsten auf die Bank. Obwohl wir wissen, dass es besser ist, das Geld sicher anzulegen. Aber auf der Bank bleiben 1.000 Euro eben 1.000 Euro. Bei Aktien kann das Geld verschwinden. Die neue neue klassische Rentenversicherung der Continentale versucht den Weg der kleinen Schritte.

Sinnvoll investieren, statt sinnlos sparen

Grundsätzlich ist es Aufgabe eines Versicherungsmaklers, seinen Kunden zu beraten, was für ihn das Beste ist. Also muss ich erklären, dass die Inflation den Wert der 1.000 Euro mindert, obwohl der Nennwert der gleiche bleibt. Tatsächlich ist das Geld auf dem Konto in 30 Jahren noch etwa 511 Euro wert.

Gerade bei jungen Kunden ist es also sinnvoller, eine Rentenversicherung mit Aktien, Fonds oder ETFs abzuschließen. Diese hat eine realistische Chance, mehr einen Inflationsausgleich darzustellen. Bei einer Inflation von 2% brauch ich in 30 Jahren 1.811 Euro, um mir das gleiche kaufen zu können, was ich heute für 1.000 Euro bekomme.

Es wäre auch nicht unrealistisch zu unterstellen, ich bekomme bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung nach Kosten 3-4%.

Die neue klassische Rentenversicherung der Continentale deckt einen Bedarf

Ein Versicherer ist in erster Linie kein Kundenberater, auch wenn es Versicherungsvertreter gibt. Der Versicherer ist ein Produktgeber. Er muss verschiedene Versicherungen anbieten. Und dabei achtet er darauf, was die Leute haben möchten.

Und so erklärt sich auch die neue klassische Rentenversicherung der Continentale. Die Kunden wollen ihr Geld garantiert wieder zurück. Der Nennwert ist wichtiger als die tatsächliche Kaufkraft. Aber auch die Kosten dürfen nicht zu hoch sein. Denn, und auch hierüber wird ein Versicherungsmakler mich aufklären, Garantien kosten Geld.

Garantien gelten in dieser Rentenversicherung nur am Ende

Deswegen bietet die neue klassische Rentenversicherung der Continentale sogenannte endfällige Garantien an. Das bedeutet, ich habe zum Rentenbeginn garantiert meine eingezahlten Beiträge im Vertrag. Vor dem Rentenbeginn habe ich aber keine Garantien. Möchte ich vorher mein Geld haben, dann bekomme ich das, was eben im Vertrag ist.

Das ist auch vollkommen in Ordnung. Denn würde die neue klassische Rentenversicherung der Continentale über die gesamte Laufzeit die Garantien ausspricht, sind die Kosten viel zu hoch.

Möchte ich eine lebenslange Rente, dann gibt es zwei bis drei Varianten. In der Pro-Variante kann ich die garantierte Rente wählen oder die Rente nach den dann gültigen Rechnungsgrundlagen berechnen lassen.

In der Balance-Variante kann ich zusätzlich noch den bei Vertragsbeginn gültigen Rentenfaktor sichern.

Diese Wahl habe ich aber nur am vereinbarten Tag des Rentenbeginns. Das ist nicht so schön. Das könnte der Versicherer deutlich besser lösen.

Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit möglich

Interessant ist noch, dass der Versicherer bei Berufsunfähigkeit für mich zahlt, wenn ich das will. Kostet selbstverständlich Geld. Aber die Gesundheitsprüfung ist sehr einfach gehalten, sofern ich nur bis zu 3.000 Euro Jahresbeitrag absichern will.  Die Continentale will nur wissen, ob ich derzeit krankgeschrieben bin oder in den letzten 5 Jahren mehr als 14 Tage krankgeschrieben war. Außerdem nur noch, ob ein Grad der Behinderung, Erwerbsminderung, Grad der Schädigung, Wehrdienstbeschädigung oder Berufsunfähigkeit besteht oder ein Antrag gestellt wurde.

Unterm Strich ist die neue klassische Rentenversicherung der Continentale besser als die Bank. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass viele Deutsche sich mit dieser Lösung anfreunden können. Und vielleicht ist der eine oder andere im nächsten Schritt bereit, mehr zu wagen.

 

Der Beitrag Die neue klassische Rentenversicherung der Continentale erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Von den Märkten profitieren bis zum Schluss: Die neue Maximo der Swiss Life https://bsc-gmbh.com/blog/swiss-life-maximo-2/ Wed, 02 Aug 2017 06:13:30 +0000 http://freche-versichert.de/?p=1555 Henry Ford wird zitiert, dass die Menschen, hätte er sie gefragt, was sie wollen, schnellere Pferde gewollt hätten. Da er offensichtlich nicht gefragt hat, hat er das Auto erfunden und den Wunsch der Menschen damit sogar übertroffen. Bei der Rentenversicherung wird im Großen und Ganzen immer noch das Gewicht des Sattels optimiert oder mit der [...]

Der Beitrag Von den Märkten profitieren bis zum Schluss: Die neue Maximo der Swiss Life erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Henry Ford wird zitiert, dass die Menschen, hätte er sie gefragt, was sie wollen, schnellere Pferde gewollt hätten. Da er offensichtlich nicht gefragt hat, hat er das Auto erfunden und den Wunsch der Menschen damit sogar übertroffen.

Bei der Rentenversicherung wird im Großen und Ganzen immer noch das Gewicht des Sattels optimiert oder mit der Futtermischung experimentiert.

Vertrieblich gesehen ist es auch verständlich, dass nur wenige Versicherer es wagen, das Bedürfnis des Kunden nach Sicherheit und Rendite zur gleichen Zeit offensiv zu enttäuschen. Aber die Gleichzeitigkeit dieser Widersprüche verursacht eben enorme Kosten und es wäre sinnvoller, auf Garantien zu verzichten, um die Renditechancen zu erhöhen.

Mischung und Streuung verringert das Schwankungsrisiko in der Rentenversicherung

Und bei langer Laufzeit ließe sich bei einer vernünftigen Anlagestrategie, die auf dem Prinzip von Mischung und Streuung beruht, eine ansehnliche Rendite bei relativ hoher Sicherheit generieren. Denn Mischung und Streuung vermeidet Schwankungen per se und lange Laufzeiten relativieren Schwankungen, weil diese ja immer nur zeitlich begrenzt auftreten.

Risiko Rentenbeginn – Was tun bei schlechter Marktsituation?

So bleibt nur noch das Risiko, mitten in einer Talsohle in Rente gehen zu müssen. In diesem Fall stünde weniger Kapital zur Verrentung zur Verfügung, weshalb die Rente dauerhaft niedriger ausfallen würde. Diesem Risiko begegnet die Neuauflage von Swiss Life Maximo gleich zweierlei.

Zum einen ist es möglich, den Rentenbeginn zwischen dem 62. und dem 80. Lebensjahr frei zu wählen. Diese Option in der Swiss Life Maximo ermöglicht es nicht nur auf die Lebensumstände zu reagieren und früher oder später in Rente zu gehen, weil einen Krankheit oder finanzielle Belastungen dazu zwingen oder auch einfach, weil es so aus freien Stücken gewünscht ist.

Abwarten und Tee trinken

Ich kann mit dieser Option auch ungünstige Marktphasen abwarten. Brechen die Märkte kurz vor meinem Rentenbeginn massiv ein, weil irgendeine Immobilienblase geplatzt ist, kann ich, sofern ich es mir leisten kann, ein oder zwei Jahre abwarten, bis sich alles wieder beruhigt hat und wieder das gleiche Kapital wie vor dem Crash im Vertrag ist. Hätte ich diese Möglichkeit nicht, würde mit Rentenbeginn das dann vorhandene Kapital in das Sicherungsvermögen des Versicherers fließen und dort bleiben müssen. Dort kann es nicht mehr im gleichen Maß an den steigenden Märkten partizipieren. In der Swiss Life Maximo schon.

Das ist auch dann ärgerlich, wenn der Rentenbeginn in eine günstige Marktlage fällt. Denn der Anlagezeitraum vom Rentenbeginn bis zum Ableben kann für die Anlage von Vermögen durchaus von attraktiver Dauer sein.

Lösung Swiss Life Maximo – Ein Beispiel

Das hat Swiss Life Maximo auch erkannt und bietet als einer der nicht einmal eine Hand füllenden Anbieter in Deutschland die Möglichkeit an, auch in der Rentenphase weiterhin in einer der angebotenen Anlagestrategien investiert zu bleiben. Dieser fondsgebundene Rentenbezug liest sich zunächst nicht besonders spektakulär. Aber rechne ich 100.000 Euro über 20 Jahre, also bis ich 87 Jahre alt bin, mit 2,5% hoch, die das Sicherungsvermögen mit Überschüssen schon mal schaffen kann, habe ich einen Zinsertrag von 63.862 Euro. Bin ich mit der Swiss Life Maximo in Fonds investiert und diese schaffen 5%, liegt der Zinsertrag bei 165.330 Euro.

Das sind in diesem unverbindlichen und sicher auch etwas dilettantisch gerechneten Beispiel 100.000 Euro mehr, die ich immer wieder mal entnehmen und auf den Kopf hauen kann oder die eben meine ausgezahlte Rente erhöhen.

Denn auch im fondsgebundenen Rentenbezug habe ich jederzeit die Möglichkeit, Zuzahlungen oder Entnahmen zu tätigen. Das kann interessant sein, weil die Urenkel heiraten oder weil ein pflegebedingter Umbau notwendig ist.

Flexibilität ist wichtig in der Rentenversicherung

Und ich kann ebenso wie in der Ansparphase jederzeit die Anlagestrategie ändern. Zum Beispiel, wenn ich auf meine gemutmaßten letzten Jahre kein großes Risiko mehr eingehen möchte. Die Beitragsgarantie zum Ende der Aufschubdauer ist wie gewohnt zwischen 0%-80% wählbar. Sobald eine Beitragsgarantie vereinbart ist, berechnet ein iCPPI-Motor täglich das notwendige Anlageverhältnis, um die Garantie darzustellen.

Im fondsgebundenen Rentenbezug arbeitet der iCPPI-Motor unter Berücksichtigung der statistischen Lebenserwartung. Dabei wird – unabhängig vom Garantieniveau in der Aufschubdauer – immer eine Garantierente und eine Gesamtrente gebildet.  Der Rentenfaktor zur Bildung der Garantierente beträgt 75% des Rentenfaktors bei der klassischen Verrentung, ist aber zu 100% garantiert. Dadurch hat der iCPPI-Motor Luft, um sofort in die freie Anlage zu investieren.  Die Gesamtrente liegt damit deutlich über dem Niveau klassischer Renten und wird in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation jährlich neu festgelegt.

Unterm Strich wäre es wünschenswert, es würden alle Anbieter einer Rentenversicherung dem Vorbild der Swiss Life folgen. Ein fondsgebundener Rentenbezug ermöglicht es dem renditeaffinen Vorsorger auch bis ans Lebensende an den Märkten teilhaben zu können.

Der Beitrag Von den Märkten profitieren bis zum Schluss: Die neue Maximo der Swiss Life erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Vererben und Verschenken mit der Standard Life https://bsc-gmbh.com/blog/weitblick-standard-life/ Wed, 02 Aug 2017 06:07:25 +0000 http://freche-versichert.de/?p=1550 Einem ungeschriebenen Gesetz zufolge müssen neue Versicherungs-Tarife Namen haben, die vordergründig nichts mit Versicherungen zu tun haben, aber positive Emotionen bei den potentiellen Kunden wecken. Die Standard Life macht da mit und nennt ihre neue Lebensversicherung WeitBlick. Lang lebe die Lebensversicherung Entgegen jedem Trend handelt es sich bei dem Produkt des schottischen Versicherers tatsächlich auch [...]

Der Beitrag Vererben und Verschenken mit der Standard Life erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>
Einem ungeschriebenen Gesetz zufolge müssen neue Versicherungs-Tarife Namen haben, die vordergründig nichts mit Versicherungen zu tun haben, aber positive Emotionen bei den potentiellen Kunden wecken. Die Standard Life macht da mit und nennt ihre neue Lebensversicherung WeitBlick.

Lang lebe die Lebensversicherung

Entgegen jedem Trend handelt es sich bei dem Produkt des schottischen Versicherers tatsächlich auch „nur“ um eine fondsgebundene Lebensversicherung ohne Verrentungsoption. Ein Streit um die Qualität des garantierten Rentenfaktors kann unter den geschätzten Vermittlerkollegen hier also nicht entbrennen.

Ob das nun gut oder schlecht ist, dass das Produkt sich nur bedingt zur Absicherung der Langlebigkeit eignet, muss hier nicht diskutiert werden. Für den freien Vermittler ist es immer gut, wenn er eine Lösung mehr im Köcher hat. Diese muss auch nur im Einzelfall funktionieren. Und wenn die Risikokosten für die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos entfallen, kann das unter dem Gesichtspunkt der Rendite nur von Vorteil sein.

Ebenso wird es für die wenigsten Kunden attraktiv oder auch nur möglich sein, eine Lebensversicherung über einen Einmalbeitrag in sinnvoller Höhe zu besparen. WeitBlick ist ausschließlich als Lebensversicherung gegen Einmalzahlung abschließbar.

Ist die Lebensversicherung der Standard Life nur für reiche Menschen?

Das Produkt richtet sich nicht nur deswegen augenscheinlich eher an eine betuchtere Klientel. Ein weiteres Indiz wäre die Zuzahlungshöhe von 1.000.000 Euro pro Zuzahlung.

Der größte Vorteil von Weitblick ist aber die Möglichkeit, zwei Versicherungsnehmer mit verschieden hohen Anteilen am Vertragsvermögen in den Vertrag einzuschließen. Dadurch lassen sich höhere Vermögenswerte über die Zeit schenkungs- und erbschaftssteuerfrei übertragen.

Will beispielsweise ein Großvater seinem Enkel 500.000 Euro schenken, müssten 300.000 Euro, sofern das Kind des Großvaters nicht mehr lebt immer noch 100.000 Euro mit 11% versteuert werden. Die Schenkung fiele also 33.000 Euro bzw. 11.000 Euro niedriger aus, als gewünscht.

Mit WeitBlick ließen sich sofort 40% bzw. 80% der Versicherungsnehmer-Eigenschaften übertragen und nach Ablauf der 10-Jahresfrist weitere 40% bzw. die restlichen 20%, ohne dass eine Schenkungssteuer fällig werden würde.

Leichter Steuern sparen

Die Mehrheit der Leserschaft dürfte all dies unter der Rubrik „Probleme anderer Menschen“ verbuchen. Aber auch hier gilt: Im Einzelfall kann es eine gute Möglichkeit sein, Steuern zu sparen. Dadurch rückt bei dem Produkt auch die Renditeerwartung in den Hintergrund, da 11% gesparte Steuern ein anderes Produkt erst mal erwirtschaften müsste.

Aber auch für den Normalverdiener kann das Produkt interessant sein, was es wieder für den Vermittler vertrieblich interessanter macht. Denn häufig äußern Großeltern den Wunsch, für ihre Enkel Geld anzulegen, bis diese 18 Jahre alt sind. In der Höhe geht es hier oft um Beiträge um die 100 Euro monatlich. Das summert sich in 18 Jahren zu 20.000 Euro auf. Das ist durchaus ein Betrag, den der eine oder andere Großvater als Einmalbeitrag zur Verfügung hat. Zumindest eher als die oben genannten 500.000 Euro. Und ab 25.000 Euro ist der Vertrag abzuschließen.

Und Enkel kontrollieren

Mit dem Wunsch, den Enkel abzusichern, werden auch häufig Bedenken geäußert, man wolle verhindern, dass dann mit 18 das Geld auf den Kopf gehauen wird.

Behält der Großvater auch nur ein Prozent der Versicherungsnehmer-Eigenschaften, kann der Enkel nicht ohne seine Zustimmung an das Geld ran. So hat der Opa so lange er lebt noch die Kontrolle über das Geld. Das ist vielleicht nicht so ganz im Sinne der Enkel, aber wer zahlt, bestimmt die Regeln.

So funktioniert das zumindest in der Theorie, aber der Rechtsweg ist hier nicht ausgeschlossen. Gut möglich, dass der Enkel sich die versprochene Schenkung über einen Anwalt holen kann, denn geschenkt ist geschenkt…

Im Todesfall leistet der Vertrag zu Beginn 100% des Fondsvermögens. Nach Ablauf der Wartezeit von 5 Jahren wären es 110%. Diese schmelzen dann bis zum Ende der Vertragslaufzeit wieder auf 100% ab.

Die ersten drei Jahre investiert die Standard Life den Einmalbeitrag Stück für Stück in die gewählten Fonds. So minimiert die Standard Life hohe Verluste bei Marktschwankungen.

Auszahlplan auf Aktien-Basis

Außerdem kann jederzeit ein Auszahlungsplan vereinbart werden, was gegenüber einer gewöhnlichen Rentenversicherung den charmanten Vorteil hat, dass ich mit dem Geld weiterhin in der Fondsanlage investiert bin und von der Marktentwicklung profitieren kann.

Als Anlage werden von Standard Life aufgelegte Fonds angeboten, was je nach Entwicklung Vor- und Nachteile haben kann, und gemanagte Portfolios. Je nach Fondsauswahl erhält der Kunde einen sogenannten Kundenbonus, der dem Portfolio dann zusätzliche Anteile der ausgewählten Fonds zuteilt.

Unterm Strich ist WeitBlick von Standard Life ein Produkt, das Diskussionen um Kosten und Rendite vermeidet. Denn der große Vorteil ist die problemlose und unter Umständen erbschaftssteuerfreie Übereignung von hohen Vermögenswerten. Das ist vielleicht nicht für jeden Kunden interessant, aber eben im Einzelfall die passende Lösung.

Der Beitrag Vererben und Verschenken mit der Standard Life erschien zuerst auf Die Experten der BSC | Die Finanzberater.

]]>