Was gibt es nicht alles für hartnäckig verbreitete Glaubenssätze über Versicherungen: Die zahlen eh nie, wenn man sich braucht; Damit verdienen doch nur der Vertreter und die Versicherung Geld; um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Was ist eigentlich das Prinzip einer Versicherung?

Eine Versicherung funktioniert wir eine Holz-Lagerstelle einer Waldbesitzer-Gemeinschaft: Jeder Waldbesitzer macht immer wieder regelmäßig neues Feuerholz und bringt es zum gemeinsamen Sammelplatz (Beitragszahler). Ab und zu kann sich dann jeder Einzelne der Gemeinschaft davon eine Ladung für den Eigenverbrauch holen (Schadenszahlung an Versicherte). Es ist immer genügend Holz (Geld) da, solange nur genügend Gemeinschafts-Mitglieder regelmäßig Feuerholz zum Lagerplatz bringen, weil sich im Gegenzug statistisch niemals alle auf Einmal am Lager bedienen müssen. Bezogen auf den Versicherungsbereich nennt man dieses Prinzip „Versicherten- Gemeinschaft“.

Was hat das nun mit Kosten zu tun?

Kosten entstehen bei Versicherungen an verschiedenen Stellen, z.B. verlangt ein Versicherer (im vorgenannten Falle die Holz-Lagerstelle) eine Risikoprämie dafür, dass sie gewährleistet, immer genügend Geld (Holz) für alle zur Verfügung zu haben. Andererseits kostet natürlich auch die qualifizierte Beratung zu Versicherungs-Produkten Geld, welche durch ausgebildete Fachberater erfolgen sollte. Hierauf sollte heute jeder Kunde intensiv sein Augenmerk richten, dass der jeweilige Berater nachgewiesenermaßen über langjährige Berufserfahrung und eine entsprechende Qualifikation verfügt, und in der Produktauswahl möglichst ungebunden auf den großen Markt zahlreicher Versicherungs-Gesellschaften zurückgreifen kann.

Verbraucherschützer bemängeln Beratungskosten

Verbraucherschützer prangern immer genau das an, dass qualifizierte Beratung Geld kostet. Es scheint so als haben sie als Wurzel allen Übels im Finanzsektor, die Kosten für eine Versicherungsberatung entdeckt. Es stellt sich dabei allerdings die Frage nach dem Warum?

Ist denn z.B. eine verbraucherfreundliche Beratung in einer Verbraucherzentrale kostenfrei? Nein, weit gefehlt, hier muss natürlich auch für eine erbrachte Dienstleistung bezahlt werden, und das sogar an Menschen die noch nicht mal über eine entsprechende Zulassung als Versicherungsberater oder -Vermittler verfügen. Demnach ist es aber ok, wenn für eine professionelle Finanzberatung Geld bezahlt wird!? Wunderbar, denn das lässt sich heute ja bereits über Stunden- oder Pauschal-Honorare für eine Versicherungsberatung lösen.

Was ist aber mit den Kunden, die eigentlich eine Beratung dringend nötig haben – junge Menschen, alleinerziehende Frauen, Eltern kinderreicher Familien – aber kein Geld für Beratungs-Dienstleistung aufbringen können? Genau für solche Fälle, und natürlich für alle anderen, die keine zusätzliche Liquiditätsbelastung (Holz, welches abzugeben ist) wünschen, gibt es das Modell der provisionsbasierten Versicherungsberatung (Zillmerung): Als Kunde zahlt man beim Abschluss eines Versicherungsvertrages von Beginn an nur die vereinbarte Versicherungs-Rate, die Kosten für die Beratung sind in das Produkt einkalkuliert und der Berater (Vermittler) wird direkt von der Versicherungs-Gesellschaft für seine Dienstleistung vergütet. Der Versicherer geht also erst mal in die Investition und nimmt selbst Geld in die Hand, wofür natürlich am Ende der Kunde einen angemessenen Gebührenaufschlag zu zahlen hat. Mit diesem Dreiecks-Verhältnis kann also auch durchweg etwas Positives bewirkt werden, je nachdem welches Ziel man verfolgt und natürlich wie transparent die verschiedenen Modelle besprochen werden.

Eins ist aber auf alle Fälle festzuhalten: Eine Versicherung und vor allem eine qualifizierte Beratung dazu, kann niemals kostenfrei sein, beides gehört untrennbar zusammen. Am Ende dreht sich alles um die Anforderungen des Kunden und um die Qualität der Beratung: Hierauf sollten Sie Ihren Fokus setzen und sich nicht von Diskussionen leiten lassen, die am eigentlichen Bedarf vorbeigehen.

 

Titelbild: ©alphaspirit / Fotolia.com

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