Beim diesjährigen FONDS professionell KONGRESS 2026 am 28. und 29. Januar 2026 im Mannheimer Congress Center Rosengarten war die Stimmung wie immer: optimistisch, geschäftig und konstruktiv. Auf den Ständen wird kein Pessimismus verkauft. Wenn man wissen will, was wirklich gedacht wird, muss man genauer hinschauen. In die Gespräche am Rand und die Vorträge, die überfüllt sind. Aber auch in die Räume, die auffällig leer bleiben. Genau aus diesem Grund war wie jedes Jahr auch das BSC-Investmentteam um Johannes Föhrweiser, Manuel Knaier, Marco Pusch und Rainer Räth vor Ort (in diesem Jahr unterstützt vom Auszubildendem Timon Müller) um sich stellvertretend für alle Partner und Kunden ein eigenes Bild zu machen und die Stimmungen, Aussagen und Zwischentöne direkt aufzunehmen.
Der große Mozartsaal war morgens um neun bereits bis auf den letzten Platz gefüllt. Zur Eröffnung sprach Nassim Nicholas Taleb über Resilienz in Krisen. Ein Thema, das erstaunlich gut zu einem Markt passt, der „offiziell“ seit Jahren im Aufwärtstrend ist. Auch später sammelten sich die Besucher bei bekannten Namen wie Bert Flossbach oder Dr. Jens Erhard in den großen Sälen. Daneben wurden jedoch auch alternative Anlagekonzepte präsentiert, bei denen die Räume auffällig klein gewählt waren. Gerade dort haben wir bewusst genauer hingesehen und unsere Eindrücke gesammelt. Denn der Besucherstrom in die einzelnen Vorträge und die Auslastung der Säle wirken auf einem solchen Kongress wie ein Seismograph dafür, wohin sich das tatsächliche Interesse bewegt.
Ein Blick ins Kongressprogramm bestätigt das Gefühl. KI ist zwar allgegenwärtig, aber nicht mehr als Euphoriethema. Es geht um Bewertung, um Disziplin, um Qualität und mittlerweile schon um die „zweite Reihe“. Gleichzeitig tauchen auffällig oft Begriffe auf wie Infrastruktur, Europa, Small- und Midcaps, Emerging Markets, strategische Materialien, Real Assets und sogar ein „Goldzeitalter“. Nachhaltigkeit, noch vor wenigen Jahren Hauptbühne, ist dagegen fast verschwunden.
In vielen Gesprächen fiel ein Satz, der sich sinngemäß wiederholte:
Die Schuldenlawine rollt weiter. Staaten müssen investieren. Haushaltsdefizite sind programmiert. Die Flucht in Sachwerte wird unausweichlich. Auf dauerhaft hohe Zinsen zu hoffen, ist wertlos.
Zwei Tage später bekam dieses Gefühl ein erstaunlich konkretes Gesicht.
Am 29. und 30. Januar kam es zu einer massiven Korrektur an den Rohstoffmärkten, die bis Redaktionsschluss anhielt. Silber verlor zeitweise fast 40%, Gas, Platin und Lithium zwischen 25 und 30%, Uran und Gold circa 15% und Kupfer vergleichsweise wenig mit nur 6%. Die Erklärungen in den Medien reichten von Spekulationen über die künftige US-Notenbankpolitik bis zu Gewinnmitnahmen nach dem starken Januar-Anstieg.
Auslöser war unter anderem die Erhöhung der Sicherheitsleistungen (Margins) an den Terminbörsen für Rohstoffe. Diese werden unter dem Dach der CME Group betrieben. Viele spekulative, stark gehebelte Positionen standen plötzlich vor der Wahl, zusätzliches Kapital nachzuschießen oder zu verkaufen. Zahlreiche Marktteilnehmer nahmen diese „Einladung zum Verkauf“ dankend an, statt weiteres Geld zu hinterlegen. Dadurch entstand eine rein mechanische Verkaufswelle, die mit den fundamentalen Gegebenheiten der Rohstoffmärkte wenig zu tun hatte.
Und genau hier wird es interessant: Denn nahezu jeder zweite Vortrag in Mannheim sprach indirekt über Dinge, die ohne Rohstoffe gar nicht funktionieren: Stromnetze und Rechenzentren für künstliche Intelligenz, milliardenschwere Infrastrukturprogramme, strategische Materialien für Energiewende und Industrie, Gold als Ausdruck geopolitischer Unsicherheit, Schwellenländer als neue Wachstumspole.
Niemand sagte offen: „Kauft Rohstoffe.“ Aber das gesamte Programm schrie strukturell danach.
Für Dr. Joachim Berlenbach, Gründer und CEO von Earth Resource Investments, sind solche Marktbewegungen nichts Außergewöhnliches. Dynamische Rohstoffmärkte neigen zu Übertreibungen, nach oben wie nach unten. Bereits im Oktober 2025 gab es eine ähnliche Korrektur. Was sich jedoch nicht geändert hat, sind die Treiber dahinter: die wachsende Nachfrage aus China und Indien, der steigende Energiebedarf durch künstliche Intelligenz und Rechenzentren, Förderkapazitäten nahe am Limit und eine globale Allokation in Rohstoffe von gerade einmal rund einem Prozent.

Wir verfügen bei vielen dieser Rohstoffe weder über ausreichende Lagerstätten noch über die Förderkapazitäten, um sie auch nur annähernd in dem Tempo bereitzustellen, in dem die weltweite Nachfrage in den kommenden Jahren steigen wird.
Genau darüber wird Dr. Berlenbach in unserem halbjährlichen BSC-Anlegerwebinar am 2. März um 19:00 Uhr sprechen. Unter dem Titel „Rohstoffe im Umbruch: Nachfrage, Geopolitik und die neue Realität“ wird er den Megatrend hinter den aktuellen Marktbewegungen einordnen. Nicht aus Sicht von Charts oder kurzfristigen Marktmeinungen, sondern aus Sicht eines Geologen, der seit über 30 Jahren Lagerstätten, Fördermengen und reale Verfügbarkeit analysiert.
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Der Fondskongress hat zwischen den Zeilen sehr deutlich gezeigt, wohin die Reise geht: Infrastruktur, reale Werte, Europa, Emerging Markets und strategische Materialien. Die Rohstoffmärkte haben zwei Tage später die passende Volatilität dazu geliefert.
Kurzfristige Panik. Langfristige Knappheit. Und genau zwischen diesen beiden Polen entstehen die interessantesten Investmentchancen.




















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