Der Goldpreis gibt im November deutlich nach und fällt unter die Marke von 1.800 $/oz. Damit setzt der Goldpreis die Konsolidierung der letzten Monate fort. Wie erwartet hatte der Ausgang der Präsidentschaftswahlen keinen wesentlichen Einfluss auf den Goldpreis. Weltweit haben die Regierungen die Kontrolle über die Haushalte verloren und finanzieren ihre Verpflichtungen nur noch mit neu gedrucktem Geld der Zentralbanken.

Alleine in Deutschland musste die Erwartung für die Neuverschuldung für 2021 innerhalb von einer Woche von 96 auf 180 Mrd Euro erhöht werden. In den USA erscheint eine vernünftige Haushaltspolitik mit aus dem Ruder laufenden Ausgabenprogrammen gar nicht mehr möglich zu sein. Das langfristige Bild einer stabilen und breit angelegten Aufwärtsbewegung für die Edelmetallmärkte bleibt damit erhalten.

Die Minenaktien geben im November leicht nach. Zum Monatswechsel verzeichnen die Minenaktien eine zunehmende relative Stärke zum Goldpreis, was auf eine stabile Entwicklung in den nächsten Wochen hindeuten könnte.

Inflation stärkt Sachwerte

Langfristig wird der Inflationsdruck im Weltwährungssystem durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zunehmen, so dass Gold unter Absicherungsaspekten gegen den Verfall der Kaufkraft der Währungen in den nächsten Monaten weiter an Bedeutung gewinnen könnte. Dabei sollten die Aktienmärkte, die Immobilienmärkte und die Edelmetallmärkte durch die Liquidität angetrieben gleichzeitig ansteigen.

Grundsätzlich wird erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-„Währungen“ schwindet, weichen Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe aus. Dabei ist seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten.

Mal stehen die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien ist dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten. Die in den Jahren 2017 und 2018 vernachlässigten Edelmetallaktien haben ihre fundamentalen Unterbewertungen in den Jahren 2019 und 2020 teilweise aufgeholt. Der Markt für Minenaktien verfügt für 2021 über weiteres Gewinnpotential, da die Bewertung der Minenaktien im aktuellen Umfeld von Niedrigzinsen, der hohen Profitabilität der Goldproduktion sowie der fehlenden Anlagealternativen immer noch günstig erscheint.

Disclaimer: Dieser Marktkommentar dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar.

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