Spiegelt die Aktienquote und die Quote der Fondsbesitzer eines Landes, auch die Ausprägung der finanziellen Intelligenz in der Bevölkerung wieder? Naja, ein schmunzelnder Blick über den großen Teich zu unseren amerikanischen Freunden bringt einen ganz schnell wieder weg von dieser These.

Dennoch: Im Land der Dichter und Denker sollte es sich doch inzwischen längst herumgesprochen haben, dass wir seit einigen Jahren eine historische Niedrigzinsphase durchlaufen! Es verwundert daher schon sehr stark, dass trotz dieser bekannten Tatsache die Aktienquote beharrlich niedrig bleibt. Sowohl im europäischen als auch im weltweiten Vergleich betrachtet, liegen wir Deutschen in den Ranglisten noch immer auf den hinteren Plätzen, wenn es um den Besitz von Aktien und Fonds geht.

Gibt es für die Aktienquote eine plausible Erklärung, die unserer Intelligenz gerecht wird?

Unsere Unternehmen, egal ob aus den Bereichen Autobau, Maschinenbau oder Biotechnologie, gehören zu den Besten der Welt. Weltweit werden wir für „Made in Germany“ beneidet. Wieso profitieren aber dennoch nur wenige auch als Kapitalanleger davon? Wieso spiegelt sich das nicht in der Aktienquote wieder? Das aktuell niedrige Zinsniveau wird uns ja ganz sicher noch einige Jahre erhalten bleiben. Wie könnten sonst die jüngsten „Coronamilliarden“ wieder zurückgezahlt werden? Es wäre also eine ganz einfache Lösung, sich an den so umfassend staatlich unterstützten Unternehmen zu beteiligen. Und somit auch langfristig von deren Wertentwicklung zu profitieren. Aber das passiert leider nicht!

Deshalb stelle ich mir die Frage, warum tun wir Deutschen uns so schwer damit, in unsere eigene erfolgreiche Industrie zu investieren?

Ein Blick in unsere Geschichte kann da vielleicht helfen. In knapp hundert Jahren hat unser Land zwei grausame Weltkriege erlebt mit totalen Währungsreformen. Plötzlich war hart erspartes Vermögen nichts mehr wert! Es gab Zeiten, da haben die Menschen Ihr Papiergeld sogar lieber verbrannt, um die Wohnung warm zu bekommen. Denn das war immer noch günstiger als ein Stück Kohle.

In unserer Familie gibt es noch einen Zeitungsauschnitt über meinen Uropa. Er hatte im bergischen Land eine Eisdiele. Jeden Abend hat er die Tageseinnahmen mit der Schubkarre zur Bank gefahren. Das waren zwar die Erlebnisse unserer Eltern oder Großeltern, aber diese gaben eben ihre gemachten Erfahrungen mit Geld an die Kinder weiter und die wiederum an ihre Kinder. Diese durften dann vor nicht allzu langer Zeit noch einmal eine ähnliche Erfahrung machen, als es um die Umstellung von Deutscher Mark auf den €uro ging. Kurz gesagt: In unserer Bevölkerung besteht eine Art Urangst vor dem Verlust von Geld! Das könnte die niedrige Aktienquote erklären.

Es braucht ein Umdenken in der Kapitalanlage!

Es braucht deshalb ein radikales Umdenken in den Köpfen, ein Loslassen von Urängsten. Wir müssen uns mit Finanzfragen vorbehaltloser befassen und unsere finanzielle Intelligenz steigern! Um nicht weiter einem schleichenden „Vermögensverfall“ zusehen zu müssen! Oder sich ständige Drohungen über die Gefahr der „Altersarmut“ durch die Regierung anhören zu müssen (die leider berechtigt ist), gilt es jetzt (!) selbst ins Handeln kommen. Ganz sicher ist dabei nicht jede Entscheidung von Erfolg gekrönt. Aber nichts zu tun oder alles wie bisher zu machen, wäre die schlechtere Entscheidung.

Sprechen wir über Kapitalanlagen, fällt automatisch auch das Zauberwort „Sicherheit“. Ein Begriff der über mehr als 75 Jahre nach Kriegsende für die Qualität unseres Geldsystems und unsere Banken galt. Diese Zeiten haben sich geändert! Heute ist der Begriff Sicherheit nicht mehr mit einer Institution verbunden. Er steht vielmehr für ein intelligentes Kapitalmanagement und eine ausgewogene Anlagestrategie. Als kundenorientierte Finanzberater wissen wir den Begriff „Sicherheit“ sehr gut zu übersetzen. Nämlich im besten Sinne der Kapitalanleger in passgenaue Lösungen. Mein Aufruf an alle „Habe-ich-schon-von-immer-so-gemacht-Anleger“ lautet heute: Kümmere Dich um Dein Vermögen! Vom Nichtstun, werden die wenigsten Dinge besser. Das weiß jeder Amateursportler.

Also, es gilt sich damit zu „beschäftigen“, zum eigenen Wohl und zum Wohle der Familie. Es gilt, das „Verständnis“ für die Sache „Geld“ neu zu hinterfragen und künftig andere Wege zu gehen. Am Ende des Tages geht es darum, deine eigene #finanziellefitness zu steigern, um wieder bessere Ergebnisse zu erzielen.

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