Wer denkt schon gerne an später, schließlich liegt der persönliche Renteneintritt ja meist noch 30, 40 oder gar 50 Jahre weit in der Zukunft. Und dann gibt es noch die gesetzliche Rentenversicherung: 
Jeden Monat muss man im Anstellungsverhältnis die automatischen Abzüge der gesetzlichen Rentenversicherung akzeptieren und dann kennt ja jeder heutige Rentner, die mit ihrer gesetzlichen Rente ganz gut zurechtkommen. Es tut also gar nicht weh, heute nicht zu sparen und das diskutierte Problem zeigt sich im Alltag ohnehin nicht, so der landläufige Irrglaube. Eine schwierige Situation, vor allem in der Zukunft!

Die Zeiten ändern sich

Wer heute auf eine drohende Altersarmut für viele Bürger hinweist, ist jedoch längst kein „Schwarzmaler“ mehr, sondern einfach nur Realist.

„Hätte ich gewusst, wie sich alles entwickelt, hätte ich viel früher Geld zur Seite gelegt. Niemals hätte ich daran gedacht, dass meine gesetzliche Rente so niedrig sein wird“ (Rentner K. aus Schweinfurt).

Natürlich würden auch wir uns für alle Pflichtversicherten der gesetzlichen Rentenversicherung wünschen, dass der Generationenvertrag auch in Zukunft funktioniert. Allein die mathematischen Rahmenbedingungen machen das aber in der bisherigen Form nicht mehr möglich. Die vielen jungen Arbeitnehmer aus den Boomjahren der Nachkriegs-Generation mussten nur relativ wenig Rentner finanzieren, dazu ist die Produktivität der deutschen Wirtschaft auch noch weiter gewachsen. Das umlagefinanzierte System war damit gesichert, man musste ja nur von VIELEN Arbeitenden etwas wegnehmen und es WENIGEN Rentnern zukommen lassen.

Heute sieht alles anders aus:

  • Das Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Rentnern hat sich massiv verändert. Durch eine über Jahre hinweg sinkende Geburtenrate auf der Arbeitnehmerseite und eine bessere medizinische Versorgung der Rentenbezieher, gibt es heute nicht nur mehr Rentner im Verhältnis, diese können heute auch noch ihre gesetzliche Rente viel länger beziehen. Die Folge: Die Rentenkasse bräuchte eigentlich viel mehr Geld (durch höhere Beiträge) oder die zu zahlenden Renten müssten künftig tendenziell sinken, um das System dauerhaft finanzieren zu können. Die ersten Auswirkungen in unserer Gesellschaft waren erst vor einigen Tagen wieder in der öffentlichen Diskussion.

Die Wahrheit ist, auf die gesetzliche Rente als alleinige Altersvorsorge darf sich niemand mehr verlassen, sie kann nur einen Teil des ursprünglichen aktiven Arbeitseinkommens darstellen. Dieser Hinweis steht übrigens bereits seit einigen Jahren auf den Informationsschreiben der gesetzlichen Rentenversicherung.

Gefahr erkannt, aber nicht gebannt?!

In den Gesprächen mit Kunden erleben wir immer wieder, dass die Problematik zwar grundsätzlich verstanden wurde, einzig die daraus abzuleitenden notwendigen Handlungen werden aber nur selten umgesetzt. Warum ist das so?

Aus unserer Sicht liegt das oft an falschen Vorstellungen der Kunden, was für eine zusätzliche Altersvorsorge an Aufwand und damit verbundenen Einschränkungen nötig ist. Hier zeigt sich leider die weitverbreitete Abneigung gegen Finanzthemen in unserer Bevölkerung mal wieder als großes Problem.

Die Lösungen sind meist viel einfacher, als man (und Frau) glaubt:

  1. Bereits mit kleinen Start-Beiträgen lässt sich die zu erwartende Rentenlücke reduzieren. Hier gilt der Grundsatz: Je früher begonnen wird, desto besser.
  2. Über gesetzliche Förderkonzepte wie die betriebliche Altersvorsorge oder auch Riester- und Rürup-Rente kann die Altersvorsorge zum echten Rendite-Turbo werden.
  3. TIPP: Selbst über CASHBACK-Punkte lässt sich heute der Ertrag meiner Altersvorsorge zusätzlich steigern! Wer also gerne bei Zalando, Amazon und Co. shoppen geht, könnte damit auch regelmäßig was für die eigene Altersvorsorge tun.
  4. Selbständige können übrigens noch leichter sparen: Anstatt Steuern auf erzielte Gewinne an Vater Staat abzuführen, könnten diese zum größten Teil in die persönliche Altersvorsorge fließen! 2018 könnten verheiratete Paare so insgesamt bis zu 47.424 € einzahlen.

Natürlich ist >>Sparen fürs Alter<< nicht sexy, aber ist Altersarmut wirklich ein erstrebenswertes Ziel?

Unser TIPP: Informieren Sie sich, lassen Sie Ihre drohende Rentenlücke individuell berechnen. Bewerten Sie mit Ihrem/Ihrer FinanzberaterIn, welcher Aufwand nötig wäre, um Ihre Wunschversorgung sicherzustellen. Wer sich mit einem Problem beschäftigt, der kann es auch lösen – meist viel einfacher als angenommen. Übrigens: Moderne Altersvorsorge-Sparverträge lassen jederzeit auch Teilverfügungen zu! Sie sparen also dann nicht nur fürs Alter!

Titelbild: ©Mediteraneo / fotolia.com

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