private Krankenversicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/private-krankenversicherung/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Fri, 22 May 2026 08:26:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png private Krankenversicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/tag/private-krankenversicherung/ 32 32 Krankenkassenreform: Warum Gutverdiener jetzt über einen Wechsel in die PKV nachdenken sollten https://bsc-gmbh.com/blog/krankenkassenreform/ https://bsc-gmbh.com/blog/krankenkassenreform/#respond Fri, 22 May 2026 07:27:17 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=129535 Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell unter Druck. Die Bundesregierung plant deshalb mehrere Maßnahmen, um die Beitragssätze zu stabilisieren. Ein zentraler Punkt: Die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze sollen zusätzlich angehoben werden. Für viele klingt das zunächst technisch. Für Gutverdiener kann daraus aber eine sehr konkrete Frage werden: Zahle ich künftig immer mehr in die gesetzliche Krankenversicherung ein, ohne dafür bessere [...]

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Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell unter Druck. Die Bundesregierung plant deshalb mehrere Maßnahmen, um die Beitragssätze zu stabilisieren.
Ein zentraler Punkt: Die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze sollen zusätzlich angehoben werden.
Für viele klingt das zunächst technisch. Für Gutverdiener kann daraus aber eine sehr konkrete Frage werden:
Zahle ich künftig immer mehr in die gesetzliche Krankenversicherung ein, ohne dafür bessere Leistungen zu bekommen?

Gutverdiener zahlen Höchstbeiträge, bekommen aber keine Höchstleistungen

In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen. Je höher das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze, desto höher der Beitrag.
Die Leistungen richten sich aber nicht nach dem Beitrag.
Das bedeutet: Wer sehr gut verdient, zahlt häufig den Höchstbeitrag, bekommt aber grundsätzlich denselben gesetzlichen Leistungsanspruch wie andere gesetzlich Versicherte auch.
Und genau hier beginnt die eigentliche Überlegung.
Beispiel: Tobias, 38 Jahre, IT-Projektleiter, verheiratet, zwei Kinder
Nehmen wir Tobias.
Tobias ist Jahrgang 1988, arbeitet als angestellter IT-Projektleiter und verdient 80.000 Euro brutto im Jahr. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
2026 liegt er damit über der Jahresarbeitsentgeltgrenze und kann grundsätzlich in die private Krankenversicherung wechseln.
Aktuell zahlt Tobias in der gesetzlichen Krankenversicherung den Höchstbeitrag. Seine Kinder sind in der GKV beitragsfrei familienversichert, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
Vereinfacht gerechnet ergibt sich für Tobias in der GKV:
Position
Heute 2026
Beitragsbemessungsgrenze GKV 5.812,50 €
Krankenversicherung 14,6 % + angenommener Zusatzbeitrag 2,9 % 1.017,19 €
Pflegeversicherung mit Kindern, vereinfacht 3,6 % 209,25 €
Gesamtbeitrag GKV/Pflege 1.226,44 €
Arbeitnehmeranteil, grob hälftig

ca. 613 €

Tobias zahlt also heute rund 613 Euro monatlich Eigenanteil für sich und seine Familie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Was passiert durch die Reform?

Wenn die Beitragsbemessungsgrenze zusätzlich um 300 Euro pro Monat steigt, wird ein größerer Teil seines Einkommens beitragspflichtig.
Dann sähe die Rechnung vereinfacht so aus:
Position
Nach zusätzlicher Anhebung
Neue Bemessungsgrundlage 6.112,50 €
Krankenversicherung 14,6 % + angenommener Zusatzbeitrag 2,9 % 1.069,69 €
Pflegeversicherung mit Kindern, vereinfacht 3,6 % 220,05 €
Gesamtbeitrag GKV/Pflege 1.289,74 €
Arbeitnehmeranteil, grob hälftig ca. 645 €
Tobias würde also rund 32 Euro mehr pro Monat zahlen.
Das sind knapp 380 Euro mehr pro Jahr.
Und wichtig: Das ist nur der Effekt aus der höheren Beitragsbemessungsgrenze. Mögliche weitere Steigerungen beim Zusatzbeitrag, bei der Pflegeversicherung oder künftige Leistungseinschränkungen sind darin noch nicht berücksichtigt.

Und jetzt der spannende Vergleich: PKV mit zwei Kindern

Oft hört man: „Mit Kindern lohnt sich die PKV doch sowieso nicht.“
Das ist zu pauschal.
Ja, in der PKV braucht jede versicherte Person einen eigenen Beitrag. Kinder sind dort nicht automatisch beitragsfrei mitversichert. Aber: Auch für privat versicherte Kinder kann der Arbeitgeberzuschuss genutzt werden, solange der maximale Arbeitgeberzuschuss nicht ausgeschöpft ist.
Nehmen wir für Tobias ein Beispiel mit einem hochwertigen PKV-Schutz:
Person
Monatsbeitrag

Tobias, Premiumtarif inkl. Krankentagegeld, Pflegepflichtversicherung

und Beitragsentlastungstarif

891,92 €
Kind 1, Premiumtarif inkl. Pflegepflichtversicherung 234,45 €
Kind 2, Premiumtarif inkl. Pflegepflichtversicherung 234,45 €
Gesamtbeitrag PKV Familie

1.360,82 €

Auf den ersten Blick liegt der PKV-Gesamtbeitrag damit über dem GKV-Gesamtbeitrag.
Aber für Tobias als Arbeitnehmer ist der Eigenanteil entscheidend. Denn auch in der PKV beteiligt sich der Arbeitgeber grundsätzlich am Beitrag, inklusive der Beiträge für privat versicherte Kinder, soweit die gesetzlichen Grenzen eingehalten werden.
Vereinfacht gerechnet:
Position
PKV-Beispiel
Gesamtbeitrag PKV Familie
1.360,82 €
Möglicher Arbeitgeberzuschuss, grob bis ca. 50 %
ca. 680 €
Eigenanteil Tobias
ca. 680 €
Damit liegt Tobias mit einem hochwertigen PKV-Schutz für drei Personen ungefähr in der Größenordnung seines künftigen GKV-Eigenanteils.
Der entscheidende Unterschied:
In diesem Beispiel erhält die Familie nicht einfach nur eine Alternative zur GKV. Sie erhält drei hochwertige private Krankenversicherungstarife, inklusive Absicherung der Kinder und sogar mit einem Beitragsentlastungsbaustein für Tobias.

PKV ist also nicht nur ein Beitragsthema

Genau deshalb greift der reine Blick auf den Monatsbeitrag zu kurz.
In der GKV zahlt Tobias als Gutverdiener den Höchstbeitrag. Seine Familie ist zwar beitragsfrei mitversichert, aber die Leistungen bleiben gesetzlich geregelt und können sich verändern.
In der PKV zahlt jede Person einen eigenen Beitrag. Dafür können die Leistungen je nach Tarif deutlich stärker ausfallen und sind vertraglich geregelt.
Typische Vorteile hochwertiger PKV-Tarife können sein:
  • Bessere ambulante Leistungen: Zum Beispiel bei Fachärzten, Diagnostik, Vorsorge, Heilpraktikerleistungen oder bestimmten Behandlungsmethoden.
  • Stärkere Krankenhausleistungen: Je nach Tarif mit Einbett- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung und freier Krankenhauswahl.
  • Höhere Zahnleistungen: Gerade bei Zahnersatz, Implantaten, Inlays, Kieferorthopädie oder professioneller Zahnreinigung können gute PKV-Tarife deutlich mehr leisten.
  • Vertraglich geregelte Leistungen: In der GKV können Leistungen politisch angepasst werden. In der PKV zählt, was im Tarif vereinbart wurde.
  • Beitragsrückerstattung: Viele PKV-Tarife sehen eine Beitragsrückerstattung vor, wenn keine Leistungen eingereicht werden. Das kann den effektiven Beitrag zusätzlich verbessern. Ob und in welcher Höhe das gilt, hängt vom Tarif und vom Versicherer ab.
  • Steuerliche Berücksichtigung: Beiträge für Basisleistungen können steuerlich geltend gemacht werden. Auch das sollte in einer vollständigen Betrachtung berücksichtigt werden.
  • Was häufig vergessen wird: Die GKV ist in den vergangenen Jahren nicht dadurch attraktiver geworden, dass die Beiträge gestiegen sind. Im Gegenteil: Viele Versicherte erleben höhere Beiträge, steigende Zusatzbeiträge, mehr Zuzahlungen und gleichzeitig Diskussionen über Leistungsbegrenzungen. Für Gutverdiener entsteht dadurch ein unangenehmes Ungleichgewicht:
  • Der Beitrag steigt. Die Leistung steigt nicht automatisch mit: Und genau das macht die Prüfung der PKV gerade jetzt so wichtig.

Der eigentliche Handlungsdruck: Die Tür zur PKV könnte sich schließen

Bei Tobias kommt noch ein zweiter Punkt hinzu.
Er verdient 80.000 Euro brutto im Jahr. Damit liegt er 2026 über der Jahresarbeitsentgeltgrenze und kann grundsätzlich in die PKV wechseln.
Wenn die Jahresarbeitsentgeltgrenze im kommenden Jahr weiter steigt, kann es passieren, dass Tobias mit seinem Einkommen nicht mehr darüberliegt.
Dann hätte er aktuell noch die Wahl, im nächsten Jahr aber möglicherweise nicht mehr.
Das ist der eigentliche Handlungsdruck.
Nicht, weil jeder Gutverdiener sofort in die PKV wechseln sollte. Sondern weil einige Gutverdiener gerade jetzt noch prüfen können, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Wartet man zu lange, kann diese Möglichkeit vorerst weg sein.

Für wen kann die Prüfung besonders interessant sein?

Ein Wechsel in die PKV kann besonders für gutverdienende Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler interessant sein, wenn sie langfristig planen und Wert auf hochwertige medizinische Versorgung legen.
Auch mit Kindern kann die PKV interessant sein, wenn der Arbeitgeberzuschuss richtig berücksichtigt wird, die Tarife leistungsstark sind und die langfristige Beitragsentwicklung realistisch eingeplant wird.
Besonders wichtig sind dabei:
  • Einkommen,
  • Familienstand,
  • Anzahl der Kinder,
  • Gesundheitszustand,
  • Tarifqualität,
  • Selbstbeteiligung,
  • Beitragsentlastung im Alter,
  • steuerliche Wirkung,
  • und die Frage, wie wichtig einem medizinische Versorgung auf hohem Niveau ist.

 Unser Fazit

Die geplante Krankenkassenreform macht für Gutverdiener eines deutlich:
Die gesetzliche Krankenversicherung wird voraussichtlich nicht günstiger. Wer gut verdient, wird stärker zur Finanzierung des Systems herangezogen.
Das kann man politisch so wollen. Für den Einzelnen bleibt aber die berechtigte Frage:

Passt die gesetzliche Krankenversicherung noch zu meiner persönlichen Situation?

Gerade bei Gutverdienern lohnt sich der Vergleich. Und zwar nicht nur für Singles, sondern auch für Familien.
Denn wenn eine Familie mit zwei Kindern für einen ähnlichen Eigenanteil wie in der GKV einen hochwertigen PKV-Schutz für alle drei Personen bekommen kann, inklusive besserer Leistungen und Beitragsentlastung fürs Alter, sollte man sich das zumindest einmal genau anschauen.
Nicht jeder sollte in die PKV wechseln. Aber jeder Gutverdiener sollte wissen, ob er es könnte, ob es sich lohnt und welche langfristigen Folgen damit verbunden sind.
Wenn Du gut verdienst und wissen möchtest, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung für Dich und Deine Familie sinnvoll sein kann, sprich uns gerne an. Wir prüfen mit Dir gemeinsam, welche Lösung zu Deiner persönlichen Situation passt.

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PKV-Beiträge steigen zum Jahreswechsel um rund 13 % – was du jetzt wirklich tun solltest https://bsc-gmbh.com/blog/pkv-beitraege-steigen-zum-jahreswechsel-um-rund-13/ https://bsc-gmbh.com/blog/pkv-beitraege-steigen-zum-jahreswechsel-um-rund-13/#respond Wed, 03 Dec 2025 13:04:21 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=129157 Zum Jahreswechsel wird es für viele privat Krankenversicherte teurer: Branchenweit wird eine durchschnittliche Beitragsanpassung von rund 13 % erwartet. Die Verunsicherung ist groß und viele überlegen, schnell die private Krankenversicherung zu wechseln. Doch Vorsicht: Ein PKV-Wechsel ist komplexer als der Wechsel einer Haftpflichtversicherung. Wer vorschnell reagiert, riskiert finanzielle Nachteile, schlechtere Leistungen oder langfristige Fehlentscheidungen. Wir zeigen dir, [...]

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Zum Jahreswechsel wird es für viele privat Krankenversicherte teurer: Branchenweit wird eine durchschnittliche Beitragsanpassung von rund 13 % erwartet. Die Verunsicherung ist groß und viele überlegen, schnell die private Krankenversicherung zu wechseln. Doch Vorsicht: Ein PKV-Wechsel ist komplexer als der Wechsel einer Haftpflichtversicherung. Wer vorschnell reagiert, riskiert finanzielle Nachteile, schlechtere Leistungen oder langfristige Fehlentscheidungen.

Wir zeigen dir, worauf es jetzt wirklich ankommt und welche Alternativen es gibt, bevor du über einen Versicherungswechsel nachdenkst.

 

Ja, es gibt ein Sonderkündigungsrecht – aber das heißt nicht, dass ein Wechsel sinnvoll ist

Bei jeder Beitragsanpassung steht dir grundsätzlich ein Sonderkündigungsrecht zu. Viele Vermittler oder Vergleichsportale stellen das so dar, als wäre ein schneller Tarif oder Versichererwechsel die logische Konsequenz.

Doch die Realität sieht anders aus:

  • Eine PKV schließt du nicht in zwei Tagen neu ab.
  • Die ursprüngliche Tarifauswahl war idealerweise ein mehrwöchiger Prozess – Gesundheitsprüfung, Bedarfsanalyse, Tarifvergleich, Leistungsdetails.
  • Jetzt in wenigen Tagen „irgendwo anders hinwechseln“ kann gefährlicher sein als die Beitragsanpassung selbst.

 

Versichererwechsel? Nur in wenigen Fällen sinnvoll

Ein Wechsel zu einem anderen Krankenversicherer kann Sinn ergeben – aber hauptsächlich in den ersten Versicherungsjahren. Danach wird es kritisch:

Altersrückstellungen: ein oft unterschätzter Faktor

  • Bei einem Wechsel verlierst du einen Teil deiner angesammelten Altersrückstellungen.
  • Bei alten Bisex-Verträgen (vor 2009) gehen teilweise alle Rückstellungen verloren.
  • Ergebnis: Die PKV wird im Alter deutlich teurer, obwohl sie heute vielleicht günstiger wirkt.

 

Gesundheitsprüfung beim neuen Anbieter

Ein externer Wechsel bedeutet immer:

  • Neue Gesundheitsfragen
  • Risiko auf Ablehnung bei Vorerkrankungen
  • Oder hohe Risikozuschläge

Hattest du bisher keinen Risikozuschlag, kann ein neuer Zuschlag die vermeintliche Beitragsersparnis schnell wieder auffressen.

 

Erst prüfen: Gibt es Möglichkeiten in deinem bestehenden Vertrag?

Bevor du den Versicherer wechselst, solltest du immer die internen Optionen prüfen:

a) Tarifwechsel innerhalb deiner Gesellschaft (§ 204 VVG)

  • Du kannst in andere – auch geschlossene – Tarife deines Versicherers wechseln.
  • Vorteil: Keine erneute Gesundheitsprüfung, sofern du keine Mehrleistungen willst.
  • Aber: Auch hier muss der Tarif zu dir passen – nicht jeder günstigere Tarif ist langfristig sinnvoll.

Gut zu wissen:
Ein Tarifwechsel ist nicht nur zum Jahresende möglich!
Du kannst ihn auch im Januar, Februar oder später ganz ohne Zeitdruck angehen.

 

b) Selbstbeteiligung sinnvoll anpassen

Eine moderate Erhöhung der Selbstbeteiligung kann eine wirksame Stellschraube sein, um Beiträge zu reduzieren.

Wichtig für Angestellte:
Der Arbeitgeberzuschuss wirkt nur bis zur Höchstgrenze. Eine zu hohe Selbstbeteiligung kann sich also nachteilig auswirken.

 

c) Risikozuschläge überprüfen

Hast du einen prozentualen Risikozuschlag? Dann solltest du prüfen lassen:

  • ob der medizinische Grund heute noch besteht,
  • ob der Zuschlag teilweise oder vollständig entfallen kann.

Gerade prozentuale Zuschläge steigen automatisch mit jeder Beitragsanpassung mit – hier kann Potenzial liegen.

 

Die versteckte Gefahr: Wann wurde der Zieltarif zuletzt angepasst?

Viele schauen nur auf den aktuellen Preis eines neuen Tarifs – ein häufiger Fehler.

Ein wichtiger Indikator:
Wurde der Beitrag im Zieltarif seit mehreren Jahren nicht erhöht?

Wenn seit 3 Jahren oder länger keine Anpassung stattgefunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine größere Erhöhung bald bevorsteht. Was heute günstig scheint, kann morgen teuer werden.

 

Unisex seit 2012: Wechsel mit Konsequenzen

Seit Ende 2012 gelten Unisex-Tarife. Wer heute dorthin wechselt:

  • kann nicht wieder in alte Bisex-Tarife zurück,
  • muss sich bewusst sein, dass die spätere Tarifauswahl deutlich eingeschränkt sein kann,
  • sollte die Auswirkungen auf Standard-/Basistarif-Optionen im Alter kennen.

Ein Wechsel in einen Unisex-Tarif sollte deshalb vorher gut durchdacht werden.

 

Warum professionelle Beratung jetzt entscheidend ist

Die PKV ist eines der komplexesten Produkte in der gesamten Finanzwelt. Deshalb wird ein guter Tarif nicht „gekauft“, sondern entwickelt – und zwar gemeinsam.

Wir unterstützen dich dabei:

  • Wir finden gemeinsam deinen passenden Tarif: Die Auswahl ist riesig – und für Laien schnell überfordernd. Wir führen dich sicher durch den Tarifdschungel.
  • Wir vergleichen neutral – Beiträge UND Leistungen: Nicht nur der Preis zählt. Gerade Leistungsdetails machen langfristig den Unterschied.
  • Wir prüfen interne Wechselrechte & Optimierungsmöglichkeiten: Oft gibt es sinnvolle Stellschrauben, bevor ein kompletter Versichererwechsel nötig wird.
  • Wir begleiten dich ohne Zeitdruck: Viele Anpassungen können auch nach dem Jahreswechsel vorgenommen werden.

 

Fazit: Nicht vorschnell handeln – strategisch vorgehen

Die erwartete Beitragssteigerung von 13 % ist ärgerlich, aber kein Grund, hektisch zu einem neuen Versicherer zu springen. In der PKV gilt: Die klügste Entscheidung ist selten die schnellste.

Ob Beitragsanpassung, Tarifoptimierung oder möglicher Wechsel – wir prüfen gemeinsam mit dir in Ruhe, was wirklich sinnvoll ist.

Wenn du möchtest, analysieren wir deinen aktuellen Vertrag unverbindlich und zeigen dir deine Optionen auf.

Vereinbare dafür einfach einen persönlichen Beratungstermin mit uns.

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Nachhaltigkeit in der privaten Krankenversicherung https://bsc-gmbh.com/blog/nachhaltigkeit-in-der-privaten-krankenversicherung/ Fri, 17 Sep 2021 07:03:15 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=67148 Nachhaltigkeit in der privaten Krankenversicherung ist noch kein großes Thema. Aber der Aspekt hält immer mehr Einzug in die Finanzbranche. Was bisher im Wesentlichen nur Kapitalanlageprodukte wie grüne Fonds und ETF´s betraf, ist auch für die klassische Versicherung immer wichtiger. Warum passt Nachhaltigkeit zu Versicherungen? Nun, hierfür müssen wir uns nur den Grundgedanken einer Versicherung [...]

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Nachhaltigkeit in der privaten Krankenversicherung ist noch kein großes Thema. Aber der Aspekt hält immer mehr Einzug in die Finanzbranche. Was bisher im Wesentlichen nur Kapitalanlageprodukte wie grüne Fonds und ETF´s betraf, ist auch für die klassische Versicherung immer wichtiger.

Warum passt Nachhaltigkeit zu Versicherungen?

Nun, hierfür müssen wir uns nur den Grundgedanken einer Versicherung vor Augen halten: Hier bildet sich ja eine Gemeinschaft aus Versicherungsnehmern zusammen und sammelt Beiträge ein, welche im Schadensfall einem Betroffenen zur Verfügung stehen. Das ist das Prinzip des Versicherungs-Kollektivs. Es wird hier, wie bei Kapitalanlagegesellschaften, sehr viel Geld eingesammelt. Und mit diesem Geld gilt es nun auch verantwortungsvoll umzugehen.

Wir haben also auf der einen Seite viel Geld und auf der anderen Seite viele Menschen im Kollektiv. Und für viele Menschen ist Nachhaltigkeit ein Zukunftsthema.

Die ersten Schritte sind getan

Ich begrüße sehr, dass hier in den letzten Jahren die Weitsicht der Gesellschaften und die Verantwortungsübernahme für die nachfolgenden Generationen, immer stärker in den Vordergrund rückt. Sogenannte „grüne Policen“ werden immer mehr zum Standard. Erste Produkte konnten wir beobachten im Bereich der Renten- und Lebensversicherung. Diese haben sich dem Thema Nachhaltigkeit komplett verschrieben. Sie legen Kapital ausschließlich in Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien an. Ein tolle Beispiel hierfür ist die innovative Pangaea-Life.

Inzwischen sehen wir Nachhaltigkeit in der privaten Krankenversicherung an Relevanz gewinnen:

Mit mehr als 8 Millionen Voll- und etwa 25 Millionen Zusatz-Versicherten, trägt die Branche privaten Krankenversicherungen eine sehr hohe gesellschaftliche Verantwortung. Dieser versucht die Branche zunehmend gerecht zu werden.

Erste Maßnahmen, die auf Ebene der Versicherungen zu erkennen sind, sind mittlerweile Standard.  Es verzichten z.B. bereits zahlreiche Anbieter immer stärker auf den Versand von gedruckten Policen, es werden verstärkt Online-Services angeboten z.B. zur Rechnungserstattung, uvm.

Wie kann Nachhaltigkeit in der privaten Krankenversicherung funktionieren?

Einzelne Versicherer legen heute schon sehr starken Wert auf den Bereich Nachhaltigkeit in der privaten Krankenversicherung. Ich möchte hier zwei Beispiele positiv hervorheben:

Die Barmenia Krankenversicherung ist hier zum Beispiel zu nennen, denn das Unternehmen investiert die Alterungsrückstellungen in den Tarifen zu 100 Prozent in nachhaltige Kapitalanlagen, wie zum Beispiel Umweltschutz, regenerative Energien, öko-effiziente Unternehmen und ressourcensparende Länder. Ebenso agiert hier die AXA, die die Alterungsrückstellungen rein in ESG-konforme Anlagen investiert (Keine Waffen, keine Kohle, kein Öl, kein Tabak, kein Palmöl).

Die ersten Schritte sind hier also gemacht und ich kann als Kunde heute schon den Aspekt der Nachhaltigkeit auch in meiner Produktauswahl für einen geeigneten Versicherer mit einfließen lassen. Es besteht aber natürlich noch ein großer Bedarf an mehr Nachhaltigkeit seitens der privaten Krankenversicherer. Das Positive ist aber nach unserer Beobachtung: Die Versicherer haben Ihre Verantwortung erkannt und sind auf einem guten Weg!

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