Einkommens-Sicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/category/einkommens-sicherung/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Fri, 22 Jan 2021 07:02:14 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png Einkommens-Sicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/category/einkommens-sicherung/ 32 32 Versicherer haben im Bereich der Prävention noch viel Potential https://bsc-gmbh.com/blog/versicherer-haben-im-bereich-der-praevention-noch-viel-potential/ Fri, 22 Jan 2021 07:02:14 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=56823 Immer mehr Versicherer beginnen, sich vom reinen Leistungserbringer hin zum Gesundheitsmanager der Kunden weiter zu entwickeln. Was bisher angeboten wird, ist jedoch nur ein Anfang. Hier ist noch viel Potential vorhanden. Ein Gastkommentar von Joachim Haid – Gründer des Gesundheitsprogramms PaleoMental® Vor ein paar Jahren begannen Versicherer Rechnungs-Apps zu entwickeln und ihren Kunden anzubieten. Hierüber [...]

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Immer mehr Versicherer beginnen, sich vom reinen Leistungserbringer hin zum Gesundheitsmanager der Kunden weiter zu entwickeln. Was bisher angeboten wird, ist jedoch nur ein Anfang. Hier ist noch viel Potential vorhanden.

Ein Gastkommentar von Joachim Haid – Gründer des Gesundheitsprogramms PaleoMental®

Vor ein paar Jahren begannen Versicherer Rechnungs-Apps zu entwickeln und ihren Kunden anzubieten. Hierüber konnte Leistungsrechnungen digital zur Erstattung eingereicht werden. Inzwischen kooperieren die ersten Versicherer in Deutschland mit externen App-Anbietern, um deren Apps den Versicherten für präventive Zwecke kostenfrei, oder zu Vorzugskonditionen zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt es sich meist um Anti-Stress-Apps sowie Anwendungen für Achtsamkeitstraining, gesunde Ernährung, sportlicher Motivation und/oder Fitness-Tracker. Weiterhin testen Versicherer die Zusammenarbeit mit Anbietern von Heimtests, beispielsweise im Bereich der Stuhl-Analyse.

Ein erster Schritt – vieles ist noch möglich

Gerade erst haben Krankenversicherer einen Fonds mit 100 Millionen Euro aufgelegt, der von zwei Berliner Investoren verwaltet wird. Der Investmentfokus liegt dabei auf Healthtech-Startups aus den Bereichen digitale Gesundheitsanwendungen, Telemedizin, digitale Prävention und der Digitalisierung der Pflege. Das sind interessante erste Schritte in die richtige Richtung. Jedoch ist hier noch vieles zusätzliches möglich.

Psychische Erkrankungen sind im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung bereits der primäre Leistungsfallauslöser. Da ist es nur verständlich, dass Anbieter entsprechender Versicherungsprodukte ihren Kunden Apps anbieten wollen, mit denen die Gefahr für einen Burnout, oder einer Depression rechtzeitig erkannt bzw. Gegenmaßnahmen durch Resilienztraining, Meditation und Atemtechniken unterstützt werden sollen.

Einfachheit und Skalierung ist nicht alles

Solche Apps können leicht im Bestand ausgespielt werden und damit ein präventives Geschäftsmodell skaliert werden. Eines der Lieblingswörter von Start-Ups und Versicherern, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Jedoch ist die reine Skalierbarkeit zu kurz gedacht. Meditation und Atemtechniken können natürlich sehr gut unterstützen, psychisch herausfordernde Zeiten besser zu meistern.

In vielen Fällen ist dies jedoch Symptombehandlung und oftmals nicht ausreichend? Deshalb ist der eine von einer bestimmten Arbeitsbelastung negativ gestresst (Distress), während der andere dabei erst so richtig aufblüht (Eustress)? Immer mehr erkennt die Forschung, dass beispielsweise die Darmbesiedlung hier eine sehr große und wichtige Rolle spielt. Dysbalancen im Darm, kommen sehr häufig bei psychischen Erkrankungen wie Burnout, Depressionen, Angststörungen und Panikattacken vor.

Hinzu kommen Nährstoffmängel, wie bei der Aminosäure Tryptophan und Magnesium, um nur zwei bekannte Beispiele zu nennen. Hier nutzt eine App genau so wenig, wie dem Kunden im Rahmen einer Kooperation eine Stuhl-Diagnostik anzubieten. Letzteres ist zwar ebenfalls wieder ein nächster Schritt in die richtige Richtung. Jedoch darf der Kunde mit dem Ergebnis nicht alleine gelassen werden. Auch Nährstoffmängel spielen eine entscheidende Rolle.

Werden diese rechtzeitig diagnostiziert, beispielsweise durch ein orthomolekulares Blutbild, können sie gezielt, präventiv ausgeglichen werden. Während wir in den Industrieländern mit Kalorien eher überversorgt sind, verhungern wir bezüglich der Nährstoffversorgung sprichwörtlich vor vollen Tellern. Hier ist eine individuelle Auswertung unter Berücksichtigung der persönlichen Situation und Ernährung des Kunden sehr wichtig. Einfachheit, Skalierung und Digitalisierung sind eben nicht alles.

Krankenversicherer besitzen wertvolle Informationen

Gerade Krankenversicherer können im Bereich der Prävention besonders effektiv ihre Kunden unterstützen. In Deutschland, wie auch in anderen Industrieländern, verfügen wir glücklicherweise über den Zugang zu einer sehr guten Akutmedizin. Während wir also für den Notfall hervorragend gerüstet sind, scheitern wir in Deutschland daran, die Menschen gesund zu halten. Ein Anbieter von Versicherungen zur Arbeitskraftabsicherung erhält Informationen zum Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers lediglich bei der Antragsstellung und im Leistungsfall.

Ein Krankenversicherer bekommt hier während der Vertragslaufzeit sehr viel mehr Informationen. Denn jede eingereichte Rechnung ist ein Leistungsfall. Selbst der Lebensversicherer könnte seine Interessenten bereits bei Antragsstellung und die Versicherungsnehmer im Leistungsfall noch mehr dabei unterstützen, den Gesundheitszustand wieder zu verbessern. Einem Krankenversicherer wäre dies deutlich leichter möglich.

Denn mit jeder Behandlungsrechnung die eingereicht wird, erhält der Versicherer auch Informationen über die Diagnosen seiner versicherten Person und mit jedem Rezept das Wissen über verschriebene Medikamente. Der Versicherungsnehmer hat oftmals mehrere Ärzte, die nicht unbedingt voneinander wissen. Er hat aber häufig nur einen Krankenversicherer, bei dem alle Informationen über den Gesundheitszustand des Kunden zusammenfließen.

Informationen im Kundensinne nutzen

Wird beispielsweise ein Rezept über Statine, so genannte Blutfettsenker zur Erstattung eingereicht und wird damit nicht gleichzeitig das Co-Enzym Q10 verschrieben, so könnte der Krankenversicherer seinen Kunden darüber aufklären, dass viele Nebenwirkungen der Statine bedingt durch einen Q10 Mangel sind. Denn die Medikamente senken nicht nur die Blutfettwerte, sondern stören dabei gleichzeitig die Q10 Produktion des Körpers.  Obwohl dies seit Jahrzehnten bekannt ist, wird Q10 noch immer nicht automatisch durch Ärzte zusammen mit Statinen verschrieben.

Würde nun der Krankenversicherer in solchen Fällen die Erstattung dieser Nahrungsergänzung auch noch übernehmen, wir die Sache rund. Auch hier sollte der Versicherer nicht stehen bleiben. Denn sowohl Statine, wie auch Q10, sind in diesem Fall ebenfalls nur Symptombehandlung. Die Frage ist doch, weshalb sind die Blutfettwerte des Patienten so hoch, dass eine Statinbehandlung notwendig wird? In vielen Fällen ist dies bedingt durch die Ernährung und den Lifestyle. Entgegen der langjährigen Meinung, es würde rein am zu hohen Fettkonsum des Patienten liegen, wissen wir schon lange, dass ein wesentlicher Auslöser der zu hohe Konsum bestimmter Kohlenhydrate ist. Hier könnte der Kunde dabei begleitet werden, seinen Gesundheitszustand wieder zu verbessern.

Das gleiche gilt im Falle von Diabetes Typ II. Inzwischen leidet fast jeder zehnte Deutsche an Diabetes. In über 95% der Fälle handelt es sich dabei um Diabetes Typ II.  Dieser wiederum ist meist durch entsprechenden Lebensstil selbst verschuldet. Auch hier kann der Patient dabei durch seinen Krankenversicherer unterstützt werden, seinen Gesundheitszustand zu verbessern. Wir wissen heute, dass über 60% aller Diabetes Typ II Patienten geheilt werden könnten! Sie hätten also keinen Diabetes mehr. Allerdings geht auch hier eine App, die zu mehr Sport und gesünderer Ernährung motivieren soll zu kurz. Der Mensch muss die Zusammenhänge seiner Erkrankung wissen, um selbst zu erkennen, welche Ernährungs- und Lebenstilfehler begangen wurden, die überhaupt erst zum Ausbruch der Krankheit geführt haben. Wird der Patient nun noch dabei individuell begleitet, kann der Versicherungsnehmer aus intrinsischer Motivation heraus seinen Gesundheitszustand nachhaltig verbessern.

Besseres Image der Versicherungsgesellschaften

Wäre es nicht schön, wenn ein Versicherungsnehmer sich künftig nicht über eine Beitragserhöhung in den sozialen Medien negativ äußert, sondern einmal schreibt:

„Mein Versicherer hat mir als Diabetiker dabei geholfen, dass ich heute wieder geheilt bin“

So etwas wäre nicht nur sehr wertvolles Marketing, es würde auch das gesamte Versichertenkollektiv vor stark ansteigenden Beitragserhöhungen in der Zukunft schützen. Hier könnten Big Data und menschliche Unterstützung des Versicherungsnehmers optimale kombiniert werden.

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Homeoffice und die Berufsunfähigkeitsversicherung https://bsc-gmbh.com/blog/homeoffice-und-die-berufsunfaehigkeitsversicherung/ Mon, 11 Jan 2021 07:21:28 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=56359 Ein Finanzdienstleister hatte vergleichsweise wenig Probleme, um auf Homeoffice umzustellen. Es geht ja nur von einem Büro in ein anderes. Anfangs überwiegt da sicherlich bei allen die Euphorie. Denn ich kann mir die Zeit frei einteilen. Aber schon schnell zeigt sich, dass ein Laptop eben doch kein PC mit 2 Bildschirmen ist. Oder der Drucker [...]

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Ein Finanzdienstleister hatte vergleichsweise wenig Probleme, um auf Homeoffice umzustellen. Es geht ja nur von einem Büro in ein anderes. Anfangs überwiegt da sicherlich bei allen die Euphorie. Denn ich kann mir die Zeit frei einteilen.

Aber schon schnell zeigt sich, dass ein Laptop eben doch kein PC mit 2 Bildschirmen ist. Oder der Drucker und der Scanner nicht so hochwertig sind wie im Büro. Und wer Kinder hat, steht manchmal noch vor zusätzlichen Herausforderungen. Denn wieso sollte ich nicht mal kurz bei Mathe helfen, wenn ich doch da bin. Dass ich gerade in einem Web-Meeting bin, lässt sich ja nicht sofort erkennen.

Diese „Probleme“ sind aber ganz gut zu ertragen und dann rückblickend vielleicht sogar ein bisschen witzig. Allerdings kann die Umstellung auf Homeoffice auch zu echten Problemen führen. Wer z.B. statt 2 Monitoren im Homeoffice nur noch einen Monitor hat, kann seine Wirbelsäule durch die einseitige Fehlhaltung zu stark belasten. Und wer nicht konsequent in den Feierabend geht, sondern den ganzen Tag auf Stand-By bleibt, gefährdet sogar seine psychische Gesundheit.

Von den zwischenmenschlichen Herausforderungen, die mit einer unfreiwillig verlängerten Zweisamkeit einhergeht, mal ganz zu schweigen.

Versicherungen sind ja grundsätzlich da, um Menschen finanziell zu helfen, wenn es gesundheitlich schon zu spät ist. Aber vielleicht gäbe es ja Möglichkeiten, schon vorher zu helfen.

Wir sprechen über das Thema „Homeoffice und seine Folgen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung“ mit Stefan Wittmann, Bereichsleiter für die Lebens- und Krankenversicherung bei der Deutschen Rückversicherung.

Interview zum Thema „Homeoffice und die BU-Versicherung“ mit Stefan Wittmann

BSC: Herr Wittmann, wie hat Homeoffice Ihren Arbeitsalltag verändert?

Stefan Wittmann: Die Themen sind gleichgeblieben, die Arbeitsweise hat sich deutlich verändert. Besprechungen mit Geschäftspartnern finden nahezu ausschließlich per Videokonferenz statt. Der interne Austausch mit KollegInnen und Mitarbeitenden kann leider kaum mehr persönlich stattfinden, sondern hat sich ebenfalls auf Telefon und Videochat verlagert. Aber all dies funktioniert in der Praxis sehr gut.

BSC: Wenn Sie als Rückversicherer Risiken bewerten, werden Sie vermutlich nicht auf Ihre persönlichen Erfahrungen zugreifen. Was ist die Datengrundlage, wenn eine Situation vollkommen neu ist? Erfahrungen aus dem Ausland oder Hochrechnungen?

SW: Bisher hat ja Niemand Erfahrungen mit einer Pandemie. Bei ausländischen Daten muss man auch sehen, ob diese 1:1 auf den deutschen Markt übertragen werden können. Wir sehen ja aktuell selbst bei direkten Nachbarländern ganz andere Verhältnisse als in Deutschland. Für die Beurteilung der Risiken kombinieren wir unsere langjährige Expertise im deutschen Markt in den Bereichen Aktuariat und Medizin mit den aktuellen Statistiken und Entwicklungen. Damit glauben wir, die Risiken weiterhin gut bewerten zu können.

„Der Gedanke, dass durch Homeoffice die Leistungsfälle zunehmen, ist naheliegend.“

BSC: Denken Sie, dass es durch Homeoffice mehr oder weniger Leistungsfälle geben wird? 80% aller Unfälle passieren ja zu Hause…

SW: …und hier bei der Hausarbeit, was aber nicht mit Homeoffice gleichzusetzen ist. Zudem sind Unfälle keine maßgeblichen Leistungsauslöser für die Todesfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Dennoch ein naheliegender Gedanke, dass durch Homeoffice die Leistungsfälle in der Berufsunfähigkeitsversicherung zunehmen. Denken sie an Überforderung durch Homeschooling oder soziale Spannungen innerhalb von Familien. Dazu haben womöglich viele im Homeoffice Arbeitende keinen ergonomischen Arbeitsplatz. Unsere beratenden Ärzte berichten von deutlich mehr Patienten, die aus den genannten Gründen behandelt werden. Das führt aber nicht zwangsläufig zu mehr Leistungsfällen. Das mögen doch eher Kurzfristfälle sein, die nicht zu einem nachhaltigen Trend führen. Dem steht aber womöglich entlastend gegenüber, dass für viele ArbeitnehmerInnen die psychische Belastung aus Pendelzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto wegfällt.

An vielen Berufen und Branchen geht der Homeoffice-Trend ja auch nahezu komplett vorbei, denken sie an das Gesundheitswesen, Handwerk, Industrie, Transportwesen.

Ein spürbarer Effekt kann eher aus einer möglichen wirtschaftlichen Talsohle in Deutschland entstehen. Ein wirtschaftlicher Niedergang kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken und im Ergebnis auch zu Leistungsfällen in der Berufsunfähigkeitsversicherung führen. Dafür ist man dann ja auch gut versichert. Da die Lebensversicherer finanziell solide aufgestellt sind und die Kalkulation hinreichend konservativ erfolgt, besteht kein Grund zur Besorgnis.

„An vielen Branchen geht der Homeoffice-Trend nahezu komplett vorbei.“ 

BSC: Was hat sich in der Versicherungslandschaft durch das Corona-Jahr geändert? Wird das Bestand haben?

SW: Der Trend zu virtuellen Formaten sowie zu digitalen Lösungen für die gesamte customer journey der Kunden wird sich verstärken und nicht mehr zurückgedreht werden. Warum auch?

Für Lebensversicherer ergibt sich das – womöglich begrenzte – Zeitfenster, sich dem Kunden als Gesundheitspartner zu etablieren. Gesundheit als wichtiges Gut ist bei vielen Menschen nachhaltig im Bewusstsein verankert. Sie werden Interesse an smarten Serviceangeboten ihres Lebensversicherers entwickeln. Eine Top-Gelegenheit für die Lebensversicherungsbranche. Diese Chance muss dann aber auch ergriffen werden.

BSC: Wie könnte eine Versicherung mir zukünftig helfen, mich besser auf gesundheitliche und berufliche Veränderungen einzustellen? Gibt es da schon eine Ideenschublade?

SW: Dazu ist erst einmal notwendig, dass der Versicherer echte und regelmäßige Kontaktpunkte zu seinen Kunden aufbaut, außerhalb der Abbuchung der Beiträge und jährlicher Standmitteilungen. Eigene Tests von Prototypen bei Kunden haben gezeigt, dass eine Nachfrage nach konkreten Angeboten zur gesundheitlichen Vorsorge und zur beruflichen Entwicklung vorhanden ist. Mit individuellen und personalisierten Services würde der Lebensversicherer zusätzlich zum Versicherungsschutz wirkliche Mehrwerte schaffen. Die Berufsunfähigkeit durch gemeinsame Anstrengungen vermeiden oder falls doch eingetreten, zumindest verkürzen und eine berufliche Perspektive schaffen. Ideen, diesen Slogan mit Inhalten zu füllen, gibt es ausreichend, es hapert weiterhin an der Umsetzung seitens der Branche.

BSC: Die Berufsgruppen spielen in der BU-Versicherung derzeit eine große Rolle. Wird sich da Home-Office auf die Kalkulation auswirken?

SW: Kurzfristig eher nicht. Für viele Berufe hat sich das Tätigkeitsfeld nicht grundlegend verändert. Beispielsweise übe ich die gleichen prägenden Tätigkeiten aus wie früher, bis auf die Reisetätigkeit. Alleine dieser Wegfall wird in den wenigsten Konstellationen entscheidend sein, ob ich berufsunfähig werde oder nicht.

„Echte Veränderung erwarte ich nicht durch Home-Office. Eher durch die fortschreitende Digitalisierung!“

Echte Veränderungen erwarte ich eher durch die fortschreitende Digitalisierung, Die körperliche Belastung wird sukzessive zurückgehen. Nehmen sie beispielsweise den neuen 5G Mobilfunkstandard. In Asien gibt es bereits Pilotverfahren, bei denen Baggerführer im Homeoffice oder auch im Büro per Joystick die Bagger auf der Baustelle sozusagen virtuell bedienen. Die gleiche Berufsbezeichnung, die gleiche Tätigkeit, aber mit deutlich reduzierten Belastungen. Spätestens dann geht die Kalkulation gemäß dem Beruf und seiner Berufsgruppe zu Ende. Dafür haben wir das Tätigkeitsprofil entwickelt, das die Prämie nach den tatsächlichen Belastungen, die der Einzelne in seinem Beruf hat, bemisst.

BSC: Wir danken für das Gespräch!

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Wie kann ich bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen? https://bsc-gmbh.com/blog/wie-kann-ich-bei-der-berufsunfaehigkeits-versicherung-geld-sparen/ Tue, 10 Dec 2019 13:37:45 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=40957 Ich kann bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Dazu muss ich nur wissen, woraus sich der Beitrag zusammensetzt. Ein paar Dinge sind logisch, ein paar muss ich vielleicht erklären. Wenn du es schon weißt, dann musst es ja nicht lesen. Ich erklär mal drauf los. Wie kann ich bei der [...]

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Ich kann bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Dazu muss ich nur wissen, woraus sich der Beitrag zusammensetzt. Ein paar Dinge sind logisch, ein paar muss ich vielleicht erklären. Wenn du es schon weißt, dann musst es ja nicht lesen. Ich erklär mal drauf los.

Wie kann ich bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen?

Der Beitrag berechnet sich aus

  • der Renten-Höhe
  • dem Eintrittsalter
  • der Versicherungsdauer
  • der Leistungsdauer
  • der Zahlweise
  • Gesundheitszustand/Hobbies
  • Beruf

Wenn du das so siehst, verstehst du sicher auch, warum ich nicht mal so pauschal sagen kann, was eine Berufsunfähigkeits-Versicherung kostet.

Aber, wer darauf besteht: Eine BUV kannst du ab 5 Euro Brutto-Beitrag im Monat abschließen. Wirkt sich dann halt auf die Rentenhöhe, die Versicherungsdauer usw. aus. Nach oben hab ich noch keine Grenze festgestellt 🙂

Aber mal ernsthaft. Wie kann ich jetzt bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen?  Und viel wichtiger: Wie kann ich sinnvoll Geld sparen?

Bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen durch niedrigere Rente

Am einfachsten zu rechnen ist es, wenn ich an der Rentenhöhe spare. Versichere ich 2.000 Euro monatliche Rente für 100 Euro monatlichen Beitrag, kostet mich die halbe Rente den halben Beitrag. Der Mathematiker nennt das linear.

An der Rentenhöhe gibt es aber nix zu deuten. Sie ist Teil der objektiven Bedarfsermittlung. Und objektiv bedeutet, dass es nun mal so ist. Wenn ich jeden Monat 2.000 Euro ausgebe, muss ich 2.000 Euro absichern. Weil mir bei einer niedrigeren Rentenhöhe jeden Monat Geld zum Leben fehlt. Dann spare ich vielleicht die Hälfte am Beitrag. Aber im Leistungsfall geh ich jeden Monat ins Minus. Und wenn mein Erspartes aufgebraucht ist, steh ich dumm da. Die ganze Berufsunfähigkeits-Versicherung war für die Katz.

Wenn ich also bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen will, dann nicht an der Rentenhöhe. Ist das nachvollziehbar? Ich denke schon. Ansonsten gern eine E-Mail schreiben oder kommentieren 🙂

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Je jünger desto besser!

Die Berufsunfähigkeits-Versicherung ist für junge Leute günstiger. Und das, obwohl ich dann ja länger Schutz habe. Angenommen, ich schließe die Versicherung mit 20 ab, zahle ich in der Summe und auch monatlich weniger, als wenn ich mich erst mit 40 darum kümmere. Das klingt erstmal komisch. Aber ich kann es erklären. Hat mit Statistiken zu tun. Und Statistiken braucht der Versicherer, um die Beiträge zu berechnen.

In den Statistiken steht, dass ich erst mit 50 ein richtig hohes BU-Risiko habe. Die Mittelschlauen unter euch denken sich jetzt, dass sie erst dann eine BUV brauchen. Versicherer sind aber für gewöhnlich ziemlich schlau. Die wissen das auch. Und deshalb berechnen die die Tarife auch so. Sie nehmen dein Risiko als Ganzes und teilen es dann durch die einzelnen Zahlungen. So entsteht dein monatlicher Beitrag. In der Summe zahlst du als 20-Jähriger bis 67 ungefähr das gleiche wie der 50-Jährige. Aber du hast halt 37 Jahre länger Schutz. Und der Versicherer kann statistisch betrachtet 37 Jahre länger mit dem Geld arbeiten, bevor er zahlen muss. Deswegen zahlst du oft auch in der Summe weniger, wenn du dich in jungen Jahren versicherst.

Lifehack, um bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen

Versicherer konzentrieren sich stark auf das Kerngeschäft. Deshalb schludern die in der Verwaltung auch mal. So ist dem Versicherer z.B. egal, wann du Geburtstag hast, wenn sie dein Eintrittsalter berechnen. Du bist so alt wie alle anderen aus deinem Jahrgang. Du bist Aktuelles Jahr – Geburtsjahr Jahre alt. Als bin ich 2019-1980 = 39 Jahre. Weil noch Dezember ist. Ab Januar bin ich 40 Jahre alt! OK, ich hab im Februar Geburtstag. Halb so wild. Gilt aber auch, wenn du im Juni, August oder September hast. Oder Dezember. Oder jeder andere Monat. Wenn du also noch dieses Jahr eine Berufsunfähigkeits-Versicherung abschließt, sparst du übelst viel Geld.

Ein 20-Jähriger Mechatroniker spart im Monat 1,18 Euro. Sind im Jahr 14,16 Euro und bis 67 665,52 Euro. Fairerweise zieh ich den einen Monat ab, den er für den Dezember zu viel zahlt. Dann sind es aber immer noch knapp 610 Euro, die er sich spart. Das sind gut 600 Leberkässemmeln.

Je früher ich einsteige, um so günstiger. Hat nur Vorteile. Der nächste kommt sofort.

Vorerkrankungen und Hobbies können teuer sein

Je jünger, desto gesünder bin ich. Um so unwahrscheinlicher ist es, dass ich einen Zuschlag zahlen muss. Das kann immer dann sein, wenn ich eine Vorerkrankung habe, die zwar gefährlich ist, aber deren Folgen schwierig zu greifen sind. Übergewicht wäre sowas. Je mehr ich wiege, um so wahrscheinlicher ist es, dass ich mal länger krank bin. Aber ob es dann die Gelenke oder die Organe sind, lässt sich nicht sagen. Und da der Versicherer bei einem Leistungsausschluss beweisen muss, dass das eine mit dem anderen zu tun hat, gibt es Krankheiten, die mit einem Zuschlag belegt sind.

Bei den Hobbies ist es genau so. Hier ist es vielleicht sogar eher so, dass ich als Teenager krasser unterwegs bin. Denn auch manche Hobbies, wie z.B. Boxen, sind gefährlich. Aber wenn ich später Parkinson habe, lässt sich schwierig beweisen, dass es mit dem Boxen zusammenhängt.

Zuschläge können später wieder wegfallen. § 41 VVG bildet die Grundlage. In der Berufsunfähigkeits-Versicherung ist der § 158 VVG maßgeblich. Hier steht, dass der § 41 VVG nur dann anzuwenden ist, wenn die Minderung der Gefahrenumstände nach ausdrücklicher Vereinbarung als Gefahrenminderung anzusehen ist. Das ist in der Regel nicht der Fall. Wieso sollte man etwas so offensichtliches ausdrücklich vereinbaren? Allerdings könnte ich hier argumentieren, dass ja die Krankheit oder das Hobby ausdrücklich als Gefahrenerhöhung festgeschrieben ist. Der Wegfall ist also der Wegfall einer festgeschriebenen Erhöhung. Das sollte ich doch als Minderung ansehen dürfen, oder?

Naja, aber vor Gericht und auf hoher See…

Mit der Zahlweise bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen

Wie meine Oma zu sagen pflegte, scheißt der Teufel auf einen großen Haufen. Wer es sich also leisten kann, die monatlichen Beiträge jährlich zu zahlen, spart gut 3%. Das können aber halt auch mal 1.200 Euro sein. Das schafft nicht jeder. Für die Klugscheißer unter euch: Eigentlich ist es genau umgekehrt. Die jährliche Zahlweise ist die normale Zahlweise und für die monatliche gibt es einen Verwaltungsaufschlag.

Was ist der Unterschied zwischen Leistungs- und Versicherungsdauer?

Ich kann selbstverständlich auch Geld sparen, wenn ich an der Leistungs- und Versicherungsdauer schraube. Die Leistungsdauer zeigt, bis wann ich Geld im Leistungsfall bekomme und die Versicherungsdauer zeigt, bis wann ich versichert bin. Normalerweise läuft beides gleich. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, die Versicherungsdauer kürzer zu halten als die Leistungsdauer. Denn selbst wenn ich mit 60 aufhören will zu arbeiten, kann eine Berufsunfähigkeit mein Konzept so durcheinander bringen, dass ich trotzdem bis 67 Geld brauche. Vor allem dann, wenn ich mit hohen Einnahmen rechne, aber nur das unbedingt notwendige versichere. So lässt sich immer ein wenig Geld sparen.

Grundsätzlich kann es aber immer sinnvoll sein, die Laufzeit einer Berufsunfähigkeits-Versicherung zu überdenken. Denn nicht alle Ausgaben habe ich bin zum 67. Lebensjahr.  Zum Beispiel die Ausgaben für meine Kinder. Selbst wenn beide den Doktor machen, darf ich darauf hoffen, dass sie selbst Geld verdienen, bevor ich 62 bin.

Und ganz grob überschlagen dürfen wir uns merken, dass eine BUV bis 67 etwa das Doppelte einer BUV bis 60 kostet. Das ist ne Menge Geld. Und wenn es sinnvoll ist, sollte ich darüber nachdenken. Vor allem, weil es so gut planbar ist.

Über eine kürzere Laufzeit lässt sich als ganz gut bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen.

Der Beruf in der Berufsunfähigkeits-Versicherung

Eigentlich versichert die Berufsunfähigkeits-Versicherung keinen Beruf. Schon gar nicht das Berufsbild und auch keine Stellenbeschreibung. Die Berufsunfähigkeits-Versicherung interessiert sich nur für die Tätigkeiten, die ich alltäglich während der Arbeit ausübe. Hier kann ich auch in der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen. Aber nur dann, wenn ich meinen Beruf deutlich anders ausübe, als die Versicherer das denken. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Dreher. In der Vorstellung vieler und auch in meiner ist das ein sehr gefährlicher Beruf. Ich muss das Werkstück in die Maschine einspannen und dann, wenn es sich sauschnell dreht, mit der Hand bearbeiten. Da fliegen Teile rum und wenn ich in die Maschine lange, ist die Hand ab.

Tatsächlich spannt der Dreher heute das Werkstück ein, setzt sich an den PC und gibt die Koordinaten ein. Die Maschine bearbeitet das Werkstück von alleine.

In diesem Fall kann ich mit einer ausführlichen Tätigkeitsbeschreibung eine bessere Einstufung erreichen. Und besser heißt hier billiger.

Die wenigsten Berufe sind übrigens teurer, weil die Berufe gefährlich wären. Unfälle sind ja eh nur für 10% der BU-Fälle verantwortlich. Und 80% aller Unfälle geschehen zu Hause. Berufe sind dann teuer, wenn schon leichte körperliche Einschränkungen dazu führen können, berufsunfähig zu sein. Und berufsunfähig ist, wer in seinem Beruf aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte arbeiten kann. Aber das ist eine andere Geschichte…

Unterm Strich

Es gibt einige Möglichkeiten, bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung Geld sparen. Aber fast alle sind mit einem Risiko behaftet, das mehr oder weniger gut kalkulierbar ist. Die einzige Möglichkeit, um Geld zu sparen und dabei sogar noch besser bzw. länger versichert zu sein, ist, die Berufsunfähigkeits-Versicherung so früh wie möglich abzuschließen.

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Wieso 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung (fast) immer zu wenig sind https://bsc-gmbh.com/blog/wieso-1-000-euro-rente-in-der-berufsunfaehigkeits-versicherung-fast-immer-zu-wenig-sind/ Mon, 09 Sep 2019 12:46:22 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=36457 Jeder Vierte wird berufsunfähig. Und jeder Vierte hat eine Versicherung. Zumindest statistisch besteht die Möglichkeit, dass alles gut ausgeht ;-) Aber im Schnitt sind nur 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen. Das dürfte in den allermeisten Fällen viel zu wenig sein. Nur wenn ich auf andere Einnahmequellen zugreifen kann als das Arbeitseinkommen, könnten 1.000 [...]

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Jeder Vierte wird berufsunfähig. Und jeder Vierte hat eine Versicherung. Zumindest statistisch besteht die Möglichkeit, dass alles gut ausgeht 😉 Aber im Schnitt sind nur 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen. Das dürfte in den allermeisten Fällen viel zu wenig sein. Nur wenn ich auf andere Einnahmequellen zugreifen kann als das Arbeitseinkommen, könnten 1.000 Euro für den Rest reichen 🙂

Wie ermittle ich den Bedarf in der Berufsunfähigkeits-Versicherung?

Was ich jeden Monat zum Leben brauche, hängt in erster Linie von meinen Ausgaben ab. Welche habe ich in welcher Höhe und wie lange? Mal angenommen, ich zahle 1.500 Euro für mich. Also, das was ich esse, mein Auto und mein Wohnraum. Dann brauch in mein ganzes Leben lang mindestens 1.500 Euro. Egal, was passiert.

Ausgaben für Kinder kommen noch oben drauf. Die hab ich aber nicht mein ganzes Leben lang. Also, die Ausgaben.

Aber bleiben wir der Einfachheit halber mal bei den 1.500 Euro. Wenn ich jetzt 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen habe, fehlen mir jeden Monat 500 Euro. Logisch und mathematisch leicht nachweisbar. Jedes Jahr muss ich 6.000 Euro von meinem Ersparten nehmen. Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wie lange das gut gehen kann.

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Wieso 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung (fast) immer zu wenig sind

Wenn ich nur 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen habe, muss ich jeden Monat zuzahlen. Ähnlich wie eine Selbstbeteiligung bei der Vollkasko-Versicherung. Nur dass ich die jetzt jeden Monat leisten muss.

Ich habe mir also ein bisschen Zeit gekauft, bis ich dann doch vor dir Hunde gehe. Und genau das sollte eine Berufsunfähigkeits-Versicherung eigentlich vermeiden.

Wenn aber mehr als 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung zu teuer sind?

Das Leben ist aber nun mal kein Wunschkonzert. Oft sind die 1.000 Euro Rente in der Berufsunfähigkeits-Versicherung nicht freiwillig gewählt. Oft geht einfach nicht mehr. Jetzt gibt es die Möglichkeit, an der Laufzeit zu schrauben. Je kürzer die Leistungsdauer, desto billiger die Versicherung. Aber ich habe eine Lücke im Alter. Mal angenommen, ich versichere mich nicht bis 67, sondern nur bis 60. Dann spare ich die Hälfte am Beitrag. Aber ich habe – logisch – dann das doppelte Risiko. Der Beitrag bemisst sich immer am Risiko. Wenn ich es nicht schaffe, bis 60 meine Schäfchen halbwegs im Trockenen zu haben, wäre dieser Schritt riskant.

Sind Alternativen zur Berufsunfähigkeits-Versicherung sinnvoll?

Eine andere Möglichkeit, um Beitrag zu sparen, ist ein geringerer Versicherungsumfang. Während die BUV schon leistet, wenn ich meinen Beruf nur noch zu 50% ausüben kann und der Versicherer keine Chance hat, mich zu einer anderen Arbeit zu zwingen, leistet z.B. die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung dann, wenn ich am allgemeinen Arbeitsmarkt keine 3 Stunden mehr arbeiten kann. Ich trage also das Risiko einer Umschulung. Erst wenn ich tatsächlich auch nichts mehr arbeiten könnte, erhalte ich meine Rente.

Eine Grundfähigkeits-Versicherung ist oft noch günstiger. Allerdings sind hier psychische Erkrankungen nicht umfassend versichert und ein Bezug zu meiner Arbeitskraft kann nur mit Hilfe eines kompetenten Vermittlers hergestellt werden.

Was ist jetzt besser? Weniger Rente, weniger Laufzeit oder spätere Leistung?

In meinen Augen ist alles besser als zu wenig Rente. Denn hier ist es garantiert, dass ich irgendwann finanzielle Probleme bekomme. Und bei 1.000 Euro versicherter Rente freut sich nur der Staat, weil er sich Hartz IV sparen würde… Bei den anderen beiden Varianten kann ich mein Risiko einschätzen. Entweder ist es für mich ok, erst dann Geld zu bekommen, wenn auch keine Umschulung mehr geht oder ich habe schon vor dem 67. meine Schäfchen im Trockenen.

In jedem Fall ist eine kompetente Beratung wichtig. Die gibt es hier 😊

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Welche Produkte sind eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung? https://bsc-gmbh.com/blog/welche-produkte-sind-eine-alternative-zur-berufsunfaehigkeitsversicherung/ Thu, 18 Jul 2019 11:37:45 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=33596 Die BUV ist vielen zu teuer, andere bekommen aus gesundheitlichen Gründen keine. Deshalb höre ich immer wieder die Frage, ob es eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung gibt. Und tatsächlich gibt es nicht nur eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern mehrere. Und wenn ich weiß, wie diese Alternativen  funktionieren, dann weiß ich auch, worauf ich mich einlasse. Klick [...]

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Die BUV ist vielen zu teuer, andere bekommen aus gesundheitlichen Gründen keine. Deshalb höre ich immer wieder die Frage, ob es eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung gibt. Und tatsächlich gibt es nicht nur eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern mehrere. Und wenn ich weiß, wie diese Alternativen  funktionieren, dann weiß ich auch, worauf ich mich einlasse.

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Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die erste Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Wie auch die BUV hat sie einen offenen Leistungsauslöser. Es ist komplett egal, welche gesundheitliche Einschränkung ich habe. Die Versicherung leistet, wenn ich wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall außerstande bin, mehr als 3 Stunden täglich am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten zu können. Das ist auch der große Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Es ist egal, was ich arbeite und ob ich noch Geld verdiene oder welche Ausbildung ich habe. Wenn es einen Beruf gibt, in dem ich noch länger als drei Stunden täglich arbeiten könnte, bekomme ich keine Rente.

Das dürften in erster Linie psychische Erkrankungen sein. Denn bei einer psychischen Erkrankung bin ich in der Regel nicht mehr in der Lage überhaupt irgendwas zu arbeiten. Den Statistiken zufolge sind gut 40% der Fälle auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Der Rest dürften ziemlich heftige körperliche Einschränkungen sein.

Behindertengerechte oder Schon- und Nischenarbeitsplätze gehören nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Das ist zwar keine allzu große Einschränkung, aber immerhin.

Ich müsste also umschulen. Und idealerweise auch noch das Geld haben, um für diese Zeit über die Runden zu kommen. Die Agentur für Arbeit unterstützt mich zwar, aber eine Lücke von ungefähr 25% könnte schon mal bleiben.

Die Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn wir diesen Weg einschlagen, sollte jedem klar sein, dass das nur mit hervorragender Beratung möglich ist. Mal schnell online eine Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, kann böse enden.

Denn die GFV hat keinerlei Bezug zu meinem Beruf. Auch nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Und es sind auch nicht einfach alle Krankheiten versichert. Psychische Erkrankungen führen nur dann zur Leistung, wenn ich deswegen einer Betreuung bedarf. Sieht also auf den ersten Blick nicht aus, wie eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Und auch auf den zweiten Blick nicht sofort.

Die große Gemeinsamkeit sehen wir im Leistungsfall. In der BUV und der GFV muss ich zunächst mal beweisen, dass ich eine gesundheitliche Einschränkung habe. In der Berufsunfähigkeitsversicherung muss ich dann über eine Tätigkeitsbeschreibung nachweisen, was ich zuletzt in gesunden Tagen gearbeitet habe.

Was ist der Leistungsauslöser in der Grundfähigkeitsversicherung?

Diese Tätigkeitsbeschreibung entfällt in der GFV. Denn die versicherten Grundfähigkeiten sind in den Bedingungen beschrieben. Die Grundfähigkeitsversicherung ist also eine BUV mit eingeschränktem Schutz bei psychischen Erkrankungen und einer vorgegebenen Tätigkeitsbeschreibung. Im Leistungsfall muss ich beweisen, dass ich keine 400m mehr gehen kann oder mich nicht mehr Knien oder Bücken kann.

Wenn ich jetzt eine tatsächliche Tätigkeitsbeschreibung erstelle und vergleiche, wo es Schnittmengen zwischen meinem Beruf und den Leistungsauslösern in der GFV gibt, kann ich grob festlegen, zu wie viel Prozent die Versicherung der Berufsunfähigkeitsversicherung im Leistungsumfang gleicht.

Und wenn ich das dann ins Verhältnis zur Beitragsersparnis setze, kann ich entscheiden, ob mir der bessere Schutz den Mehrbeitrag wert ist.

Denn am Ende darf jeder selbst entscheiden, wie er sich versichern will. Er muss nur wissen worauf er sich einlässt. Dann kann es auch bei einer Alternative keine böse Überraschung geben.

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Die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-condor-stand-01-19/ Tue, 07 May 2019 06:57:58 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=28213 Die Condor Lebensversicherungs-AG hatte schon immer gut lesbare und insgesamt kundenfreundliche Bedingungen. Das hat sich auch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) nicht geändert. Was besonders gefällt ist, dass der Bedingungstext fast komplett ohne Verweise auf andere Textstellen auskommt. Das macht das Lesen deutlich angenehmer, weil ich nicht immer von einer Stelle zur anderen [...]

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Die Condor Lebensversicherungs-AG hatte schon immer gut lesbare und insgesamt kundenfreundliche Bedingungen. Das hat sich auch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) nicht geändert. Was besonders gefällt ist, dass der Bedingungstext fast komplett ohne Verweise auf andere Textstellen auskommt. Das macht das Lesen deutlich angenehmer, weil ich nicht immer von einer Stelle zur anderen springen muss.

Ebenfalls sehr angenehm ist, dass die Condor viele Fragen beantwortet, auf die der durchschnittliche Leser von Bedingungen vielleicht nicht von alleine gekommen wäre. So haben beispielsweise nur wenige BU-Versicherer geregelt, was passiert, wenn der Kunde während der Vertragslaufzeit wieder gesund wird. Ist die BU-Rente in der Höhe vor Eintritt des Versicherungsfalls oder die Höhe inkl. aller Erhöhungen während der Leistungsdauer versichert?

Was kann die Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19)

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) weiß der Leser, dass er die erfolgten Erhöhungen auf Antrag mitversichern kann und dass diese auch beitragsfrei mitversichert wären, wenn die Berufsunfähigkeit erneut aufgrund derselben Ursachen eintritt. Im nächsten Bedingungsstand kann die Condor dann informieren, was passiert, wenn ich für die erhöhte Rente bezahle und dann aber doch die BU aufgrund derselben Ursache eintritt. Wahrscheinlich zahlt die Condor den Mehrbeitrag verzinst zurück. Analog zu den zu viel gezahlten Beiträgen während einer Leistungsfallprüfung.

Auf Wunsch gestundete Beiträge müssen im Übrigen innerhalb von 12 Monaten zurückgezahlt werden oder sind durch eine Reduktion der Leistung auszugleichen. Beides sind probate Mittel. Die Condor informiert auf Wunsch auch über gegebenenfalls weitere Möglichkeiten des Beitragsausgleichs. Es sind im Einzelfall also auch eventuelle Rückzahlmodalitäten über einen längeren Zeitraum möglich.

Schüler und Hausmänner gelten in der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01/19) als Beruf. Auch bei Studenten prüft der Versicherer die Studierfähigkeit in dem gewählten Studienfach im Leistungsfall. Bei Auszubildenden wird hingegen auf den angestrebten Beruf abgestellt. Das lässt sich nicht so ohne Weiteres allgemeingültig bewerten. Bei handwerklichen Berufen ist davon auszugehen, dass eine Prüfung des Zielberufs eher zum Erfolg führen dürfte, als die Prüfung eines Auszubildenden. Denn der ausgelernte Angestellte sitzt nicht so viel in der Schulbank und kann deswegen wahrscheinlich den BU-Grad von 50% schneller erfüllen.

Man könnte kritisieren, dass der Zielberuf nur schwierig konkret zu beschreiben sein wird. Aber die Condor hält sich hier schlicht und einfach an geltende Rechtsprechung. In dem Urteil des BGH vom 24.02.2010 heißt es, dass die Anforderungen, die an einen angestrebten Beruf zu stellen sind, schon für den Azubi gelten. In dem Urteil geht es zwar um die Nachprüfung, aber es ließe sich mit einigem Recht auch auf die Erstprüfung übertragen.

Verbesserte Dienstunfähigkeitsklausel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19)

Eine eindeutige Verbesserung ist allerdings die neue Beamten-Klausel der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19). Bisher griff die Klausel nur bei der Versetzung in den Ruhestand, was nur bei Beamten auf Lebenszeit grundsätzlich und bei Beamten auf Probe in absoluten Ausnahmefällen möglich ist. Jetzt leistet der Hamburger Versicherer auch bei Beamten auf Widerruf und Beamten auf Probe. Die Klausel ist eine sogenannte echte Dienstunfähigkeits-Klausel, da die Versetzungsverfügung oder Entlassungsurkunde als Nachweis ausreicht. Die Versetzung muss aus gesundheitlichen Gründen erfolgen, was aber auch logisch ist. Sonst wäre es keine Dienstunfähigkeit, sondern ein Vorruhestand.

Bemerkenswert ist, dass es keinerlei zeitliche Einschränkung für die Beamten auf Widerruf oder Probe gibt. Bei einer Entlassung würde die Condor also unbefristet anerkennen und ganz normal in das Nachprüfungsverfahren gehen.

Vertrieblich ist der Tarif damit nicht nur für Beamtenanwärter interessant, sondern auch für Lehramtsstudenten oder alle, die in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, aber eine Verbeamtung in der Laufbahn durchaus möglich ist.

In diesen unseren Zeiten kann es aber auch umgekehrt passieren. Manch ehemaliger Lehrer ist heute Versicherungsmakler.

AU-Klausel immer mitversichert

Dann ist es zumindest nicht schlecht, wenn der Tarif auch über eine sogenannte Arbeitsunfähigkeits-Klausel verfügt. Die Condor leistet für insgesamt 36 Monate, verlangt aber eine zeitgleiche Beantragung der BU-Rente. Das ist selbstverständlich ratsam, aber als Obliegenheit hat der Versicherer eben auch die Möglichkeit bei Nichterfüllung die Leistung zu verweigern.

Gerade bei psychischen Erkrankungen können sich Begutachtungen auch mal über Jahre ziehen. Da wäre es schon gut, die Gewissheit zu haben, auf Vorlage der gelben Scheine schon mal die Leistung zu erhalten.

Aber diese Problematik scheint sich zu einer Philosophiefrage unter den Versicherern zu entwickeln.

Ebenfalls sehr positiv ist, dass die Condor als einer von wenigen auch weiterhin auf die Meldung bei gesundheitlicher Verbesserung im Leistungsfall verzichtet.

Unterm Strich verbessert sich der Tarif vor allem für Beamte und alle, die noch nicht genau wissen, in welchem Angestelltenverhältnis sie den Rest ihres Lebens verbringen möchten. Was wiederum eine recht große Zielgruppe sein dürfte.

Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

Und hier gibt es alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

 

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Arbeitskraft-Absicherung für wenig Geld https://bsc-gmbh.com/blog/arbeitskraft-absicherung/ https://bsc-gmbh.com/blog/arbeitskraft-absicherung/#comments Tue, 16 Apr 2019 11:26:48 +0000 http://freche-versichert.de/?p=1052 Die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BUV) ist derzeit die einzige Versicherungslösung am Markt, die mein Einkommen, das ich durch meinen Beruf und die dazu notwendigen Fertigkeiten verdiene, absichert. Es ist die Königslösung der Arbeitskraft-Absicherung! Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung sichert meine Fähigkeit ab, am allgemeinen Arbeitsmarkt ein Einkommen zu erzielen. Ich trage also das finanzielle Risiko einer Umschulung selbst. Alle anderen [...]

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Die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BUV) ist derzeit die einzige Versicherungslösung am Markt, die mein Einkommen, das ich durch meinen Beruf und die dazu notwendigen Fertigkeiten verdiene, absichert. Es ist die Königslösung der Arbeitskraft-Absicherung! Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung sichert meine Fähigkeit ab, am allgemeinen Arbeitsmarkt ein Einkommen zu erzielen. Ich trage also das finanzielle Risiko einer Umschulung selbst. Alle anderen Absicherungsmöglichkeiten zielen nicht auf diese Fertigkeiten ab, sondern auf die Einschränkung oder den Verlust körperlicher Grundfähigkeiten und Sinne. Außerdem gibt es Versicherungen, die bei Eintritt einer schweren Krankheit leisten und Mischformen.

Im Folgenden sollen die Ausweich- beziehungsweise Ergänzungsprodukte zur Berufsunfähigkeits-Versicherung mit den Vor- und Nachteilen und möglichen Anwendungsgebieten besprochen werden. Vergleiche mit der BUV lassen sich hier nicht vermeiden, sind aber nicht zielführend, da, wie schon einleitend angesprochen, andere Versicherungen andere Bereiche der natürlichen Lebensrisiken absichern.

Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung als Arbeitskraft-Absicherung (EUV)

Im Leistungsumfang am nächsten an der BUV ist selbstverständlich die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung. Diese leistet unabhängig von der Ursache, wenn ich aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in der Lage bin, drei Stunden täglich einer Arbeit am allgemeinen Arbeitsmarkt nachzugehen. In manchen AVB finden sich hier andere Bemessungsgrundlagen. Hier muss jeder hellhörig werden, wenn ein Tarif deutlich günstiger ist als ein anderer. Manchmal ist mein Restarbeitsvermögen bei 2 Stunden am Tag oder auch mal bei 7 Stunden die Woche.

Diese Arbeitskraft-Absicherung entfaltet ihr volles Leistungsspektrum am ehesten bei kaufmännischen Berufen, deren Arbeitskraft nicht auf körperlichen Fertigkeiten, sondern auf geistigem Leistungsvermögen beruht. Bei psychischen Erkrankungen ist der Wirkungsgrad nahezu deckungsgleich mit der BUV. Denn wer wegen einer Depression nicht mehr arbeiten kann, kann das für gewöhnlich in keinem einzigen Beruf mehr.

Und wenn wir in den Beratungsgesprächen immer wieder betonen, dass 40 Prozent der Leistungsfälle aus psychischen Erkrankungen resultieren, müssen wir einfach akzeptieren, dass die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung gar nicht mal so schlecht ist.

Schwieriger bei körperlich Tätigen

Bei körperlich Tätigen leistet sie eher mäßig als Arbeitskraft-Absicherung, da hier eben auf jeden Beruf des allgemeinen Arbeitsmarktes verwiesen werden kann, der weniger körperlich anspruchsvoll ist. Allerdings gibt es gerade hier nicht selten Allrounder, die schon mehrmals ohne größere Not den Beruf gewechselt haben. Wenn diese auch aus gesundheitlichen Gründen bereit wären, den Beruf zu wechseln, könnte die EUV die passende Lösung sein.
Immer eine Überlegung wert ist die EUV bei selbständigen Geschäftsführern mit mehreren Mitarbeitern. Denn die BUV darf über die Umorganisationsklausel quasi abstrakt verweisen. Das sind zwar zwei unterschiedliche Dinge, aber der Versicherer darf bei der Umorganisation wie auch bei der abstrakten Verweisung sinnvolle Vorschläge machen, um meine Arbeitskraft wiederherzustellen. Bei der Umorganisation ist auch das Einrichten eines behindertengerechten Arbeitsplatzes möglich. Deswegen ist es denkbar, dass die EUV früher leisten würde. Denn der allgemeine Arbeitsmarkt schließt Schon- und Nischenarbeitsplätze sowie behindertengerechte Arbeitsplätze generell aus.

Annahmerichtlinien sind weniger streng

Die Gesundheitsprüfung ist die gleiche wie bei der BUV, aber die Annahmerichtlinien sind weniger streng. So ist beispielsweise eher selten mit einem Ausschluss wegen Allergie zu rechnen, da der Bäcker, der wegen einer Mehlstauballergie berufsunfähig wäre, dann eben auf einen Verwaltungsjob verwiesen würde.

Preislich ist die EUV vor allem in den körperlichen Berufen interessant, wo die Leistungsfähigkeit der Absicherung aber, wie oben beschrieben, deutlich schwächer ausfällt. Grausam, aber mathematisch gerecht. Falls es sowas gibt.

Augen auf beim Leistungsauslöser

Bei der Prüfung eines Tarifs ist darauf zu achten, dass der Leistungsauslöser am Markt keineswegs homogen definiert ist. Die Bandbreite schwankt zwischen 3 Stunden täglich bis 7 Tage die Woche. Und der Prognose-Zeitraum zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Das ist ein riesiger Unterschied. In dem einen Fall bekomme ich nach 6 Monaten rückwirkend meine Leistung. Im anderen Fall muss ich vielleicht sogar 3 Jahre vorfinanzieren. Das kann sich nicht jeder leisten.

Zusammenfassend ist die Erwerbsunfähigkeits-Rente für alle interessant, denen die Absicherung der Psyche wichtig ist und die zur Not auch bereit wären umzuschulen, um weiterhin ein Einkommen zu erzielen. Wichtig ist, dass ich die Umschulung auch finanziell über Rücklagen oder Einschränkungen überbrücken könnte. Grundsätzlich würde hier das Arbeitsamt unterstützen.

Die Grundfähigkeits-Versicherung als Arbeitskraft-Absicherung (GFV)

Grundfähigkeits-Versicherungen sichern nicht das Einkommen ab, sondern dienen eigentlich der Deckung von Zusatzkosten, die einem im Alltag beim Verlust verschiedener Grundfähigkeiten entstehen oder vielleicht noch als eine Art Schmerzensgeld. In vielen Fällen dürfte aber kein finanzieller Schaden entstehen, weil man sich nicht mehr eigenständig Knien und Bücken kann.
In manchen Berufen wird das aber dennoch der Fall sein, weshalb die Grundfähigkeit gerne auch fälschlicherweise als erste Alternative zur BU verkauft wird. Das hängt häufig damit zusammen, weil der Vermittler in der BU-Beratung die staatliche Erwerbsminderung (EMI) schlecht gemacht hat, um die Vorteile der BUV herauszukehren. Jetzt ein Produkt anzupreisen, das im Leistungsspektrum schlechter ist als die EMI, ist dann eben auch nicht mehr zielführend.

Einkommens-Absicherung nur in Ausnahmefällen sinnvoll

Die Grundfähigkeitspolice ist zwar eine Arbeitskraft-Absicherung, aber als Einkommens-Absicherung nur in Ausnahmefällen geeignet. Einerseits, wenn der Beruf kaum Fertigkeiten voraussetzt, sondern tatsächlich mit reinen Grundfähigkeiten zu bewältigen ist und andererseits bei allen kaufmännischen Berufen, wenn bei der BU psychische Erkrankungen ausgeschlossen wären. In diesem Moment hätte die BU praktisch den Großteil der Leistungskraft eingebüßt.
Was diese Versicherung vertrieblich so leicht macht, ist die einfache Verständlichkeit der einzelnen Leistungsauslöser. Da aber jeder Anbieter die Leistungsauslöser verschieden definiert, ist eine Vergleichbarkeit beim besten Willen nicht möglich. Selbst, wenn man sich die Mühe macht, und in einer Tabelle alle Leistungsauslöser aller Anbieter im Einzelnen gegenüberstellt, weiß man am Ende nur, welche Gesellschaft am ehesten beim Verlust der Grundfähigkeit „Gehen“ leistet. Da ein anderer Versicherer vielleicht bei der Grundfähigkeit „Sprechen“ eher leisten würde, kann ich weder den einen noch den anderen Tarif uneingeschränkt empfehlen.

Hier muss der Vermittler den Kunden entscheiden lassen, welche Grundfähigkeit die Fähigkeit, ein Einkommen zu erzielen, am ehesten bedrohen würde. Bei vielen Berufen ist dies „Knien und Bücken“, bei anderen die Fähigkeit, seine Hand oder Hände zu gebrauchen.
Grundsätzlich sollten aber von den drei oder vier Gesellschaften, mit denen der Vermittler zusammenarbeiten möchte, die einzelnen Auslöser geprüft werden, da die Schwere der Erreichbarkeit sehr weit auseinanderklaffen kann.

Psychische Erkrankungen können auch hier zum Ausschluss führen

Die Gesundheitsprüfung ist etwas weniger streng. Psychische Erkrankungen müssen aber angegeben werden und führen auch zum Ausschluss, da die allermeisten Tarife intellektuelle Fähigkeiten absichern. Derzeit gibt es nur einen Anbieter am Markt, der auf Fragen zur Psyche verzichtet. Allerdings fragt auch dieser nach Medikamenten und würde ablehnen, wenn ein Psychopharmakon auch Grundfähigkeiten beeinflussen würde.

Preislich ist die Grundfähigkeitsversicherung für alle körperlichen Berufe interessant, da auch für schwerstkörperlich Tätige die Beiträge einigermaßen bezahlbar bleiben.

Das gilt es beim Prüfen zu beachten

Bei der Prüfung eines Tarifs ist neben der Definition der Leistungsauslöser vor allem der Prognosezeitraum zu prüfen. Der Markt schwankt hier zwischen sechs und zwölf Monaten.

Zusammenfassend ist die Grundfähigkeitsabsicherung vor allem dann interessant, wenn eine BU zu teuer ist oder psychische Erkrankungen sowieso ausgeschlossen wären. Auch ist diese Versicherung für künstlerische und in der BUV und EUV nicht versicherbare Berufe ein sinnvolles Ausweichprodukt. Ein ausführlicher Marktvergleich ist hier.

Die Schwere-Krankheiten-Absicherung als Arbeitskraft-Absicherung (DD)

Grundsätzlich ohne Bezug zur Arbeitskraft ist die Dread-Disease-Police. Es ist also keine echte Arbeitskraft-Absicherung.  Diese Möglichkeit, die finanziellen Folgen schwerer Krankheiten durch eine Einmalleistung des Versicherers abzusichern, dient in erster Linie der Deckung möglicher Kredite. Oder eventuell anfallender Behandlungskosten. Oder als Überbrückungshilfe, wenn eine Schlüsselkraft in einem Unternehmen ausfällt.

Bei Geschäftsführern ist diese Versicherung noch am ehesten als Ersatz einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu interpretieren, obwohl sie im Wesen deutlich verschieden zu dieser ist. Zum einen wird keine Rente geleistet, sondern eine einmalige Zahlung. Zum anderen ist sie keine All-Risk-Deckung wie die BUV. Sie leistet nur, wenn eine in den Bedingungen beschriebene Krankheit im definierten Umfang eintritt.

Die Gesundheitsprüfung unterscheidet sich ebenfalls von der der BUV und auch die Annahmerichtlinien sind aufgrund des begrenzten Versicherungsumfangs lockerer. Da aber in allen Tarifen am Markt eine Pflegebedürftigkeit oder eine Abhängigkeit von Dritten mitversichert ist, führen Behinderungen und körperliche Versehrtheit auch mal zur Ablehnung. Und das obwohl schwerpunktmäßig schwere Krankheiten abzusichern wären.

70 verschiedene Leistungsauslöser am Markt

Der Leistungsumfang der einzelnen Tarife lässt sich selbst für Profis nicht sinnvoll vergleichen. Es gibt derzeit rund 70 verschiedene Leistungsauslöser am Markt, die teilweise erhebliche Unterschiede aufweisen. Da ich aber vorher nicht wissen kann, welche Krankheit mal wichtig wird, kann ich auch keine Empfehlung abgeben, welche Versicherung am besten geeignet wäre. Zumindest nicht anhand der Leistungsauslöser.

Bei der Prüfung eines Tarifes kann man auf den Überlebenszeitraum achten, der zwischen 14 und 28 Tagen schwankt. Noch wichtiger ist aber die Kalkulationsgrundlage des Tarifes. Bis auf zwei Anbieter, die Bayerische und die Nürnberger, sind alle Tarife auf Fondsbasis kalkuliert. Die Bayerische hat das Neugeschäft eingestellt. Es gibt also nur noch eine Dread Disease, die klassisch kalkuliert ist. Das kann zur Folge haben, dass im Leistungsfall nicht die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird, weil der Fonds eben schlechter lief als geplant.

Außerdem ist es begrüßenswert, wenn als Versicherungsfall der Diagnosezeitpunkt definiert ist. Da alle Tarife mit Wartezeiten arbeiten, könnte der Versicherer ansonsten behaupten, der Eintritt der Krankheit fiele in den Wartezeitraum. Was zunächst mal Ärger bedeutete. In den AVB hat das bisher nur die Nürnberger geregelt.

Grundfähigkeiten und tödliche Krankheit sind als Leistungsauslöser sinnvoll

Unter allen Leistungsauslösern am Markt erscheinen zwei als eine sinnvolle Ergänzung der gewöhnlichen schweren Krankheiten. Das ist einmal die Leistung bei Verlust einer Grundfähigkeit durch Unfall und außerdem die tödliche Erkrankung. Letztere liegt vor, wenn eine Diagnose innerhalb von zwölf Monaten zum Tod führen wird.

Zusammenfassend wäre die Dread Disease immer eine hervorragende Ergänzung zur BUV. Das können sich aber nur die allerwenigsten Kunden leisten. Als Ersatz ist sie sicherlich nicht zu sehen. Bei Finanzierungen oder Geschäftsführern sollte sie aber immer zusätzlich angeboten werden.

Die Multi-Risk-Police als Arbeitskraft-Absicherung. Eine für Alles?

Am Ende der Arbeitskraft-Absicherung steht die Multi-Risk-Versicherung. Bei der Beratung zur Multi-Risk-Police ist es sehr wichtig, dass alle verstanden haben, dass man nun ziemlich weit unten angekommen ist. Ich darf an sich nicht mehr pingelig sein . Trotzdem gibt es einige Dinge, die erklärt werden sollten. Nur dann ist eine Entscheidung für das eine oder andere Produkt möglich.
Aber generell ist es schon wichtig, dass dem Kunden als erstes klar gemacht wird, was die Multi-Risk alles nicht kann. Ansonsten entsteht der Eindruck, diese Versicherungsform könne besonders viel. Zwar leistet sie bei Unfall, dem Verlust von mehreren Grundfähigkeiten, einer Einschränkung lebenswichtiger Organe und Pflegebedürftigkeit eine lebenslange Rente sowie eine Kapitalleistung oder Rente bei Eintritt einer versicherten Schweren Krankheit.

Leistungsauslöser müssen dauerhaft vorliegen

Aber sie leistet nicht bei psychischen Erkrankungen, hat selbstverständlich keinerlei Bezug zu meiner Erwerbsfähigkeit und keinen verkürzten Prognosezeitraum. Alle Leistungsauslöser müssen dauerhaft vorliegen.

Darüber hinaus ist die Kapitalleistung bei Schweren Krankheiten für gewöhnlich auf eine Jahresrente begrenzt. Und wenn dieser Baustein bei manchen Versicherern eine Rentenleistung auslöst, dann ist auch nicht viel gewonnen. Denn die Dread-Disease-Police ist ja vom Charakter her eher eine Art vorgezogene Risikolebensversicherung.

Organrente wäre auch als selbstständige Versicherung interessant

Einigermaßen spannend ist die sogenannte Organrente, da die Krankheit unerheblich ist, die zur Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Organs führt. Im Falle einer Transplantation würde weiter geleistet werden. Das Produkt wäre auch als selbstständige Versicherung interessant. Es wäre für den Kunden und den Vermittler leichter vergleichbar als eine Dread-Disease-Police. Aber im Leistungsumfang ist es relativ ähnlich, wenn man noch einen Pflege-Baustein anbauen würde.

Unterm Strich darf man aber nicht groß meckern. Die Multi-Risk-Police ist aufgrund all ihrer Schwächen eben auch sehr günstig. Außerdem ist sie bei weitem nicht so streng in der Annahmepolitik wie eine Berufsunfähigkeits-, eine Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Versicherung.

Hintertür in den Bedingungen

Tarife dieser Art haben in ihren Bedingungen eine Möglichkeit eingebaut haben, um auf Veränderungen in der Schadenhäufigkeit zu reagieren. Das muss der Vermittler dem Kunden erklären! Entweder können die Versicherer die Beiträge beinahe beliebig anpassen oder den Vertrag über den Teilbestand kündigen. Oder manchmal auch beides.

Zwar ist eine Beitragsanpassung sicherlich wahrscheinlicher, allerdings bliebe in diesem Fall der Schutz bestehen. Der Verlust des Versicherungsschutzes wäre in den allermeisten Fällen deutlich unangenehmer.

Zusammengefasst eignet sich die Multi-Risk-Police dann, wenn eine andere Absicherung finanziell oder gesundheitlich nicht mehr machbar ist. Es ist aber sehr wichtig, dass der Versicherte versteht, dass er in keiner Weise seinen Beruf abgesichert hat. Es ist zwar sehr, sehr wahrscheinlich, dass er nicht mehr arbeiten kann, wenn er Leistung aus einer Multi-Risk-Police erhält. Aber in sehr vielen Fällen wird er nicht mehr arbeiten können, lange bevor er eine Leistung aus diesem Produkt erhält.

Unterm Strich

Wichtig ist es, seine Arbeitskraft-Absicherung an den individuellen Bedarf anzupassen. Denn wenn es nicht passt, dann passt es nicht 😉 Dazu muss der Bedarf sauber ermittelt werden und das Bedürfnis mit in die Überlegung eingebracht. Die beste Absicherung kann falsch sein, wenn sie nicht zu mir passt. Aber orientiere ich mich an meinen verschiedenen Ausgaben und frage mich, wie lange und in welcher Höhe ich sie habe, dann kann ich auch abschätzen, wie wichtig mir der Leistungsumfang für jede meiner einzelnen Aufgaben überhaupt ist.

Wer noch mehr wissen will, findet hier noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

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https://bsc-gmbh.com/blog/arbeitskraft-absicherung/feed/ 2
Die Bayerische BU PROTECT https://bsc-gmbh.com/blog/die-bayerische-bu-protect/ https://bsc-gmbh.com/blog/die-bayerische-bu-protect/#comments Mon, 11 Feb 2019 12:11:13 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4732 Immer, wenn die Bayerische BU PROTECT nachbessert, läuft es den gewissenhaften Bedingungslesern von Berufsunfähigkeitsversicherungen eiskalt den Rücken runter. Denn ich muss nicht nur ein Tarif, sondern vier Tarife neu geprüft werden. Der Versicherer aus München bietet nämlich die Varianten Smart, Komfort, Komfort Plus und Prestige seiner BUV namens BU PROTECT an. Die Bayerische BU PROTECT [...]

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Immer, wenn die Bayerische BU PROTECT nachbessert, läuft es den gewissenhaften Bedingungslesern von Berufsunfähigkeitsversicherungen eiskalt den Rücken runter. Denn ich muss nicht nur ein Tarif, sondern vier Tarife neu geprüft werden. Der Versicherer aus München bietet nämlich die Varianten Smart, Komfort, Komfort Plus und Prestige seiner BUV namens BU PROTECT an.

Die Bayerische BU PROTECT in allen Varianten

Vielleicht hilft es da schon mal von Beginn an einzugrenzen. Die Bayerische BU PROTECT in der Smart-Variante verlangt nämlich nach wie vor eine dauerhafte Prognose. Allerdings bei einer Fiktion von nur 6 Monaten. Außerdem ist hier die abstrakte Verweisung möglich, was im Leistungsfall vor allem dann unangenehm werden kann, wenn der bei Eintritt der BU ausgeübte Beruf keine besondere Ausbildung verlangt oder ein besonders hohes Gehalt erzielt wurde.

Denn auch die abstrakte Verweisung müsste die Lebensstellung, den Bildungsstand und das Einkommen berücksichtigen.

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Bayerische BU PROTECT Prestige

Die Bayerische BU PROTECT in der Variante Prestige verzichtet auf die Anwendung des §163 VVG, was bedeutet, dass bei einer Fehlkalkulation die Prämie nicht über den Brutto-Beitrag angepasst werden dürfte. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, in den ersten 5 Jahren ohne besonderen Anlass die Nachversicherungsgarantie zu ziehen. Ebenso ist eine einmalige Leistung bei Eintritt einer schweren Krankheit von 3 Monatsrenten bei gleichzeitiger BU oder die Leistung von 6 Monatesrenten, wenn nur eine der versicherten Krankheiten vorliegt.

Bayerische BU PROTECT Komfort und Komfort Plus

In meinen Augen sind die Varianten Komfort von der Bayerische BU PROTECT für Beamte sehr interessant und die Variante Komfort Plus für Angestellte. Beide verfügen über eine vollständige und echte Dienstunfähigkeitsklausel. Gerade für Lehramtsstudenten oder Beamte auf Widerruf und Probe ist die Bayerische BU PROTECT also eine ernstzunehmende Alternative. Hier findest du übrigens alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung.

Die Plus-Variante hat zusätzlich eine sogenannte AU-Klausel, die schon bei Krankschreibung leistet. Diese wäre für Beamte überflüssig, aber für Angestellte verhilft sie zu einem vereinfachten Zugang zur Leistung, da die Bayerische auf eine zeitgleiche Beantragung der BU-Rente verzichtet. So muss ich im Leistungsfall keine 60 Seiten Antrag ausfüllen, was für einen psychisch Erkrankten sicherlich eine zu große Herausforderung wäre, sondern kann einfach 6 Monate Krankschreibungen einreichen. Eine muss dabei vom Facharzt sein. Aber wer nach ein paar Monaten Krankschreibung noch nicht beim Facharzt war, dem kann eh kaum noch geholfen werden.

Viele Klarstellungen

Die Verbesserungen der Tarife sind größtenteils Klarstellungen. Allerdings sind diese bestandswirksam. Sie gelten also auch für bestehende Verträge. Das finde ich wiederum sehr positiv.

Persönlich interessant finde ich den Wegfall der Meldepflicht bei gesundheitlicher Verbesserung. Zwar wird in der Praxis nur selten ein Versicherer darauf bestehen, aber es erscheint mir grundsätzlich unsinnig, dem Kunden abzuverlangen, selbständig festzustellen, wann sein Zustand im Sinne der Bedingungen relevant verbessert ist und wann nicht. Deswegen finde ich es gut, dass die Bayerische zukünftig darauf verzichtet.

Vertrieblich am interessantesten ist die Verbesserung der Nachversicherungsmöglichkeiten. Diese kann ich jetzt auch bedingungsgemäß dann nutzen, wenn ich vorher schon mal vorübergehend BU war. Das hat die Bayerische in der Praxis schon so gehandhabt, ist nun aber quasi amtlich und in den AVB festgehalten.

Leider beträgt die Meldefrist weiterhin 6 Monate. Da wäre noch Potential nach oben. Dass es nun drei neue Nachversicherungsereignisse gibt, ist nett, aber auch nicht mehr. Richtig gut ist hingegen, dass ich zukünftig pro Ereignis um 150% erhöhen kann und das bis zu 5 Mal. Bisher war ich begrenzt auf 100% und maximal 3 Mal. Insgesamt darf ich bis zu 36.000 Euro Jahresrente erhöhen, was in den meisten Fällen ausreichend sein dürfte.

Eine Art Anwartschafts-Versicherung ist möglich

So ist meine alte Idee von der Anwartschaftsversicherung in der BU PROTECT young sinnvoll umsetzbar. In dem Starter-Tarif der Bayerischen ist es nämlich möglich, einen Schüler gegen einen Mindestbeitrag von 5 Euro im Monat abzusichern. Die Rente betrüge dann etwa 150 Euro. Was selbstverständlich zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig wäre. Betrachte ich das aber als Anwartschaft, um meinen Gesundheitszustand abzusichern, könnte ich nun im ersten Schritt auf 375 Euro erhöhen und schon im zweiten auf über 900 Euro. Schon nach dem dritten Ereignis wäre ich auf einer vernünftigen Absicherungshöhe.

In allen Fällen, wo den Eltern eine umfassende Absicherung der Schüler zu teuer wäre, könnte diese „Anwartschaft“ eine sinnvolle Lösung sein.

Unterm Strich hat sich die Bayerische wieder im Detail gesteigert und bleibt fest in der Top Ten der Anbieter einer BUV verankert. Gerade für junge Beamte, aber auch Schüler und Studenten sind die Tarife Komfort und Komfort Plus sehr interessant.

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Wer mehr wissen will, findet hier noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

https://bsc-gmbh.com/berufsunfaehigkeits-versicherung/

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Was ist bei der DU-Klausel wichtig? https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-bei-der-du-klausel-wichtig/ https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-bei-der-du-klausel-wichtig/#comments Thu, 31 Jan 2019 13:35:28 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4714 Jeder Beamte steht mal vor der Frage: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Versicherer kannst du da nicht fragen, weil eben immer nur das wichtig ist, was der eigene Tarif am besten kann. Ist auch logisch. So funktioniert halt Vertrieb. Ein Marktvergleich aller Anbieter ist hier. Ich will mal versuchen, die Frage zu klären. Dabei [...]

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Jeder Beamte steht mal vor der Frage: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Versicherer kannst du da nicht fragen, weil eben immer nur das wichtig ist, was der eigene Tarif am besten kann. Ist auch logisch. So funktioniert halt Vertrieb. Ein Marktvergleich aller Anbieter ist hier.

Ich will mal versuchen, die Frage zu klären. Dabei sind zwei Dinge zu beachten:

1. Ich belege meine Meinung gerne mit Gesetzestextes. Aber das geht nicht immer. In diesen Fällen handelt es sich einfach um meine Meinung. Jeder darf eine andere haben. Und ich bin auch immer offen für Neues.

2. Ich gehe davon aus, dass Beamte total normale Menschen sind. Mit genau dem gleichen Bedarf. So im Schnitt.

Was ist bei der DU-Klausel wichtig?

Wichtig ist an sich nur, dass die DU-Klausel echt ist. Das bedeutet, der Versicherer kann nicht selbst prüfen, ob eine Dienstunfähigkeit vorliegt. Die Versetzung in den Ruhestand wegen DU stellt für den Versicherer eine unwiderlegliche Vermutung dar. Ausführlich hab ich das Thema schon mal hier behandelt. Aber ganz kurz: Wenn in der Klausel steht, dass für eine Leistung DU vorliegen muss UND ich deswegen in den Ruhestand versetzt werden muss, dann ich die Klausel NICHT echt. Der Versicherer kann überprüfen, ob die DU vorliegt. Und das nach § 26 Beamtenstatusgesetz. Der Paragraf bietet einiges an Verweisbarkeit. Der Dienstherr könnte von dem Beamten eine Qualifizierungsmaßnahme verlangen, um ihn dann verweisen zu können.

Und auch wichtig ist, dass die Klausel auch bei einer Entlassung greift. Beamte auf Widerruf können nicht in den Ruhestand versetzt werden. Und Beamte auf Probe nur in Ausnahmefällen. Es gibt also kein Ruhegehalt. Da wäre es schon schön, wenn ich einfach und schnell Leistung aus meiner DU-Klausel erhalte.

Dienstunfähigkeit aus medizinischen Gründen?

Manchmal höre ich, dass es einen Unterschied macht, ob der Versicherer in den Bedingungen medizinische Gründe oder ein amtsärztliches Zeugnis für die Versetzung in den Ruhestand verlangt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Denn das amtsärztliche Zeugnis kann ja dem Beweis der medizinischen Gründe dienen.

Andersrum kann es aber dann für den Beamten dünn werden, wenn er sich der Untersuchung oder Beobachtung des Amtsarztes entzieht. Nach Artikel 65 (2) Satz 2 kann das auch zur Versetzung in den Ruhestand führen. Hört sich verrückt an, steht aber so geschrieben.

Ich möchte es allerdings nicht ausschließen, dass der eine oder andere Versicherer, der die medizinischen Gründe verlangt hat, in der Nachprüfung das weitere Vorliegen der medizinischen Gründe verlangt. Das wäre allerdings einigermaßen unsinnig, da es ja keinen DU-Grad gibt, der die Leistung auslöst, sondern die Ruhestandsversetzung der Auslöser war. Die medizinischen Gründe müssen nur dazu geführt haben, nicht fortbestehen. Ich kenne keinen Fall, wo das ein Versicherer versucht hat und will auch keinen dazu anregen.

Was ist bei der DU-Klausel wichtig: Spezielle Dienstunfähigkeit

Auch Polizisten fragen sich: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Wie aus der Pistole geschossen (Haha!) kommt da meist die spezielle Dienstunfähigkeit. Das bin ich als Polizist oder Feuerwehrmann, wenn ich den besonderen Anforderungen meines Dienstes nicht mehr genüge. Die Versicherer würden über diese SDU-Klausel für ein paar Jahre die Leistung zahlen.

Ich persönlich sehe den Bedarf nicht. Wenn ich nicht mehr den besonderen Anforderungen genüge, werde ich entweder in den Ruhestand versetzt. Dann bekomme ich die Leistung über die DU-Klausel. Alles ist gut.

Wenn ich nicht in den Ruhestand versetzt werde, werde ich ins Büro versetzt. Ich bekomme weiterhin das gleiche Grundgehalt wie vorher. Keine Zulagen wegen Schichtdienst. Das wären knapp 2,50 Euro für Nachtdienst und etwa 5 Euro für Sonn- und Feiertage pro Stunde. OK, das kann schon ein bisschen was werden. Aber ich muss halt nicht mehr nachts oder sonntags arbeiten. Das ist doch auch schön.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt auch für Beamte. Meistens.

Sollte die Einbuße mehr als 20% sein, würde meine Berufsunfähigkeitsversicherung einspringen. Jede DU-Klausel gilt ergänzend zu den normalen BU-Bedingungen. Außer bei der Signal. Da ersetzt die DU-Klausel die BU-Klausel.

Wer wegen spezieller Dienstunfähigkeit nicht mehr arbeiten kann, ist in der Regel berufsunfähig. Denn BU bin ich auch schon dann, wenn ich kein sinnvolles Arbeitsergebnis mehr erzielen kann. Und ein Feuerwehrbeamter, der zwar immer auf den Brand warten kann, aber wenn es passiert, nicht ins Haus rennen kann, kann kein sinnvolles Arbeitsergebnis erzielen.

Deswegen würde ich für die spezielle DU-Klausel kein Geld ausgeben. Als Vermittler würde ich sie erklären und anbieten. Allein schon, damit kein Mitbewerber später behauptet, die Klausel sei so wichtig 🙂

Was ist bei der DU-Klausel wichtig: Die Teil-Dienstunfähigkeit

Die Teil-DU gibt es eigentlich nicht. Es gibt begrenzte Dienstfähigkeit. Wenn ein Beamter nur noch 50% oder mehr arbeiten kann, kann er begrenzte Dienstfähigkeit beantragen. Dann wird seine Arbeitszeit gekürzt. Und im gleichen Umfang seine Besoldung.  So weit, so in Ordnung. Beamte bekommen aber noch zusätzlich einen Ausgleich vom Dienstherren. In Bayern sind das 50% des Unterschiedes von vorher und nachher. Vorher 4000 Euro, nachher 2000 Euro, dann gibt der Dienstherr 1000 Euro oben drauf.

In Hessen sind es 10% von dem, was ich vorher verdient hab. Mindestens 300 Euro. Wenn ich noch über 80% dienstfähig bin, werden aber pro 1% 5% vom Zuschlag wieder abgezogen.

In Niedersachsen sind es nur 5%, aber mindestens 250 Euro.

Da sag ich mal, grundsätzlich ist es voll lieb, dass der Dienstherr was dazu zahlt. Mit dem Geld könnte man wahrscheinlich klar kommen.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Beamter im schlimmsten Fall immer noch 500 Euro mehr bekommt, als ein Angestellter im Durchschnitt bei Erwerbsminderung. Denn Beamte erhalten 1400 Euro Mindestversorgung. Weniger gibt es niemals.

Also, auch für die Teil-DU würde ich kein Geld ausgeben. Ich würde es erklären und dann den Beamten entscheiden lassen.

Also: Was ist bei der DU-Klausel wichtig?

Die Antwort auf die Frage "Was ist bei der DU-Klausel wichtig?" lautet also, eigentlich nicht viel. Die DU-Klausel ist so oder so nur ein erleichterter Zugang zur Leistung. In 99,9% aller Fälle bin ich berufsunfähig, wenn ich dienstunfähig bin. Der Nachweis ist halt einfacher über die Ruhestandsversetzung als über die BU-Leistungsprüfung. Deshalb sollte die Klausel echt sein und auch für Beamte auf Widerruf und Probe gelten. Denn da ist der Bedarf noch am höchsten.

Zusätzlicher Schutz, wie die spezielle oder die Teil-DU sind in meinen Augen kein wirklicher Mehrwert. Die spezielle DU ist maximal ein erleichterter Zugang zur Leistung. Die Teil-DU geht über den Bedarf hinaus. Ich verstehe nicht, wieso ein Beamter, der aus gesundheitlichen Gründen einen höheren Versorgungsbedarf haben soll, als ein Angestellter, der Teilzeit arbeitet und nur dann zusätzlich was bekäme, wenn er in keinem Beruf am allgemeinen Arbeitsmarkt zwischen 3-6 Stunden arbeiten könnte.

Aber ich muss die Möglichkeiten dem Kunden aufzeigen und sauber dokumentieren, dass diese nicht gewünscht waren. Auch klar. Ich sehe mich jedoch nicht in der Pflicht, standardisiert meinen Kunden unnützen Schutz zu verkaufen, um im Zweifel nicht haften zu müssen. Da bin ich eher für Aufklärung und der Kunde darf dann entscheiden.

Wer noch mehr über die Dienstunfähigkeits-Versicherung wissen will, findet hier alles:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

 

 

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-zurück-Garantie? https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-mit-geld-zueruck-garantie/ Thu, 17 Jan 2019 09:40:06 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4667 Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Träume ist günstig, ohne Gesundheitsprüfung und leistet, wenn ich nicht mehr arbeiten will. Leider gibt es nur ein Huhn, ein Schaf, eine Kuh und eine Sau und keine eierlegende Wollmilchsau. Aber immerhin gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie. Oder? Wie berechnet sich der Zahlbeitrag in der Berufsunfähigkeitsversicherung? Ich habe oben ja schon [...]

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Träume ist günstig, ohne Gesundheitsprüfung und leistet, wenn ich nicht mehr arbeiten will. Leider gibt es nur ein Huhn, ein Schaf, eine Kuh und eine Sau und keine eierlegende Wollmilchsau. Aber immerhin gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie. Oder?

Wie berechnet sich der Zahlbeitrag in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ich habe oben ja schon die zwei Faktoren beschrieben, die den Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung beeinflussen. Es sind die Gesundheitsprüfung und der Leistungsauslöser. Verzichte ich auf eine Prüfung oder stelle nur einfache Fragen, risikiere ich als Versicherer, dass ich öfter zahlen muss. Mal angenommen, ich versichere Menschen gegen Haiattacken und berechne meine Prämie so, dass in den Bergen und am Meer gleich viele Menschen meine Versicherung kaufen. Wer würde die Versicherung aber tatsächlich öfter kaufen? Logisch. Die am Meer. Und am wahrscheinlichsten halt da, wo es auch gefährliche Haie gibt.

Um zu vermeiden, dass meine Berechnung nicht aufgeht, muss ich zwei Beiträge kalkulieren. Eine für die am Meer und eine für die in den Bergen. Und dann muss ich halt danach fragen. Dann fängt bald ein Versicherer an zu fragen, ob ich gern ans Meer fahre oder lieber Städtereisen mache. Und so entsteht dann ein ganzer Katalog an Fragen, die den Versicherer das Risiko besser einschätzen lassen.

Mit den Gesundheitsfragen ist das genauso. Je genauer der Versicherer fragt, desto stabiler ist die Prämie. Und allgemein heißt es, es gäbe keine dummen Fragen. Aber bei den Gesundheitsfragen schon manchmal. Ich muss z.B. bei einer Todesfall-Absicherung nicht unbedingt nach Rückleiden fragen. Das tut weh, aber tötet nicht unbedingt. Es gibt also schon auch Möglichkeiten, die Fragen zu vereinfachen ohne die Beitragsstabilität zu gefährden. Aber halt nicht so viele, wie man hoffen würde.

Welchen Einfluss haben die Bedingungen auf den Zahlbeitrag?

Der zweite Faktor sind die Bedingungen. Je besser die Bedingungen sind, desto teurer ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Oder besser gesagt: Je relevanter die definierten Auslöser für den Leistungsfall sind… Es gibt mittlerweile einige Verbesserungen in der BUV, die keinen Einfluss auf den Beitrag haben. Das liegt daran, dass sie vollkommen egal sind. Das sieht dann schön aus, aber wird im Leistungsfall nie gefragt.

Wichtig ist bei den Bedingungen, dass die Definitionen eindeutig sind und es keine Meldefristen oder seltsame Ausschlüsse gibt.

Eine BUV mit guten Bedingungen muss also entweder streng prüfen, um günstig zu sein oder sie ist entsprechend teurer.

Kann die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie funktionieren?

Günstig wäre die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie ja schon mal. Also muss die Prüfung sehr streng sein oder die Bedingungen sehr schlecht, damit das im Ansatz funktionieren könnte.

Der Tarif ist aber der gleiche. Egal, ob ich Beitragsverrechnung wähle oder eben Anlage.

Wie funktioniert das also? Streng genommen überhaupt nicht.

Ich finde es auch ein bisschen lustig, dass sich dieser Mythos so hält. Es kann doch kein normal denkender Mensch glauben, dass irgendein Versicherer Geld zu verschenken hätte.

Tatsächlich enthält der Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie einen Risikoanteil und einen Sparanteil. Der Risikoanteil geht für die Kosten der Absicherung drauf und ist dann auch weg.

Der Sparanteil wird angelegt. Und nur dieses Geld bekomme ich am Ende zurück. Wenn das einigermaßen gut läuft, dann sind das schon mal die eingezahlten Beiträge.

Lieber nicht die Kontrolle abgeben

Ich kann das aber auch selbst darstellen. Ich schließe eine BUV ab und gleichzeitig einen Sparvertrag. Den kann ich dann so gestalten, wie ich das will. Und ich kann das eine oder das andere kündigen, wenn es notwendig ist. Außerdem hab ich Einfluss auf die Anlage.

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie kann ich nicht sehen, ob der Sparanteil gut läuft oder nicht. Ich sehe auch nicht, ob die Risikoüberschüsse ausreichend kalkuliert sind oder ob der Versicherer den Risikobeitrag erhöht hat. Das müsste er mir zwar melden, aber wenn ich die Post vom Versicherer gleich wegschmeiße, ohne sie zu lesen, dann merk ich das nicht anhand der Kontoauszüge.

Vielleicht ist die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Geld-züruck-Garantie doch möglich?

Nee, isses nicht. Aber eine BUV bei der ich "nur" einmalig die Beiträge zahle, anstatt monatlich Geld zu überweisen, braucht deutlich weniger Risikobeitrag als die herkömmliche BUV. Das ist ja auch nur logisch. Ich gebe dem Versicherer sofort 20.000 Euro und er kann damit arbeiten. Werde ich sofort BU, hat er auch sofort 20.000 Euro. Bei der monatlichen Zahlweise würde das bei 100 Euro Beitrag über 16 Jahre dauern.

Und weil der Sparanteil so viel höher ist als bei der monatlichen Zahlweise, ist diese Variante einigermaßen rentabel. Hinzukommt, dass die Leistung, die ich am Ende ausgezahlt bekomme, anscheinend steuerfrei ist, weil der Versicherer auch den Sparanteil als Risikoüberschüsse deklariert. Und solche wären steuerfrei. Das würde ich aber einen Steuerberater prüfen lassen.

Blöd ist auch an dieser Variante, dass ich halt 20.000 Euro oder was meine BUV eben kosten würde, erstmal haben müsste.

Unterm Strich sollte ich lieber den Vermögensaufbau vom Risiko trennen, weil ich so flexibler bin und auch besser sehen kann, welche Versicherung gut funktioniert und welche nicht.

Wer mehr wissen will, findet hier alles zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

https://bsc-gmbh.com/berufsunfaehigkeits-versicherung/

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