Dienstunfähigkeitsversicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/category/dienstunfaehigkeitsversicherung/ Finanzieren. Investieren. Versichern. Vorsorgen. Fri, 25 Feb 2022 12:05:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://bsc-gmbh.com/wp-content/uploads/2024/11/cropped-Icon-Website-32x32.png Dienstunfähigkeitsversicherung Archive - Die Experten der BSC | Die Finanzberater https://bsc-gmbh.com/blog/category/dienstunfaehigkeitsversicherung/ 32 32 Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger https://bsc-gmbh.com/blog/lehrer-in-der-berufsunfaehigkeitsversicherung-immer-guenstiger/ Fri, 25 Feb 2022 12:05:40 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=74238 Die Berufsunfähigkeitsversicherung verlangt für unterschiedliche Berufe unterschiedlich viel Geld. Mittlerweile ist die Unterscheidung einzelner Berufe nicht immer nachvollziehbar. Aber das ist ein anderes Thema. Für die meisten Berufe macht diese Berufsgruppendifferenzierung alles teurer. Aber sie macht Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger. Das gilt für andere Akademiker auch. Aber für Lehrer gibt es hier nicht [...]

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung verlangt für unterschiedliche Berufe unterschiedlich viel Geld. Mittlerweile ist die Unterscheidung einzelner Berufe nicht immer nachvollziehbar. Aber das ist ein anderes Thema. Für die meisten Berufe macht diese Berufsgruppendifferenzierung alles teurer. Aber sie macht Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger.

Das gilt für andere Akademiker auch. Aber für Lehrer gibt es hier nicht nur einen Effekt.

Warum werden Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger?

Zum einen macht die Berufsgruppendifferenzierung Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger. Denn Lehrer sind immer auch Akademiker. Und Akademiker haben kein großes Risiko, berufsunfähig zu werden. Das liegt nicht daran, dass der Beruf ungefährlich ist. Es hat mehr damit zu tun, dass es weniger Krankheiten gibt, die einen körperlich so sehr einschränken, dass ich meinen Beruf nur noch zur Hälfte ausüben kann.

Ein weiterer Effekt liegt darin, dass Akademiker eine lange Ausbildung in Kauf genommen haben, um zu arbeiten. Deswegen vermuten die Versicherer, dass hier im Falle einer BU eher die Bereitschaft besteht, sich für einen neuen Job weiterzubilden.

Ob das tatsächlich so ist, sei mal dahingestellt. Es ist aber eine Tatsache, dass ich schon allein aufgrund der Ausbildung bessere Chancen am Arbeitsmarkt habe.

Dadurch werden aber alle Akademiker und nicht nur Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger.

In den letzten Jahren hat sich in der Beamtenversicherung viel getan

Lehrer sind nicht nur Akademiker. Sie sind auch Beamte. Und seit 2019 gibt es auch von der Allianz eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel. Und da die Allianz der größte deutsche Versicherer ist, hat das für Unruhe im Markt gesorgt. Das hat sich einerseits darin gezeigt, dass die Qualität in der Spitze des Marktes rasant zugenommen hat. Aber dadurch wurden Lehrer in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer günstiger.

Denn die Allianz hat nicht nur günstig gestartet. Im ersten Schritt kostete jeder Lehrer das gleiche. Also zahlt ein Grundschullehrer den gleichen Beitrag wie ein Studienrat. Und das war bei den anderen Versicherern nicht so.

Deshalb wurden die anderen Versicherer schnell günstiger, um hier wieder aufzuholen!

Darum empfehlen wir vor allem allen Lehrern, aber auch anderen Beamten und Akademiker, auch bestehende Versicherungen immer wieder mal zu überprüfen. Denn wenn der Gesundheitszustand weiterhin gut ist, sollte man über einen neuen Vertrag zu günstigeren Konditionen nachdenken.

Wir helfen gern!

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Kann ein Beamter berufsunfähig sein? https://bsc-gmbh.com/blog/kann-ein-beamter-berufsunfaehig-sein/ Mon, 15 Jul 2019 07:44:13 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=33277 Die Frage, ob ein Beamter berufsunfähig sein kann oder nicht, lädt sicherlich zu dem einen oder anderen Witz ein. Aber ich will das mal einigermaßen ausführlich klären. Denn immer wieder finde ich Artikel, die behaupten, es könne gar nicht sein, dass ein Beamter berufsunfähig ist. Wann ist ein Beamter berufsunfähig? Ich bin berufsunfähig, wenn ich [...]

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Die Frage, ob ein Beamter berufsunfähig sein kann oder nicht, lädt sicherlich zu dem einen oder anderen Witz ein. Aber ich will das mal einigermaßen ausführlich klären. Denn immer wieder finde ich Artikel, die behaupten, es könne gar nicht sein, dass ein Beamter berufsunfähig ist.

Wann ist ein Beamter berufsunfähig?

Ich bin berufsunfähig, wenn ich außerstande bin meinen Beruf, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgestaltet war, zu mindestens 50% auszuüben. Also ist auch der Beamte berufsunfähig, wenn das zutrifft.

Wenn jemand behauptet, ein Beamter kann nicht berufsunfähig sein, dann heißt es oft, das ginge nicht, weil er keinen Beruf ausübt. Das ist soweit richtig. Ein Beamter bekleidet ein Amt. Wenn ich also oberflächlich dem Wortlaut der Berufsunfähigkeits-Versicherung folge, kann ein Beamter nicht berufsunfähig sein.

Ich muss aber, wie auch bei allen anderen Regelungen, dem Sinn folgen. Und dann ist es völlig egal, ob es ein Amt oder ein Beruf ist. Es reicht auch aus, einfach mal in die Bedingungen einer Berufsunfähigkeits-Versicherung zu sehen. Tatsächlich geht es auch nicht um meinen Beruf, sondern um die ausgeübten Tätigkeiten. Da aber „Regelmäßig-zum-Zweck-des-Unterhalt-Erwerbs-ausgeübte-Tätigkeiten-Versicherung“ noch bescheuerter als Berufsunfähigkeits-Versicherung klingt, spricht hier jeder vom letzten Beruf. Obwohl es korrekterweise die zuletzt in gesunden Tagen ausgeübten Tätigkeiten sind.

Und auch das Amt eines Beamten lässt sich ein einzelne Tätigkeiten unterteilen.

Wer entscheidet, ob ein Beamter berufsunfähig ist?

Das ist der zweite Denkfehler. Denn der Dienstherr versetzt den Beamten auf Lebenszeit in den Ruhestand. Aber da geht es um Dienstunfähigkeit. Ob der Beamte berufsunfähig ist, entscheidet der Versicherer. Und dem ist erstmal egal, ob der Dienstherr mich wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Na gut, nicht komplett egal. Es ist ein starker Hinweis, dass auch Berufsunfähigkeit vorliegen könnte, aber halt kein Beweis. Um BU zu beweisen, muss ich meine Tätigkeiten aus gesunden Tagen beschreiben, eine gesundheitliche Einschränkung beweisen und dann darlegen, dass ich aufgrund der Einschränkung nur noch 50% der Tätigkeiten sinnvoll ausüben kann.

Das hört sich kompliziert an und das ist es auch. Deswegen lieber mal Stephan Kaiser anrufen. Der macht Leistungsfälle jeden Tag den ganzen Tag.

Unterm Strich

Der Beamte kann sehr wohl berufsunfähig sein. Er muss es aber dem Versicherer beweisen. Über eine sogenannte DU-Klausel gelingt der Nachweis leichter.

 

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Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit? https://bsc-gmbh.com/blog/beamte-bei-dienstunfaehigkeit/ https://bsc-gmbh.com/blog/beamte-bei-dienstunfaehigkeit/#comments Fri, 12 Jul 2019 07:51:07 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=33088 Ob Beamte anspruchsvoller sind, kann ich nicht sagen, aber ich weiß, dass Beamte bei Dienstunfähigkeit andere Ansprüche haben, als Angestellte bei Erwerbsminderung. Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit? Was der Beamte bei Dienstunfähigkeit bekommt, hängt davon ab, was er gerade ist. Es gibt Beamte auf Widerruf, Beamte auf Probe und Beamte auf Lebenszeit. Der Beamte [...]

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Ob Beamte anspruchsvoller sind, kann ich nicht sagen, aber ich weiß, dass Beamte bei Dienstunfähigkeit andere Ansprüche haben, als Angestellte bei Erwerbsminderung.

Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit?

Was der Beamte bei Dienstunfähigkeit bekommt, hängt davon ab, was er gerade ist. Es gibt Beamte auf Widerruf, Beamte auf Probe und Beamte auf Lebenszeit. Der Beamte auf Widerruf steht am Anfang seiner Ausbildung. Solange er auf Widerruf ist, erhält der Beamte bei Dienstunfähigkeit nix. Und das ist per Definition nur logisch. Denn nur einen Beamten auf Lebenszeit versetzt der Dienstherr bei DU in den Ruhestand. Aber alle drei bekämen Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

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Allerdings gibt es bei einer Dienstbeschädigung und einem Dienstunfall einen sogenannten Unterhaltsbeitrag. Von einer Dienstbeschädigung spricht man übrigens, wenn der Beamte in Ausübung seines Dienstes eine gesundheitliche Einschränkung erleidet. Also, nicht durch einen Unfall, sondern durch die ständige Belastung.

Den Unterhaltsbeitrag bekomme ich so lange die Einschränkung oder die Unfallfolgen anhalten. Längstens aber, bis ich eine Rente wegen Alters bekomme.

Wie hoch sind die Ansprüche bei Beamten auf Widerruf?

In der Höhe bekomme ich bei einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit 2/3 der Bezüge, die ich bei einer Verbeamtung auf Probe erhalten hätte. Die Erwerbsunfähigkeit muss zu mindestens 25% bestehen. Sollte ich nicht vollständig EU sein, bekomme ich nur den Teil, den ich EU bin von den 2/3. Kapiert? Ich auch nicht… Also ein Beispiel: Ich bin zu 50% erwerbsunfähig nach einem Dienstunfall. Wäre ich auf Probe verbeamtet, erhielte ich 3.000 Euro. 2/3 davon sind 2.000 Euro. Da ich aber nur zu 50% EU bin, bekomme ich nur die Hälfte. Das sind 1.000 Euro.

Das Blöde ist, dass der Begriff „Erwerbsunfähigkeit“ nicht definiert ist. Die Deutsche Rentenversicherung spricht von Erwerbsminderung. Und die liegt voll vor, wenn ich keine 3 Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten könnte. Damit ist praktisch jeder Job, den es gibt, gemeint. Halbe EMI liegt vor, wenn ich keine 6 Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. 25% wären nach dieser Methode dann, wenn ich keine 9 Stunden mehr arbeiten könnte? Das ist Quatsch. Ich habe leider keine Ahnung, wie die Erwerbsunfähigkeit berechnet wird. Wer es weiß, soll sich bitte melden!

Auch blöd ist, dass der Beamte auf Widerruf sich nach der Entlassung in der gesetzlichen Rentenversicherung wiederfindet. Wenn er eine Rente haben will, dann bekommt er die nur bei voller Erwerbsminderung.

Welche Ansprüche haben Beamte bei Dienstunfähigkeit in der Probezeit?

Sogenannte Beamte auf Probe haben nur in Ausnahmefällen Ansprüche an den Dienstherren bei allgemeiner DU. Dazu müsste ich einen Antrag stellen, der bewilligt werden kann. Unter welchen Umständen und wie überhaupt der Antrag auszusehen hat, ist unklar.

Aber bei Dienstbeschädigung oder Dienstunfall hab ich die gleichen Ansprüche auf Unfall-Ruhegehalt wie ein Beamter auf Lebenszeit.

Das sind mindestens 2/3 meiner ruhegehaltsfähigen Bezüge, maximal 3/4. Die Jahre zwischen dem Eintritt der DU und dem Erreichen der Regelaltersgrenze zählen zu 2/3 zu den ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten. Beim Unfall wird davon aber die Hälfte abgezogen. Da ich aber immer 20% vom Dienstherrn oben draufgerechnet bekomme, sollte es eigentlich immer auf die 75% rauslaufen.

Mathematik ist aber grausam, weshalb gerade in jungen Jahren oft die untere Grenze von 66,7% greift.

Wichtig ist auch zu wissen, dass immer mehr Bundesländer auch hier die absolute Grenze bei 71,75% ziehen!

Welche Ansprüche hat ein Beamter bei Dienstunfähigkeit nach der Verbeamtung auf Lebenszeit?

Beim Beamten auf Lebenszeit ist alles gut. Egal, was passiert. Der Dienstherr entlässt ihn nicht, sondern versetzt ihn in den Ruhestand. Und dann hat der Beamte bei Dienstunfähigkeit Anspruch auf ein Ruhegehalt. Dazu nehme ich alle ruhegehaltsfähigen Bezüge. Das sind das Grundgehalt, die Familienzulage 1, aber auch Amts- oder Strukturzulagen. Grundlage ist deine jetzige Besoldungsstufe. Wenn du 2 Jahre in der gleichen Besoldungsstufe bist, gilt sie. Vorher wird die vorherige Besoldung herangezogen oder gequotelt. Es wird also nicht die gesamte Erwerbsgeschichte herangezogen wie bei Angestellten. Wer also nur in den letzten 2 Jahren richtig verdient hat, hat alles richtig gemacht.

Diese Bezüge nehme ich mit dem Berechnungsprozentsatz mal. Das sind die ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten mal 1,79375%. Ruhegehaltsfähig ist der Wehrdienst, 3 Jahre Studium, 5 Jahre Ausbildung, Elternzeiten, die tatsächliche Dienstzeit und 2/3 der Jahre bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze. Da ich als Beamter nicht länger als 40 Jahre arbeiten sollte, kann ich maximal einen Anspruch von 71,75% erdienen.

Der Dienstherr zieht für jeden Monat vor Erreichen der Regelaltersgrenze 0,3% ab. Maximal aber 10,8%. Wer freiwillig in den Ruhestand geht, muss mit 14,4% rechnen. Für jeden Monat oberhalb der Regelaltersgrenze gibt es 0,5% dazu.

Jeder Beamte hat übrigens einen Mindestanspruch von derzeit etwa 1.800 Euro.

Welche Ansprüche hat ein Beamter bei Dienstunfähigkeit, wenn er in Teilzeit arbeitet?

Lange Zeit galt für Beamte, die in Teilzeit arbeiten „pro rata temporis“. Das bedeutet, die Anrechnung erfolgte immer nur zu dem Teil, den ich gearbeitet habe. Wer zu 50% in Teilzeit ist, bekommt bei allen Ansprüchen auch nur die Hälfte. Das ist aber vor allem dann unfair, wenn ich wegen begrenzter Dienstfähigkeit weniger arbeiten kann. Ist ja nicht meine Schuld. Ich kann halt nicht anders.

Würde dann meine niedrigere Besoldung bei Eintritt in den Ruhestand zugrunde gelegt werden, wäre das nicht fair. Es könnte sogar sein, dass ich ein höheres Ruhegehalt erhalten hätte, wenn ich sofort wegen DU in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Deshalb gilt jetzt für die zugrunde gelegten ruhegehaltsfähigen Bezüge die Besoldung in Vollzeit. So ist das in Bayern und den anderen Bundesländern in den jeweiligen Beamtenversorgungsgesetzen geregelt.

Die ruhegehaltsfähige Dienstzeit muss ich aber tatsächlich zu dem Teil anrechnen, den ich Dienst verrichte. Wer 50% in Teilzeit arbeitet, erdient sich in 20 Jahren eben nur 10 ruhegehaltsfähige Jahre. Mittlerweile gibt es einige Urteile dahingehend, dass die Anrechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr (in manchen Ländern bis zum 62.) in Vollzeit erfolgt. Wenn ich also mit 30 Jahren dienstunfähig werde und bisher 10 Jahre zu 50% gearbeitet habe, rechnet der Dienstherr 5 Jahre aus der Vergangenheit an, aber 2/3 der 30 Jahre bis zum 60. Lebensjahr. Das wären dann 20 volle Jahre. Ohne Kürzung.

Wie funktioniert die Erfüllung der Wartezeit bei Teilzeit?

Ein neues Urteil wurde 2020 zur Erfüllung der Wartezeit bei Teilzeit gefällt. Ein gutes Urteil. Das ist selten, aber kommt vor.

Bisher wurde Teilzeit anteilig berechnet. Wenn ich 10 Prozent arbeite, gelten auch 10 Prozent von der Besoldung. Jetzt rechnet der Dienstherr voll an. Bei den Bezügen. Wer 5 Jahre Teilzeit gearbeitet hat, hat auch die Wartezeit erfüllt und somit Anspruch auf die Mindestversorgung. Ach ja… Der Anspruch auf die Mindestversorgung besteht auch bei Teilzeit. Es sei denn ich erreiche die Regelaltersgrenze, aber habe nur wegen der Teilzeitarbeit nicht die Mindestversorgung überschritten. Das wäre der Fall, wenn ich 39 Jahre lang nur 50% arbeite, weil es mir so besser gefällt. Angenommen, ich würde 30 Jahre 50% arbeiten und wäre 5 Jahre in Elternzeit gewesen, hätte ich Anspruch auf ein Mindestruhegehalt. Denn ich überschreite die Mindestversorgung nicht ausschließlich wegen der Teilzeit nicht. Die Elternzeit ist auch schuld daran.

Nur am Rande: Mit einem Sabbatical verhält es sich folglich genauso. Denn ich habe vor dem Sabbatical und während des Sabbaticals eine eingeschränkte Besoldung. Somit erfülle ich die Voraussetzung der Wartezeit. Nur die Elternzeit hemmt die Erfüllung der Wartezeit, weil ich in dieser Zeit kein Geld beziehe.

Im Detail ließe sich noch vieles schreiben zu diesem Thema, aber dann liest das ja keiner mehr. Deshalb lass ich es hier mal gut sein. Wer mehr wissen will, darf kommentieren! Oder mich kontaktieren.

Lass dich kostenfrei vom Experten beraten!

Mehr zu diesem Thema gibt es hier:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung

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Worauf müssen Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten? https://bsc-gmbh.com/blog/worauf-muessen-soldaten-bei-der-berufsunfaehigkeitsversicherung-achten/ Wed, 15 May 2019 10:29:16 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=28774 Es gibt so Zielgruppen, da lässt man besser die Finger davon. Vor allem, wenn man sich nicht auskennt. Soldaten sind so eine Zielgruppe. Zum einen, weil Soldaten keine normalen Angestellten und keine normalen Beamten sind. Und zum anderen, weil sie bewaffnet sind. Fehler wären also nicht ratsam. Trotzdem (oder deswegen) will ich mal zusammentragen, worauf [...]

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Es gibt so Zielgruppen, da lässt man besser die Finger davon. Vor allem, wenn man sich nicht auskennt. Soldaten sind so eine Zielgruppe. Zum einen, weil Soldaten keine normalen Angestellten und keine normalen Beamten sind. Und zum anderen, weil sie bewaffnet sind. Fehler wären also nicht ratsam. Trotzdem (oder deswegen) will ich mal zusammentragen, worauf Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten müssen.

Lass es dir persönlich erklären!

Worauf müssen Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Grundsätzlich gilt: Soldaten sind auch nur Menschen. Jeder Soldat muss sich also fragen, welche Ausgaben er hat. Und in welcher Höhe und wie lange. Sofern der Soldat die Ausgaben mit seinem Sold bezahlt, muss er sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Diese leistet dann, wenn er seinen Dienst nur noch zur Hälfte erfüllen kann.

Aber viele Versicherer würden bei Soldaten auch nach der Dienstunfähigkeits-Klausel leisten. Das ist ok, da zumindest Berufssoldaten analog zu Beamten in den Ruhestand versetzt werden. Ich will aber erklären, worauf Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten müssen. Also fangen wir mal mit den Ansprüchen an.

Welche Ansprüche hat der Soldat auf Zeit?

Der Soldat auf Zeit erhält nach eine Wehrdienstzeit von mindestens 4 Jahren bei Dienstunfähigkeit sogenannte Übergangsgebührnisse. Geregelt ist das in §11 des Soldatenversorgungsgesetzes. Die Höhe beträgt 75% der letzten Bezüge. Grob gesprochen. Wenn ich eine Vollzeitausbildung mache, können die Gebührnisse um 25% erhöht werden. Einkünfte aus der Bildungsmaßnahme sind zu verrechnen. Ich kann also nicht mehr als vorher verdienen. Das ist soweit ja auch ok.

Wenn ich 4-5 Jahre gedient habe, hab ich diesen Anspruch für 12 Monate. 5-6 Jahre dann 18 Monate, 6-7 24 Monate usw. Ab 12 Jahre habe ich Anspruch für 60 Monate. Interessant ist, dass ich die Zahlungen aussetzen oder aufschieben kann, wenn dadurch Nachteile für die Eingliederung auszuschließen sind. Bei Tod sind die verbleibenden Ansprüche an Ehegatten oder Erben zu zahlen.

Eine Ausnahme bildet der Soldat auf Zeit, der auf 20 Jahre verpflichtet ist. Er kann nach Ablauf der Übergangsgebührnisse einen Unterhaltsbeitrag beantragen in Höhe von 75% der Mindestversorgung von Beamten nach §26, 7 (2) SVG. Das sind etwa 1.300 Euro im Moment. Und es besteht kein Anspruch. Es handelt sich bei §13e SVG um eine Kann-Klausel.

Um das zu vermeiden, gibt es den SaZ 19+. Der ist zwar länger als 20 Jahre im Dienst, aber war nie auf 20 Jahre verpflichtet. Er hat keinen Anspruch auf Pension.

Was passiert nach der Entlassung mit dem Soldaten auf Zeit?

Im ersten bzw. in den ersten 5 Jahren dürfte es dem Soldaten auf Zeit nicht all zu schlecht gehen. Also, finanziell gesehen. Danach sieht es schon anders aus. Der entlassene Soldat auf Zeit ist nicht mehr das Problem des Dienstherren. Er sorgt nicht mehr für ihn. Der SaZ muss sich rückwirkend gesetzlich versichern. Hat er weniger als ein Jahr gedient, sieht es übel aus. Dann bestünden auch aus der gesetzlichen Rentenversicherung keinerlei Ansprüche. Hat er 1-5 Jahre gedient, bekommt er eine Erwerbsminderungs-Rente, wenn er keine 3 Stunden am Tag mehr dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kann. Also, er muss in keinem Beruf mehr arbeiten können.

Nach 5 Jahren Dienst hätte er auch rückwirkend 5 Jahre in die gesetzliche Versicherung einbezahlt. Dann hat der SaZ Anspruch auch Anspruch auf die halbe Erwerbsminderungs-Rente. Die bekomme ich, wenn ich keine 3-6 Stunden am Tag mehr arbeiten kann. Ich bekomme auch nur die Hälfte. Ungefähr 17% von dem, was ich vorher verdient habe. Sollte ich aber ein Jahr lang keine Arbeit finden, die ich machen könnte, bekomme ich die volle EMI-Rente.

Der Soldat auf Zeit hat Zeit

Soldaten auf Zeit müssen also unbedingt mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen.  Gerne auch mit DU-Klausel. Muss aber nicht zwingend sein, wenn dein Vermittler Erfahrung im Leistungsfall hat. Oder einen Experten kennt.

Wichtiger ist, dass ich mir Beitrag spare, weil ich ja die ersten Jahre gut versorgt bin. Wenn ich in der Berufsunfähigkeitsversicherung also vereinbare, dass sie erst nach 12 Monaten zahlen müssen, muss ich auch weniger Beitrag zahlen. Logisch, oder? Das ganze nennt sich Karenzzeit.

Dabei muss ich aber auch beachten, dass ich nach meiner Soldatenlaufbahn diese Ansprüche nicht mehr habe. Und das wird ja höchstwahrscheinlich irgendwann mal der Fall sein. Also muss ich mit dem Versicherer vorher klären, ob ich die Karenzzeit dann entfallen lassen kann. Oder ich hab bis dahin genügend Geld auf der Seite, dass die Karenzzeit auch ok wäre.

Welche Ansprüche hat der Berufssoldat?

Bei der Frage, worauf Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten haben, ist noch der Berufssoldat zu klären. Das ist ganz einfach, wenn du weißt, welche Ansprüche ein Beamter hat. Ist hier nämlich genauso. Du nimmst die Dienstbezüge mal ruhegehaltsfähige Dienstzeiten mal 1,79375% und schon hast du deine Versorgung. Du darfst nicht mehr als 71,75% bekommen. Außer bei einem Dienstunfall. Da gibt es 75%. Und bei einem qualifizierten Dienstunfall sogar 80% der letzten Stufe der übernächsten Besoldungsgruppe. Dazu musst du aber im Dienst unter Einsatz deines Lebens verletzt werden und eine Erwerbsunfähigkeit (Ja, EU, nicht Erwerbsminderung) von mindestens 50% muss vorliegen. Das kann aber einem Soldaten durchaus mal passieren.

Die Mindestversorgung liegt bei ca. 1.800 Euro. Wer genau rechnen will: 65% der Endstufe von A4 plus 30,68 Euro 🙂

Wer aber wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wird, noch keine 66,97% an Anspruch hat und bereits die Wartezeit einer gesetzlichen Rente von 60 Monaten erfüllt hat, erhält eine Erhöhung auf max. 66,97%. Und zwar so lange, bis er durchschnittlich 525 Euro verdient oder die Regelaltersgrenze erreicht. Die liegt gewöhnlich bei 53 Jahren für Berufssoldaten.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch hier sinnvoll, wenn meine regelmäßigen Ausgaben höher als 1.800 Euro sind.

Ach ja… Ein Soldat hat Anspruch auf Freie Heilfürsorge. Wenn er in den Ruhestand geht hat er Anspruch auf Beihilfe. Seine Familie hat schon immer Anspruch auf Beihilfe.

Was ist mit dem Bundeswehrrahmen-Vertrag?

Der Bundeswehrrahmen-Vertrag ist eine gute Ergänzung. Nicht mehr, nicht weniger. Ein „Problem“ ist nämlich die Absicherung von Auslandseinsätzen. Hier sind gewöhnlich nur friedenssichernde Einsätze abgesichert. Der Rahmenvertrag geht darüber ein wenig hinaus. Da ich aber, wenn ich im Einsatz einen Unfall habe und dann DU bin, einen qualifizierten Dienstunfall hatte und über den Dienstherrn ganz hervorragend abgesichert bin, ist der Rahmenvertrag halt nicht unbedingt überlebensnotwendig.

Worauf müssen also Soldaten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Gerade bei Soldaten auf Zeit ist die DBV derzeit die erste Wahl! Das liegt an einer Verlängerungsoption bei Berufswechsel. Denn für gewöhnlich ist der Soldat nicht länger als bis 50-60 versicherbar. Das ist auch in Ordnung, weil Soldaten halt normalerweise nur bis zwischen 53 und maximal 62 im Dienst sind. Der Soldat auf Zeit macht aber früher oder später mal eine Ausbildung für einen zivilen Beruf. Dort arbeitet er dann, wie jeder andere auch, bis 67. Deshalb ist es so sinnvoll, dass die DBV hier die Möglichkeit bietet, ohne neue Gesundheitsprüfung in den neuen Beruf zu gehen und die Laufzeit entsprechend anzupassen.

Neben der DBV scheint nur noch die Signal überhaupt Interesse zu haben, Soldaten zu versichern.

Wichtig ist aber der Zeitpunkt! Wenn der Soldat schon nach § 63 SVG eingestuft ist, ist er meist nur noch über den Rahmenvertrag versicherbar.

Aber wie immer sollte die Auswahl sich am Bedarf und Bedürfnis des Kunden orientieren. Als erstes gilt es Ausschlüsse und Zuschläge zu vermeiden und erst dann die besten Bedingungen zu finden. Wichtig ist auch, dass Soldaten immer an die Anwartschaft für die Krankenversicherung denken. Denn der Anspruch auf freie Heilfürsorge entfällt mit Entlassung bzw. Versetzung in den Ruhestand. Und dann muss ich mich eben irgendwie krankenversichern.

Unterm Strich muss der Soldat wie jeder andere auch für sich prüfen, welche Ausgaben er wie lange zu decken hat. Und der kompetente Vermittler muss ihn dabei unterstützen.

Vereinbare jetzt einen kostenlosen Termin!

Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

Und hier gibt es alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

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Die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-condor-stand-01-19/ Tue, 07 May 2019 06:57:58 +0000 https://bsc-gmbh.com/?p=28213 Die Condor Lebensversicherungs-AG hatte schon immer gut lesbare und insgesamt kundenfreundliche Bedingungen. Das hat sich auch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) nicht geändert. Was besonders gefällt ist, dass der Bedingungstext fast komplett ohne Verweise auf andere Textstellen auskommt. Das macht das Lesen deutlich angenehmer, weil ich nicht immer von einer Stelle zur anderen [...]

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Die Condor Lebensversicherungs-AG hatte schon immer gut lesbare und insgesamt kundenfreundliche Bedingungen. Das hat sich auch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) nicht geändert. Was besonders gefällt ist, dass der Bedingungstext fast komplett ohne Verweise auf andere Textstellen auskommt. Das macht das Lesen deutlich angenehmer, weil ich nicht immer von einer Stelle zur anderen springen muss.

Ebenfalls sehr angenehm ist, dass die Condor viele Fragen beantwortet, auf die der durchschnittliche Leser von Bedingungen vielleicht nicht von alleine gekommen wäre. So haben beispielsweise nur wenige BU-Versicherer geregelt, was passiert, wenn der Kunde während der Vertragslaufzeit wieder gesund wird. Ist die BU-Rente in der Höhe vor Eintritt des Versicherungsfalls oder die Höhe inkl. aller Erhöhungen während der Leistungsdauer versichert?

Was kann die Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19)

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19) weiß der Leser, dass er die erfolgten Erhöhungen auf Antrag mitversichern kann und dass diese auch beitragsfrei mitversichert wären, wenn die Berufsunfähigkeit erneut aufgrund derselben Ursachen eintritt. Im nächsten Bedingungsstand kann die Condor dann informieren, was passiert, wenn ich für die erhöhte Rente bezahle und dann aber doch die BU aufgrund derselben Ursache eintritt. Wahrscheinlich zahlt die Condor den Mehrbeitrag verzinst zurück. Analog zu den zu viel gezahlten Beiträgen während einer Leistungsfallprüfung.

Auf Wunsch gestundete Beiträge müssen im Übrigen innerhalb von 12 Monaten zurückgezahlt werden oder sind durch eine Reduktion der Leistung auszugleichen. Beides sind probate Mittel. Die Condor informiert auf Wunsch auch über gegebenenfalls weitere Möglichkeiten des Beitragsausgleichs. Es sind im Einzelfall also auch eventuelle Rückzahlmodalitäten über einen längeren Zeitraum möglich.

Schüler und Hausmänner gelten in der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01/19) als Beruf. Auch bei Studenten prüft der Versicherer die Studierfähigkeit in dem gewählten Studienfach im Leistungsfall. Bei Auszubildenden wird hingegen auf den angestrebten Beruf abgestellt. Das lässt sich nicht so ohne Weiteres allgemeingültig bewerten. Bei handwerklichen Berufen ist davon auszugehen, dass eine Prüfung des Zielberufs eher zum Erfolg führen dürfte, als die Prüfung eines Auszubildenden. Denn der ausgelernte Angestellte sitzt nicht so viel in der Schulbank und kann deswegen wahrscheinlich den BU-Grad von 50% schneller erfüllen.

Man könnte kritisieren, dass der Zielberuf nur schwierig konkret zu beschreiben sein wird. Aber die Condor hält sich hier schlicht und einfach an geltende Rechtsprechung. In dem Urteil des BGH vom 24.02.2010 heißt es, dass die Anforderungen, die an einen angestrebten Beruf zu stellen sind, schon für den Azubi gelten. In dem Urteil geht es zwar um die Nachprüfung, aber es ließe sich mit einigem Recht auch auf die Erstprüfung übertragen.

Verbesserte Dienstunfähigkeitsklausel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19)

Eine eindeutige Verbesserung ist allerdings die neue Beamten-Klausel der Berufsunfähigkeitsversicherung der Condor (Stand 01.19). Bisher griff die Klausel nur bei der Versetzung in den Ruhestand, was nur bei Beamten auf Lebenszeit grundsätzlich und bei Beamten auf Probe in absoluten Ausnahmefällen möglich ist. Jetzt leistet der Hamburger Versicherer auch bei Beamten auf Widerruf und Beamten auf Probe. Die Klausel ist eine sogenannte echte Dienstunfähigkeits-Klausel, da die Versetzungsverfügung oder Entlassungsurkunde als Nachweis ausreicht. Die Versetzung muss aus gesundheitlichen Gründen erfolgen, was aber auch logisch ist. Sonst wäre es keine Dienstunfähigkeit, sondern ein Vorruhestand.

Bemerkenswert ist, dass es keinerlei zeitliche Einschränkung für die Beamten auf Widerruf oder Probe gibt. Bei einer Entlassung würde die Condor also unbefristet anerkennen und ganz normal in das Nachprüfungsverfahren gehen.

Vertrieblich ist der Tarif damit nicht nur für Beamtenanwärter interessant, sondern auch für Lehramtsstudenten oder alle, die in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, aber eine Verbeamtung in der Laufbahn durchaus möglich ist.

In diesen unseren Zeiten kann es aber auch umgekehrt passieren. Manch ehemaliger Lehrer ist heute Versicherungsmakler.

AU-Klausel immer mitversichert

Dann ist es zumindest nicht schlecht, wenn der Tarif auch über eine sogenannte Arbeitsunfähigkeits-Klausel verfügt. Die Condor leistet für insgesamt 36 Monate, verlangt aber eine zeitgleiche Beantragung der BU-Rente. Das ist selbstverständlich ratsam, aber als Obliegenheit hat der Versicherer eben auch die Möglichkeit bei Nichterfüllung die Leistung zu verweigern.

Gerade bei psychischen Erkrankungen können sich Begutachtungen auch mal über Jahre ziehen. Da wäre es schon gut, die Gewissheit zu haben, auf Vorlage der gelben Scheine schon mal die Leistung zu erhalten.

Aber diese Problematik scheint sich zu einer Philosophiefrage unter den Versicherern zu entwickeln.

Ebenfalls sehr positiv ist, dass die Condor als einer von wenigen auch weiterhin auf die Meldung bei gesundheitlicher Verbesserung im Leistungsfall verzichtet.

Unterm Strich verbessert sich der Tarif vor allem für Beamte und alle, die noch nicht genau wissen, in welchem Angestelltenverhältnis sie den Rest ihres Lebens verbringen möchten. Was wiederum eine recht große Zielgruppe sein dürfte.

Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂

Und hier gibt es alles zur Dienstunfähigkeits-Versicherung:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

 

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Was ist bei der DU-Klausel wichtig? https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-bei-der-du-klausel-wichtig/ https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-bei-der-du-klausel-wichtig/#comments Thu, 31 Jan 2019 13:35:28 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4714 Jeder Beamte steht mal vor der Frage: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Versicherer kannst du da nicht fragen, weil eben immer nur das wichtig ist, was der eigene Tarif am besten kann. Ist auch logisch. So funktioniert halt Vertrieb. Ein Marktvergleich aller Anbieter ist hier. Ich will mal versuchen, die Frage zu klären. Dabei [...]

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Jeder Beamte steht mal vor der Frage: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Versicherer kannst du da nicht fragen, weil eben immer nur das wichtig ist, was der eigene Tarif am besten kann. Ist auch logisch. So funktioniert halt Vertrieb. Ein Marktvergleich aller Anbieter ist hier.

Ich will mal versuchen, die Frage zu klären. Dabei sind zwei Dinge zu beachten:

1. Ich belege meine Meinung gerne mit Gesetzestextes. Aber das geht nicht immer. In diesen Fällen handelt es sich einfach um meine Meinung. Jeder darf eine andere haben. Und ich bin auch immer offen für Neues.

2. Ich gehe davon aus, dass Beamte total normale Menschen sind. Mit genau dem gleichen Bedarf. So im Schnitt.

Was ist bei der DU-Klausel wichtig?

Wichtig ist an sich nur, dass die DU-Klausel echt ist. Das bedeutet, der Versicherer kann nicht selbst prüfen, ob eine Dienstunfähigkeit vorliegt. Die Versetzung in den Ruhestand wegen DU stellt für den Versicherer eine unwiderlegliche Vermutung dar. Ausführlich hab ich das Thema schon mal hier behandelt. Aber ganz kurz: Wenn in der Klausel steht, dass für eine Leistung DU vorliegen muss UND ich deswegen in den Ruhestand versetzt werden muss, dann ich die Klausel NICHT echt. Der Versicherer kann überprüfen, ob die DU vorliegt. Und das nach § 26 Beamtenstatusgesetz. Der Paragraf bietet einiges an Verweisbarkeit. Der Dienstherr könnte von dem Beamten eine Qualifizierungsmaßnahme verlangen, um ihn dann verweisen zu können.

Und auch wichtig ist, dass die Klausel auch bei einer Entlassung greift. Beamte auf Widerruf können nicht in den Ruhestand versetzt werden. Und Beamte auf Probe nur in Ausnahmefällen. Es gibt also kein Ruhegehalt. Da wäre es schon schön, wenn ich einfach und schnell Leistung aus meiner DU-Klausel erhalte.

Dienstunfähigkeit aus medizinischen Gründen?

Manchmal höre ich, dass es einen Unterschied macht, ob der Versicherer in den Bedingungen medizinische Gründe oder ein amtsärztliches Zeugnis für die Versetzung in den Ruhestand verlangt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Denn das amtsärztliche Zeugnis kann ja dem Beweis der medizinischen Gründe dienen.

Andersrum kann es aber dann für den Beamten dünn werden, wenn er sich der Untersuchung oder Beobachtung des Amtsarztes entzieht. Nach Artikel 65 (2) Satz 2 kann das auch zur Versetzung in den Ruhestand führen. Hört sich verrückt an, steht aber so geschrieben.

Ich möchte es allerdings nicht ausschließen, dass der eine oder andere Versicherer, der die medizinischen Gründe verlangt hat, in der Nachprüfung das weitere Vorliegen der medizinischen Gründe verlangt. Das wäre allerdings einigermaßen unsinnig, da es ja keinen DU-Grad gibt, der die Leistung auslöst, sondern die Ruhestandsversetzung der Auslöser war. Die medizinischen Gründe müssen nur dazu geführt haben, nicht fortbestehen. Ich kenne keinen Fall, wo das ein Versicherer versucht hat und will auch keinen dazu anregen.

Was ist bei der DU-Klausel wichtig: Spezielle Dienstunfähigkeit

Auch Polizisten fragen sich: Was ist bei der DU-Klausel wichtig? Wie aus der Pistole geschossen (Haha!) kommt da meist die spezielle Dienstunfähigkeit. Das bin ich als Polizist oder Feuerwehrmann, wenn ich den besonderen Anforderungen meines Dienstes nicht mehr genüge. Die Versicherer würden über diese SDU-Klausel für ein paar Jahre die Leistung zahlen.

Ich persönlich sehe den Bedarf nicht. Wenn ich nicht mehr den besonderen Anforderungen genüge, werde ich entweder in den Ruhestand versetzt. Dann bekomme ich die Leistung über die DU-Klausel. Alles ist gut.

Wenn ich nicht in den Ruhestand versetzt werde, werde ich ins Büro versetzt. Ich bekomme weiterhin das gleiche Grundgehalt wie vorher. Keine Zulagen wegen Schichtdienst. Das wären knapp 2,50 Euro für Nachtdienst und etwa 5 Euro für Sonn- und Feiertage pro Stunde. OK, das kann schon ein bisschen was werden. Aber ich muss halt nicht mehr nachts oder sonntags arbeiten. Das ist doch auch schön.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt auch für Beamte. Meistens.

Sollte die Einbuße mehr als 20% sein, würde meine Berufsunfähigkeitsversicherung einspringen. Jede DU-Klausel gilt ergänzend zu den normalen BU-Bedingungen. Außer bei der Signal. Da ersetzt die DU-Klausel die BU-Klausel.

Wer wegen spezieller Dienstunfähigkeit nicht mehr arbeiten kann, ist in der Regel berufsunfähig. Denn BU bin ich auch schon dann, wenn ich kein sinnvolles Arbeitsergebnis mehr erzielen kann. Und ein Feuerwehrbeamter, der zwar immer auf den Brand warten kann, aber wenn es passiert, nicht ins Haus rennen kann, kann kein sinnvolles Arbeitsergebnis erzielen.

Deswegen würde ich für die spezielle DU-Klausel kein Geld ausgeben. Als Vermittler würde ich sie erklären und anbieten. Allein schon, damit kein Mitbewerber später behauptet, die Klausel sei so wichtig 🙂

Was ist bei der DU-Klausel wichtig: Die Teil-Dienstunfähigkeit

Die Teil-DU gibt es eigentlich nicht. Es gibt begrenzte Dienstfähigkeit. Wenn ein Beamter nur noch 50% oder mehr arbeiten kann, kann er begrenzte Dienstfähigkeit beantragen. Dann wird seine Arbeitszeit gekürzt. Und im gleichen Umfang seine Besoldung.  So weit, so in Ordnung. Beamte bekommen aber noch zusätzlich einen Ausgleich vom Dienstherren. In Bayern sind das 50% des Unterschiedes von vorher und nachher. Vorher 4000 Euro, nachher 2000 Euro, dann gibt der Dienstherr 1000 Euro oben drauf.

In Hessen sind es 10% von dem, was ich vorher verdient hab. Mindestens 300 Euro. Wenn ich noch über 80% dienstfähig bin, werden aber pro 1% 5% vom Zuschlag wieder abgezogen.

In Niedersachsen sind es nur 5%, aber mindestens 250 Euro.

Da sag ich mal, grundsätzlich ist es voll lieb, dass der Dienstherr was dazu zahlt. Mit dem Geld könnte man wahrscheinlich klar kommen.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Beamter im schlimmsten Fall immer noch 500 Euro mehr bekommt, als ein Angestellter im Durchschnitt bei Erwerbsminderung. Denn Beamte erhalten 1400 Euro Mindestversorgung. Weniger gibt es niemals.

Also, auch für die Teil-DU würde ich kein Geld ausgeben. Ich würde es erklären und dann den Beamten entscheiden lassen.

Also: Was ist bei der DU-Klausel wichtig?

Die Antwort auf die Frage "Was ist bei der DU-Klausel wichtig?" lautet also, eigentlich nicht viel. Die DU-Klausel ist so oder so nur ein erleichterter Zugang zur Leistung. In 99,9% aller Fälle bin ich berufsunfähig, wenn ich dienstunfähig bin. Der Nachweis ist halt einfacher über die Ruhestandsversetzung als über die BU-Leistungsprüfung. Deshalb sollte die Klausel echt sein und auch für Beamte auf Widerruf und Probe gelten. Denn da ist der Bedarf noch am höchsten.

Zusätzlicher Schutz, wie die spezielle oder die Teil-DU sind in meinen Augen kein wirklicher Mehrwert. Die spezielle DU ist maximal ein erleichterter Zugang zur Leistung. Die Teil-DU geht über den Bedarf hinaus. Ich verstehe nicht, wieso ein Beamter, der aus gesundheitlichen Gründen einen höheren Versorgungsbedarf haben soll, als ein Angestellter, der Teilzeit arbeitet und nur dann zusätzlich was bekäme, wenn er in keinem Beruf am allgemeinen Arbeitsmarkt zwischen 3-6 Stunden arbeiten könnte.

Aber ich muss die Möglichkeiten dem Kunden aufzeigen und sauber dokumentieren, dass diese nicht gewünscht waren. Auch klar. Ich sehe mich jedoch nicht in der Pflicht, standardisiert meinen Kunden unnützen Schutz zu verkaufen, um im Zweifel nicht haften zu müssen. Da bin ich eher für Aufklärung und der Kunde darf dann entscheiden.

Wer noch mehr über die Dienstunfähigkeits-Versicherung wissen will, findet hier alles:

https://bsc-gmbh.com/dienstunfaehigkeits-versicherung/

 

 

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-universa-stand-08-18/ Mon, 29 Oct 2018 08:07:28 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4618 Ich hab mir mal die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) angesehen und als erstes muss ich mich wieder über die Namen lustig machen. Nicht böse gemeint. Ich kann das ja auch irgendwie verstehen. Marketing ist ungeheuer wichtig, wenn ich etwas verkaufen will, das weder zu sehen noch zu spüren ist. Deswegen müssen sich die [...]

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Ich hab mir mal die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) angesehen und als erstes muss ich mich wieder über die Namen lustig machen. Nicht böse gemeint. Ich kann das ja auch irgendwie verstehen. Marketing ist ungeheuer wichtig, wenn ich etwas verkaufen will, das weder zu sehen noch zu spüren ist. Deswegen müssen sich die Versicherer bei ihren Produkten auch richtig ins Zeug legen. Mittlerweile sind wir bei den Produktbezeichnungen aber auf einem Level angelangt, der den Kunden verwirren muss.

Anfangs hießen die Basis-Tarife, die quasi nur den GDV-Standard bieten, auch einfach Basis. Dann kamen die ersten Bezeichnungen wie smart oder komfort. Jetzt kommt die uniVersa mit einer Berufsunfähigkeits-Versicherung, die in den Tarifvarianten Exklusiv und Premium abzuschließen ist.

Da muss ich erstmal überlegen, was besser ist…

Um es kurz zu machen: Premium enthält eine Arbeitsunfähigkeits-Klausel, die bereits bei einer Krankschreibung leisten würde und zahlt eine sogenannte Wiedereingliederungshilfe. In der Exklusiv-Variante ist das exkludiert <– Wortwitz!

Aber es ist nicht unbedingt fair, der uniVersa dieses Verhalten vorzuwerfen, da es am Markt üblich zu werden scheint. Denn ansonsten ist erscheint der Versicherer aus Nürnberg in seinem Produktinformationsblatt und den AVB ehrlich. Und, soviel kann ich vorweg nehmen, keine der Varianten ist schlecht. Sie könnten Solide und Gut heißen.

Was kann die Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18)

Interessant ist das Produktinformationsblatt, das sehr übersichtlich gestaltet ist. Hier weißt der Versicherer ausdrücklich darauf hin, dass altersentsprechender Kräfteverfall nicht versichert ist. Der Hinweis ist an sich überflüssig, aber eben doch interessant, da es um den altersentsprechenden Kräfteverfall unter den BU-Experten immer wieder Meinungsverschiedenheiten gibt.

Die uniVersa folgt anscheinend der Meinung, dass altersentsprechender Kräfteverfall eine BU auslösen könnte und möchte deutlich machen, dass nur bei mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall geleistet wird.

Die AVB der Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) sind insgesamt übersichtlich, aber es finden sich recht viele Querverweise, die das Lesen mit der Zeit etwas anstrengend machen.

Leistung ab dem ersten Tag

Der Leistungsauslöser ist sauber definiert und auch die Zumutbarkeit in der konkreten Verweisung ist kundenfreundlich gestaltet. Die Zumutbarkeit bei der Umorganisation könnte sich daran orientieren, verzichtet aber auf die maximale Grenze von 20% Einkommenseinbuße. Die uniVersa prüft auch bei endgültigem Ausscheiden aus dem Berufsleben den zuletzt ausgeübten Beruf, was dem gehobenen Marktstandard entspricht.

Sehr gut ist, dass die uniVersa als einer der wenigen Versicherer bereits ab dem ersten Tag der BU leistet. Normalerweise beginnt die Leistung mit dem Ersten des Folgemonats.

Ich geh mal davon aus, dass die Leistung genauso taggenau auch wieder eingestellt wird, weshalb hier der Vorteil dann wieder genommen sein könnte. Aber es käme halt drauf an…

Definition für Schüler und Studenten

Die Definitionen für Schüler und Studenten in der Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) gefallen auch. Studenten werden in der zweiten Hälfte des Studiums in der konkreten Verweisung auf den für gewöhnlich erreichten Beruf abgestellt. Das ist ein großer Vorteil, weil ein Akademiker sicherlich besser verdient als ein Student. Und die konkrete Verweisung ist nur möglich, wenn der neu ausgeübte Beruf hinsichtlich des Verdienstes und der Lebensstellung vergleichbar ist.

Die Definition für Studenten in der ersten Hälfte des Studiums liest sich hingegen nicht so toll, aber es ist der uniVersa positiv anzurechnen, dass sie es ausdrücklich ausformuliert. Die meisten anderen Versicherer belassen es dabei, die positive Abweichung darzustellen.

Leistung bei Krankschreibung

Die Premium-Variante leistet bei Krankschreibung nach 4 Monaten, wenn eine Krankschreibung für weitere 2 Monate vorliegt. Die maximale Leistungsdauer liegt bei 24 Monaten. Die Leistung aus der AU-Klausel kann nicht rückwirkend beantragt werden, sondern muss innerhalb der Zeit, in der ich krankgeschrieben bin, erfolgen. Eine Fiktion ist bei der AU-Klausel explizit ausgeschlossen. Ich benötige also immer eine laufende Krankschreibung. War ich tatsächlich 6 Monate AU, löst das nur die Leistung aus, wenn ich eine weitere Krankschreibung habe, die noch läuft.

Es ist auch denkbar, dass der Versicherer mit dem Ausschluss der Fiktion gemäß der BU-Bedingungen nur klarstellen will, dass wir bei der AU-Klausel schon nach 4 Monaten die Fiktion erfüllt haben.

In beiden Fällen müssen wir aber die Leistung während der Krankschreibung beantragen, was bei psychischen Erkrankungen schon mal ein Problem sein kann.

Die Klausel gehört zur dritten Generation, da sie auf eine gleichzeitige Beantragung Berufsunfähigkeit verzichtet. Auf diesem Niveau sind weniger als 15 Klauseln am Markt einzuordnen.

Optionale DU-Klausel

Die uniVersa bietet auch eine Leistung bei Dienstunfähigkeit an. Im Marktvergleich kommt diese aber nicht in die Top 5, weil es eine unechte DU-Klausel ist. Die Entlassung oder Versetzung in den Ruhestand alleine reicht nicht aus, um die Leistung zu beantragen. Es muss auch noch unabhängig davon Dienstunfähigkeit nachgewiesen werden. Die Grundlage dazu bildet der § 26 Beamtenstatusgesetz. Den Nachweis führt der Kunde, entscheiden darf der Versicherer.

Unterm Strich

Unterm Strich ist die neue Berufsunfähigkeitsversicherung der uniVersa (Stand 08.18) eine solide bis gute BUV. Bei einer guten Annahme meines Kunden ist sie auch mal eine Alternative. Auch wenn sie mit dem Premium-Tarif eher in der Top Twenty als in der Top Ten anzusiedeln ist.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka Stand 01.01.2018 https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-debeka-stand-01-01-2018/ https://bsc-gmbh.com/blog/berufsunfaehigkeitsversicherung-der-debeka-stand-01-01-2018/#comments Tue, 23 Oct 2018 05:08:37 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4577 Vorweg möchte ich sagen, dass es für mich immer schwierig ist, Tarife der Ausschließlichkeit zu bewerten. Ich versuche grundsätzlich immer neutral zu sein und bin auch eher wohlwollend als mir Parteilichkeit unterstellen zu lassen. Dem nachfolgenden Text scheint diese Neutralität abhanden gekommen zu sein. Aber ich schwöre, ich hätte was Positives über die Berufsunfähigkeitsversicherung der [...]

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Vorweg möchte ich sagen, dass es für mich immer schwierig ist, Tarife der Ausschließlichkeit zu bewerten. Ich versuche grundsätzlich immer neutral zu sein und bin auch eher wohlwollend als mir Parteilichkeit unterstellen zu lassen. Dem nachfolgenden Text scheint diese Neutralität abhanden gekommen zu sein. Aber ich schwöre, ich hätte was Positives über die Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka geschrieben, hätte ich etwas Positives gefunden.

Lass es dir persönlich erklären!

Ich weiß nicht, ob das so ein Ding der Ausschließlichkeit ist, aber es fällt schon auf, dass die Bedingungen der DEVK, die der Aachen Münchener und jetzt auch die AVB der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka sich als PDF nicht markieren lassen. Das nervt ein bisschen, weil ich dann einen Baum abholzen muss, um die auszudrucken. Und so genervt sitz ich dann mit Marker und Papier da, als wäre es 1994 oder so.

Besonderheiten der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka

Aber gut. Ich beruhige mich mal. Das erste, was an der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka auffällt ist eine 25/75-Regelung. Und zwar als Standard. Das bedeutet positiv formuliert: Ich erhalte schon ab 25% einen Teil der Leistung! Hurra!

Negativ formuliert bedeutet das: Ich muss 75% erreichen, um 100% der Leistung zu erhalten. Buh!

Es gibt einige Statistiken zu diesem Thema, die die Vor- und Nachteile zu beleuchten versuchen. Manche besagen, dass 75% aller BU-Fälle auch tatsächlich zu 75% BU sind. Wenn ich das kritisch betrachte, frage ich mich, welcher Gutachter da draußen ernsthaft mehr prüft als ob ein Versicherter zu weniger oder mehr als 50% BU ist. Denn für gewöhnlich gibt es eben in dem einen Fall 100% der Leistung und im anderen 0%. Weitere Differenzierung wäre überflüssig.

Weil ich die Quellen dazu aber sowieso nicht prüfen kann, versuch ich mal, das Ganze logisch zu bewerten.

Ich persönlich denke, es ist schwierig genug, dem Versicherer zu beweisen, ob 50% oder nicht vorliegen. Wenn es nun aber für den Versicherer wirtschaftlich relevant ist, ob 60% oder 65% vorliegen, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Leistungsprüfung um ein Vielfaches nerviger ist. Da dürfte es das eine oder ander Gutachten zusätzlich geben.

Ich würde da immer einfach Stephan Kaiser einschalten…

Zum Glück gibt es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka auch die Variante 50, die dann eben so leistet, wie wir es von allen anderen Anbietern auch kennen. Ihr hättet also die 10 Zeilen vorher überhaupt nicht lesen müssen. Zu spät.

Der Leistungsauslöser der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka

An der Definition der Berufsunfähigkeit an sich gibt es eigentlich nie was zu meckern. Hier aber dann schon. Zumindest im Tarif  BLV19 Stand 01.01.2018.

In der vorliegenden Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka liegt der Prognosezeitraum bei 3 Jahren. Marktüblich sind 6 Monate. Die Fiktion liegt wiederum bei 6 Monaten, was ok ist. Für gewöhnlich geht es im Leistungsfall nämlich immer um die Fiktion bzw. den fingierten Prognosezeitraum. Denn normalerweise erhalte ich keine Prognose von 6 Monaten. Ich muss warten, bis ich tatsächlich 6 Monate BU bin und dann eine dauerhafte BU fingiert wird.

Der Tarif BLV59 hat einen normalen und einen fingierten Prognosezeitraum von 6 Monaten.

Zumutbarkeit bei Umorganisation und Nachprüfung

Selbständige UND Angestellte mit Weisungs- und Direktionsbefugnis können auf eine zumutbare Umorganisation verwiesen werden. Die Zumutbarkeit ist nicht gut definiert. Und was ein weisungsbefugter Angestellter ist, auch nicht. Das ist ziemlich schlecht. Und das ist in beiden Tarifen schlecht.

Die Nachprüfung ist konsequenterweise ähnlich schlecht wie die Umorganisation definiert. Es wird auf die geltende Rechtsprechung der Oberlandesgerichte verwiesen was die Einkommenseinbußen betrifft. Der Tarif BLV59 setzt aber eine harte Grenze für die zumutbare Einkommenseinbuße von 30%. Der Markt ist hier bei 20%. Ich dürfte also 79% meines alten Gehalts verdienen und würde weiterhin Leistung erhalten, sofern ich in meinem alten Beruf noch BU bin. Bei der Debeka dürfte ich maximal 69% des alten Gehalts verdienen.

Ausscheiden aus dem Berufsleben

Wer für mehr als drei Jahre aus dem Berufsleben ausscheidet, kann im Leistungsfall abstrakt verwiesen werden. Grundsätzlich ist es schon nicht leicht, aus dem Berufsleben auszuscheiden. Dazu müsste ich entweder eine Rente wegen Erwerbsminderung oder Alters beziehen oder eben freiwillig nicht mehr arbeiten. Wer arbeitssuchend ist, ist nicht aus dem Berufsleben ausgeschieden. Wenn das der Versicherte nicht weiß, könnte der Versicherer aber trotzdem einfach mal versuchen. Das gilt wieder für beide Tarife.  Andere Versicherer verzichten auf diese Befristung vollständig.

Was vor allem in Kombination mit der 25/75-Regelung problematisch ist, ist die Meldepflicht bei Minderung des BU-Grades. Mal im Ernst: Woher soll der Kunde wissen, ob er zu 45% oder 40% BU ist? Gilt wieder für beide Tarife.

Beide Tarife leisten nicht bei Krankschreibung. Eine AU-Klausel gibt es also nicht.

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Die Dienstunfähigkeitsklausel

Die Dienstunfähigkeitsklausel muss über den Tarif BLV20 gebucht werden. Hier gibt es für die BU-Leistung nur die Regelung 25/75… Das halte ich für sehr, sehr problematisch, weil die 25%ige BU schon lange vor einer DU vorliegen kann. Ich muss also so oder so mal auf BU prüfen. Gibt es vielleicht noch einen Tarif BLV21 oder sowas?

Ein geschätzter Debeka-Vertreter hat mich wissen lassen, dass die Regelung tatsächlich dazu gedacht ist, um Einkommenseinbußen auch dann abzufangen, wenn der Beamte noch begrenzt dienstfähig ist. Das ist in sich schlüssig und sinnvoll. Im Leistungsfall wird es aber sicher nicht unbedingt leicht. Und die Leistung bei begrenzter DU gäbe es ja auch… Aber vertrieblich durchaus ok.

Die BU-Definition entspricht der des Tarifes BLV19.

Grundsätzlich ist die DU-Klausel nicht schlecht. Sie ist echt und vollständig. Es gibt, wie oben erwähnt, sogar ne Leistung bei begrenzter Dienstfähigkeit.

Aber der Beamte auf Widerruf und Probe muss nach 6 Jahren in die BU-Prüfung. Und da muss ich dann eine 75%ige BU nachweisen, um volle Leistung zu erhalten. Das ist dann schon doof. Da gibt es bessere Lösungen für Beamte.

Zusammenfassung der Berufsunfähigkeitsversicherung der Debeka

Unter Strich ist der Tarif der Debeka ein Feuerwerk der Mittelmäßigkeit. Ich muss mal überlegen, ob es nicht Berufe gäbe, wo eine 25/75-Regelung sinnvoller wäre. Aber grundsätzlich gibt es eigentlich immer eine bessere Alternative am Markt. Doch wer weiß… Wenn die Annahme deutlich besser ist, dann kann ich dem Kunden ja die Nachteile erklären und dann könnte das mal sinnvoll sein… Aber bei gleicher Annahme gibt es in meinen Augen keine Argumente für die Debeka.

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Was ist eine klassische echte Dienstunfähigkeitsklausel? https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-eine-echte-dienstunfaehigkeitsklausel/ https://bsc-gmbh.com/blog/was-ist-eine-echte-dienstunfaehigkeitsklausel/#comments Thu, 11 Oct 2018 05:55:21 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4429 Der hochgeschätzte Kollege Gerd Kemnitz hat mich motiviert, mal ausführlicher über die echte Dienstunfähigkeitsklausel zu schreiben. Denn früher war alles besser. Früher gab es eine echte Dienstunfähigkeitsklausel, heute nicht mehr. Streng genommen. Lass dich kostenfrei vom Experten beraten! Was ist eine alte echte Dienstunfähigkeitsklausel? Ich nenne die echt echte Dienstunfähigkeitsklausel mal klassische echte DU-Klausel, ok? [...]

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Der hochgeschätzte Kollege Gerd Kemnitz hat mich motiviert, mal ausführlicher über die echte Dienstunfähigkeitsklausel zu schreiben. Denn früher war alles besser. Früher gab es eine echte Dienstunfähigkeitsklausel, heute nicht mehr. Streng genommen.

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Was ist eine alte echte Dienstunfähigkeitsklausel?

Ich nenne die echt echte Dienstunfähigkeitsklausel mal klassische echte DU-Klausel, ok? Dann kann ich weiterhin von einer echten DU-Klausel schreiben und muss mir keinen neuen Namen einfallen lassen 😉 Die klassische echte DU-Klausel hat geleistet, wenn der Dienstherr mich wegen DU in den Ruhestand versetzt hat. Das war schon alles. Der Versicherer konnte nicht mal prüfen, warum ich in den Ruhestand versetzt wurde.

Das hatte ein theoretisches Problem, das aber wahrscheinlich nie zum Tragen kam und ein sehr praktisches Problem, dass den einen oder anderen Versicherer an den Rand des Ruins getrieben hat.

Das theoretische Problem kann ich nicht belegen, aber der Weltweise der BUV Stephan Kaiser hat mich darauf gebracht. Das sollte als Quelle ausreichen 😉 Außerdem ist die Schlussfolgerung derart logisch, dass man ihr folgen muss. Also:

Wenn der Leistungsnachweis über die Versetzung in den Ruhestand erbracht wird, dann stellt diese juristisch eine unwiderlegliche Vermutung dar. Der Versicherer kann nix prüfen. Also, kann er auch nicht erfragen, ob eine Erkrankung dafür verantwortlich war. Und deswegen ja auch nicht, welche Krankheit.

Daraus folgt, dass der Versicherer mögliche Leistungsausschlüsse im Leistungsfall nicht prüfen könnte.

Tatsächlich gibt es diese Klausel noch im Bestand bei uns und auch bei Kollegen. Und weil es so schön ist, sind manche davon auch tatsächlich mit einem Leistungsausschluss belegt.

Das muss die Versicherer aber nicht davon abhalten, diese klassische echte DU-Klausel wieder einzuführen, denn ich könnte ja mit Zuschlägen statt Ausschlüssen arbeiten.

Hinzukäme aber noch, dass sich Länderbeamte, z.B. in Bayern mit 64 Jahren, selbst in den Ruhestand versetzen dürfen.

Das Ende der klassischen echten Dienstunfähigkeitsklausel

Das viel greifbarere Problem war für die Branche traumatisch. Mit der Privatisierung der Post in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden tausende von Beamte mit einem Schlag für dienstunfähig erklärt. Der Legende nach wegen Grübelzwangs.

Und die Versicherer hatte einen Kumulschaden, wie es ihn in der Lebensversicherung wahrscheinlich nie zuvor gegeben hat.

Das war das Ende der klassischen echten Dienstunfähigkeitsklausel.

Die neue echte Dienstunfähigkeitsklausel…

Die neue echte Dienstunfähigkeitsklausel verlangt eine Versetzung in den Ruhestand wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls oder allgemein aus medizinischen Gründen. So kann der Versicherer ausschließen, dass die DU aus strukturellen Gründen erklärt wird. Die Versetzung in den Ruhestand ist wieder grundsätzlich eine unwiderlegliche Vermutung. Die gesetzlichen Grundlagen der Ruhestandsversetzung hab ich schon mal hier erklärt. Und begrenzte Dienstunfähigkeit, auch Teil-DU genannt, hier. Einen Marktvergleich aller Anbieter gibt es hier.

In meinen Augen ist das grundsätzlich ok so. Denn ein gesunder Beamter, der wegen einer Privatisierung rausgeworfen wird, muss sich halt was neues suchen. Der Versicherer kann nicht das Arbeitsmarkt-Risiko des Beamten übernehmen.

Die unechte Dienstunfähigkeitsklausel

Die gebrannten Kinder der Postprivatisierung waren besondern vorsichtig und haben die unechte DU-Klausel eingeführt. Die ist nicht leicht zu erkennen. Es hängt alles an einen „und“. Der Versicherer verlangt als Nachweis eine Versetzung in den Ruhestand UND eine Dienstunfähigkeit aus medizinischen gründen. Durch das kleine „und“ ist der Leistungsauslöser zweigeteilt. Die Ruhestandsversetzung ist nicht mehr alleine ausreichend. Ich muss auch noch DU nachweisen. Und das darf der Versicherer prüfen. Das gefährliche daran ist, dass der §26 des Beamtenstatusgesetzes eine breite Palette an Verweisbarkeit aufmacht. Der Dienstherr könnte mich sogar zu einer Weiterbildung zwingen, damit ich die Fertigkeiten erlerne, um verwiesen werden zu können. Das ist nicht schön.

Diese Klausel haben aber die meisten Anbieter am Markt.

Die vollständige Dienstunfähigkeitsklausel

Leichter zu erkennen ist der Unterschied zwischen eine vollständigen und einer unvollständigen DU-Klausel. Eine vollständige leistet bei Entlassung und Versetzung in den Ruhestand. Somit erhalten nicht nur Beamte auf Lebenszeit, sondern auch Beamte auf Probe und Widerruf eine Leistung.

Die vollständige DU-Klausel gibt es als echte und unechte Version. Wer also eine vollständige DU-Klausel entdeckt, muss immer noch prüfen, ob sich nicht irgendwo ein „und“ versteckt 🙂

Die temporäre Dienstunfähigkeitsklausel

Recht neu am Markt ist eine temporäre DU-Klausel. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Versicherer das so gewollt hat. Aber so steht es geschrieben… Die DEVK hat in ihrer Arbeitsunfähigkeits-Klausel als möglichen Nachweis auch den Nachweis der Dienstunfähigkeit aufgezählt. Somit würden Beamte auf Widerruf, Probe oder Lebenszeit bei Entlassung oder Versetzung in den Ruhestand für 18 Monate die vereinbarte Rente erhalten.

Es ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel, da die AU-Klausel auf weitere Nachweise oder eine gleichzeitige Beantragung von BU-Leistung verzichtet.

Keine Ahnung, ob das Absicht war, aber ich finde den Gedanken charmant. Der Beamte erhält schnell sein Geld und 18 Monate sollten ausreichen, um das Vorliegen einer BU zu prüfen. Denn in den allermeisten Fällen, nämlich dann, wenn die Versetzung in den Ruhestand medizinisch begründet ist, liegt bei DU auch BU vor.

Die Was-weiß-ich-DU-Klausel

Ein recht prominenter Versicherer, den ich mal lieber nicht namentlich nenne, hat eine DU-Klausel am Markt, die an sich nicht schlecht ist. Aber in den Obliegenheiten verlangt dieser Versicherer, dass ich die BU-Prüfung zusätzlich zur DU-Prüfung durchführen muss. Damit ist die Klausel, die immerhin vollständig und echt wäre, auch wieder witzlos. Auf Anfrage versicherte mir der Versicherer, dass das in der Praxis nicht verlangt werde. Aber dann empfehle ich, es einfach nicht in die Bedingungen zu schreiben…

Ärgerlich ist bei diesem Versicherer auch, dass die DU-Klausel die BU-Klausel ersetzt. Für den Fall, dass ein Beamter nicht in den Ruhestand versetzt würde, obwohl er nach den Bedingungen eines BU-Versicherers schon berufsunfähig wäre, hat er keine Möglichkeit, Leistung zu beantragen.

Unterm Strich finde ich die Unterscheidung zwischen echter und unechte DU-Klausel nach wie vor hilfreich. Vor allem, weil ich verstehen kann, dass die klassische echte DU-Klausel so nicht für den Versicherer und vor allem den Rückversicherer sinnvoll ist. Schade für die Kunden. Ohne die Privatisierung hätte das wohl keiner gemerkt 🙂

Die temporäre DU halte ich für ne gute Idee für Versicherer, die in das Thema einsteigen wollen. Die Klausel eignet sich hervorragend, um Erfahrungen zu sammeln. Denn insgesamt wäre es wünschenswert, wenn es mehr Lösungen am Markt gäbe.

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Wer noch mehr zur Dienstunfähigkeits-Versicherung lesen will, findet hier alles:

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Ein Marktvergleich zur DU-Klausel https://bsc-gmbh.com/blog/ein-marktvergleich-zur-du-klausel/ https://bsc-gmbh.com/blog/ein-marktvergleich-zur-du-klausel/#comments Tue, 10 Jul 2018 10:31:46 +0000 https://freche-versichert.de/?p=4010 Wer wissen will, was eine DU-Klausel ist, der darf das gerne hier oder hier nachlesen. In diesem Artikel geht es nur um die Dienstunfähigkeits-Klauseln und nicht um die dahinterliegenden Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Stand ist Mai 2019. Die Versicherungskammer Bayern ist jetzt neu dabei :-) Lass dich kostenfrei vom Experten beraten! Also, los geht´s! Was [...]

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Wer wissen will, was eine DU-Klausel ist, der darf das gerne hier oder hier nachlesen. In diesem Artikel geht es nur um die Dienstunfähigkeits-Klauseln und nicht um die dahinterliegenden Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Stand ist Mai 2019. Die Versicherungskammer Bayern ist jetzt neu dabei 🙂

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Also, los geht´s!

Was vergleiche ich bei der DU-Klausel?

Ich unterscheide zwischen der echten und unechten Dienstunfähigkeits-Klausel. Außerdem interessiert mich, wie die Versicherer bei Beamten auf Widerruf oder Probe leisten. Also, ob sie vollständig ist. Denn hier ist der Bedarf deutlich höher als bei Beamten auf Lebenszeit.

Die Klauseln zur speziellen Dienstunfähigkeit mag ich nicht beurteilen. Ich kann diese bei fast jedem Versicherer auf Anfrage einschließen lassen. Aber ich kann mir keinen Fall ausdenken, wo nicht auch die Berufsunfähigkeitsversicherung leisten würde, ohne dass ich dafür mehr Geld bezahlen müsste.

Auch die begrenzte Dienstfähigkeit spreche ich in diesem Artikel nicht weiter an, weil ich dazu schon was geschrieben habe und der Bedarf in Bayern, wo ich nun mal lebe, nicht so riesig ist. Deshalb interessiert mich das nicht so sehr. Für Bundesbeamte oder andere Bundesländer kann das aber schon interessant sein. Dann haben die DBV und die Debeka eben diesen Vorteil.

Und der Verzicht auf konkrete Verweisung bei Beamten ist Käse. Ein Beamter, der kein Beamter mehr ist, könnte immer auf die fehlende Vergleichbarkeit zwischen dem Beamten- und Angestelltenverhältnis verweisen, um eben nicht konkret verwiesen werden zu können. Und selbst wenn: In meinen Augen besteht kein Bedarf, wenn ich ungefähr das gleiche verdiene wie vorher.

Wer bietet alles eine echte DU-Klausel an?

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung bieten derzeit nach meinem begrenzten Wissen die Aachen Münchener, die Bayerische, die DBV, die Debeka, die Condor, die Ergo, die HUK, die Nürnberger, die R+V, die Signal, die SDK, die Universa, die Versicherungskammer Bayern, die WWK und die Württembergische an. Bei Softfair taucht auch die VPV mit einer DU-Klausel auf. Aber liest man mal nach, dann steht in der Klausel nur, dass bei Beamten im Falle einer Dienstunfähigkeit auf Berufsunfähigkeit geprüft wird. Das ist also keine DU-Klausel und hoffentlich ein Fehler bei Softfair.

Eine echte DU-Klausel bietet die Aachen Münchener, die Bayerische in den Tarifvarianten Komfort und Prestige, die Condor, die DBV, die Debeka, die R+V, die Versicherungskammer Bayern, die SDK und die Signal an. Die Aachen Münchener beschränkt die Klausel allgemein auf das Erreichen des Endalters 60. Am Rande sei bemerkt, dass die Ergo  die Grenze bei 46 zieht.

Die SDK versichert keine Polizisten, Feuerwehrleute, Bundespolizei, Justizvollzugsbeamte, Beamte des Zoll und Lehrer.

Die Condor versichert keine Feuerwehrleute.
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Wer hat die unechte DU-Klausel?

Alle weiteren Anbieter verlangen als Leistungsauslöser das Vorliegen der Dienstunfähigkeit und zusätzlich die Versetzung in den Ruhestand oder die Entlassung. Das bedeutet, die Entscheidung des Dienstherren ist für den Versicherer nicht bindend. Er darf selbst prüfen, ob eine DU vorliegt oder nicht.

Die HUK ist irgendwie zwischen echt und unecht. Ich würde es ganz stark als eine echte DU-Klausel deuten, aber es macht micht stutzig, dass die HUK alle Voraussetzungen einzeln aufzählt. Außerdem muss ich im Leistungsfall alle Unterlagen zur DU-Prüfung zusätzlich zu den zur BU-Prüfung geforderten Unterlagen beibringen. Also würde ich als Vermittler den Kunden bei der HUK eher darauf einstellen, dass im Leistungsfall eine Versetzungsurkunde als Nachweis nicht ausreicht.

Das ist deswegen so gefährlich, weil der § 26 Beamtenstatusgesetz einige Möglichkeiten zur Verweisung bietet. Der Dienstherr dürfte von mir sogar, eine Umschulung oder Weiterbildung verlangen, um mich zu verweisen. Das kann nicht gut sein.

Ich schränke im Weiteren die Auswahl auf die echten DU-Klauseln ein, wenn das mit euch ok ist 🙂

Welche DU-Klausel leistet auch bei Entlassung?

Von den Anbietern einer echten Dienstunfähigkeitsversicherung beschränkt seit 2019 nur noch die Aachen Münchener die Klausel auf Beamte auf Lebenszeit. Das ist daran zu sehen, dass sie nur bei der Versetzung in den Ruhestand leistet. Sollte aber ein Beamter auf Probe wegen einer Dienstbeschädigung oder eines Dienstunfalls in den Ruhestand versetzt werden, leistet sie trotzdem. Diese Fälle sind allerdings sehr selten.

Die R+V bietet seit dem 01.10.2018 eine einzelvertragliche Vereinbarung für Beamte auf Widerruf und Probe an. Find ich gut. Problem gelöst.

Alle anderen leisten auch bei der Entlassung der Beamten. Die DBV leistet, solange der entlassene Beamte Bezüge erhält oder die Einschränkung, die zur Entlassung geführt hat, unverändert fortbesteht. Das klingt beim ersten Hinhören gut, aber es bedeutet, dass die Leistung eingestellt wird, wenn sich der Krankheitszustand des entlassenen Beamten verändert.

Wenn ich böse wäre, wäre auch eine Verschlechterung eine Veränderung. Aber selbst bei einer Verbesserung müsste die DBV nicht abwarten, bis ein Grad von weniger als 50% erreicht ist, um die Leistung einzustellen.

Ist die Leistung dann mal eingestellt, kann ich aber trotzdem noch berufsunfähig sein. Das muss ich jetzt aber neu beantragen und beweisen. Ich befände mich also in der Erstprüfung. Wenn wir einen guten Anwalt kennen, dann können wir an dieser Stelle der DBV schon auch klar machen, dass sie sich nur über eine Nachprüfung von einem unbefristeten Anerkenntnis lösen kann. Aber den musst du halt auch erstmal kennen…

Nachprüfung ist immer besser als Erstprüfung

Bei der Bayerischen, der Debeka, der R+V und Condor, der SDK, der Signal und der Versicherungskammer Bayern befindet sich der entlassene Beamte in diesem Moment in der Nachprüfung. Nicht ich muss beweisen, dass eine BU besteht. Der Versicherer muss nachweisen, dass die BU nicht mehr besteht. Das ist ein enormer Vorteil für den Versicherten.

Bei der SDK und der Signal sticht bei all der positiven Bewertung eine Sache unangenehm ins Auge: Bei den Obliegenheit bei der Beantragung der Dienstunfähigkeit heißt es, dass der Nachweis zusätzlich zu dem Nachweis der Berufsunfähigkeit erbracht werden muss. Das kann bei strenger Auslegung bedeuten, dass ich alle Formulare, Gutachten und Atteste vorlegen, die ich auch bei einer BU-Prüfung bringen müsste. Damit wäre der Vorteil der echten DU-Klausel dahin. Außerdem ersetzt die DU-Klausel die BU-Klausel. Ich kann also strenggenommen nicht mehr BU, sondern nur noch DU werden.

Und bei der Debeka sticht unangenehm ins Auge, dass ich bei Beamten auf Widerruf und Probe nach 6 Jahren auf BU geprüft werde, komme was wolle. Zunächst mal kein Problem. Aber die Definition der Debeka verlangt 75% BU-Grad für volle Leistung… Das ist ein erheblicher Nachteil.

Am Ende bleiben also die Bayerische, die R+V, die Versicherungskammer und die Condor, deren Klauseln bedingungsgemäß nach meiner Lesart am Besten sind.

Die Bedingungen zur Berufsunfähigkeit bleiben hier unberücksichtigt. Und auch die Verständlichkeit der AVB, wo mir immer wieder die Kammer fast buchstäblich ins Auge sticht 😉

Zusammenfassung

Unterm Strich ist aber auch hier die beste Annahme durch den Versicherer entscheidend. Denn die DU-Klausel vereinfacht vielleicht den Zugang zur Leistung. Aber wenn ich weiß, wie es geht, kann ich auch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung jeden Beamten zur berechtigten Leistung bringen.

Wenn du ein Beamter bist und bis hier durchgehalten hast, dann darfst du mich gerne einfach kontaktieren 🙂 Ich helfe gern. Ich kann dir auch einen Marktvergleich zur Dienstunfähigkeitsversicherung mit allen Tarifen zeigen 🙂

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