Mitten in einem Klima globaler Unsicherheit zwischen dem Brexit, dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Problemen europäischer Geldhäuser zeigen mehrere US-Banken ein beinahe rekordverdächtiges Wachstum. Die US-amerikanische Großbank JP Morgan stellt die Zahlen vor und beginnt die Saison mit Rückenwind.

Wachstum trotz Handelsstreit

So konnte JP Morgan sein Einkommen auf 9,2 Milliarden Dollar steigern, was erstens ein Plus von fünf Prozent und zweitens einen Rekord bedeutet. So viel hatte die Bank in bisher keinem Quartal eingenommen. Die Einnahmen aus Schuldenverschreibungen stiegen um 21 Prozent auf 935 Millionen Dollar. Und auch das Anlagevermögen der Kunden wuchs weiter: Und zwar um 13 Prozent auf 312 Milliarden US-Dollar. Besonders stark konnte die Bank sich im Investmentbanking positionieren: Laut n-TV lag der Marktanteil der Bank im ersten Quartal bei knapp zehn Prozent.

„Even amid some global geopolitical uncertainty, the U.S. economy continues to grow, employment and wages are going up, inflation is moderate, financial markets are healthy and consumer and business confidence remains strong.“ – Jamie Dimon, Chairman und CEO von JPMorgan Chase & Co., in einer Pressemitteilung

Gewinne bei Wells Fargo

Auch Wells Fargo legte neue Zahlen vor. So hat die Bank im ersten Quartal 2019 ein Nettoeinkommen von 5,9 Milliarden US-Dollar vorzuweisen. Zum Jahresstart 2018 waren es noch 5,1 Milliarden US-Dollar gewesen. Das Ergebnis pro Aktie betrug 1,20 US-Dollar, was im Vergleich zu 0,96 US-Dollar (Startquartal 2018) ebenfalls ein Plus bedeutet. Wells Fargo hat weiterhin einen Zinsüberschuss von 12,3 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen (73 Millionen Dollar im ersten Quartal 2018). Laut einer Pressemeldung ging jedoch der Gewinn zurück (von 21,9 Milliarden US-Dollar auf 21,6 Milliarden US-Dollar).

„While our expenses in the first quarter included typically higher personnel expense, we remain committed to, and are on track to achieving, our 2019 expense target.“ – John Shrewsberry, Chief Financial Officer von Wells Fargo, in einer Pressemeldung

Hoffnung an der Börse?

Auf diese Meldung hin kletterte die Aktie von JP Morgan am Freitagabend mit einem Plus von 4,05 Prozent auf 97,86 Euro. Das Papier von Wells Fargo dagegen fällt auf 41,28 Euro (minus 2,56 Prozent). Der Dow Jones Industrial-Index hat ein Plus von 0,71 zu verzeichnen und steht bei 26.329,31 Punkten. Und auch der Dow Jones U.S. Banks Index ist im Aufwind (plus 1,50 Prozent auf 443,11 Zähler).

Titelbild: ©nattanan23 / pixabay.com

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