Für Anleger stellt sich derzeit die Frage, wie die Diversifikation ihres Portfolios aussehen muss, um eine mögliche Rezession gut abzufangen. Zwischen dem chinesisch-amerikanischen Handelsstreit und dem Brexit steht nicht nur die globale Konjunktur, sondern auch einzelne Länder vor dem Abschwung. In Deutschland sei sie sogar bereits gekippt, berichtet die FAZ. Investoren suchen ihr Heil in Sachanlagen wie zum Beispiel in Edelsteinen.

Der Diamant bekommt Konkurrenz

Genauer gesagt: In bunten Edelsteinen. Diese werden bereits seit vielen Jahren kontinuierlich teurer. Der Gemval-Edelstein-Index gewann zwischen 2005 und 2013 zum Beispiel etwa 70 Prozent an Wert, ließ die Welt verlauten. Vorrangig sei öffentliches Interesse an Farbedelsteinen für die stetige Preissteigerung verantwortlich. Dies ging so weit, dass einige besonders edle Smaragde in dieselbe Preisklasse rutschten wie die sonst unerreichbaren Diamanten.

Der Fonds für „fancy diamonds“

Um Anlegern die Investition in naturbelassene Farbedelsteine zu ermöglichen, hat die liechtensteinische Fondsgesellschaft Incrementum in Kooperation mit dem Edelsteinhändler The Natural Gem den ersten Farbedelsteinfonds aufgelegt. Der sogenannte „The Natural Gemstone Fund One“ soll nun auch in Deutschland vertrieben und darum auf der Anlegermesse Invest am kommenden Wochenende in Stuttgart vorgestellt werden. Der FAZ zufolge wollen die Initiatoren die Niedrigzinsphase ausnutzen und Kunden eine Möglichkeit bieten, das Portfolio außerhalb der Kapitalmärkte zu erweitern. Farbedelsteine böten sich an, weil sie bereits seit 1995 einen jährlichen Wertzuwachs von etwa acht Prozent zu verzeichnen hätten – also schon wesentlich länger als 2005 stetig teurer werden.

Zu undurchsichtig?

Verbraucherschützer kritisieren den Fonds jedoch – es gäbe zu wenig Transparenz in der Preisgestaltung von Edelsteinen und der Markt sei nicht gut reguliert. Auch die Performance von acht Prozent sei nicht nachvollziehbar. Kai-Uwe Hille von der Edelsteinmesse INTERGEM beispielsweise sieht eine eher negative Entwicklung, bezieht sich allerdings auf den Juwelensektor im Ganzen.

„In view of the overall economic situation in the jewellery sector and the negative trends at the majority of trade fairs worldwide, the specialist nature of the INTERGEM enabled it to perform well.” – Kai-Uwe Hille, Managing Director der INTERGEM Edelsteinmesse, in einer Pressemitteilung

Titelbild: ©weyo / Fotolia.com

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