Warum es sinnvoll ist, so früh wie möglich die Arbeitskraft abzusichern

(Autor: Christian Schwalb)

„Bis ich mal nicht mehr in der Lage bin, meinen Job machen zu können, da müsste schon …“: Ein Zitat, das wir von jungen Menschen (leider) immer wieder hören, wenn sie sich gegen eine Berufsunfähigkeitsabsicherung entscheiden. Dabei sprechen die Zahlen gerade hier eine deutliche Sprache. Rechnet man das Einkommen, das ein junger Mensch im Laufe seines gesamten Erwerbslebens aller Voraussicht nach verdienen wird, einmal zusammen, kommen schnell Hunderttausende oder sogar Millionen als Vermögenswerte zusammen. In dieser Betrachtung fällt es einem schwer nachzuvollziehen, weshalb eher das aktuelle Handy gegen Diebstahl versichert wird, nicht aber die eigene Erwerbsfähigkeit.

Wir haben uns zu diesem Thema bei unserem Schwester-Unternehmen aus der SCALA & Cie. Unternehmensgruppe, den Experten der BU-Expertenservice GmbH, erkundigt, ob sie überhaupt schon mal BU-Leistungsfälle jüngerer Menschen begleiten durften. Die Informationen, die wir hier erhielten, waren überraschend.

Seit dem Jahr 2013 wurden dort alleine 69 Leistungsfälle von Versicherungsnehmern begleitet, die zum Zeitpunkt der Beauftragung maximal 35 Jahre alt waren. In der Auflistung finden sich natürlich handwerkliche Berufe und damit typischerweise einhergehende Erkrankungen als Leistungsauslöser. Zum Beispiel der Dachdecker (Geburtsjahr 1989) mit einer LWS-Fehlstellung, oder der Industriemechaniker (geboren 2000), der an den Folgen eines Leber- und Milzrisses leidet. Überraschenderweise finden sich in dieser Liste jedoch auch ein Mediengestalter (geboren 1987) mit Schwindelzuständen und eine Marketingassistentin (geboren 1993) mit Asperger-Syndrom. Trotz des relativ jungen Alters der Betroffenen führen Erkrankungen der Psyche die Liste an. Und zwar über verschiedenste Berufsgruppen hinweg. Zwei Beispiele dafür sind eine Ärztin (geboren 1986) sowie eine Studentin (geboren 1993). Eines wird durch diese Aufzählung eindringlich bewiesen: Es ist nie zu früh, den Segen der unbeschwerten Gesundheit zu nutzen und das Existenzrisiko „Berufsunfähigkeit“ frühzeitig abzusichern!

Eine tolle Absicherungs-Möglichkeit: Die SCHÜLER-BU

Gerade aus der Sicht junger Menschen stellt der Umstand, dass unser Arbeitseinkommen direkt unsere finanziellen Möglichkeiten und Freiheiten im Leben bestimmt, ein wesentliches Argument für die nötige Absicherung der Arbeitskraft dar. Natürlich nur, sofern keine familiären Hintergründe vorhanden sind, die einen solchen Schutz obsolet machen. Unsere Arbeitskraft ist eines der wichtigsten Güter, weswegen wir es von Beginn an nach den besten Möglichkeiten schützen sollten. Seit einigen Jahren besteht nun schon die Möglichkeit, sich bereits als Schüler vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit abzusichern.

Natürlich stellt sich die Frage, inwiefern das sinnvoll erscheint und wie wir es umsetzen können. Wer weiß denn schon als junger Teenager, was er als Erwachsener einmal für einen Beruf ergreifen wird?

Andererseits bietet eine frühzeitige Absicherung große Vorteile. Denn für den Abschluss einer Police zur Arbeitskraftabsicherung ist die eingehende Gesundheitsprüfung durch die Versicherung notwendig. Bei Kindern und Jugendlichen treten im Vergleich zu Erwachsenen noch deutlich seltener gesundheitliche Beschwerden auf, die bei der Beurteilung des individuellen Versicherungsrisikos mit berücksichtigt werden müssten. Die Wahrscheinlichkeit, einen Vertrag ohne medizinische Leistungsausschlüsse und ohne Risikozuschläge bei einem Versicherer zu erhalten, ist also unweigerlich größer. Wer jung und gesund ist, kann den maximalen Versicherungsschutz zum kalkulatorisch günstigsten Preis erhalten.

Aber was ist nun mit dem abzusichernden Beruf? Ein Schüler möchte schließlich nicht Schüler bleiben. Erstmal folgt vermutlich eine Ausbildung oder ein Studium, doch was kommt dann?

In der normalen Berufsunfähigkeitsversicherung werden die Versicherten nach Ihren beruflichen Tätigkeiten in fünf verschiedene Berufsgruppen eingeteilt. Akademische Berufe ohne besondere Gefährdungsmerkmale gelten zum Beispiel als Berufsgruppe 1. Dazu gehören etwa Architekten, Rechtsanwälte, Psychologen und Apotheker. Der Versicherer unterstellt bei dieser Berufsgruppe das geringste Risiko und bietet den Versicherungsschutz folglich zum niedrigsten Beitragsniveau an. Je höher die Berufsgruppe, in die der Versicherte aufgrund seiner ausgeübten Tätigkeit eingestuft wird, umso mehr steigt das Beitragsniveau. Welcher Beruf in welche Berufsgruppe eingestuft wird, kann dabei von Versicherer zu Versicherer variieren, entsprechend der individuellen Erfahrungswerte des jeweiligen Unternehmens.

Wer seinen Vertrag bereits in jungen Jahren abschließt, erwirbt das lebenslange Recht, in der ihm zugeteilten Berufsgruppe zu verbleiben, ganz egal welchen Beruf er nach Abschluss der Schulbildung einmal ergreift. Auch Kunden, die durch ihre individuelle Berufswahl in eine höhere Berufsgruppe rutschen würden, können so einen günstigen Berufsunfähigkeitsschutz erhalten. Hier gilt der Grundsatz: Einmal versichert, immer versichert!

Eine Berufsgruppe – ein Leben lang

Und was ist, wenn sich die Berufsgruppe sogar noch verbessert? Während bei einer Verbesserung der Berufsgruppe in der Regel immer eine erneute Gesundheitsüberprüfung eingefordert wird, enthalten die meisten Schüler-BUs eine Wechselgarantie. Diese ermöglicht den Wechsel in eine noch günstigere Berufsgruppe, ganz gleich, welche gesundheitlichen Risiken sich möglicherweise seit Vertragsabschluss neu ergeben haben.

Ergreift ein Schüler also nach seinem Schulabschluss und dem anschließenden Studium den Beruf des Rechtsanwalts, kann er sich ohne Nachteile von der Berufsgruppe 2 in die noch günstigere Berufsgruppe 1 umgruppieren lassen. Entscheidet sich ein Schüler hingegen, später einmal Straßenbauer zu werden, muss er statt des hohen Versicherungsbeitrages der Berufsgruppe 4 auch weiterhin nur den weitaus geringeren Beitrag der Berufsgruppe 2 bezahlen.

Durch die Berufsgruppengarantie können sich für den Versicherten Beitragsvorteile von bis zu 50 Prozent ergeben. Das heißt, statt 80 Euro, die seine Kollegen zahlen müssen, legt der Kunde einen Beitrag von 40 Euro hin, ohne auch nur den geringsten Leistungsnachteil in Kauf nehmen zu müssen.

Und auch bei der Dauer der Absicherung profitiert, wer bereits in der Schulzeit eine BU-Versicherung abschließt. Denn während diverse Berufe aufgrund erhöhter Berufsunfähigkeitsrisiken nur bis zu bestimmten Altersgrenzen versichert werden (Lehrer und Polizisten werden zum Beispiel bis zum 55. Lebensjahr versichert, Handwerker nur bis zum 60.), erhalten Schüler den Versicherungsschutz garantiert bis zum 67. Lebensjahr.

Gut beraten, bestens versichert

Die Zahl der Anbieter von Schüler-BU-Versicherungen steigt stetig. Das ist gleichermaßen erfreulich wie tückisch, denn wie auch in allen anderen Versicherungssparten steckt hier der Teufel im Detail.

Zwar bietet die Schüler-BU in der Regel viele Vorteile, doch wie flexibel die Produkte tatsächlich sind und welche langfristigen Möglichkeiten sie bieten (zum Beispiel den Versicherungsschutz gegebenenfalls auch in der Zukunft nochmals ein Stück individueller an die tatsächlichen Bedürfnisse des Versicherten anzupassen), erschließt sich meist nur den Fachexperten in Gänze.

So bietet das eine Versicherungsunternehmen zwar die Chance, die Versicherungssumme später ohne erneute Gesundheitsprüfung um bis zu 50 Prozent anzuheben, ordnet den Versicherten im selben Atemzug jedoch zwangsläufig in die dann aktuelle, möglicherweise deutlich ungünstigere Berufsgruppe ein. Andere Versicherungen hingegen bieten bei nahezu allen vor dem 50. Lebensjahr eintretenden Lebensereignissen (zum Beispiel bei einem Karrieresprung, Heirat, der Geburt eines Kindes oder dem Bau oder Erwerb einer eigenen Immobilie) die Möglichkeit, die Versicherungssumme bis zu einem bestimmten Höchstbetrag anzuheben.
Ein besonders günstiger Anfangsbeitrag sollte, verglichen mit vielen anderen vertragsspezifischen Argumenten, nicht das schlagende Argument für oder gegen ein bestimmtes Produkt sein. Mit welchem Angebot Sie für sich und Ihre Kinder langfristig die beste Wahl treffen, kann Ihnen Ihr BSC-Finanzberater verständlich und individuell darstellen.

Fazit

Wir sind überzeugt: Wer sich frühzeitig um eine Versicherung kümmert, versichert sich so gesund, günstig und nachhaltig wie möglich. Auch als Schüler ist die Absicherung der Berufsunfähigkeit bereits sinnvoll.

Gerne beraten wir Sie mit unserem deutschlandweiten Berater-Netzwerk persönlich und auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen!

Titelbild: © Kaspars Grinvalds / Fotolia.com

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