Der Hoffnungsträger von US-Autobauer Tesla sorgt weiter für Furore. Das Model 3 stellt Kunden und Anleger sowohl durch die niedrigen Absatzzahlen als auch durch die Verzögerungen im Bereich der Produktion vor Herausforderungen.

Vom Hoffnungsträger zum Problemkind

Das Model 3 sollte das erste Elektroauto sein, das für den Massenmarkt geeignet ist. Doch von dem Fahrzeug verkaufte der Autobauer, der normalerweise im Luxussegment angesiedelt ist, gerade einmal 1550 Stück – halb so viel, wie Analysten prognostizierten. Und nun musste Tesla am Mittwoch abermals seine Produktionsziele verschieben. Der Grund dafür liegt nach wie vor an den Fertigungsproblemen. Das erbrachte Tesla im nachbörslichen Handel ein Minus von rund zwei Prozent.

Die Konkurrenz ist hart

Mit seinen Elektroautos der Oberklasse beeindruckte der Branchenpioneer aus dem Silicon Valley unter der Führung von Elon Musk die Autowelt. Die Sportlimousine Model S und der Geländewagen Model X schlugen bei Autoliebhabern im Luxussegment ein. Das Model 3 sollte nun den Massenmarkt erobern. Doch dort sind eben bereits andere etabliert. BMW, VW und Daimler haben Tesla den Kampf angesagt – und zwar mit ihren eigenen E-Modellen. Und mit dem zunehmenden Angebot in dieser Preissparte, werden auch die Fahrzeuge immer günstiger. Da muss der Hoffnungsträger Model 3 mithalten.

In der Fertigung liegt das Problem

Bereits im Sommer hatte Tesla 500.000 Reservierungen für das neue Modell verzeichnet. Doch die Vorfreude der Kunden auf ihr neues E-Auto währte nicht lange. Denn im dritten Quartal konnten anstatt der geplanten 1500 Fahrzeuge lediglich 260 Stück ausgeliefert werden. Vor allem die Batterie-Produktion stellte sich als Problem dar. Die Fertigungsprobleme verzögerten die Herstellung enorm. Am Mittwoch rückte das Ziel nun noch weiter nach hinten. Die Produktion von 5000 Fahrzeugen pro Woche verschiebe sich auf Ende des zweiten Quartals.

Analysten sehen Sicherheit gewährleistet

Zwar hatte Tesla aufgrund der Verzögerungen einen Fehlbetrag von 619 Millionen Dollar, jedoch verfüge der Autobauer laut Unternehmenschef Elon Musk über Barmittel von 3,5 Milliarden Dollar. Damit seien die Einbußen durch das Model 3 mit ausreichendem Kapital gesichert, meinen auch die Analysten. Im Verlauf des Donnerstags sank die Tesla-Aktie um 3,57 Prozent auf 256,50 Euro.

Titelbild: ©weyo

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