Der niederländisch-südafrikanische Möbelhersteller Steinhoff ist als Mutterkonzern der deutschen Poco-Kette ein großer Konkurrent von Ikea. Doch nun hat das Möbelunternehmen enorme Schwierigkeiten. Denn Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen ziehen weitreichende Konsequenzen nach sich. Der Chef geht und die Finanzaufsicht ermittelt.

Der Vorwurf: Insiderhandel

Es geht hoch her: Auffälligkeiten in den Unternehmensbilanzen führen nun zu einer Untersuchung der südafrikanischen Finanzaufsicht. Der Vorwurf lautet Insiderhandel. Für den Vorstandsvorsitzenden Markus Jooste zu viel: Er bot seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung an. Der Aufsichtsrat teilte am Dienstag mit, diesen zu akzeptieren. Übergangsweise geht die Verantwortlichkeit nun auf Aufsichtsratchef Christo Wiese über. Die Prüfgesellschaft PWC wurde beauftragt eine unabhängige Untersuchung der Unternehmensbilanzen durchzuführen.

Bilanzvorlage verschoben

Für Mittwoch war die Bilanzvorlage von Steinhoff geplant. Aufgrund der neuen Erkenntnisse musste diese nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Steinhoff will die geprüften Zahlen veröffentlichen, sobald diese überprüft wurden. Zudem gehe es um die Frage, ob die Bilanzen für das vergangene Jahr angepasst werden müssen.

Ein tiefer Fall für die Steinhoff-Aktie

Auf die Hiobsbotschaft folgte prompt der Kurssturz. An der Börse in Südafrika verlor die Aktie am Mittwoch ganze 62 Prozent an Wert. Und auch die deutsche Börse musste ein ähnliches Kursdebakel mitansehen. Die seit 2015 im M-Dax notierte Aktie verlor 57 Prozent. Im Laufe des Donnerstags sank der Kurs um ganze 40 Prozent auf 65 Cent weiter ab.

Titelbild: ©Sergey Nivens

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