Am 9. Juli twitterte Tesla-Chef Elon Musk endlich das, was sich viele schon sehnlichst wünschten. Die Produktion des neuen Tesla-Fahrzeuges „Model 3“ ist nun offiziell angelaufen. Die Folge: 400.000 Vorbestellungen. Ende des Monats sollen die ersten Käufer bereits mit dem Elektrowagen über die Straße fahren können.

Das „Model 3“ soll den Markt erobern

Der neue Tesla hat eine besondere Bedeutung für den kalifornischen Wagenbauer. Denn mit einem Anschaffungspreis von etwa 35.000 US-Dollar spricht das Model die bürgerliche Mittelschicht an. Damit soll laut dem Elektrowagen-Hersteller auch der Einstieg in den Massenmarkt verbunden sein. Im kommenden Jahr soll die Produktionszahl auf 500.000 Autos angehoben werden und bis 2020 auf bis zu eine Million steigen. Doch die Herstellung machte in den vergangenen Jahren immer wieder Schwierigkeiten. 2016 produzierte der Nischenanbieter lediglich 84.000 Fahrzeuge der Modelle S und X und konnte seine selbst gesteckten Ziele damit nicht erreichen. Und auch im letzten Halbjahr wurden nur 47.100 anstatt der geplanten 50.000 Autos ausgeliefert.

Die Verunsicherung wächst

Aufgrund der Verzögerungen in der Produktion sind viele Aktionäre skeptisch geworden. Trotz des Versprechens die Probleme aus dem Weg zu räumen, verzeichnet die Tesla-Aktie einen leichten Kursrücksetzer. Zuvor überholte die Tesla-Aktie andere Konkurrenten wie General Motors oder Ford. Zwischenzeitlich überstieg sie sogar BMW, der im Premium-Segment der Autobranche als ungeschlagener Anführer gilt.

Die zwei Seiten der Medaille

Der Aktienkurs von Tesla unterliegt derzeit starken Schwankungen, was besonders auch auf Sicherheit bedachte Anleger abschreckt. Der Grund für das Auf und Ab liegt in den unterschiedlichen Haltungen der Anleger und Experten. Die einen sehen in Tesla ein Unternehmen, das in naher Zukunft dank der Produktion von Elektroautos den Markt aufmischen wird. Der andere Teil hingegen sieht die Rückgänge und Produktionsprobleme des Herstellers als Zeichen einer möglichen Krise.

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